Sophie Passmann

 3.9 Sterne bei 16 Bewertungen

Lebenslauf von Sophie Passmann

Die Medien-Queen: Sophie Passmann, geboren am 5. Januar in Kempen, ist eine deutsche Autorin und Radiomoderatorin. Sie wuchs in Ettenheim auf und trat mit 15 zum ersten Mal bei einem Poetry Slam auf. 2011 gewann die die baden-württembergischen Meisterschaften. Nach ihrem Abitur machte sie zunächst ein Volontariat bei Hitradio Ohr in Offenburg, wo sie unter anderem die Morning-Show moderierte. Für ein Interview wurde sie mit dem LfK-Medienpreis ausgezeichnet. Nach Ende ihrer Ausbildung studierte sie Politikwssenschaft und Philosophie in Freiburg. Weiterhin engagierte sie sich im Poetry Slam und bekam den Kulturpreis vom Land Baden-Württemberg. 2014 erschien ihre Textsammlung Monologe angehender Psychopathen, die mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2015 war sie für den deutschen Radiopreis nominiert. Von 2017 bis 2018 schrieb de die Kolumne Post von Passman für die Zeitschrift Jolie. Seit 2018 ist sie Moderatorin beim Radiosender 1 Live.

Neue Bücher

Alte weiße Männer

 (13)
Neu erschienen am 07.03.2019 als Taschenbuch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alte weiße Männer: Ein Schlichtungsversuch

 (2)
Neu erschienen am 07.03.2019 als E-Book bei Kiepenheuer & Witsch eBook.

Alle Bücher von Sophie Passmann

Alte weiße Männer

Alte weiße Männer

 (13)
Erschienen am 07.03.2019
Monologe angehender Psychopathen

Monologe angehender Psychopathen

 (1)
Erschienen am 05.09.2014
Sophie Passmann über Frank Ocean

Sophie Passmann über Frank Ocean

 (0)
Erscheint am 10.10.2019

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Neue Rezensionen zu Sophie Passmann

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Rezension zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

Augenöffnend und bereichernd für jede Frau der Neuzeit...
nicigirl85vor 17 Tagen

Gleich vorweg: Ich bin weder Feministin, noch war mir Frau Passmann vor der Lektüre allzu bekannt und dennoch finde ich ihr Buch wichtig und interessant.

Sophie führt in ihrem Buch Gespräche mit Männern, die vermehrt aus der Medienbranche kommen, weil das die alten weißen Männer sind (oder zu solchen werden könnten), die ihr im alltäglichen Leben gefährlich werden könnten (oder beruflich)  und durch die Medien den meisten Lesern bekannt sein dürften.Und wie wir alle wissen, wird ein Klemptner oder Bauarbeiter bereits aufgrund seiner Stellung nie ein alter weißer Mann werden, weshalb eben diese Jungs nicht im Buch auftauchen.

Ich muss gestehen, dass ich den ein oder anderen Mann erstmal googlen musste, um ein Gesicht vor Augen zu haben. Für meinen Geschmack hat die Autorin eine ausgewogene Wahl an männlichen Interviewpartnern gewählt.

Das Buch ist komplett gegendert, was mich beim Lesen anfänglich gestört hat, aber je mehr ich las, desto deutlicher wurde mir wie wichtig es ist, dass es eben nicht nur Spitzenpolitiker, sondern eben auch Spitzenpolitikerinnen gibt.

Das Buch verspricht keine Lösung für das Problem Ungerechtigkeit gegenüber Frauen, aber das hatte ich gar nicht erwartet. Vielmehr zeigt es auf wie unsere Gesellschaft aktuell so tickt und dass noch jede Menge passieren muss, damit es keine Unterschiede mehr gibt.

Ich hatte bisher immer die Einstellung, dass es keine Quote braucht, denn schließlich will man bei einem Job genommen werden, weil man die Beste ist, aber oft wird man auch als Beste nicht genommen, weil man eine Frau ist. Hier wurden mir regelrecht die Augen geöffnet, dass die Quote schlichtweg nur eine Chance von vielen ist.

Gerade bei den Chefredakteuren habe ich meine männlichen Vorgesetzten wiedererkannt, was mich peinlich berührt und zum Schmunzeln gebracht hat.

Besonders geschockt war ich übrigens von den Gesprächen mit Jörg Thadeusz und Rainer Langhans. Diese Herren hatte ich eigentlich als sehr liberal und in die Schublade "Frauenversteher" gepackt. Interessant wie sich an so einem Thema wie Feminismus dann doch die Geister scheiden.

Ansonsten mochte ich beim Lesen das Laute, das leicht Nörgelige und Aufmöpfige der Autorin, was mich stark an mich selbst erinnert hat. Wahrscheinlich hat man als Frau nur dann die Möglichkeit wahrgenommen zu werden, wenn man nicht so bequem ist wie einen die Männer gerne hätten.

Das Einzige was ich maximal zu kritisieren hätte ist die Farbe des Bucheinbandes: warum ausgerechnet rosa? Ist nicht mittlerweile grün das neue pink?

Fazit: Ein großartiges Buch, das mich sehr gut unterhalten hat und mir nach der Lektüre einen enormen Wissenszuwachs verschafft und meine Einstellung zu bestimmten Themen noch geschärft hat. Für mich ein Buch, das von jeder Frau gelesen werden sollte. Klare Kauf- und Leseempfehlung!

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Rezension zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

Auf der Suche nach dem alten weißen Mann
Simi159vor einem Monat

Sophie Passmann macht sich auf die Suche nach dem alten weißen Mann. Diesem ganz speziellen Mann, dem allein durch sein Geschlecht öfter die Türen offen standen, der mit einer Selbstverständlichkeit Macht/Status erlangt und diese Selbstverständlichkeit auch nach außen trägt.

In Interviews mit Kai Diekmann, Robert Habeck, ihrem eigenen Vater, Sascha Lobo und einigen „einflußreichen“ mehr, nähert sie sich diesem Phantom. 

Vorweg, keiner dieser Männer empfindet sich per sieh als alten weißen Mann. Von ahnungslos bis einfach nur schulterzuckend ist da alles dabei. 


Fazit: Die Interviews von Sophie Passmann unterhalten, denn zu jedem Mann gibt es eine Charakterisierung plus einen kleinen Lebenslauf, so dass, selbst wenn man die Person nicht kennen sollte, sich ein, wenn auch Passmann gefärbtes Bild machen kann. Selbstbewusst pariert sie die teilweise typischen männlichen machmal auch recht arroganten Antworten. Und selbst wenn für mich keiner dieser Männer wirklich ein alter weißer Mann ist und es im Buch auch nicht wirklich Antworten auf die Frage gibt, wie man dieses Phänomen verändern, aufbrechen könnte, oder wie erschafft man eine alte weiße Frau, dem man ihm entgegen stellen könnte, so zeigt es sich seht gut, wie die Männer so ticken. Selbst die, die das Problem erkennen, die sogar etwas ändern könnten, halten mit ihrer männlichen Selbstverständlichkeit an ihrer Position, an ihrer Macht fest. 

Auf die Idee  als Mann mal einen Schritt zu Seite zu treten und anstatt des Kumpels xy eine Frau zu protegieren, kommt leider keiner. 

Leider drehen sich die Gespräche oft um das Thema Frauenquote und Feminismus im allgemeinen.

Das ist das einzige Manko, ansonsten ist das Buch sehr unterhaltsam und kurzweilig.


4 STERNE.

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Rezension zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

So viel Potenzial, so vergeudet.
buecherwurm_invor einem Monat

„Alte weiße Männer“ – das Feindbild aller Feminist*innen? Sophie Paßmann möchte den Konflikt nicht lösen, aber ihn zumindest schlichten. Sagt sie. Deshalb interviewt sie ein paar weiße Männer zum Thema. Wie genau sie den „alten weißen Mann“ definiert, das sagt sie allerdings nicht. Im Laufe des Buches zeigt sich, dass ihre Definition sehr eng zu sein scheint, denn sie schafft es, die meisten dieser Männer vom Vorwurf des „alten weißen Mannes“ freizusprechen – egal, wie unreflektiert diese Männer von ihren Privilegien profitieren. Das passiert mit dem ironischen Unterton, den erfolgreiche Menschen im Comedybusiness brauchen, um zu zeigen, dass die Welt sie eigentlich nicht berühren kann. Die Beschreibung der Szenerien ist unterhaltsam bis lustig, manchmal spitzzüngig und einige schlaue Sätze sind auch dabei. Am Ende des Tages gibt sie in diesem Buch aber Männern eine Bühne, die sie eh schon jeden Tag haben, um sich für die eigenen Privilegien zu rechtfertigen, zu mansplainen und Frauen vorzuwerfen, nur Opfer von Vergewaltigungen zu werden, weil sie nicht genug Sex wollen.


Diese Aufmerksamkeit Frauen zu geben, Feministinnen, BIPoC, trans Personen, Enbys, Menschen mit Behinderungen, all jenen, die diese Bühne eben nicht schon täglich haben – das hätte den Feminismus vielleicht ein bisschen nach vorne gebracht. Das hätte auch zu spannenderen Gesprächen über alte weiße Männer führen können, oder zumindest reflektierte Aufklärungsarbeit geleistet und Öffentlichkeit für marginalisierte Gruppen geschaffen.

Außerdem lässt die Kommasetzung darauf schließen, dass niemand dieses Buch ordentlich Korrektur gelesen hat. So viel Potenzial, so vergeudet. Schade.


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Sophie Passmann wurde am 05. Januar 1994 in Kempen (Deutschland) geboren.

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