Sophie Oliver Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

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Inhaltsangabe zu „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ von Sophie Oliver

Ein junger Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Jemand trachtet ihm nach dem Leben. Vermeintliche Routine für den berühmten Detektiv. Doch sein Auftraggeber ist ein Kleinwüchsiger, das Corpus Delicti eine Narrenkappe und das letztendliche Todesopfer ein Zimmermädchen. Holmes und Watson ermitteln im winterkalten Oxfordshire und merken bald, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint.

Sehr schön bodenständige Sherlock Holmes-Novelle, die sich des klassischen Strickmusters der Originale bedient und damit vollauf überzeugt.

— Elmar Huber

Daumen hoch! Dieser Neo-Holmes ist so, wie man es von einer richtigen Sherlock-Holmes-Geschichte erwartet.

— Frank1
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  • Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

    Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

    Elmar Huber

    23. October 2017 um 16:04

    „Wussten Sie, dass der Narr im Mittelalter keineswegs nur ein drolliger Spaßmacher für den Adel war? Als Narren bezeichnete man auch geistig Zurückgebliebene, Fehlgebildete, Kleinwüchsige sowie jene, die dem Teufel näherstanden als Gott. Verruchte, träge, lüsterne Menschen. Die Ohren und der Hahnenkamm symbolisieren dies. Die Schellen implizieren Geschwätzigkeit und leere Worte.“ STORY London, Januar 1989: Einigermaßen geheimnistuerisch bittet ein neuer Klient, der zwergwüchsige Tobias Ervinson, Holmes und Watson um ihre Dienste. Schon zuvor wurde er wegen seines abnormen Körperbaus das Opfer allgemeiner Anfeindungen, doch nun, wenige Wochen vor seiner bevorstehenden Hochzeit, wird ihm unmissverständlich gedroht. Auf seinem Kopfkissen wurde eine Narrenkappe mit einer toten Amsel darin platziert. Holmes und Watson begeben sich unverzüglich nach Northmoor, wo sich Ervinsons Anwesen befindet und wo schon bald nach ihrer Ankunft das Dienstmädchen, welches einige Tage zuvor die Narrenkappe auf Ervinsons Bett fand, ermordet wird. Nachdem Holmes Ervisons Verlobte und weitere, ihm nahestehenden Personen kennen gelernt hat und sich auch im nahegelegenen Dorf umhören konnte, bezweifelt er, dass das Ervinsons Leben tatsächlich in Gefahr ist. Doch welcher Zweck wird mit der geheimnisvollen Narrenkappe verfolgt. „Wenn die Narrenkappe bewusst gewählt wurde – wovon ich ausgehe – was wirft man unserem Mister Ervinson eigentlich vor? Weshalb soll er sterben? Weil er ein Zwerg ist? Oder ein Gotteslästerer? Weil er sexuell lasterhaft ist? Weil er üble Nachrede übt? Oder, weil man ihm sein Glück nicht gönnt? Die Amsel gxilt nämlich seit jeher als Glücksmagnet. Was bei einem toten Tier selbstredend nicht mehr zutrifft.“ MEINUNG Mit Band 3 der Novellenreihe BAKTER STREET TALES legt die Autorin Sophie Oliver einen nahezu klassischen Sherlock Holmes-Fall vor, der angenehm geradlinig, ohne eigennützige Sperenzchen und doch alles andere als langweilig daherkommt. Die Figuren Holmes und Watson folgen in ihren Aktionen dem bewährten Vorbild, das Conan Doyle gezeichnet hat. Das Zeitkolorit stimmt und mit dem Auftritt eines „Freaks“ erhält der Fall noch ein zurückhaltendes Quäntchen Skurrilität, wie es auch der Holmes-Erfinder selbst in einigen Geschichten pflegte. Auch die Struktur folgt im Großen und Ganzen den klassischen Fällen: Ein neuer Klient spricht vor, es folgt ein Ausflug auf Land, das Kennenlernen der Beteiligten, parallel Holmes Ermittlungen, die – zurück in der Hauptstadt – vertieft werden. Als abschließende Kür folgt in den Räumen der Baker Street 221B die unvorhersehbare Aufklärung des Falls, die jedoch nicht aufgesetzt wirkt, sondern sich elegant und folgerichtig in die zuvor gesetzten Eckpfeiler der Handlung einfügt. Ein Punkt an dem viele moderne Holmes-Geschichten scheitern. Fr. Olivers Erzählung fällt dagegen eher durch gepflegtes Understatement und das wohlgeplante Gesamtbild auf. FAZIT Sehr schön bodenständige Sherlock Holmes-Novelle, die sich des klassischen Strickmusters der Originale bedient und damit vollauf überzeugt.

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  • Ein wahrer Holmes

    Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe

    Frank1

    10. August 2017 um 13:22

    Klappentext: Ein junger Mann bittet Sherlock Holmes um Hilfe: Jemand trachtet ihm nach dem Leben. Vermeintliche Routine für den berühmten Detektiv. Doch sein Auftraggeber ist ein Kleinwüchsiger, das Corpus Delicti eine Narrenkappe und das letztendliche Todesopfer ein Zimmermädchen. Holmes und Watson ermitteln im winterkalten Oxfordshire und merken bald, dass an diesem Fall nichts so ist, wie es auf den ersten Blick scheint. Rezension: Holmes langweilt sich, und aus Erfahrung weiß Watson, dass das nicht lange gutgehen kann. Doch zum Glück meldet sich gerade jetzt ein neuer Klient. Tobias Ervinson ist überzeugt, dass ihm jemand nach dem Leben trachtet. Und das, wo er demnächst zu heiraten beabsichtigt. Wieso ihm jedoch eine tote Amsel in einer Narrenkappe als Drohung zustellt wird, ist rätselhaft. Und was könnte überhaupt jemand gegen ihn und seine bevorstehende Hochzeit einzuwenden haben? Oder ist alles ganz anders, als es den Anschein erweckt? Der von Sophie Oliver verfasste 3. Band der „Baker Street Tales“ erweist sich als eine Shrlock-Holmes-Story im klassischen Stil. Hier ist alles so, wie es der Leser aus den Originalgeschichten gewohnt ist. Dr. Watson berichtet über den von seinem alten Kameraden Holmes auf gewohnt geniale Weise gelösten Fall, der es an Verzwicktheit mit Arthur Conan Doyles Ideen aufnehmen kann. Auch ansonsten stimmt hier alles; die Charaktere und die Chemie zwischen ihnen genauso wie das viktorianische Feeling. Die einzige kleine Ungenauigkeit ist wohl die Bezeichnung des Klienten als kleinwüchsig, die nicht so richtig in die geschichtliche Epoche passt. Fazit: Daumen hoch! Dieser Neo-Holmes ist so, wie man es von einer richtigen Sherlock-Holmes-Geschichte erwartet. – Blick ins Buch – Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

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