Sophie Divry

 3,8 Sterne bei 51 Bewertungen

Lebenslauf von Sophie Divry

Sophie Divry, geb. 1979 in Montpellier, lebt zurzeit in Lyon. "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" erregte große Aufmerksamkeit in Frankreich und wurde für zahlreiche Literaturpreise nominiert.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Sophie Divry

Cover des Buches Als der Teufel aus dem Badezimmer kam (ISBN: 9783548291505)

Als der Teufel aus dem Badezimmer kam

 (50)
Erschienen am 02.05.2019
Cover des Buches The Library of Unrequited Love (ISBN: 9781623654030)

The Library of Unrequited Love

 (1)
Erschienen am 07.04.2015

Neue Rezensionen zu Sophie Divry

Cover des Buches Als der Teufel aus dem Badezimmer kam (ISBN: 9783548291505)
B

Rezension zu "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" von Sophie Divry

Aktuelles Thema
Betty02vor 3 Monaten

In diesem Roman führt ins die Autorin in die Welt einer Journalistin/ Autorin, die ihren Lebensunterhalt nicht gänzlich mit dieser Tätigkeit bestreiten kann. Sie beschreibt in aller Ausführlichkeit ihre Schwierigkeiten und Probleme und versucht Lösungen zu finden um diesem Hamsterrad entrinnen zu können.
Diese Thematik ist aktuell und auch polarisierend. Denn genauso ergeht es heutzutage vielen Menschen. Existenzängste begleiten viele Menschen.

Der Einstieg, sowie auch die Leseprobe ließen einen gut in das Leben unserer Protagonistin finden. Mit zunehmender Seitenzahl wurde das Gelesene speziell und ermüdend. Es beschreibt zwar vielerlei wahre Dinge, die für viele zutreffen, jedoch geschieht es wirklich langatmig und ließ mich teilweise Seiten überspringen, ohne einen Nachteil empfunden zu haben.
Die Sprache ist gut gewählt, der Schreibstil gefiel mir, bis auf die ausschweifenden Beschreibungen, sehr gut. Kritik, Humor und Witz verbindet die Autorin gut miteinander. Jedoch kann ich diesen Roman nicht ausdrücklich empfehlen.

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Cover des Buches Als der Teufel aus dem Badezimmer kam (ISBN: 9783548291505)
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Rezension zu "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" von Sophie Divry

Kreativ und pleite
YukBookvor 3 Jahren

Bleiben die Aufträge aus, so hat man als freiberufliche Journalistin auf einmal viel Zeit – und zu wenig Geld auf dem Konto. Bei Sophie, Ich-Erzählerin dieses Romans, sind es gerade einmal 17,70 EUR, mit dem sie auskommen muss. Da überlegt sie schon sehr genau, welche Lebensmittel in den Einkaufswagen wandern. Sophie zählt sehr häufig auf: was sie einkauft, was sie isst, was sie tun könnte, wenn sie Geld hätte... Entspringen die Aufzählungen, die teilweise über mehrere Seiten gehen, ihrer überbordenden Fantasie, übt sie sich in Sprachakrobatik oder ist es lediglich Zeitvertreib? Das muss der Leser selbst entscheiden. 

Ihre Fantasie kennt ebenso keine Grenzen, wenn es darum geht, was sie in ihrem Haushalt zu Geld machen könnte. Viel passiert in diesem Roman nicht, außer dass sich die Erzählerin regelmäßig mit der Bürokratie herumärgern muss oder von ihrem Dämon heimgesucht wird. Interessant ist jedoch, in welchem Kontrast der permanente Notstand und der Mangel an materiellen Dingen zu den ausufernden geistigen Ergüssen, Wortneuschöpfungen, literarischen Bezügen und fantasievollen typographischen Gebilden steht, die teils amüsant, teils etwas anstrengend sind. Sophie Divry gibt auf sehr experimentelle und anspruchsvolle Weise Einblick in ein gesellschaftlich isoliertes Leben am Existenzminimum und regt zum Nachdenken an.

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Cover des Buches Als der Teufel aus dem Badezimmer kam (ISBN: 9783550081361)
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Rezension zu "Als der Teufel aus dem Badezimmer kam" von Sophie Divry

Zwangshumor
Eva-Maria_Obermannvor 4 Jahren

Die junge Autorin Sophie lebt von Sozialhilfe und kleinen Aufträgen, während sie eigentlich versucht, ihren „großen Roman“ zu schreiben. Doch das will nicht so recht von der Hand. Noch dazu, wo Hunger, Erinnerungen und kuriose Ideen sie immer wieder ablenken. Eines vorweg: Mitunter geht da einiges durcheinander und so recht bin ich einfach nicht in diesen Komplex eingestiegen.

Während das Problem von Armut, Hunger und dem stetigen Warten auf die Überweisung der Sozialhilfe sehr bodenständig, ehrlich und auch bewegend ist, wird der Rest geradezu zur Farce. Immer wieder schiebt sich Sophies Freund, ein Frauenheld auf Freiersfüßen, in die Geschichte und will endlich bei seiner Nachbarin landen. Dass dieser Freund zumindest teilweise lediglich Imagination ist und für eine gewisse Zwangsromantik bis hin zur lächerlich gemachten Erotik steht, zwang mich mehr als einmal zum Augenrollen.

Auch der im Titel genannte Teufel ist nicht mehr als eine Störfigur, die der eigentlichen Handlung Steine in den Weg legt, ohne wirklich sinnhaft zu sein. Mögen hier auch die verschiedenen Ideen und Ablenkungen, mit denen Autoren zu kämpfen haben, daher kommen, machen diese Einwürfe für mich Sophie nicht nur zur unzuverlässigen Erzählerin, sondern auch zur komplett verwirrten Figur, die ihren Existenzkampf mit unnötigen Einschüben zu überspielen und humorisieren versucht. Was bei mir definitiv nicht funktioniert hat, ich war davon sehr schnell sehr genervt.

Um einiges Interessanter war die psychische Entwicklung. Sophie lebt unter Versagensängsten mit einer hochstilisierten Vorstellung einer perfekten Kindheit. Natürlich sind ihr als alter Ego nicht nur der Freund und der Teufel, sondern auch die Mutter geblieben. Beim realen Treffen mit dieser Frau zeigt sich deutlich, wie unterschiedlich Sophies „Kopfmutter“ und ihre wirkliche Mutter ist. Diese Unterschiede sind interessant, deuten auf einen größeren Zwiespalt zwischen Sophies „Wirklichkeit“ und ihrer Umwelt. Dennoch setzen hier Erkenntnismomente an, die dem Roman guttun.

Begeistern konnte mich Als der Teufel aus dem Badezimmer kam absolut nicht. Zu zwanghaft wirkte der Humor, zu sinnig hätte die eigentliche Handlung ohne dieses Geplänkel sein können. Wer abstruse Romane mag, ist hier aber genau richtig.


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