Sophie Hénaff

 4.1 Sterne bei 63 Bewertungen
Autorin von Kommando Abstellgleis, Das Revier der schrägen Vögel und weiteren Büchern.
Sophie Hénaff

Lebenslauf von Sophie Hénaff

Für die französische Cosmopolitan schreibt Sophie Hénaff Kolumnen, aber auch ihre Romane sind sehr erfolgreich. Ihr Debütroman "Kommando Abstellgleis" erklomm in Frankreich schlagartig die Bestseller-Listen und wurde in mehrere Sprachen übersetzt. In dem humoristisch geschriebenen Krimi löst eine Truppe von Versagern unter dem Kommando der suspendierten Anne Capestan Fälle. Im Oktober 2017 wird die Reihe mit dem zweiten Band "Das Revier der schrägen Vögel" fortgesetzt.

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Das Revier der schrägen Vögel

 (19)
Neu erschienen am 11.03.2019 als Taschenbuch bei Penguin. Es ist der 2. Band der Reihe "Kommissarin Capestan".

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Rezension zu "Kommando Abstellgleis" von Sophie Hénaff

Abseits der Norm ...
vipfotovor einem Monat

Was „in Bedeutungslosigkeit verfallen“ und „jemanden aufs Abstellgleis schieben“ mit meiner neusten Leselektüre zu tun haben, erfahrt ihr nun ☺. Als echter Krimi und Frankreich-Fan kommt ihr um dieses Buch einfach nicht herum. „Kommando Abstellgleis“ von Sophie Hénaff ist meines Erachtens die perfekte Sommerlektüre und mein Buch des Jahres. Witzig, spritzig, anders und das will für so eine Leseratte wie mich schon etwas heissen. Ein Krimi der etwas anderen Art. Vor vielen vielen Jahren, als ich Jugendliche war und Sommerferien hatte, habe ich mich immer auf die Ferien bei meiner Oma und Filme mit Louis de Funès gefreut. Dann war für mich Sommer ☺. Diesen Komiker in Polizeigestalt fand ich damals urkomisch. Mein Krimispass von heute erinnert mich daran und ruft das Gefühl von einst hervor. Die Charaktere des Romans sind eckig, kantig und wenig gradlinig, die Story ist spannend und gleichzeitig herrlich witzig. Slapsticks sind vorprogrammiert. Und so lese ich Seite um Seite, grinse immer mal wieder vor mich hin und freue mich über diesen ungewöhnlichen Paris-Krimi im heimischen Garten. Und eines ist sicher, mit diesem Buch begebt ihr euch bestimmt nicht aufs literarische Abstellgleis. Aber bitte lest selber und habt Spass:

Inhalt:
Das Pariser Hauptkommissariat, 36 Quai des Orfèvres hat eine neue Leitung. Ihr Ziel heißt: die Aufklärungsraten und Statistiken polieren und alle lästigen, aufsässigen und arbeitsunwilligen Mitarbeiter loswerden. Deshalb ruft die Führungsriege eine neue Brigade ins Leben, in der alle Alkoholiker, Faulenzer, Schläger, Depressive und Polizisten, die sich für etwas anderes berufen fühlen - wie z.B. Eva Rozière, die Krimis schreibt, anstatt zu ermitteln -, zusammengefasst werden sollen. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, einer einst hoffnungsvollen jungen Polizistin, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Anne hasst aber nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Deshalb lässt sie nichts unversucht und baut mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen in einem schäbigen Büro bei miserabler technischer Ausstattung, ohne Waffen und Blaulicht ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf und löst - zum Schrecken der neuen Chefs - auch noch alte Fälle, die die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen lassen ... Ein origineller, schwungvoller, intelligenter Krimi - zum Schießen komisch!


Die Autorin:
Sophie Hénaff, geboren 1972, ist Journalistin, Übersetzerin und Autorin. Ihre humoristische Kolumne in der französischen Cosmopolitan hat eine riesige Fangemeinde. Kommando Abstellgleis ist ihr Krimidebüt, der Auftakt einer Serie um Kommissarin Anne Capestan. Das Buch erhielt fünf Krimipreise, war in Frankreich ein Bestseller und wurde in zahlreiche Länder verkauft.



Weitere Bücher:
Das Revier der schrägen Vögel: Ein neuer Fall für das Kommando Abstellgleis - Roman (Kommando Abstellgleis ermittelt, Band 2) voraus. 16.Oktober 2017

Fazit: 5 Sterne**** für dieses spannende und witzige Lesevergnügen. Ich freue mich jetzt schon auf den Herbst und die angekündigte Fortsetzung. „Kommando Abstellgleis“ ist im carl’s books Verlag erschienen. Der Krimi hat 352 Seiten und kostet 14,99 Euro.



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Inhalt:
Die Ermittler-Einheit von Kommissarin Anne Capestan ist wieder da. Sie hat sich um einen neuen schrägen Vogel bereichert, einen Polizisten, der sich für D’Artagnan, den Helden des Romans Die drei Musketiere von Alexandre Dumas hält. Und wieder wird der Truppe der Ausrangierten ein besonders pikanter Fall übertragen: Ein Mord auf offener Straße, das Opfer war ein hohes Tier bei der Polizei –und Anne Capestans Ex-Schwiegervater. Das bringt Anne gleich mehrfach in Schwierigkeiten. Denn wie soll sie es ihrem Exmann beibringen, wenn sie eigentlich nie mehr mit ihm sprechen will? Und das ist nur der Auftakt einer Mordserie …. Wieder löst die Truppe auf unkonventionelle Weise die verzwickten Fälle, und es offenbaren sich private und behördliche Verstrickungen, deren Aufdeckung der neuen Führungsriege von 36, Quai des Orfèvres äußerst unangenehm sind …

Das Buch ist gut geschrieben. Nachdem ich im 1. Kapitel "verschwunden" bin, weiß ich jetzt auch, warum diese Reihe "Kommando Abstellgleis" heißt! Jeder "ausrangierte" Kollege in dieser Einheit hat sich etwas zu schulen kommen lassen... Dann passiert ein Mord. Capestan´s Chef bittet Sie zu einem Unfallort und es stellt sich heraus, dass ihr Schwiegervater ermordet wurde. Nun muss Sie es ihrem Ex-Mann mitteilen. Dies getan, teilt Sie ihren nicht willigen Kollegen mit, dass es einen neuen Fall gibt, andem die Truppe als "Schweiz" teilnehmen muss. Daraufhin herrscht Aufregung und erstmal weigern sich alle. Als dann noch der Vermittler einige Infos zum Fall bringt, muss Capestan die "Hosen" runterlassen und der Truppe mitteilen, dass das Opfer ihr Schwiegervater ist. Nach ersten Ermittlungen und auf vielen Widerstand stossend und einiger begangener Fehler, bekommen die schrägen Vögel zuwachs. Es stellt sich heraus, dass ein Serienmörder unterwegs ist und es auf eine spezielle Gruppe von Personen, die miteinander zu tun haben, abgesehen hat. Die schrägen Vögel haben den angeblichen Übeltäter gefunden, müssen ihn jetzt nur noch stellen. Zweimal haben die Vögel ihn schon gefunden, jedoch ist er ihnen wieder entwischt. Dann wollten Sie weitersuchen, erhalten jedoch die Info, dass der Übeltäter ebenfalls umgebracht wurde. Tja und am Ende wird der Täter gefunden und die Vögel haben wieder einen Fall aufgeklärt...

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Rezension zu "Kommando Abstellgleis" von Sophie Hénaff

Wie eiine Verlierer-Truppe ein außergewöhnliches Team gründet
stachelbeermondvor 2 Monaten

Lange hat es mir keine solche Freude mehr bereitet, ein Ermittlungsteam kennenzulernen. Niemand in der Truppe um Anne Capestan ist ohne Blessuren oder tragische Elemente, und das macht den Reiz dieses Buches aus: Jeder wird so akzeptiert, wie er ist, mit allen Fehlern und Macken. Diese Fehler und Macken haben das Team überhaupt erst möglich gemacht: Niemand wollte die Trinker, Verlierer, Unangepassten oder Versager im Polizeiapparat, man will sie loswerden, und wie wird man ungeliebte Kollegen los? Man gründet ein Team, das alte, ungelöste Fälle untersuchen soll und geht davon aus, dass diese traurigen Gestalten gar nichts mehr lösen werden, nie wieder. Um ganz sicher zu gehen, stellt man ihnen eine Wohnung ohne Einrichtung, Telefon und PC zur Verfügung, die viel zu klein wäre, wenn wirklich alle vierzig Polizisten dieser Einheit zum Dienst auftauchen würden. Anne Capestan, die vom Dienst suspendiert wurde, weil sie unerlaubt auf jemanden geschossen hat und nun zur Leiterin dieser Geistereinheit wegbefördert wurde, hat anfangs Sorge, ob überhaupt jemand auftauchen wird – und nichts ist ihr so zuwider wie Untätigkeit. Aber dann, nach und nach, tauchen ein paar verlorene Seelen auf, Merlot, der Trinker, Torrez, der Unglücksbringer, Lebreton, der schwule, traurige Witwer, Eva, die steinreiche, aber einsame Schriftstellerin.

Sophie Hénaff lässt sich Zeit, sie führt behutsam in die Abgründe und Gründe der gescheiterten Polizisten ein, lässt sie als Team ganz langsam zusammenwachsen und gerade die widrigen Umstände, die das Team eigentlich vom Arbeiten abhalten sollten, beflügeln sie zur Zusammenarbeit. Dabei gibt es absurde Situationen, bei denen man nicht ganz sicher weiß, ob man nun lachen darf oder lieber nicht, aber wie man es auch damit hält, sie lockern das Buch ganz ungemein auf. Nachdem das Team sich einigermaßen gefunden hat, nimmt auch der Kriminalfall deutlich an Fahrt auf, es wird zum Schluß hin richtig spannend.

Geschrieben ist es in typisch französischer Art, die auch durch die Übersetzung hindurch scheint. Lockere, trockene Sätze, die eine ganz eigene Sprachmelodie haben, manchmal distanziert, manchmal sehr nah dran am jeweiligen Protagonisten. Die Abwechslung zwischen beidem, Distanz und Nähe, reizt zum Weiterlesen, denn man möchte mehr erfahren über die Hauptpersonen, man wünscht ihnen Besserung und die Wendung zum Guten.

Mir hat das Buch zu meiner eigenen Überraschung sehr gefallen, anfangs war ich nämlich etwas skeptisch, aber dann entwickelte es sich zu einem meiner Lieblingskrimis des Jahres 2018. Natürlich ist es schon Anfang 2017 erschienen, ich bin wie immer zu spät, aber wen juckt´s! Das Buch ist einfach gut, da kann man auch später noch schwärmen  .

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Sophie Hénaff wurde am 09. August 1972 in Frankreich geboren.

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