Das Gesicht meines Mörders

von Sophie Kendrick 
4,3 Sterne bei86 Bewertungen
Das Gesicht meines Mörders
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Positiv (70):
269anches avatar

Ein echter Pageturner. Ich konnte es kaum aus der Hand legen. Unerwartete Wendung.

Kritisch (2):
Kaisus avatar

Super Setting, lauer Aufbau und fehlender Nervenkitzel.

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Inhaltsangabe zu "Das Gesicht meines Mörders"

Sie muss sich erinnern, um zu überleben.

Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499272738
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:320 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:16.12.2016
Das aktuelle Hörbuch ist am 19.12.2016 bei Audiobuch erschienen.

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Rezensionen und Bewertungen

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    Curly84s avatar
    Curly84vor 4 Monaten
    Das Gesicht meines Mörders

    Clara erwacht aus dem Koma und erinnert sich an nichts mehr. Ihr ganzes bisheriges Leben ist wie ausgelöscht. Sie kennt ihren Namen nicht, weiß nicht wo sie lebt, wer ihre Familie ist und erkennt auch ihren Ehemann nicht. Ein Einbrecher soll sie niedergeschlagen haben und dann das Haus in Brand gesetzt haben. Ihr Mann hat sie gerettet und er ist auch der einzige Rettungsanker, den sie hat. Doch sie scheint vor ihrem Unfall eine schwierige Persönlichkeit gewesen zu sein. Sie glaubte, dass sie jemand stalkte und schien eh etwas Paranoid zu sein.
    Und ihr Verdacht schein nicht unbegründet gewesen zu sein. Jemand versucht sie tatsächlich umzubringen, während Clara versucht sich zu erinnern...

    Es ist wirklich schwierig den Inhalt zusammen zu fassen ohne viel zu verraten. Denn das Buch lebt von einigen Überraschungsmomenten. Mir hat das Buch richtig gut gefallen. Die Autorin schreibt sehr leicht und ich konnte das Buch in kürzester Zeit weglesen. Es war spannend und eine gute Geschichte. Auf das Ende wäre ich nie gekommen! Also wirklich sehr zu empfehlen.

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    melli.die.zahnfees avatar
    melli.die.zahnfeevor 9 Monaten
    Amnesie

    Sie muss sich erinnern, um zu überleben.

    Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist.



    Das Buch lässt sich prima lesen, es gibt keine großen Hänger in der Spannung. Oft passierte mir zuviel auf einmal ein Anschlag jagte den nächsten, das empfand ich als sehr hektisch. Zudem hätte der Protagonistin ein wenig mehr innehalten gut getan.
    Die Geschichte ist gut und flüssig erzählt und man findet sofort hinein. Die Wendung ist ungewöhnlich und gut konstruiert.

    Fazit : Ein gutes Buch mit einer ungewöhnlichen Geschichte

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    ninchenpinchens avatar
    ninchenpinchenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Einer der spannendsten Kriminalromane, die ich in letzter Zeit gelesen habe. Mit einer völlig unerwarteten Auflösung, wow!
    Wahnsinnig spannend - ein echter Pageturner

    Ich glaube, ich habe noch nie in meinem Leben einen Kriminalroman so verschlungen, wie diesen. Er ist ein echter Pageturner. Im DB-Mobil-Journal - ich glaub, es war im Januar 2017 - bin ich darauf aufmerksam geworden, habe die Leseprobe im Journal zu Ende gelesen und konnte es schon nicht mehr abwarten, diesen Krimi endlich in Händen zu halten. Viel verraten will ich hier nicht, sondern lest selbst, ich kann versprechen, es lohnt sich. Und zwar gewaltig! Auch die Auflösung am Ende ist völlig unerwartet, aber logisch und keinesfalls an den Haaren herbeigezogen. Ein klein wenig zur Handlung noch an dieser Stelle, sie beginnt im Krankenhaus: Die Protagonistin Clara erwacht aus dem Koma und kann sich nicht an die unmittelbare Vergangenheit erinnern. Der "angebliche" Ehemann, Roland, der am Bett sitzt, den kennt sie nicht, den hat sie noch nie gesehen, denkt sie. Und natürlich traut sie ihm nicht. Diese Situation ist schon so gespenstisch geschildert, dass man sich sofort mit Clara solidarisiert als Leser. Und wenn ihr jetzt denkt, oh schon wieder Erinnerungslücken, das hatten wir doch alles schon ... Ja, hatten wir, aber noch nie so spannend wie hier. Von mir eine ganz klare 5-Sterne-Empfehlung. Und ich weiß, wovon ich spreche, habe auch beruflich viel mit Krimis zu tun und kenne viele, viele.

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    Kaisuvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Super Setting, lauer Aufbau und fehlender Nervenkitzel.
    Perfekter Einstieg mit lauem Ende

    Kurz kommentiert:

    Da haben wir eine Frau, die aus dem Koma erwacht und unter Gedächtnisschwund leidet. Zum Glück ist die Amnesie nicht so stark, dass alles gelöscht wurde. Bruchstückhaft kommen die Erinnerungen zurück und helfen ihr zurück zum Leben zu finden. Dummerweise ist Clara – die besagt Frau – nicht einfach nur in einen Unfall verwickelt gewesen. Sie wurde überfallen und der Täter ist bis heute nicht gefasst. Sie ist somit ein wichtiger Zeuge oder eben ein Übel, das beseitigt werden muss – je nachdem aus wessen Sicht.

    Klingt bis nach einem super Setting! Spannung ist da eigentlich garantiert, wenn man stets so viel weiß, wie Clara. Zunächst schaut auch alles danach aus. Man lauscht den Worten der Frau, die nicht weiß wo oben und unten ist. Wem man trauen kann und wem nicht. Und ist schockiert, als man ihre „alten“ Charakterzüge kennenlernt. Analysiert mit ihr gemeinsam ihre Umgebung und filtert nach Gut und Böse.

    Dann kommt der Moment, wo man sich zu 90% sicher ist, wer hinter allem steckt und was vermutlich passiert ist. (und dieser kommt recht früh). Ab da achtet man auf jedes Indiz, sieht sich immer mehr bestätigt und das Spannungsfeeling flaut extrem ab. Die ewigen Dreher im Kreis unterstützen das auch noch. Immer wieder gibt es verdammt ähnliche Gedankenkarusells, die man irgendwann nicht mehr hören kann.

    Da nützt auch die äußerst komplexe Hintergrundgeschichte nichts. Die letztlich keine große Rolle spielt und nur den Charakteren ein komplexes Gesicht gibt. Für die Auflösung – so bös es klingen mag – ist sie überhaupt nicht relevant. Füllt eher die Lücke zwischen „Oh, ich weiß wer es ist.“ und „Ha, ich hab es gewusst.“ Und die ist zeitweise sehr zähfließend und man möchte das Hörbuch am liebsten vorspulen…

    Fazit:

    Es ist nicht der Psychothriller, wie ich ihn erwartet habe. Eine Lese- oder Hörempfehlung kann ich daher nicht aussprechen. Denn selbst der starke Einstieg kann das Ruder nicht rumreißen.

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    S
    Streiflichtvor einem Jahr
    Was wäre, wenn... und wem kann ich trauen?

    Was wäre, wenn man eines Tages wach werden würde und  nicht mehr wüsste, wie man heißt und wer man ist. Und wenn dann plötzlich ein Mann auftauchen würde und sagen würde, man sei mit ihm verheiratet und habe einen schrecklichen Unfall gehabt...

    Genau das alles passiert Clara Winter. Sie wacht im Krankenhaus auf, kann sich an gar nichts mehr erinnern. Sie ist völlig hilflos, kennt ihren Mann nicht und fragt sich, wem sie wirklich trauen kann, nachdem sie erfahren hat, dass jemand sie töten wollte und das Feuer in ihrem Haus vermutlich gelegt wurde, nachdem sie niedergeschlagen wurde. Sie muss mit ihrem Mann in den Spreewald gehen, da sie dort ein Häuschen haben, auch wenn sie nicht weiß, wer er ist und obwohl sie panische Angst vor Wasser hat. Sie hat keine Ahnung, an wen sie sich wenden kann und wer ihr helfen würde oder wer ihr schaden kann. Und dann wird sie wieder angegriffen und kann dem Tod gerade noch einmal von der Schippe springen. Clara hat nur noch Angst....

    Ein unglaublich gut geschriebenes Buch, das einen mitnimmt in Claras Welt, die aus großer Angst und Unsicherheit besteht. Als Leser kann man sehr gut mitfühlen, wie es ihr geht und warum sie nicht weiß, was sie tun soll und wem sie vertrauen kann. Vielleicht noch nicht mal sich selbst.

    Bis zum Schluss höchstspannend und mit einer sehr späten Auflösung, die das Lesevergnügen bis zum Ende bewahrt.

    Ein tolles Buch, das ich gerne gelesen habe! Hoffentlich gibt es bald etwas Neues von dieser Autorin!

     

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    Kunterbuntestagebuchs avatar
    Kunterbuntestagebuchvor einem Jahr
    Die Angt zu vergessen, wer man ist

    Sie muss sich erinnern, um zu überleben.

    Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder an ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftssteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben.

    Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekontruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist.


    Fazit:

    Abgesehen von dem Klappentext der mich sofort ansprach, war es außerdem das Design, dass mich zum Kauf verleitete. Das Buch ist relativ schlicht gehalten, es ist schwarz und auf dem Cover ist ein Stück von einem Rosenstengel mit Dornen abgebildet. Eigentlich nichts spektakuläres. Hinzu kommt allerdings eine besondere Beschichtung, die sich anfühlt wie Wassertropfen. Das ganze zusammen ergibt ein tolles Gesamtbild, das man sich gerne ins Regal stellt. Auch der Schreibstil der Autorin war sehr gut, fließend und leicht verständlich. Sie hat es zudem geschafft, ein paar Irrungen in die Geschichte einzubauen, bei denen man selbst anfing zu zweifeln, ob da alles seinen richtigen Weg geht. Das Buch selbst ist unterteilt in mehrere Hauptkapitel, die alle eine eigene Überschrift haben. Mir hat gut gefallen, dass die Story sich nach und nach aufbaut und man wirklich von ihr gefesselt wurde. Einzig allein das Ende fand ich etwas vorhersehbar. Ein wirklich guter Psychothriller, der von mir eine klare Leseempfehlung bekommt.


    Steffi G.

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    plantyvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Alles in allem ein solider Thriller mit sehr gutem Schreibstil und einem guten Spannungsbogen. Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen.
    Solider Thriller

    Mir hat die Grundidee des Buches super gefallen. Clara wacht aus dem Koma auf und kann sich an Nichts erinnern. NICHTS. Der einzige, der ihr Informationen aus ihrer Vergangenheit geben kann, ist ihr Mann Roland. Doch dieser erzählt ihr immer Bruchstücke. Tut er dies tatsächlich, um sie zu schützen?

    Das Buch war von Anfang an spannend. Die Charaktere sind glaubwürdig und durch die kurzen Kapitel wurde man immer bei Laune gehalten. (Das ist natürlich Geschmackssache. Ich mag kurze Abschnitte, weil man auch mal zwischendurch weiterlesen kann.) Der Spannungsbogen hielt sich bis kurz vor Schluss. Gerade für Leser, die noch nicht so viele Thriller gelesen haben, ein gutes Buch. Einen Stern Abzug gibt es, weil es dann doch noch Verwicklungen und Zufälle gab, die mir ein bisschen zu viel waren (Wäre jetzt aber ein Spoiler, deshalb möchte ich hier nicht zu viel schreiben.) Aber wenn auf einmal zu viele Beteiligte zufällig in Beziehung zueinander stehen.... Alles in allem ein solider Thriller mit sehr gutem Schreibstil und einem guten Spannungsbogen, der sich bis zum Ende hält. Ich habe das Buch in zwei Tagen durchgelesen.

    Zusatz: Der Anmerkung von anderen Rezensenten, dass Clara zu oft hin- und hergerissen war, ob sie nun Roland trauen kann oder nicht und wer sie nun umbringen wollte, kann ich mich nicht anschließen. Mir ging es genauso. Ich war immer hin- und hergerissen und konnte das total nachvollziehen. ;-)

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    Buecherspiegels avatar
    Buecherspiegelvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Altbewährtes Thema, gut umgesetzt
    Drum prüfe sehr genau, wem Du Vertrauen schenken willst

    Sophie Kendrick – Das Gesicht meines Mörders

    Das Thema dieses Psychothrillers ist bewährt und bekannt, der Gedächtnisverlust. Eine Frau, Clara Winter, wacht in einem Krankenhaus auf und erkennt nichts und Niemanden. Noch nicht einmal sich selbst. Ein schreckliches Verbrechen hat ihr ihr bisheriges Leben aus dem Gedächtnis gestrichen. Alle Menschen in ihrer Umgebung muss sie nun neu kennenlernen. Doch wer ist der Mann, der sich als ihr Ehemann, Roland, ausgibt? Bei dem sie zwar erspüren kann, dass er ihr nicht unangenehm ist, aber lieben sie sich wirklich?
    Die Autorin lässt ihre Protagonistin in einen Spiegel schauen, der ihr bei weitem nicht behagt. Ist sie wirklich so gefühllos und berechnend, wie es ihr gesagt wird? Sie muss sich bei Kleiderwahl, Essen und anderer Vorlieben beobachten, um sich selbst zu erforschen. Und sie will ihre Vergangenheit Schritt für Schritt nachvollziehen. Dabei ist es wenig hilfreich, dass sie angeblich keine Verwandten und keine Freunde hat. Selbst ihr Ehemann ist ihr keine Hilfe dabei. Er will sie abschotten von der Außenwelt, vor allem vor der Polizei. Bei den Ermittlungen kommt erst wenig heraus, doch kleine Flashbacks bereiten Clara Sorgen. Als es ihr zu eng wird mit der Fürsorge ihres Ehemannes, reift in ihr der Entschluss, tätig zu werden. Sie besucht den Ort des Verbrechens und findet einige wenige Spuren. Nach und nach kommen nun Details ans Licht, die zum großen Showdown führen.
    Kendrick hält den Spannungsbogen sehr wohl aufrecht, wenn "Achtung Spoiler" nicht schon am Anfang ein winziges Detail auf die Wahrheit hinweist "Spoiler aus". Das mindert nicht den Lesespaß, ist doch das Tempo hoch und die Richtungswechsel stetig. Das Ende könnte man schon unter dem Thema "Die Moral von der Geschicht" zusammenfassen. Die Gefühlslage gegenüber den übrigen Protagonisten wechseln stetig, mal möchte man, dass Clara doch einem von ihnen endlich Vertrauen schenkt, einige Zeilen weiter möchte man sie gerade davor warnen. Sie findet heraus, dass sie mit einer Frau am Tag des Überfalls auf sie verabredet war, doch diese ist einfach nicht mehr zu finden. Wenn sie doch nur wüsste, wer diese überhaupt ist? Mühsam aber sehr mutig wagt sie sich vor, um das Geheimnis zu lüften.
    Auf den Titel wird immer wieder zurückgekommen, versucht sich doch das Gesicht des Mörders über ihre Träume zu offenbaren. Die beschriebene retrograde Amnesie, also kompletter Verlust an Erinnerungen vor einem bestimmten Vorfall ist selten, vor allem, dass kaum oder nur bruchstückhafte Erinnerungen wiederkommen. Ein Mensch, der sich komplett darauf verlassen muss, dass all das wahr ist, was einem erzählt wird, das wirkt auf einem sehr beängstigend. Wenn dann auch noch sämtliche Papiere durch einen Brandanschlag verlorengegangen sind, wird es umso schwieriger, sein bisheriges Leben zu rekonstruieren. Mit welchen Schwierigkeiten man dann rechnen muss, besonders, wenn ein Verbrechen dahinter steckt, zeigt Kendrick sehr geschickt. Es lohnt sich also, diesen aus einem bewährten Thema bestehenden Kriminalfall zu lesen. Da das Buch in der Gegenwart geschrieben ist, macht es die Geschichte lebendiger.
    Der Umschlag ist geschickt gestaltet, mit haptischen Elementen, glänzenden und stumpfen, glatten und rauen Flächen. Ein Buch zu dem die Hände wollen. Ein rororo-Taschenbuch, in Deutschland für 9,99 Euro zu haben, Österreich verlangt 10,30 Euro.

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    Meteorits avatar
    Meteoritvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein spannender Psychothriller über das Vergessen. Wem kann man vertrauen, wenn man selbst den (vermeintlichen) Ehemann nicht wiedererkennt...
    Eine Frau ohne Erinnerungen ...


    Rezension zu ,,Das Gesicht meines Mörders" von Sophie Kendrick


    Der Debüt-Thriller von Sophie Kendrick ,,Das Gesicht meines Mörders" ist mit 320 Seiten am 16. Dezember 2016 im Rowohlt Verlag erschienen.

    Inhalt:

    Sie muss sich erinnern, um zu überleben. Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist. (Klappentext)

    Cover:

    Das Cover mit den abgebildeten Dornen und Wassertropfen finde ich gelungen. Besonders die Haptik ist überzeugend. Passt zu einem Thriller.

    Charaktere:

    Hauptperson ist Clara Winter, die nach einem Überfall ihr gesamtes Gedächtnis verloren hat. Sie weiß nicht wer sie ist, wie sie heißt, was sie macht, oder wer der geheimnisvolle Mann ist, der im Krankenhaus neben ihr sitzt und sich als ihr Ehemann Roland ausgibt.
    Clara ist dem Leser sympathisch, besonders, da die ganze Geschichte aus ihrer Perspektive erzählt wird. Man fiebert und forscht mit Clara und entwickelt beim Lesen nebenbei so seine Theorien, die sich zumindest bei mir am Ende als falsch herausstellten.

    Dann ist da natürlich noch Roland, der geheimnisvolle Roland, der sie umsorgt als wäre sie seine Ehefrau, sie beschattet, als wäre sie sein Opfer und sie von der wahren Geschichte fernhält, als würde er etwas verbergen ...

    Meine Meinung:

    Eigentlich wollte ich das Buch abends nur mal kurz ,,anlesen", ehe ich mich versah waren auch schon paar Minuten, Stunden vergangen. Sophie Kendrick versteht es den Leser zu fesseln, Details zu geben, die den Leser argwöhnisch machen.
    Der Schreibstil ist zudem flüssig, sehr gut zu lesen, die Seiten fliegen nur so dahin.

    ,,Aus den Augenwinkeln sehe ich einen Lkw heranfahren, instinktiv will ich zurücktreten, als mir jemand einen Stoß in den Rücken versetzt. Ich stolpere nach vorn. Ich kann mich nicht fangen, stürze auf die Fahrbahn. Bremsen quietschen, jemand schreit. Ich schließe die Augen, mache mich auf den Aufprall gefasst." S.51

    Retrograde Amnesie ist das Stichwort, um das sich quasi das ganze Buch dreht. Clara versucht sich zu erinnern, doch sie kann es nicht. So begleitet man sie auf ihrer Suche nach der Vergangenheit und trifft auf viele Ungereimtheiten. Warum hat sie keine Verwandtschaft mehr außer ihrer Schwester, die zudem auch verschwunden ist? Wer war ihr Vater und warum wuchs die Familie nicht zusammen auf und vor allem, wer ist der Mann wirklich, der sich als ihr Ehemann ausgibt?
    Fragen, die fesseln und Sophie Kendrick versteht ihr Handwerk, indem sie dem Buch nicht selten eine Wendung gibt, die man nicht erwartet hätte.

    ,,Bitte nehmen sie mir meine Worte nicht übel, Frau Winter. Ich bin mir sicher, dass in diesem Fall etwas nicht mit rechten Dingen zugeht. Und solange ich nicht weiß, was es ist, muss ich auf den einen oder anderen Busch klopfen, um zu sehen, was herausspringt." S. 209

    Wenn man ehrlich ist, dann ist das Thema Amnesie keine Neuerfindung des Genres. Viele Top-Autoren bedienten dieses Thema, auch das ständige Misstrauen gegenüber anderer Personen.
    Dennoch habe ich mich unterhalten gefühlt und hatte nie das Gefühl, dass sich irgendwas wiederholt oder ich eine Stelle langweilig fand. Das intelligente Nachwort bezüglich der Entstehung und ihrer Idee rundete für mich das Gesamtbild ab.

    ,,Wir sind unsere Erinnerungen. Ohne sie verlieren wir unsere Identität, die Gewissheit, wer wir eigentlich sind. Je mehr ich über das Gedächtnis recherchierte, desto klarer wurde mir, wie viel wir einbüßen, wenn wir nicht mehr auf unsere Erinnerungen zurückgreifen können. Und wie schrecklich sich das Anfühlen muss." Nachwort, S. 315

    Fazit:
    Eine atmosphärisch dichte Story mit vielen spannenden Psycho-Elementen, die den Leser fesseln und überlegen lassen, wem Clara trauen kann und ob denn wirklich alles so ist, wie es ist.
    Für mich war das Ende nicht vorherzusehen, auch wenn solch eine Auflösung nicht ganz neu ist. Aber man muss das Rad ja nicht neu erfinden, somit gebe ich sehr gute 4-Sterne.

    Kommentare: 8
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    lenisveas avatar
    lenisveavor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr empfehlenswert, tolle Geschichte mit flüssigem Schreibstil, 4,5 Sterne
    Das Gesicht meines Mörders

    Bibliografie Verlag: rororoErscheinungstermin: 16.12.2016Lieferbar320 SeitenISBN: 978-3-499-27273-8OriginalausgabeZum Buch: https://www.rowohlt.de/taschenbuch/sophie-kendrick-das-gesicht-meines-moerders.html Das Gesicht meines Mörders Psychothriller Sie muss sich erinnern, um zu überleben. Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen haben soll. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht, sie umzubringen. Und die junge Frau begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist. Meine Meinung: Ich bin durch die tolle Gestaltung des Buches und auch des interessanten Titels auf das Buch aufmerksam geworden. Der Einstieg ist das Buch ist mir wahnsinnig leicht gefallen, der Schreibstil ist dermaßen flüssig, dass ich gar nicht aufhören konnte, weiterzulesen und war dann trotz später Stunde schon auf einmal bei Seite 80 gelandet. Dieses flüssige Lesen hat sich durch das ganze Buch hindurch gezogen. Ich habe in letzter Zeit schon mehrere Thriller gelesen, die sich mit Gedächtnisverlust beschäftigt haben, aber dennoch konnte mich dieses Buch total in den Bann ziehen. Man wusste genauso wie Clara nicht mehr, wem sie vertrauen kann und wem nicht. Auch mit den für mich unvorhersehbaren Wendungen habe ich gar nicht gerechnet. Lediglich zum Schluss hatte ich ein wenig Schwierigkeiten, alles noch logisch zu durchschauen, ansonsten wäre dies ein 5 Sterne Buch für mich geworden. Alles in allem kann ich hier wirklich eine klare Kauf- und Leseempfehlung geben. Hier bekommt man einen tollen flüssigen Schreibstil mit einer interessanten Story, die sich auf jeden Fall lohnt, zu lesen. Ich hoffe, es wird von der Autorin noch mehr veröffentlicht. Von mir bekommt das Buch sehr gute 4,5 Sterne.

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    LaLesers avatar

    Sie muss sich erinnern, um zu überleben. 

    Stellt euch vor, ihr wacht auf und ihr wisst plötzlich nicht mehr, wer ihr seid und was ihr bisher in eurem Leben getan habt. Alle Menschen sind euch fremd und ihr habt keine Ahnung, wem ihr trauen könnt. Doch wenn ihr euch nicht an die eigene Vergangenheit erinnert, steht euer Leben auf dem Spiel! Hört sich nach einem spannenden Psychothriller an? Dann ist "Das Gesicht meines Mörders" von Sophie Kendrick genau das Richtige für euch! 

    Zum Inhalt
    Raffiniert und mitreißend erzählt die Autorin das Schicksal ihrer Heldin, die aufgrund einer Amnesie jede Gewissheit über sich und ihr Leben verloren hat. Als Clara aus dem Koma erwacht, ist ihr bisheriges Leben wie ausgelöscht. Sie erinnert sich weder ihren eigenen Namen noch an ihren Ehemann, den Schriftsteller Roland Winter. Auch nicht an den Einbrecher, der sie niedergeschlagen hat. Freunde scheint sie keine zu haben – Roland ist ihre einzige Verbindung zur Vergangenheit. Mit seiner Hilfe wagt Clara einen Neuanfang. Bis jemand versucht sie umzubringen. Sie begreift, dass sie sich erinnern muss, um zu zu überleben. Schritt für Schritt rekonstruiert Clara ihr Leben und stößt auf eine geheimnisvolle Frau, mit der sie am Tag des Unglücks verabredet war. Und die seither spurlos verschwunden ist. Psychologische Spannung – intelligent, fesselnd, großartig geschrieben!

    Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

    Mehr über die Autorin
    Sophie Kendrick studierte in Großbritannien englische Literatur und forschte über die Brontë-Schwestern. Sie lebte inzwischen in mehreren europäischen Ländern. Bevor sie ihr Debüt veröffentlichte, arbeitete sie in einer Agentur für Buchprojekte und als Ghostwriterin.


    Zusammen mit dem Rowohlt Verlag vergeben wir im Rahmen dieser Leserunde 25 Exemplare von "Das Gesicht meines Mörders" an alle, die sich mit Clara auf eine nervenaufreibende Suche nach der eigenen Vergangenheit begeben wollen. Was ihr dafür tun müsst? Bewerbt euch bis zum 11.12.2016 über den blauen "Jetzt bewerben"-Button* und beantwortet folgende Frage:

    Was würdet ihr an Claras Stelle tun, um die eigene Identität wieder zu finden? Verratet uns, welche Strategien ihr verfolgen würdet, um verlässliche Informationen über eure Vergangenheit zu erhalten!

    Wir wünschen euch viel Spaß und Erfolg! 

    * Bitte beachtet auch unsere Richtlinien für Buchverlosungen & Leserunden. 
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