Sophie Christina Aichinger Ungewollt

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Inhaltsangabe zu „Ungewollt“ von Sophie Christina Aichinger

Sophie ist ein Kuckuckskind. Nach einer von Kälte, Ablehnung und Gewalt geprägten Kindheit erfährt sie erst im Alter von 35 Jahren, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Erneut tief verletzt von den Lügen ihrer Jugend und der Erkenntnis, dass sie sich jahrelang um die Liebe und Zuneigung des falschen Mannes bemüht hat, begibt sie sich auf die Suche nach der Wahrheit. Ein jahrelanger, dramatischer Kampf um die Ermittlung ihres tatsächlichen Vaters beginnt. Bence, ihr ungarischer Erzeuger, setzt Himmel und Hölle in Bewegung, um die amtliche Feststellung seiner Vaterschaft zu verhindern. Der Unternehmer geht dazu bis zum Bundesverfassungsgericht. Dabei übersieht er jedoch etwas Entscheidendes: Seine Tochter hat nicht nur seine Augen geerbt, sondern auch seine Beharrlichkeit. Weder das jahrelange Warten auf Gerichtsbeschlüsse noch die unzähligen persönlichen Angriffe aus der Familie ihres vermeintlichen Vaters oder der Verlust des gerade erst gewonnenen Halbbruders, der sich von ihr abwendet, können sie von ihrem Weg abbringen. Die Entscheidung der Autorin, ein Buch über ihre Erfahrungen als sogenanntes Kuckuckskind zu schreiben, ist quasi ein Nebeneffekt des Versuchs, mit den emotionalen Auswirkungen eines jahrelangen Kampfes um die eigene Herkunft umzugehen. Aus dem Drang, sich vorwiegend belastende, aber auch erfreuliche Gedanken und Emotionen im Zusammenhang mit besagter Suche von der Seele zu schreiben, sowie dem Kennenlernen vieler weiterer Betroffener ist der Wunsch gewachsen, ihre Geschichte in Buchform in die Öffentlichkeit zu tragen. Namen und Handlungsorte wurden aus Personenschutzgründen verändert.

emotional sehr bewegend, eine Thematik die sicherlich weit mehr Menschen betrifft, als bisher angenommen.

— Engel1974
Engel1974

Sehr zu empfehlen!

— Joanapeters
Joanapeters

Spannend, bewegend und tragisch zugleich, mit viel Hoffnung und Kraft geschrieben.

— KenaH
KenaH

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    Ungewollt
    Engel1974

    Engel1974

    05. August 2017 um 20:06

    „Ungewollt“ ist ein eine bewegende Lebensgeschichte, ein Menschenschicksal, eine Biografie, interessant zu lesen und einfühlsam von der Autorin  Sophie Christina Aichinger geschrieben. Es geht um die Thematik „Kuckuckskinder“, Kinder die in Familien aufwachsen und meist erst viel später erfahren wer ihre wahren Eltern sind. So erging es auch der Autorin, sie ist in einer „Welt“ voller Kälte, Ablehnung und Gewalt aufgewachsen und erfährt erst durch Zufall im Alter von 35 Jahren, dass ihr Vater nicht ihr Vater ist. Tief verletzt vom Lügenkonstrukt ihrer bisherigen Familie und die Erkenntnis dass ihr jahrelanger Kampf um die Liebe und Zuneigung des falschen Mannes zwecklos war, begibt sie sich auf die Suche nach ihrem biologischen Vater. Nichts ahnend das ihr hier ein jahrelanger, dramatischer Kampf bevorsteht, denn die Identität des Vaters ist zwar schnell heraus gefunden, nu dieser versucht mit allen Mittel die amtliche Feststellung seiner Vaterschaft zu verhindern. Doch Sophie gibt nicht auf. Ihren bisherigen Lebensweg, die Suche nach dem Vater sowie die emotionalen Auswirkungen eines jahrelangen Kampfes um die eigene Herkunft hält die Autorin in ihrem Buch fest. Entstanden ist dabei eine sehr bewegende und emotional ergreifende Biografie, mit der die Autorin aber auch bezweckt allen Lesern, denen es ähnlich geht und die sich hier wieder erkennen werden Mut zu machen und bei ihrer Suche zu bestärken. Bei einer Biografie, so wie sie das Leben schreibt, möchte ich mich nicht anmaßen diese zu beurteilen, geschweige denn in ein Schema mit Sternen zu „pressen“, so wie es bei meinen üblichen Rezensionen üblich ist. Beurteilen kann ich allerdings den Schreibstil, der gut und flüssig zu lesen ist und die Thematik „Kuckuckskind“, eine Thematik die sicherlich weit mehr Menschen betreffen wird, als bisher angenommen.  Ein Buch das somit hilfreich für jeden Menschen sein kann, der auf der Such nach seiner wahren Identität ist. Ich bin zwar nicht von dieser „Thematik“ betroffen, dennoch hat mich dieses Buch sehr bewegt und lässt mich am Ende die Autorin für ihren Mut und ihre Stärke bewundern, ihren Weg zu gehen, auch wenn ihr immer wieder Steine in den Weg gelegt wurden. Fazit: emotional sehr bewegend, eine Thematik die sicherlich weit mehr Menschen betrifft, als bisher angenommen.

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  • Ungewollt und ungeliebt geht eine Frau ihren Weg!

    Ungewollt
    Joanapeters

    Joanapeters

    07. May 2017 um 19:43

    Auf Grund dessen, dass ich selbst vor ein paar Jahren ein Buch über ein Art Kuckuckskind geschrieben hatte, was ebenfalls auf einer wahren Begebenheit basiert, ist es mir sehr leicht gefallen, Sophies reales Leben, welches unglaublich bitter verlaufen ist, nachzuvollziehen und mich in sie hinein zu versetzen. Ich habe beim Lesen mit ihr gefühlt, mit ihr gelitten und mit ihr gelacht!Sophie gehört noch zu einer Generation, in der sehr viele Kuckuckskinder geboren wurden, die Mehrzahl von ihnen hat weder eine Ahnung überhaupt davon, dass ihr »Vater« nicht ihr Erzeuger ist. (Mit der Einführung Anfang der 60ziger Jahre änderten sich die Geburtenzahlen der Kuckuckskinder drastisch). Viele wollen es dazu nicht wahrhaben, da bei einer Aufdeckung oftmals viel zu viel zerbrechen würde. Gerade gut bestückte Männer, machen es sich mit Geld auch heute noch sehr einfach und zahlen an die betroffenen Mütter oder auch Kuckuckskinder ein Schweigegeld, um ihre Ehre in der Öffentlichkeit nicht zu beschmutzen!Sophie war und ist aber eine Frau, der Gerechtigkeit mehr wert ist als Geld und das genau macht Sophies Buch so einzigartig. Ein Leben lang ist sie auf der Suche nach Liebe, Geborgenheit und Anerkennung. Ihr Weg bis dahin führt sie leider über so viele unnötige Umwege, doch ich glaube, genau diese Umwege haben sie zu dieser wundervollen Frau gemacht, die heute Sophie ist.Ich wünsche Sophie Christina Aichinger, dass sie nachdem sie sich in diesem wundervollen Buch, ihr ganzes Leid, was man ihr angetan hat, sich von ihrer Seele geschrieben hat und von nun an ein glückliches, erfülltes und zufriedenes Leben führen kann. Das sie nun da angekommen ist, nach was sie ein Leben lang gesucht hat!Ein Buch was ein Leben beschreibt, in dem sich mit großer Sicherheit sehr viele Frauen in Sophies Alter wiederfinden. Ein Buch welches ich jederzeit und immer wieder weiter empfehlen werden!Alles Liebe und Gute Joana Peters!

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  • Von einer Tochter, die sich nicht unterkriegen lässt

    Ungewollt
    Jana_Zimmermann

    Jana_Zimmermann

    03. October 2016 um 08:30

    Die Autorin hat mir mit ihrem biografischen Roman „Ungewollt“ gezeigt, wie grausam manche Menschen sein können – leider. Ich bin der Meinung, ich besitze jede Menge Empathieempfinden, und dennoch kann ich nicht annähernd im vollen Ausmaße nachempfinden, was die Erzählerin des Buches durchgemacht haben muss. Nicht geliebt zu werden, dass muss schrecklich sein. Die Hauptperson des Buches durchlebt eine schreckliche Kindheit: Misshandlungen von allen Seiten, Ablehnung und, ja, auch leider Missbrauch. Beim Lesen überkam mich immer eine Woge von Gänsehaut. Kopfschütteln, Wut! Als Sophie dann irgendwann erfährt, dass ihre Familie, von der sie nie geliebt wurde, eigentlich gar nicht ihre Familie ist, müsste man als Leser meinen, sie wäre froh, dass sie nichts mit diesen Menschen gemeinsam hätte. Dies ist auch insgeheim so, doch Sophie weiß nicht mehr, wo sie hingehört. Und hier beginnt das Drama. Sie weiß, wer ihr Vater sein könnte und auch ist. Doch wieder stößt sie auf eine Familie voller Ablehnung. Sie soll mit Geld abgespeist werden. Mir hat das beim Lesen das Herz gebrochen. Ich bin froh, dass Sophie nun vor 6 Jahren in Toni einen Halt gefunden hat, der sie durch jahrelange Gerichtsverhandlungen begleitet hat. Immerhin haben die Gerichtsverhalndlungen 20 Jahre ihres Lebens in Anspruch genommen. Unfassbar, was das für Nerven gekostet haben muss. Wisst Ihr was ich für mich immer wieder ins Gedächtnis rufen musste: Diese Geschichte ist wirklich so passiert. Es ist die Biografie der Autorin Sophie Christina Aichinger. Es ist nicht nur eine Geschichte, die man liest, und dann zum Alltag übergeht. Nein, die Geschichte ist leider Realität. Immer, wenn ich daran denke, bekomme ich wieder Gänsehaut, und ich kann es beinah gar nicht glauben, dass so etwas passiert in dieser Welt. Liebe Sophie, Du hast mein tiefes Mitgefühl, auch wenn ich bei Weitem nicht wissen kann, wie es in Deinem nervlichen und emotionalen Kostüm aussieht.

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  • Stehaufmännchen

    Ungewollt
    KenaH

    KenaH

    01. October 2016 um 14:06

    Ich war sehr bewegt von Sophies Geschichte und konnte teilweise gar nicht glauben, woher sie die ganze Kraft nimmt. Selbst im Erzähl-Stil spürt man die Energie, von der Sophie immer wieder angetrieben wird, weiterzumachen. "Niemals aufgeben", könnte das Motto des Buches sein, das dem Leser zeigt, es geht, wenn man selbst nur will.

  • Der Kampf einer Tochter

    Ungewollt
    Buchdaisy

    Buchdaisy

    Dieses Buch ist eines, das man kaum aus der Hand legen kann, wenn man einmal begonnen hat, es zu lesen. Ist man erst einmal eingetaucht in Sophies Lebensgeschichte, dann fesselt die Handlung, man kann sich dem, was Sophie erlebt und erlitten hat nicht mehr entziehen, denn es ist wahr. (Und nichts ist so spannend, wie das wahre Leben.)Erst durch Zufall, mit über 30, erfährt Sophie, dass ihr amtlicher Vater nicht ihr leiblicher ist. Sie begreift, dass ihr Gefühl, in der Familie nicht dazu zu gehören, ja, unerwünscht zu sein, sie nicht betrogen hat. Sie begibt sich auf die Suche nach ihren wahren Wurzeln. Während das Herausfinden des Namens noch verhältnismäßig einfach ist, gestaltet sich die Feststellung der Vaterschaft als ein über Jahrzehnte gehender Rechtsstreit. Mehrfach verzweifelt sie fast an der Ablehnung ihres Vaters, schöpft aber auch wieder Kraft, als sich ihr Halbbruder zeitweise auf ihre Seite stellt. Ihr Vater, ein vermögender Unternehmer, klagt sich bis zum Bundesverfassungsgericht, doch Sophie gibt nicht auf.Selbst wenn ich jetzt den Ausgang schreiben würde, es nähme dem Buch nichts von seiner Spannung. Hier ist der Weg das Ziel. In einem leicht zu lesenden, eingängigen Schreibstil lässt die Autorin den Leser mit leiden und mit hoffen.Mir ging das Buch sehr nahe. Ich gratuliere der Autorin zu diesem mutigen Buch, dem ich viele Leser wünsche!Dafür vergebe ich verdiente 5 Sterne!

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