Das Revier der schrägen Vögel

von Sophie Hénaff 
4,4 Sterne bei17 Bewertungen
Das Revier der schrägen Vögel
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Auch der zweite Fall der speziellen Gruppe um Anne Capestan, die "in Ungnade gefallene Musterschülerin", überzeugt durch Humor und Spannung

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Spannend und witzig. Steht dem ersten Teil in nichts nach!

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Inhaltsangabe zu "Das Revier der schrägen Vögel"

Frankreichs charmanteste Loser ermitteln wieder!

Kommissarin Anne Capetan hat ein Team, das sonst keiner haben will: Trinker, Spieler, Spinner. Viel traut man ihnen nicht zu, schon gar nicht die Aufklärung von Verbrechen. Doch wer die Truppe unterschätzt, der irrt. Das zeigt sich, als ihnen ein Mordfall übertragen wird: Das Opfer ein hohes Tier bei der Polizei – und Annes Ex-Schwiegervater. Wie soll sie das ihrem Ex beibringen, mit dem sie nie wieder ein Wort wechseln wollte? Und warum legt ihnen die Führungsriege nur Steine in den Weg? Doch Annes Kollegen haben nicht nur einen an der Klatsche, sondern auch unkonventionelle Ermittlungsmethoden …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783328103547
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:Penguin
Erscheinungsdatum:11.03.2019
Das aktuelle Hörbuch ist am 16.10.2017 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    Magicsunsets avatar
    Magicsunsetvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Auch der zweite Fall der speziellen Gruppe um Anne Capestan, die "in Ungnade gefallene Musterschülerin", überzeugt durch Humor und Spannung
    Die originelle, liebenswerte Ermittlergruppe ist wieder im Einsatz

    „Ihre schrägen Vögel bringen ein bisschen Wind in die Sache.“ (Zitat Seite 62)

    Inhalt:
    Nach dem Abschluss des ersten Falles wird diese spezielle Einheit unbequemer, sehr eigenwilliger Ermittler unter der Leitung von Anne Capestan wieder von allen Kollegen geschnitten. Da ruft ihr Mentor, Directeur Buron, sie zum Schauplatz eines neuen Mordes. Sie soll mit ihrer Abteilung parallel zum Team des BRI ermitteln. Als sie den Toten sieht, versteht sie den Grund dafür: es handelt sich um einen pensioniertem hohen Beamten des BRI und - es ist ihr Schwiegervater. Beinahe zeitgleich gab es in einem kleinen Ort in der Provence einen weiteren Mord. Das Team um Capistan, erweitert um ein neues Mitglied, das nicht ohne Grund den Spitznamen „D’Artagnan“ trägt, vermutet sofort einen Zusammenhang zwischen diesen beiden Morden und ermittelt unbeirrbar weiter, als die BRI bereits einen Mordverdächtigen gefunden und verhaftet hat.

    Thema und Genre:
    Bei diesem Kriminalroman handelt es sich um den zweiten Band einer Serie um eine Gruppe von Ermittlern, die man aus unterschiedlichen Gründen in ihren bisherigen Abteilungen nicht mehr haben wollte, die man aber auch nicht aus dem Polizeidienst entlassen konnte. Wieder geht es um einen Fall, der in der Vergangenheit stattgefunden hat, aber direkt in die Gegenwart führt.

    Charaktere:
    Die Autorin stellt eine Gruppe von Außenseitern, die sie humorvoll und immer auch glaubhaft charakterisiert, in den Mittelpunkt ihrer Romanserie. Gerade diese einzelnen Protagonisten machen den Charme auch dieser Geschichte aus, die durch die Eigenheiten und Schicksale der einzelnen Personen Tiefe erhält.

    Handlung und Schreibstil:
    Trotz der lustigen Szenen und die originellen Eigenheiten der Teammitglieder handelt es sich um eine spannende Geschichte mit bis zum Schluss überraschenden Wendungen. Etwas Besonderes ist das Kapitel 31, in dem es um den 24. Dezember 2012 geht. In Unterkapiteln mit der jeweils genauen Uhrzeit wird der Tagesablauf jedes einzelnen Mitgliedes des „Kommando Abstellgleis“ geschildert.

    Fazit:
    Dieser zweite Fall für das eigenwillige Ermittlerteam bietet wieder spannende, sehr unterhaltsame Lesestunden. Die einzelnen Mitglieder dieser Gruppe von schrägen Vögeln auf dem Abstellgleis werden auch im zweiten Band gut beschrieben, man muss nicht unbedingt auch den ersten Band gelesen haben.

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    Ritjas avatar
    Ritjavor 9 Monaten
    Gelungene Fortsetzung

    Wenn das „Kommando Abstellgleis“ antritt, wird es skurril, spannend, knifflig und ironisch und Sophie Hénaff schafft mit dem zweiten Band eine gelungene Fortsetzung. 
    Das Team wird um weitere „geächtete“ Polizisten ergänzt, so dass man als Leser wieder neue interessante Charaktere kennenlernt. Die „alten“ Figuren dürfen sich teilweise weiterentwickeln und man erfährt immer mehr aus deren Leben. Im Mittelpunkt steht immer die Chefin der Einheit Anne Capestan. Diesmal werden viele private Details ans Licht gebracht und sie muss sich mit einem Mörder auseinandersetzen, der sehr stark mit ihrer Vergangenheit verbunden ist. 
    Es sind wieder die vielen kleinen Details, die Marotten und die Dialoge, die den Krimi so unterhaltsam machen. Was soll man schon zu einer „abgerichteten“ Ratte sagen? Oder zu einem Musketier im Team? Sophie Hénaff mag ihre Figuren und dies kann man lesen. Es sind Menschen, die bereits einiges erlebt haben und nicht immer so gut mit den Erlebnissen umgehen können. Doch sie unterstützen sich und sie ziehen immer mehr an einen Strang. Sie haben alle den Ehrgeiz zu zeigen, dass sie mehr als nur das „Kommando Abstellgleis“ oder die schrägen Vögel vom Revier sind.

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    Ambermoonvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Wiedersehen mit den lieb gewonnenen und skurrilen Ermittlern in vorweihnachtlicher französischer Atmosphäre - schräg und spannend
    Spannender Weihnachtskrimi

    Die Ermittler-Einheit von Kommissarin Anne Capestan ist wieder da. Sie hat sich um einen neuen schrägen Vogel bereichert, einen Polizisten, der sich für D’Artagnan, den Helden des Romans Die drei Musketiere von Alexandre Dumas hält. Und wieder wird der Truppe der Ausrangierten ein besonders pikanter Fall übertragen: Ein Mord auf offener Straße, das Opfer war ein hohes Tier bei der Polizei –und Anne Capestans Ex-Schwiegervater. Das bringt Anne gleich mehrfach in Schwierigkeiten. Denn wie soll sie es ihrem Exmann beibringen, wenn sie eigentlich nie mehr mit ihm sprechen will? Und das ist nur der Auftakt einer Mordserie …. Wieder löst die Truppe auf unkonventionelle Weise die verzwickten Fälle, und es offenbaren sich private und behördliche Verstrickungen, deren Aufdeckung der neuen Führungsriege von 36, Quai des Orfèvres äußerst unangenehm sind …(Klappentext)

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    "Jacques Maire spazierte am Kanal entlang, der quer durch L'Isle-sur-la-Sorgue verlief. Er zählte die Enten. Betrachtete das dahintreibende Grün, dass das Wasser färbte und immer wieder unter dem Glitzern der Sonne verschwand." (S. 7 - Beginn)

    Dies ist der 2. Teil der Kommando-Abstellgleis-Reihe und dieser schließt nahezu an den ersten Teil an.

    Nach einem kurzen Auffrischen bezüglich der Charaktere, um sich in der Reihe wieder zurechtzufinden, geht es mit den Ermittlungen auch schon los.
    Diesmal handelt es sich für Anne Capestan um einen sehr persönlichen Fall. Das Opfer ist nämlich niemand geringeres als ihr Schwiegervater, der auch gleichzeitig ein hohes Tier bei der Polizei ist und einer ihrer Ausbilder war. Obwohl ihre Brigade vom Polizeichef höchstpersönlich zu dem Fall hinzugezogen wurde, werden ihnen von den anderen "normalen" Ermittlern Steine in den Weg gelegt. Seit ihrem letzten Fall werden die Mitglieder der Brigarde Abstellgleis nämlich unter den Polizisten und Kripobeamten als Kollegenschweine angesehen. Doch dies stachelt die Truppe erst so richtig an und sie bedienen sich dabei so mancher unkonventioneller, äußerst schrägen und teil nicht ganz legalen Mitteln, um in dem Fall voranzukommen. Zu verlieren haben sie ja sowieso nichts. Und dann geschieht ein nahezu identischer Mord in der Provence und die Brigarde Abstellgleis hat durch diese Information bei den Ermittlungen auf einmal die Nase vorne.

    Durch diese persönliche Komponente des Falls, erhält man diesmal auch Einblicke in Annes Vergangenheit und erfährt wieso ihr diese noch immer zu schaffen macht.
    Aber auch der private Alltag der anderen Mitglieder der Brigade wird beschrieben - immer nur kurz und zwischendurch. Dadurch sind diese Einblicke keineswegs aufdringlich und unterbrechen somit auch nicht den Lesefluß. Im Gegenteil - ich fand es interessant und es bringt einem nach und nach die Protagonisten näher.

    Der Schreibstil ist, wie schon im ersten Teil, flüssig und packend. Daher liest sich dieser französische Krimi relativ locker-flockig weg. Diesmal werden aber auch teils ruhigere, ja regelrecht poetische Töne angeschlagen.

    "Am liebsten wäre er direkt zum Januar übergegangen, ins neue Jahr gekrochen wie ein Schiffbrüchiger am Strand, der sich die ersten Meter des Festlands hochschleppt..." (S. 53)

    Doch auch die Situationskomik und der Humor kommen hier nicht zu kurz. Im Gegensatz zu so mancher französischer humoristischen Literatur jedoch keineswegs übertrieben und immer noch im Bereich des Möglichen.

    "In Ordnung, wird notiert", erwiderte Dax und notierte tatsächlich "alle Hackingspuren beseitigen" auf ein Post-It, das er an den Rahmen seines Bildschirms klebte. So was würde einen tollen Eindruck hinterlassen, wenn eins der hohen Tiere ihnen irgendwann einen Besuch abstattete..." (S. 65)

    Der Neuzugang der Brigade, Capitaine Henri Saint-Lô, trägt dazu natürlich auch bei. Dieser wurde gerade frisch aus der Psychiatrie entlassen. Der Aufenthalt in dieser scheint jedoch nichts gebracht zu haben. Noch immer ist er der festen Überzeugung er sei ein zeitreisendes Musketier und zwar kein geringeres als D'Artagnon. Dieser neu hinzugekommene Charakter passt mehr als nur gut zu den bereits vorhandenen skurrilen und schrulligen Ermittlern.

    Die Spannung ist hier präsenter als im ersten Teil und daher muss man einfach immerzu weiterlesen, bis man endlich weiß wer der Täter ist. Das Ende hält diesbezüglich auch eine große Überraschung bereit.

    Einziges Manko, bzw. Tipp an alle die sich dieses Buch zulegen wollen und, wie ich, immer den inneren Klappentext lesen: Verzichtet bitte dieses Mal unbedingt darauf. Dieser enthält nämlich eindeutig zu viele Informationen die einem so manche Überraschung und Komik verderben.

    Abgesehen davon konnte mich auch wieder die tolle Aufmachung des Buches begeistern.

    Fazit:
    Hat mir schon der 1. Teil der Kommando-Abstellgleis-Reihe gefallen, so konnte mich dieser Teil noch mehr begeistern. Dieser ist spannender und rasanter, inklusive privater Einblicke der jeweiligen Charaktere der Brigade.
    Um diesen Krimi jedoch vollends genießen und auskosten zu können, empfehle ich zuvor den 1. Teil "Kommando Abstellgleis" zu lesen. Von mir gibt es jedenfalls eine absolute Leseempfehlung.

    © Pink Anemone (auf dem Blog mit Bilder zum Buch)

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    JuliBs avatar
    JuliBvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gelungene Fortsetzung der "Brigade Abstellgleis"
    Das Revier der schrägen Vögel

    Auch der zweite Teil nach "Kommando Abstellgleis" hat mir ausgezeichnet gefallen.

    Diesmal muss sich Commissaire Anne Capestan zusammen mit ihrem "Revier der schrägen Vögel" in einem schwierigen Fall ermitteln. Ihr Ex - Schwiegervater, ebenfalls ein Polizist im Ruhestand, wurde auf brutalste Weise ermordet und er steht nach einigen Recherchen offenbar im Zusammenhang mit weiteren Morden.  Wie schon im ersten Fall, laufen auch hier die Fäden in der Vergangenheit zusammen und Capestan fördert Unglaubliches ans Licht ...

    Hervorragend leichte Krimi-Unterhaltung, die mir bestens gefallen hat. Obwohl mir französische Romane für gewöhnlich zu schwer sind und ich auch kaum Freude an Büchern habe, in denen sich die Protagonisten reihenweise die Klinke in die Hand geben, fiel es mir bei der Reihe überhaupt nicht schwer, den Überblick zu behalten.

    Skurril und liebenswert, dabei überraschend wenig klischeehaft oder platt, sondern eine Reihe, auf deren Fortsetzung ich mich unbedingt freuen würde.

    Ich vergebe auch für den zweiten Teil gerne 5 von 5 Sternen.


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    Bellis-Perenniss avatar
    Bellis-Perennisvor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Ein grandioser zweiter Fall für das "Kommando Abstellgleis" - herrlich komisch
    Das "Kommando Abstellgleis" erhält schräge Verstärkung und ermittelt wieder

    Die Brigade auf dem Abstellgleis von Commissaire Anne Capestan ist um einen weiteren schrägen Vogel reicher: ein Mitarbeiter, der sich für D’Artagnan hält, zieht ein. Außerdem gibt es einen neuen Auftrag. Diesmal besonders pikant: Annes Ex-Schwiegervater, ein pensionierter Polizist, ist ermordet worden. Das „Kommando Abstellgleis“ entdeckt Parallelen zu zwei anderen Morden und stellt flugs Zusammenhänge her. Das passt natürlich den offiziellen Ermittlern, „Anti-Gang“ genannt, nicht so ganz und so werden Anne & Co. wesentliche Informationen vorenthalten. Doch das kann Anne und ihr Team nicht wirklich abhalten, sind sie dies ja längst gewöhnt.

    Der zusammengewürfelte Haufen zieht gegen alle Intrigen und Widerstände ihre Register. Da sie kaum Ressourcen haben, agieren sie unkonventionell. So wird zum Erstellen eines Phantombildes zum Beispiel schon einmal ein Computerspiel verwendet.

    Meine Meinung:

    Wieder sind die einzelnen Charaktere bis ins Detail fein herausgearbeitet. Herrlich ist die neue Figur, Capitaine Sainte-Lo, der frisch aus der Psychatrie das Team der schrägen Vögel verstärkt. Er unterhält, wie einst ein mittelalterliche Troubadour, seine Kollgen mit dem elendslangen „Roland-Epos“ und hat im Jardin du Luxembourg seinen spektakulären Auftritt, äh Ausritt. Köstlich!
    Außerdem steht vermutlich ein neues Mitglied der Brigade vor der Türe: Basile Diament – ein Kleiderschrank von Mann.

    Fazit:

    Wer gerne unkonventionelle Krimis mit subtilen Humor liest, ist hier genau richtig. Wieder 5 Sterne.

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    twentytwos avatar
    twentytwovor einem Jahr
    Kurzmeinung: Eine unterhaltsame Krimiparodie für einen kalten Winterabend.
    Das Revier der schrägen Vögel

    Anne Capestan, Leiterin der Brigade Abstellgleis, ist sich durchaus bewußt was es mit dem erst kürzlich geschaffenen Revier auf sich hat. Hierhin werden alle diejenigen abgeschoben, denen es in er ein oder anderen Form gelungen ist, sich den Unwillen ihrer Vorgesetzten zuzuziehen. Im Grunde genommen ist die ganze Abteilung eine Farce und entsprechend ist die Stimmung auf dem Tiefpunkt. Dies ändert sich abrupt, als sie zu einem bizarren Mordfall gerufen werden. Auch wenn es sich hierbei um eine weitere Schikane handelt, wollen sie sich keine Blöße geben und beginnen umgehend mit ihren Ermittlungen. Dabei müssen sie sich, mangels bewilligter Hilfsmittel, auf ihre Kreativität verlassen, die ihnen aber stets einen Vorsprung vor den rivalisierenden Brigaden verschafft. Und so ist es kein Wunder, dass sie auch ihren zweiten Fall auf bewundernswerte Art und Weise in Rekordzeit lösen.

    Fazit
    Eine überaus unterhaltsame Kriminalparodie, die locker über einen tristen Wintertag hinweghilft.

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    talishas avatar
    talishavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Von allen belächelt und unterdrückt zeigt die Chaostruppe erneut, was sie draufhat. Für alle Krimifans ein Muss!
    Unterschätzt die Chaostruppe nicht!

    Nach sieben Monaten ging es endlich weiter mit dem Kommando Abstellgleis - der erste Band hat mich im Frühjahr positiv überrascht und ich hätte am liebsten gleich weitergelesen. Ich war gespannt, welchen alten Fall die Brigade nun zugeschanzt bekommt.  

    Erstaunlicherweise wird Anne zu einem aktuellen Mordfall gerufen. Schnell wird klar wieso. Der Tote war nicht nur Polizist und Annes Ausbildner, sondern auch ihr Schwiegervater, den sie so gar nicht mochte. Ihr Team bekommt nur unvollständige Akteneinsicht, so dass sie auf verschiedenen Ebenen selbst recherchieren müssen und sich nicht auf die Akten verlassen wollen. So kommen sie einer Mordserie auf die Spur, was im Quai des Orfevres gar nicht goutiert wird. Trotz vielen Rückschlägen schafft Annes Team die Auflösung des Falles. 

    Bis dahin ist es ein weiter Weg, der wie gewohnt humorvoll und mit vielen guten Ideen einhergehen. Ihnen stehen nur bescheidene Mittel zur Verfügung, aber sie machen das Beste daraus. Um offizielle Phantombilder zu zeichnen, helfen sie sich mit einem Computerspiel, bei dem man seine Spielfiguren selbst gestalten kann. Kreativ ermitteln - die schrägen Vögel zeigen wie es geht. 

    Interessant fand ich die Einblicke in Annes Privatleben. Im ersten Band gab es einige Andeutungen, hier erfahren wir alles über sie. Ihre Ehe mit Paul, ihr Elternhaus, ihre Zeit in Lyon. Doch auch über Capitaine Orsini Hintergrund wird im Laufe der Geschichte vieles erzählt. 

    Das Team bekommt doppelt Verstärkung - eine "Polizei"-Ratte und einen Polizisten, der gerade aus der Klinik entlassen wurde. Er denkt, er sei das Musketier D'Artagnan und lebe schon seit 500 Jahren. Lange bleibt es ruhig um ihn, doch auch er bekommt Gelegenheit sich mit seinen Fähigkeiten zu beweisen.
    Die Adventszeit, in der dieser Band spielt, liefert nur die Vorlage um sich als Team verbunden zu fühlen. Am Ende wird klar, dass ihre ausgelagerte Dienststelle mit so vielen unterschiedlichen Einzelkämpfern tatsächlich zu einem richtigen Team heranwächst, denn es entwickeln sich Freundschaften und alle unterstützen sich gegenseitig. 

    Gut entwickelter Aufbau, witzige Dialoge, Spannung pur - alles was ein guter Krimi braucht. 

    Fazit: Von allen belächelt und unterdrückt zeigt die Chaostruppe erneut, was sie draufhat. Für alle Krimifans ein Muss!5 Punkte.  

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    OmaInges avatar
    OmaIngevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannende Mordermittlung aber für mich zu viele Protagonisten.
    Das etwas andere Ermittlerteam

    Das Ermittlerteam um Kommissarin Anne Capestan besteht aus lauter schrägen Vögeln und in diesem Buch kommt noch einer dazu. Ihnen werden nur besondere Fälle übertragen. Fälle die keine andere Brigade der Pariser Polizei übernehmen will.Hier ist es ein Mord an einem hohen Polizeibeamten der auch noch Anne Capestans Ex-Schwiegervater war.Die zusammengewürfelte Truppe um Anne löst auch diesen Fall auf ihre Art und Weise.
    Ein bis zum Schluss spannender Krimi mit sehr vielen Protagonisten. Ich habe den ersten Band   "Kommando Abstellgleis" nicht gelesen und musste das Team um Anne Capestan erst mal kennen lernen. Das hat einige "Seiten" in Anspruch genommen und im Nachhinein wäre die Lektüre des ersten Bandes von Vorteil gewesen. So waren es (für mich) zu viele handelnde Personen. Aber der Mord und die Ermittlung waren so spannend, dass ich bis zum Ende durchgehalten habe.

    Ob es letztendlich an den vielen Protagonisten lag oder am Schreibstil kann ich gar nicht sagen. Für mich war es nicht flüssig zu lesen. Trotzdem ein spannender Krimi mit vielen schrägen Typen der bestimmt seine Fans findet.

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    Laecheln86vor einem Jahr
    Erfrischender Vorweihnachtskrimi mit Witz und allerhand Mut

    Das Revier der schrägen Vögel ist der zweite Band der Kommando Abstellgleis-Reihe der französischen Cosmopolitan-Kolumnistin Sophie Hénaff. Obwohl mein Herz eher für britischen Humor schlägt, hat der erste Band des exzentrischen Pariser Krimis mich restlos begeistert. Nun geht das Abenteuer der ausgemusterten Gurkentruppe weiter, mit neuen Charakteren und noch verrückteren Einfällen. 


    Was passiert? 


    Der Fall eines hohen Tieres der Pariser Polizei erregt öffentliches Aufsehen. Der Tote wurde auf offener Straße übel zugerichtet, vor einem Straßenschild, das seinen Namen trägt. Wer auch immer ihn auf dem Gewissen hat, der Mörder scheint seine Opfer zuvor zu Tode ängstigen zu wollen. Bald finden sich einige ähnliche Fälle, die das Kommando Abstellgleis nicht einordnen kann. Auch ihre Zusammenarbeit mit der „richtigen“ Polizei, der hochgelobten Spezialeinheit BRI, scheint nicht fair abzulaufen. Die ausgemusterten Beamten des Kommando Abstellgleis sitzen noch immer in ihrem provisorischen Büros ohne vernünftige Software, bekommen von ihren Kollegen zensierte Akten ohne wertvolle Hinweise und plagen sich mit eigenen Problemen. Denn der ermordete Polizist ist ausgerechnet der Ex-Schwiegervater der Chefin. Und Commissaire Anne Capestan ist nicht begeistert, ihrem Exmann erneut gegenüberzutreten.


    Worum geht´s? 


    Das Kommando Abstellgleis ist eine Schar polizeilicher Taugenichtse, die aus dem normalen Dienst verschwinden mussten. Ausgestattet mit bombensicheren Arbeitsverträgen waren sie ihren Vorgesetzten lange Zeit ein Dorn im Auge. Unter der Leitung von Commissaire Anne Capestan suchen sie nun neue Aufgabengebiete und übernehmen den ein oder anderen kritischen Fall, wenn man sie denn lässt. In Das Revier der schrägen Vögel bekommt die Truppe Unterstützung durch einen frisch aus der Psychiatrie entlassenen Kollegen, der sich selbst für D´Artagnon hält, den Leutnant der Drei Musketiere. Doch auch über das alte Team erfahren wie viel Neues. Das Setting des vorweihnachtlichen Paris, der perfekten Mischung aus Tristesse und Besinnlichkeit, eignet sich wunderbar für tiefe Einblicke in die Familiensituationen der Kollegen.


    Wie war´s? 


    Wundervoll und witzig. Sophie Hénaff beweist erneut Mut zu schrägen aber liebenswerten Figuren. Dabei ist sie - wie auch ihre Charaktere - immer für eine Überraschung gut. Gewohnt erfinderisch mogeln sie sich durch die Hindernisse, die zwischen sie und ihr Ziel gelegt werden. Stets in dem Glauben besser zu sein als ihr Ruf, wächst das Kommando Abstellgleis zu einer in Freundschaft verbundenen Truppe zusammen, die vor allem von Toleranz lebt, doch viel bewirken kann. Und sollte sich wer für D´Artagnon halten, so reiche man ihm ein Florett und jedem Verlierer eine helfende Hand. Ja, das Kommando Abstellgleis ist wieder da und zeigt der Welt, was einen perfekten Krimi mit Biss, Mut und Humor ausmacht. 


    [Vielen Dank an carl´s books für dieses Rezi-Exemplar.]


    [Ausführliche Rezi auf meinem Blog.]

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    Matzbachs avatar
    Matzbachvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Anne Capestan und ihr illustres Team ermitteln im Fall der Ermordung ihres Schwiegervaters
    Gerade eben noch gelungene Gratwanderung

    Serge Rufus, ehemaliger Leiter einer Spezialeinheit der Pariser Polizei wird brutal ermordet aufgefunden, nachdem der Mord quasi angekündigt war. Obwohl neben seiner Ex-Einheit bereits die eigentlich zuständige Kripoabteilung ermittelt, wird auch Anne Capestans "Kommando Abstellgleis" eingeschaltet, denn der Ermordete war ihr Schwiegervater. Kompetenzgerangel und Intrigen zwischen den drei Abteilungen sind vorhersehbar, wobei Anne Capestans Leute sicherlich die schlechteste Ausgangsbasis haben, da sie nur eingeschränkt Zugang zu den Ermittlungsergebnissen bekommen. Trotzdem gelingt es ihnen, Bezüge zu einem weiteren Fall inj der Provence herzustellen, der deutliche Parallelen aufweist. Das Verbindende: beide Opfer standen in Verbindung mit einem Banküberfall, bei dem drei Menschen ums Leben kamen. Damit scheint die Angelegenheit klar zu sein, doch zwei weitere Opfer, darunter der vermeintliche Mörder, werfen neue Fragen auf.
    "Das Revier der schrägen Vögel" ist der zweite Roman Sophie Hénaffs über die kaltgestellten Polizisten des Kommandos "Abstellgleis". Tatsächlich sind es schräge Vögel, aber jeder einzelne von ihnen hat seine Stärken, die in der Gesamtheit die Schlagkräftigkeit des Teams ausmachen. Im Verlauf der Handlung wächst die Gruppe um zwei Mitglieder, wobei eines schon ein arges Glaubwürdigkeitsproblem mit sich bringt, denn es handelt sich um einen offensichtlich Verrückten. Das ist dann auch die leichte Kritik an diesem Roman, Sophie Hénaff bewegt sich hart an der Grenze zu, Klamauk und sollte aufpassen, diese nicht zu überschreiten. Ansonsten: absolut lesenswert, vor allem, wenn man den ersten Fall bereits mochte. Die Beziehungen im Team entwickeln sich weiter, sinnfällig dadurch, dass sich mit Ausnahme Anne Capestans, die mit ihrem Ex-Mann, durch den Fall bedingt, herumturtelt, am Heiligabend alle in der Abteilung zusammenfinden.

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