Sophie Hannah

 3,3 Sterne bei 414 Bewertungen
Autorin von Das fremde Haus, Still, still und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sophie Hannah

Große und zugleich eigene Fußstapfen: Sophie Hannah wurde 1971 in Manchester geboren und studierte nach ihrem Schulabschluss an der dortigen Universität Englische Literatur und Spanisch. 1995 veröffentlichte sie im Alter von 24 Jahren bereits ihr erstes Buch, einen Band mit Gedichten. Bis 1999 war sie am Trinity College von Cambridge wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fach Creative Arts, im Anschluss bis 2001 Dozentin am Wolfson College in Oxford.

Bis heute hat sie nicht nur mehrere Gedichtbände veröffentlicht, die so zeichnend sind, dass sie in Großbritannien sogar in höheren Schulen behandelt werden, sondern auch Kinderbücher, Romane, Krimis und Psychothriller. Seit 2014 schreibt sie zudem neue Fälle für Hercule Poirot, den beliebten belgischen Detektiv Agatha Christies. Bisher sind bereits mehrere dieser neuen Bände erschienen, beispielsweise „Der offene Sarg“ aus dem Jahr 2016 oder „Das Geheimnis der vier Briefe“ von 2019.

Für ihre Bücher wurde Hannah bereits mehrfach ausgezeichnet, sie erscheinen in über zwanzig Ländern. Mehrere ihrer Geschichten werden zudem für das Fernsehen adaptiert.

Sophie Hannah lebt gemeinsam mit ihrem Mann und zwei Kindern in Cambridge.

Alle Bücher von Sophie Hannah

Cover des Buches Das fremde Haus (ISBN: 9783404167692)

Das fremde Haus

 (88)
Erschienen am 11.01.2013
Cover des Buches Still, still (ISBN: 9783404159796)

Still, still

 (78)
Erschienen am 01.03.2009
Cover des Buches Die Monogramm-Morde (ISBN: 9783455650648)

Die Monogramm-Morde

 (51)
Erschienen am 04.09.2015
Cover des Buches Schattenmesser (ISBN: 9783404163649)

Schattenmesser

 (38)
Erschienen am 20.03.2010
Cover des Buches Nimmermehr (ISBN: 9783404165285)

Nimmermehr

 (37)
Erschienen am 27.11.2010
Cover des Buches Der kalte Schlaf (ISBN: 9783404169207)

Der kalte Schlaf

 (23)
Erschienen am 17.01.2014
Cover des Buches Das Geheimnis der vier Briefe (ISBN: 9783455005509)

Das Geheimnis der vier Briefe

 (14)
Erschienen am 06.05.2019
Cover des Buches Der offene Sarg (ISBN: 9783455002188)

Der offene Sarg

 (14)
Erschienen am 05.10.2017

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Sophie Hannah

Cover des Buches Der unsichtbare Freund (ISBN: 9783404174362)Jukebook_juliets avatar

Rezension zu "Der unsichtbare Freund" von Sophie Hannah

Unterschwelliges Brodeln bis zur Explosion
Jukebook_julietvor 3 Monaten

Inhalt:

Nicki Clements teilt ihre Geheimnisse mit einem Mann, den sie nie gesehen hat. Alles, was sie von ihm weiß, sind seine E-Mail-Adresse und sein Name. Als seine Leiche gefunden wird, fällt der Verdacht auf Nicki. Sie versteht nicht, warum die Polizei sich für sie interessiert. Bis sie erfährt, dass der Mörder eine Botschaft hinterließ - die kryptischen Worte: Er ist nicht weniger tot. Sie kennt diese Worte, dennoch schweigt sie. Sonst müsste sie ein Geheimnis verraten, das sie um jeden Preis schützen muss.

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Meine Meinung:

Selten fand ich eine Hauptprotagonistin so schnell so unsympathisch wie Nickie. Mein Bauchgefühl sagte mir von Beginn an, dass da irgendetwas nicht stimmt. Und genau das war die Grundstimmung dieses Thrillers. Ich habe es geliebt! 

Die Spannung baut sich recht langsam auf und ich habe schon Rezensionen gelesen, die dies bemängelten. Ich hingegen habe mich daran gar nicht gestört. Ganz im Gegenteil, ich mochte das lange, unterschwellige Brodeln. 

Ich habe erst nach Ende des Buches mitbekommen, dass es sich hierbei um den 9. Band einer Reihe handelt. Und tatsächlich - rückblickend betrachtet habe ich manchmal gedacht, dass mir wohl ein wenig Hintergrundwissen im Hinblick auf die ErmittlerInnen fehlt. Dem Lesevergnügen hat dies aber keinerlei Abbruch getan 🙂

⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀⠀

Meine Bewertung:

4,5/5 Sterne

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Cover des Buches Das Geheimnis der vier Briefe (ISBN: 9783455009071)lesehaeschens avatar

Rezension zu "Das Geheimnis der vier Briefe" von Sophie Hannah

Typischer Christie-Vibe in einer Fanfiction
lesehaeschenvor 5 Monaten

Bei diesem Buch handelt es sich um eine Neuinterpretation eines Poirot-Krimis einer zeitgenössischen Autorin, dementsprechend anders ist das Buch auch. Bereits am Anfang fiel auf, dass Hannahs Beschreibungen viel detailreicher sind und bei ihr Gefühle und Gedanken viel mehr im Vordergrund stehen. Dadurch ist auch die Figur Poirots mehr im Fokus - ebenso wie der zweite Protagonist und Erzähler, der Inspektor. Abwechselnd erfährt man neue Infos von diesen beiden sowie einer weiteren externen Perspektive.
Da ich bisher erst einen Christie-Krimi („Morphium“) gelesen habe, kann ich das Buch auch nur mit diesem vergleichen. Auch wenn ich mich darüber gefreut habe, dass Poirot den verdienten Raum bekommen hat, fehlte mir im Buch meistens Christies Einfachheit und Nüchternheit. Die große Anzahl an Figuren und Verhören war teilweise schon verwirrend (Roxy und ich hatten nach jedem Teil neue, wilde Theorien). Die Auflösung war uns beiden dann leider etwas zu weit hergeholt und um die Ecke gedacht (bei 30 Seiten Auflösung wären wir auch nie darauf gekommen).
Andererseits haben wir uns trotzdem gut amüsiert und die Grundidee der vier Briefe ist fantastisch! Die Autorin hat sich zudem sowohl inhaltlich als auch sprachlich an Christie angelehnt. Und zum Schluss noch ein Wort des Lobes für das schöne, verspielte Cover. 😍

Mein Resümee: Ein kreatives Konzept mit dem typischen Christie-Vibe und dem charmanten Poirot, ein bisschen Weniger in der Auflösung hätte mir aber besser gefallen.

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Cover des Buches Die Monogramm-Morde (ISBN: 9783455650648)Jethros avatar

Rezension zu "Die Monogramm-Morde" von Sophie Hannah

Hercule Poirot reloaded – gut, aber Sophie Hannah ist nicht Agatha Christie
Jethrovor 5 Monaten

Sophie Hannah hat 2014, fast 40 Jahre nach Hercule Poirots letzten Fall „Vorhang“ mit der Genehmigung von Agatha Christies Familie wieder einen Fall mit dem belgischen Detektiv veröffentlicht. Damit tritt sie in sehr große Fußstapfen.

Der Roman ist im Jahr 1929 angesiedelt und man findet atmosphärisch viele von Agatha Christies geprägte Schauplätze in diesem Roman wieder: Kaffeehäuser, Hotels und ein typisches englisches Dorf. Hercule Poirot sitzt im Pleasent’s Coffee House, als plötzlich eine Frau hineinstürmt. Jemand wolle sie umbringen, aber sie habe es verdient. Der Täter dürfe nicht dafür bestraft werden. Ebenso schnell verschwindet die Frau wieder und bevor Poirot sich diese Begegnung erklären kann, wird er von dem jungen Scotland-Yard- Beamten Catchpool zu einem spektakulären Dreifachmord in das Hotel Bloxham gerufen. Schnell erkennt Poirot einen Zusammenhang zwischen den drei Morden und der seltsamen Frau.

Der Roman ist gut aufgebaut, so dass eine eigentlich spannende Kriminalgeschichte entsteht. Leider hat dieser Roman einige Mängel, die nicht zuletzt daher rühren, dass man natürlich immer den Vergleich mit Agatha Christie bemüht. Die Kriminalhandlung ist von der Grundidee gut, jedoch ist der Plan des Täters unglaublich kompliziert und von sehr vielen Zufällen und psychologischen Momenten abhängig. Je weiter die Handlung geht, desto öfter hat man das Gefühl, dass sich bestimmte Elemente ständig wiederholen, und dass nach dem ersten Twist in der Handlung sofort ein zweiter und ein dritter folgen muss. So gerät auch dann die Auflösung des Falls sehr lang. Passend dazu versammelt Poirot nicht nur alle Verdächtigen, sondern gleich noch das gesamte Hotelpersonal dazu. Weniger wäre da mehr gewesen. Wo Agatha Christie mit wenigen Strichen ein Bild malt, benutzt Sophie Hannah eine ganze Farbpalette.

Leider ist auch die Charakterisierung Poirots nicht gut gelungen. In dem Roman hat er den jungen Scotland-Yard- Beamten Catchpool an seiner Seite. Dieser wirkt in seinen Handlungen so gehemmt und begriffsstutzig, dass man ihn sich als fähigen Inspektor nicht vorstellen kann. Zudem werden ihm seine Mängel von Hercule Poirot auch immer wieder schonungslos vor Augen geführt. Während bei Agatha Christie dieses Spiel zwischen Poirot und Colonel Hastings wunderbar funktioniert, da Poirot Hastings gegenüber bei aller geistigen Überlegenheit immer augenzwinkernd freundschaftliche Zuwendung zeigt und Hastings dennoch immer noch eigene Stärke zeigt, so wirkt das Verhältnis zwischen Poirot und Catchpool eher wie das eines immer wieder zurechtweisenden Lehrers zu seinem begriffsstutzigen Schüler. Poirot ist so vor allem eines- arrogant, von Herzlichkeit ist nicht viel zu spüren. Zudem sind Poirots Schlussfolgerungen zuweilen von einer solchen Spitzfindigkeit, dass sie manchmal unglaubwürdig wirken. Wie groß ist denn der Unterschied zwischen „den Mund öffnen“ und den Mund aufmachen“? Nicht sehr groß, denn Poirot muss diesen für ihn so offensichtlichen Unterschied auf vier Seiten erklären.

Insgesamt aber hat Sophie Hannah einen ordentlichen Kriminalroman geschrieben, der allerdings Längen aufweist, da die Handlung zu kompliziert ist und sich in zu vielen Einzelheiten verliert. Einige Personen sind sehr gut charakterisiert, aber gerade den von Agatha Christie durch über 30 Romane und zahllosen Kurzgeschichten vorgegebenen Charakter Poirots kann Hannah nicht wirklich wiedergeben. Nach diesem Roman bemerkt man vor allem, welche Stärken Agatha Christies Romane haben. Vielleicht sind die Mängel in den nachfolgenden Romanen verbessert worden.

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Zusätzliche Informationen

Sophie Hannah wurde am 28. Juni 1971 in Manchester (Großbritannien) geboren.

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