Sophie Hénaff Kommando Abstellgleis

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Inhaltsangabe zu „Kommando Abstellgleis“ von Sophie Hénaff

Aufklärungsraten polieren und lästige Mitarbeiter loswerden – das ist das Ziel der Pariser Kriminalpolizei. Kurzerhand versetzt sie deshalb alle unliebsamen Personen in eine neue Brigade. Die Leitung übergibt sie Anne Capestan, die wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert wurde. Was man von ihr erwartet: stillhalten. Doch Anne hasst nichts mehr, als einfach zu gehorchen. Und so baut sie in einem schäbigen Büro mit ihrer Truppe der verkrachten Existenzen ein Kommissariat der unkonventionellen Methoden auf. Die alten Fälle, die sie wider Erwarten lösen, lassen die neue Führungsriege in gar keinem schönen Licht erscheinen ...

Willkommen bei den Schtis meets Ziemlich beste Freunde. Macht einfach nur Spaß!

— Archer
Archer

Entwicklungsfähige Charaktere in einer sehr französischen Geschichte

— sabsisonne
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    Kommando Abstellgleis
    Archer

    Archer

    28. May 2017 um 16:53

    Sie sind der Abschaum der Pariser Polizei: Säufer, Depressive, Krankfeierer, in Ungnade gefallene. Sie werden in eine extra für sie geschaffene Abteilung abgeschoben, in ein Büro, das nicht annähernd genug Platz hat für die 40 Leute, aus denen dieses Kommando Abstellgleis bestehen soll. Allerdings erwartet sowieso keiner, dass alle immer zur selben Zeit auftauchen, nicht einmal Anne Capistan, die diese Abteilung leiten soll. Sie war einst der Superstar der Kriminalpolizei, bis sie einmal zu oft und zu schnell geschossen hat. Eigentlich sollen diese Loser nur eines: Däumchen drehen, die Klappe und den Ball flach halten. Dass man ihnen ungelöste Fälle auf den Tisch wirft, ist eher Augenwischerei. Doch dann entdecken diese Abgeschobenen eine Verbindung zwischen zweien dieser Fälle und plötzlich besinnen sie sich ihrer Fähigkeiten und tun das, was gute Bullen tun: sie ermitteln. Und das fast ohne Ausrüstung und Befugnis, dafür mit mehr Einsatz und Originalität. Ein großer Spaß, dieses Buch! Sehr französisch, was ich eigentlich nicht mag, dafür mit großer Leichtigkeit und Humor, was mir liegt. Natürlich ist eine ganze Menge an den Haaren herbeigezogen, die Verbindungen, die Zufälle, aber das wird wettgemacht durch eine zweigleisig erzählte Geschichte, in der als Versager abgestellte Beamte plötzlich zu Hochform auflaufen. Da werden mit Babyphonen Räume abgehört, ein Hungerstreik wird durch eine Mittagspause unterbrochen und ein Killer hat ein Herz für Katzen. Die Sprecherin kam super mit den französischen Namen und Ausdrücken zurecht und so kann ich nur sagen, dass ich dieses Buch empfehle für Leute, die mit fremdländischen Namen zurechtkommen und sich auf die unendliche Leichtigkeit des Seins einlassen können. 4,5/5 Punkten.

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  • Als Hörbuch nicht ganz einfach für mich wegen der vielen französischen Namen

    Kommando Abstellgleis
    Antek

    Antek

    01. May 2017 um 14:30

    Anne Capestan wartet, weil sie wegen eines fatalen Fehlers vom Dienst suspendiert war, nach ihrer Auszeit bange auf den Termin bei ihrem Vorgesetzten. Mit Entlassung, Versetzung und wirklich nahezu allem hätte sie gerechnet, aber auf keinen Fall damit, dass sie die Leitung einer neuen Brigade übertragen bekommt, die aber alles andere als eine Beförderung darstellt. Die Säuberung der Pariser Kriminalpolizei, alle unfähigen und unliebsamen Kollegen aufs Abstellgleis verfrachten, ungelöste Fälle ihnen samt der schlechten Aufklärungsquote gekonnt zuschanzen, das scheint hier das Ziel zu sein. Aber so leicht lässt sich Anne Capestane nicht unterbuttern und zum Stillhalten zwingen. Wird es ihr gelingen, die Kollegen, die mit ihr an einem Strang ziehen wollen, zu rehabilitieren?Tatsächlich schlagen am ersten Tag vier, der ihr zugeordneten Kollegen, in der schäbigen Wohnung, die als Büro dienen soll auf. Schnell sind aus den ungelösten Akten zwei Mordfälle aussortiert um die sie sich annehmen wollen. Kaum begonnen zu ermitteln und erste Befragungen durchgeführt, zeigen sich nicht nur Zusammenhänge, sondern auch die Witwe eines Mordopfers wird kurz nachdem sie mit ihre gesprochen haben,  tot in ihrer Wohnung aufgefunden. Wird es dem kaputten Team gelingen diesen Fall, der weit in die Vergangenheit zurückreicht und ein dunkles Familiengeheimnis verborgen hält, zu lösen? Die Truppe greift dabei zu unkonventionellen und nicht immer ganz legalen Mitteln. So darf es bei dem kleinen Wettkampf, bei dem Anne Capestan mit ihrer Brigade gerne als erste im Ziel sein würde, schon mal ein Babyphone sein, wenn man sonst nicht an Ermittlungsergebnisse kommt. Prächtig amüsiert habe ich mich auch darüber, dass provokant ein Hungerstreik durchgeführt wird, bei dem Baguette verspeist wird, um zu demonstrieren, dass sie sich nicht für dumm verkaufen lassen wollen. Süß war auch Lewitz mit seiner Begeisterung für Sirenen und schnelle Autos, der schon mal einen Kehrwagen umfunktioniert um eine Verfolgung aufzunehmen und sich dabei auch noch blitzen lässt. Die Charaktere sind interessant angelegt und mir hat gut gefallen, dass man nach und nach von ihrem Privatleben erfährt und warum und wie sie auf das Abstellgleis geraten sind. So scheint Torrez ein richtiger Unglücksrabe zu sein, warum kommt nur jeder seiner Partner bisher um. Bei Merlot ist der Name Programm, natürlich auch nicht ohne Grund. Krimiautorin Eva ist die gute Seele, die mit ihrem Vermögen die schäbige Wohnung nicht nur diensttauglich, sondern vor allem auch gemütlich macht. Gemeinsames Kochen und Essen oder ein Glas Wein nach Feierabend am Kaminfeuer, gehören nach und nach dazu. Die Truppe wächst fast zu einer kleinen Familie zusammen, diese Entwicklung ist toll. Der Krimi spielt in Paris und das ist an zahlreichen Beschreibungen, die das Flair der Stadt gelungen einfangen, auch regelrecht zu spüren. Da ich allerdings des Französischen nicht mächtig bin und außerdem ein schlechtes Namensgedächtnis habe, wurde mein Hörgenuss ein bisschen getrübt. Es fiel mir nicht leicht die diversen französischen Namen auseinanderzuhalten und auch richtig zuzuordnen. Die erste Hälfte hatte ich schwer damit zu kämpfen. Erst nachdem die einzelnen Mitspieler mehr Profil erhalten haben und ich die Zusammenhänge der Fälle durchschaut habe, wurde der Krimi für mich immer spannender und hat mir auch richtig Spaß gemacht. Ich konnte oft schmunzeln, ich habe mit den einzelnen mitgelitten und ich habe so gehofft, dass es die „kaputte Truppe“ schafft zu beweisen, dass sie es eigentlich drauf haben! Die Sprecherin Hemma Michel hat ihre Arbeit großartig gemacht. Sie verleiht Anne Capestan ganz viel Profil und auch die anderen Mitspieler bekommen eine Stimmlage, die gut zu ihren passt. Sie bringt den französischen Charme der Geschichte richtig zur Geltung und verfügt auch über den nötigen versteckten Witz in der Stimme, den diese Geschichte zweifelsohne braucht. Ich habe ihrer angenehmen Stimme liebend gerne zugehört. Alles in allem konnte dieses Hörbuch mich nach und nach immer mehr begeistern und bekommt wegen der Anlaufschwierigkeiten vier Sterne von mir.

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  • viel Paris - wenig Spannung

    Kommando Abstellgleis
    sabsisonne

    sabsisonne

    29. March 2017 um 19:08

    Auch in Paris gibt es sie, die ungeliebten Kollegen. Sie sind trunksüchtig, faul, dumm, schießwütig...........aber alle liebenswert. Daher ist es schön mitanzuhören, wie sie aus einer heruntergekommenen Wohnung ein Hauptquartier bzw. ein zweites Zuhause machen. Und sie strengen sich an, lassen nicht locker, ermitteln gegen alle Widerstände und lösen so am Ende einen Fall, der seine Wurzeln in der Vergangenheit hat. Hier geht es mehr um die Menschen, ihre Eigenarten, ihre Schwächen als um den Fall. Also mehr Milieustudien als Krimi. Und die Figuren haben eindeutig Entwicklungspotential. Die Sprache ist reichhaltig und detailliert. Dabei sollte man schon eine Affinität zum Französischen haben, sonst kann man sich die vielen Namen und Orte nicht merken. Hemma Michel ist eine hervorragende Vorleserin mit einem wunderbaren Französisch!

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