Sophie Coulombeau

 4.3 Sterne bei 26 Bewertungen

Alle Bücher von Sophie Coulombeau

Sophie CoulombeauNach allem, was passiert ist
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Nach allem, was passiert ist
Nach allem, was passiert ist
 (26)
Erschienen am 01.03.2014
Sophie CoulombeauRites
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Rites
Rites
 (0)
Erschienen am 19.04.2012

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Rezension zu "Nach allem, was passiert ist" von Sophie Coulombeau

„Nach allem, was passiert ist“ ist ein sehr gelungenes Debüt
WinfriedStanzickvor 4 Jahren


 

 

In einem ganz bemerkenswerten und überaus gelungenen Romandebüt erzählt die Britin Sophie Coulombeau eine Geschichte über die vielen Facetten und die Subjektivität von Wahrheit.

Genau fünfzehn Jahre ist es her, dass die alle in der Chesterton Close, eine gewöhnlichen Vorstadtstraße in Manchester wohnenden Jugendlichen  Damien, Lizzie Nick und Rachel zu Beginn der Sommerferien einen Plan schmieden.  Sie finden, dass es Zeit ist, dass sie gemeinsam ihre Unschuld verlieren.

 

Doch das ganze Vorhaben endet in einem Desaster. Nun nach fünfzehn Jahre erinnern sich alle vier und denken darüber nach, warum ihr damaliger Plan eine so katastrophale Wendung genommen hat. Sophie Coulombeau lässt sie abwechselnd zu Wort kommen, jeder  mit seiner eigenen  Sicht auf die Dinge und auch andere damals Beteiligte, unter anderen der Pfarrer, kommen zu Wort. Schrittweise offenbart sich dem gebannten Leser eine widersprüchliche, sich aber auch ergänzenden Sicht auf die damals passierten Dinge.

 

Es geht in diesem auch sprachlich ansprechenden Roman nicht nur um die Relativität von Wahrheit und die Wahrhaftigkeit von Erinnerungen, sondern auch um Moral, um Sehnsucht und um Liebe.

 

„Nach allem, was passiert ist“ ist ein sehr gelungenes Debüt, und man darf mit Fug und Recht auf ein hoffentlich nächstes Buch der Autorin gespannt sein.

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Rezension zu "Nach allem, was passiert ist" von Sophie Coulombeau

Viel Lärm um Wenig
fredhelvor 4 Jahren


Die Autorin, Sophie Coulombeau, ist selbst in Manchester aufgewachsen. Eine Vorortstrasse in Manchester ist auch der Ort des Geschehens in ihrem ersten veröffentlichten Roman. 
Vier dort lebende Vierzehnjährige finden sich pärchenweise zu einer Clique zusammen. Sie sind mitten in der schwierigsten Phase der Pubertät, jeder hat einen anderen familiären Hintergrund, hat seine eigenen Probleme, aber das äußere Leben plätschert ziemlich ereignislos dahin. Das mag wohl mit ein Grund gewesen sein, dass sie beschließen, den aus ihrer Sicht entscheidenden Schritt ins Erwachsenenleben, nämlich die erste sexuelle Erfahrung, gemeinsam zu erleben. Sie planen es, sie tun es, und als Resultat kommen sie haarscharf an einem Gesetzeskonflikt vorbei.
Auch wenn ich damit schon die komplette Handlung des Romans verraten habe, nehme ich damit nicht die Spannung vorweg. Diese soll der Leser vielmehr aus der stets wechselnden Erzählperspektive ziehen, in der sich stückchenweise die Charaktere der Protagonisten und deren Bezugspersonen, sowie die Planung und Ausführung der "Tat" an sich, wie ein großes Puzzle zusammensetzt.
Mich konnte diese Spannung nicht erreichen. Ein Interviewer befragt nach fünfzehn Jahren alle möglichen Personen zu den Hintergründen der damals hohe Wellen schlagenden Ereignissen, aber aus welchen Absichten das geschieht bleibt bis zum Ende des Buches unklar. Ich hätte mir gewünscht, daß sich die Befragten auch durch Wortwahl und Satzbau voneinander abheben. So blieb es für mich durchweg eine langweilige Aneinanderreihung von Berichten und deswegen kann ich leider auch nur drei Bewertungssterne vergeben.

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britta70s avatar

Rezension zu "Nach allem, was passiert ist" von Sophie Coulombeau

Kennst Du die Wahrheit und wenn ja, wie viele gibt es?
britta70vor 4 Jahren

Vier Jugendliche, Damian, Lizzie, Rachel und Nick, beschließen im Alter von 14 Jahren gemeinsam ihre Unschuld zu verlieren. Als ob ihre Beziehung zueinander nicht ohnehin genug Sprengstoff bieten würde, wollen sie ihren Plan in eben jenem Hotel in die Tat umsetzen, wo Lizzies Mutter und Rachels Vater sich heimlich zum Stelldichein treffen. Doch man kann nicht alles planen, manche Dinge ändern sich auch und so endet das ganze Unterfangen in einem einzigen Fiasko. Nun, 15 Jahre später, blicken sie auf die Ereignisse von damals zurück und berichten davon aus ihrer jeweiligen Sicht. Auch andere Personen, wie Rachels Vater, Lizzies Mutter, eine Polizeibeamtin und der Pfarrer mischen sich ein und fordern den Leser auf, die Wahrheit herauszufinden. Doch gibt es die eine und einzig gültige Wahrheit tatsächlich? Oder gibt es die Wahrheit vielleicht nur im Plural oder als Wahrscheinlichkeit, dass es ebenso gewesen sein KÖNNTE? Das ist die Frage, die in diesem wunderbaren Roman mit seiner genialen Erzählstrategie im Mittelpunkt steht. 

Sophie Coulombeaus Erzählstil ist so einzigartig, wie genial. In kurzen Kapiteln mit wechselnden Erzählperspektiven aller beteiligten Protagonisten entfaltet sie die Geschichte und übt auf den Leser eine Sogwirkung aus, der er sich nicht entziehen kann. Der Leser wird von den unterschiedlichen Erzählern direkt angesprochen und bekommt häppchenweise die Puzzleteile zu den Geschehnissen von damals präsentiert. Mit jeder Seite steigt die Spannung, denn was genau geschah, tritt erst so nach und nach zutage. Aber auch nach Kenntnis des Vorfalls bleibt es spannend, denn der Leser muss aufmerksam zuhören, darf kein relevantes Detail verpassen auf dem Weg zur Ausbildung seiner eigenen Wahrheit. Am Ende nämlich wird er quasi aufgefordert, diese seine eigene Wahrheit als letztes Kapitel der Geschichte hinzuzufügen. Vermutlich ist diese aufgrund des eigenen Erfahrungshintergrundes dann noch einmal mehr als die Summe der jeweiligen individuellen Wahrheiten. Dieses Buch ist einfach nur genial! Von solch intelligent inszenierten Geschichten würde ich gerne mehr lesen. Ich kann dieses Buch daher nur jedem ans Herz legen: Lest es, es lohnt sich!

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KEIN & ABER Verlags avatar

Der Verlag Kein & Aber startet heute die Leserunde zum Buch Nach allem, was passiert ist. Ein spannungsvoller Roman mit einem differenzierten Blick auf Moral, Sehnsucht, Liebe und die Relativität von Wahrheit.

Vier Erwachsene versetzen sich zurück in ihre Jugend und rekapitulieren die turbulenten Ereignisse nach dem Entschluss, gemeinsam ihre Unschuld zu verlieren. Ihre individuellen Versionen ergänzen oder widersprechen sich. Voller Spannung folgt man jedem neuen Hinweis. Was ist damals wirklich geschehen?

Leseprobe: http://keinundaber.ch/buecher_und_records/buecher/nach_allem_was_passiert_ist/index.html

Zur Autorin: Sophie Coulombeau wuchs in Manchester auf. Die 28-jährige Autorin studierte Literaturwissenschaften am Trinity College in Dublin, in Oxford und an der University of Pennsylvania. Derzeit promoviert sie in York. Nach allem, was passiert ist ist ihr erster Roman.

Wir suchen neugierige Leserinnen und Leser, die Lust haben, in die Geschichte einzutauchen und eine Rezension zu schreiben. Hierfür verlosen wir 20 Bücher. Beantwortet uns bis zum 14. April 2014 folgende Frage, um in den Lostopf zu springen:

„Es ist eben schwierig, die Geschichte schlicht und schnörkellos zu erzählen. Und ich wette, all das variiert ziemlich, je nachdem, mit wem Sie sprechen. Heutzutage weiß ja jeder, dass es so etwas wie die Wahrheit im Grunde gar nicht gibt“. aus: Nach allem, was passiert ist

Sophie Coulombeau spielt auf spannende Weise mit dem Begriff Wahrheit. Die verschiedenen Blickwinkel auf die Geschehnisse führen zwangsläufig zu unterschiedlichen Wahrheiten. Gibt es eurer Meinung nach überhaupt eine objektive Wahrheit?

Wir sind gespannt auf eure Beiträge und freuen uns auf die Leserunde!

Die Gewinner werden am 15. April  an dieser Stelle bekannt gegeben!

Euer Kein & Aber Verlag
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