Sophie Passmann

 3,6 Sterne bei 446 Bewertungen
Autorin von Alte weiße Männer, Komplett Gänsehaut und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Die Medien-Queen: Sophie Passmann, geboren am 5. Januar in Kempen, ist eine deutsche Autorin und Radiomoderatorin. Sie wuchs in Ettenheim auf und trat mit 15 zum ersten Mal bei einem Poetry Slam auf. 2011 gewann die die baden-württembergischen Meisterschaften. Nach ihrem Abitur machte sie zunächst ein Volontariat bei Hitradio Ohr in Offenburg, wo sie unter anderem die Morning-Show moderierte. Für ein Interview wurde sie mit dem LfK-Medienpreis ausgezeichnet. Nach Ende ihrer Ausbildung studierte sie Politikwssenschaft und Philosophie in Freiburg. Weiterhin engagierte sie sich im Poetry Slam und bekam den Kulturpreis vom Land Baden-Württemberg. 2014 erschien ihre Textsammlung Monologe angehender Psychopathen, die mit dem Grimmelshausen-Förderpreis ausgezeichnet wurde. 2015 war sie für den deutschen Radiopreis nominiert. Von 2017 bis 2018 schrieb de die Kolumne Post von Passman für die Zeitschrift Jolie. Seit 2018 ist sie Moderatorin beim Radiosender 1 Live.

Neue Bücher

Cover des Buches Wie kann sie nur? (ISBN: 9783462008586)

Wie kann sie nur?

Erscheint am 12.03.2026 als Gebundenes Buch bei Kiepenheuer & Witsch.

Alle Bücher von Sophie Passmann

Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)

Alte weiße Männer

(162)
Erschienen am 07.03.2019
Cover des Buches Komplett Gänsehaut (ISBN: 9783462004021)

Komplett Gänsehaut

(100)
Erschienen am 09.06.2022
Cover des Buches Pick me Girls (ISBN: 9783462007046)

Pick me Girls

(86)
Erschienen am 13.03.2025
Cover des Buches Sophie Passmann über Frank Ocean (ISBN: 9783462053593)

Sophie Passmann über Frank Ocean

(17)
Erschienen am 10.10.2019
Cover des Buches Monologe angehender Psychopathen (ISBN: 9783943774948)

Monologe angehender Psychopathen

(3)
Erschienen am 05.09.2014
Cover des Buches Wie kann sie nur? (ISBN: 9783462008586)

Wie kann sie nur?

(0)
Erscheint am 12.03.2026
Cover des Buches Pick me Girls (ISBN: 9783864848438)

Pick me Girls

(34)
Erschienen am 26.03.2025
Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783864846847)

Alte weiße Männer

(24)
Erschienen am 24.02.2021

Neue Rezensionen zu Sophie Passmann

Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)
P

Rezension zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

phoenixfire8
Ich hatte mehr erwartet.

Sophie Passmann trifft verschiedene Personen und interviewt sie. Es geht um die Ansichten von "alten weißen Männern" auf Frauen und den Feminismus.

Ich hatte ein Buch erwartet, dass Meinungen von "alten weißen Männern" auslegt und als Beispiel nutzt, warum der Feminismus immer noch so wichtig ist. Oder auch Diskussionen, um den Feminismus auch dieser Gruppe nahezulegen.

Jedoch handelt es sich mehr um Interviews, die nicht richtig diskutiert und ausgelegt werden. Sophie Passmann gibt sich auf jeden Fall Mühe und stellt kluge Fragen, befasst sich aber nicht konkret mit den Aussagen.


Ich würde das Buch nicht wirklich empfehlen - außer man will nur Meinungen von Männern mit Macht lesen.

Cover des Buches Pick me Girls (ISBN: 9783462007046)
melis_buchzaubers avatar

Rezension zu "Pick me Girls" von Sophie Passmann

melis_buchzauber
Regt zur Diskussion an

Ich bin tatsächlich mit dem Gedanken an ein eher klassisches Sachbuch herangegangen, schnell wurde jedoch klar, dass es sich vielmehr um ein sehr persönliches Buch handelt (fast wie eine Aufarbeitung ihrer eigenen Kindheit und Jugend). 


Sehr direkt und ehrlich beschreibt Sophie, wie äußere Erwartungen das eigene Denken prägen können. Dabei ist der Text fast durchgehend kritisch, gegenüber gesellschaftlichen Strukturen, aber auch sich selbst gegenüber. Gerade diese Aspekte haben das Buch für mich sehr stark gemacht.


Allerdings muss ich sagen, dass für mich persönlich oft zu stark verallgemeinert wurde. An manchen Stellen hätte ich mir mehr Raum für andere weibliche Lebensrealitäten und Biografien gewünscht. Dieser Kritikpunkt ergibt sich für mich allerdings auch daraus, dass ich, wie anfangs erwähnt, mit einer anderen Erwartung an das Buch herangegangen bin.


Gibt es eine Leseempfehlung von mir? Definitiv, denn das Buch regt zum Nachdenken und zur Diskussion an! Nicht, weil es alle Antworten liefert, sondern weil es Fragen stellt, die unbequem sein können. 🙌 


Cover des Buches Alte weiße Männer (ISBN: 9783462052466)
wordworlds avatar

Rezension zu "Alte weiße Männer" von Sophie Passmann

wordworld
Ein clever geschriebenes, aber inhaltlich ambivalentes Buch

Sophie Passmann hat sich in den vergangenen Jahren als feministische Kolumnistin und Social-Media-Stimme etabliert, was hohe Erwartungen an ihr Debüt geschürt hat. Mit „Alte weiße Männer“ wendete sie sich 2019 einem gesellschaftlich aufgeladenen Begriff zu, der längst Meme, Analysewerkzeug und Kampfansage zugleich ist. Die Grundidee des Buches klingt vielversprechend: Gespräche mit 16 Männern aus Politik, Medien und Öffentlichkeit, um dem Feindbild des „alten weißen Mannes“ auf den Grund zu gehen und eine Annäherung zu wagen. 

"Davon bin ich so fest überzeugt wie von wenig anderem - bringen Gespräche einen immer weiter, egal, wie abstrus die Meinung des Gegenübers auch wirken mag, wie wenig der Feminismus von Männern in Machtpositionen lernen kann."

Dieser Ansatz ist sympathisch und nötigt Respekt ab, zumal Dialogbereitschaft im feministischen Diskurs oft vorschnell als Schwäche missverstanden wird. Allerdings wird bereits nach den ersten beiden Interviews klar, dass die Umsetzung der Idee weit hinter ihrem Potenzial zurückbleibt. Die Interviews drehen sich häufig im Kreis, bieten wenig neue Erkenntnisse und schenken den ohnehin meinungsstarken Gesprächspartnern erneut eine Bühne, ohne sie kritisch genug zu hinterfragen. Denn Sophie Passmann bemüht sich spürbar um Diplomatie und gibt sich große Mühe, jedem der vorgestellten Herren auch etwas Positives abzugewinnen. Klar, es soll sich hier ja auch um einen Schlichtungsversuch handeln. Das führt jedoch dazu, dass manche problematische Aussagen stehenbleiben, anstatt eingeordnet zu werden, etwas mehr Biss und kritische Nachfragen hätten definitiv nicht geschadet. Denn Schlichten heißt nicht, Gesprächspartner mit Komplimenten zu umhüllen, die weder nötig noch aufschlussreich sind, sondern Raum für Annäherung zu schaffen ohne die eigene kritische Haltung zu verlieren. Genau diese Balance gelingt der Autorin nicht immer konsequent, wenn sie Männer als „klug“ oder „einer von den Guten“ beschreibt, obwohl sie mitunter mansplainen, warum Feminismus vielleicht gar nicht so dringend nötig sei. Das ist wirklich schade, da sie in den sprachlich glänzenden, klugen Passagen zwischen den Interviews beweist, dass sie Machtmechanismen und Geschlechterrollen eigentlich bestens durchdrungen hat. 

"Jede Frau, die Feminismus ernsthaft betreibt, muss sich von der Idee verabschieden, sich damit bei einem Großteil der Männer beliebt zu machen. Feminismus ist, wenn er radikal im eigentlichen Sinne des Wortes betrieben wird, unbequem, anstrengend, omnipräsent und lästig. Es ist der Job von Feministin*innen, zu nerven, wir tun das nicht aus Langweile oder Themenarmut, es ist eine Überlebensstrategie. Die Machtfrage wird nie höflich gestellt, denn es ist menschlich, dass diejenigen, die die Macht innehaben, sie nur ungern teilen wollen."

So bleibt am Ende die Frage, was die Autorin mit diesem Buch tatsächlich wollte. Sollte es feministisches Denken für ihr Publikum zugänglich machen? Sollte es ein Dialogangebot an Männer sein? Eine Dekonstruktion des Begriffs „alter weißer Mann“? Oder eine humorvolle Studie über Männlichkeit in Machtpositionen? Das Problem ist nicht, dass das Buch keins dieser Ziele verfolgt, sondern dass es alle gleichzeitig verfolgt und keines davon wirklich zu Ende denkt. Die Gespräche bieten zu wenig Erkenntnisgewinn, um analytisch zu überzeugen; zu wenig Biss, um feministisch herauszufordern; und zu wenig Überraschungen, um journalistisch zu faszinieren. Trotzdem ist es kein schlechtes Buch. Es ist unterhaltsam, zugänglich, gut geschrieben. Aber gerade wer Passmanns sonstige Schärfe schätzt oder eine tiefergehende feministische Auseinandersetzung erwartet, wird wohl eher irritiert zurückbleiben.

"Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten schmälert die Angst vor Gleichberechtigung. Je mehr du kannst, desto weniger bist du auf deine Privilegien angewiesen."

 

Fazit

„Alte weiße Männer“ ist ein clever geschriebenes, aber inhaltlich ambivalentes Buch. Sophie Passmann zeigt sprachliche Brillanz und Humor, doch ihr Schlichtungsansatz gerät zu weich, die Interviews bleiben zu harmlos, und die gesellschaftspolitische Analyse verliert sich zwischen Charme und Ironie. Als Einstieg in die Diskussion über Männlichkeitsbilder mag es taugen; als ernsthafte Auseinandersetzung mit strukturellem Sexismus ist es zu oberflächlich.

Gespräche aus der Community

In meinem neuen Booktube Video stelle ich euch die BESTEN Neuerscheinungen 2021 vor!

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Zusätzliche Informationen

Sophie Passmann wurde am 05. Januar 1994 in Kempen (Deutschland) geboren.

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