Sophie R. Nikolay SpielFrei: Outing wider Willen

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Inhaltsangabe zu „SpielFrei: Outing wider Willen“ von Sophie R. Nikolay

Ben spielt Fußball. Er ist Profi in der Bundesliga. Und er ist schwul. Als ein neuer Spieler ins Team kommt, fangen die Probleme an. Stefano erobert Bens Herz - und durch einen Zufall findet Ben heraus, dass Stefano genauso ist, wie er selbst. Eine Achterbahn der Gefühle beginnt. Doch plötzlich steht alles auf dem Spiel, als ein Mannschaftskollege sie bei einem harmlosen Kuss überrascht.

Ein Buch das sich um das nur geflüsterte Thema dreht, dass man aber eigentlich laut diskutieren sollte!

— Clie

Interessantes Thema und ein richtig schön romantisches Ende! Die Geschichte macht Mut, dass eines Tages Toleranz nicht nur ein vielgepredigtes Politikum ist, sondern Realität werden könnte.

— SwantjeBerndt

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  • Rezension zu SpielFrei

    SpielFrei: Outing wider Willen

    hermine

    Mehr Toleranz im Fußball! Ben ist ein leidenschaftlicher junger Fußballer, der sich auf der Suche nach seiner großen Liebe befindet. Dabei sieht er sich im "Prestige" um, einem Club der anderen Art. Zufällig trifft er dort auf seinen Mannschaftskollegen Stefano, der seine Neigungen teilt. Der Roman handelt von der Liebe fürs Leben, einem erzwungenen Outing und dem Kampf für mehr Offenheit in der Gesellschaft, speziell im Fußball. Dank dem guten Schreibstil der Autorin Sophie R. Nikolay gelingt ein einfühlsamer, erotischer Roman, der die starke Liebe zweier Fußballspieler zu einander vorurteilsfrei zeigt. Durch den Perspektivenwechsel zwischen der Innensicht von Ben und Stefano kann der Leser die Intensität sowie die Schwierigkeiten der Beziehung miterleben und wird durch das stille Beobachten automatisch zu einem Verfechter von mehr Toleranz im Fußball. Der Roman "SpielFrei" ist eine unterhaltsame Lektüre mit Tiefgang, jedoch ohne pädagogischen Zeigefinger.

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    • 2
  • Spielfrei

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. August 2013 um 23:46

    Aufgrund des Vorwortes der Autorin, im dem sie erklärt warum und wieso diese Geschichte entstanden ist gibt es von mir 4 Sterne. Ich habe geschwankt zwischen 3 Sternen und 4 Sternen. So sind es 4 Sterne geworden. Im Vorwort schreibt die Autorin und ich hoffe das ich es erwähnen darf: Es geht einzig darum die Geschichte zweier Männer zu erzählen, die den Schritt des Outings wagen. damit stehen sie vor einem Berg an Problemen. Die Liebesgeschichte der beiden jungen Männer 21 und 23 Jahre alt, wird sehr schön und gefühlvoll beschrieben. Ben und Stefano sind beide Berufsfußballer und Fußball ist ihr Leben. Während Ben die Unterstützung seiner Eltern hat, sieht das bei Stefano ganz anders aus. Seine Mutter weiß das er schwul ist und nimmt es hin, während seinen Vater strickt dagegen ist. Hierbei muß ich anmerken, der Vater ist in seinem ganzen Wesen ein sehr eigener Charakter und das nicht zum Guten hin. Jeder der Beiden hat nun seinen eigenen Weg gefunden seine Sexualität zu leben und vor anderen zu verstecken. Ben verkleidet sich und geht in einschlägige Vergnügungscentren und Stefano hat eine Verabredung nach der anderen, wohlgemerkt mit Frauen, um die Öffentlichkeit zu täuschen. In einem Homosexuellen Club laufen sich die Beiden dann zufällig über den Weg. Schnell ist klar, man ist sich sympathisch. Ben bietet Stefano an, mit ihm zusammen eine WG zu gründen und es kommt wie es kommen muß.  Beide werden ein Paar. Einer ihrer Sportkameraden erwischt sie bei einem relativ harmlosen Kuss in der Umkleidekabine und beide entschließen sich zu einem gemeinsamen Outing. HappyEnd garantiert. Abzug gab es von mir: 1. Die Fußballwelt wird nur angeschnitten und bewust kleingehalten. So besteht hier die Manschaft aus 11 Spielern, die dann auch nur in den Konflikt hineingezogen werden. Ersatzspieler, B-Manschaft, Physiotherapeuten... werden einfach weggelassen. 2. Der Vorstand, der immerhin für die weitere Karriere der Spieler zuständig ist, wird ebenfalls drastisch reduziert. 3. So bleiben von einer großen Vereinsmachinerie, nur ein ganz kleiner Bruchteil übrig. Selbst bei einem kleinen Dorfverein, stehen mehr Leute auf dem Platz, als hier aufgeboten werden um den Fußball in eine homofreundlche Ära zu begleiten. 4.Aufgrund des bewust gewählten jungen Alters der Beiden, hat die Geschichte ein HappyEnd mit offenem Ende Auch haben beide in den wenigen Jahren, die sie um ihr schwul sein wissen, außer die Angst um ihren Sport,keine negativen Erfahrungen gemacht. Ich würde es ja noch nicht einmal so schlimm finden, das es so dargestellt wird, denn die Liebesgeschichte ist schön. Nur wenn man so ein Thema angeht, auch wenn es als Fiktion ist reicht es so nicht aus. Durch das kleinhalten des fußballerischen Umfeldes, schafft man hier die Basis für ein HappyEnd im Happyend. Wünschenswert aber unwahrscheinlich. Fazit: Eine gefühlvolle und flüssig geschrieben und erzählte Liebesgeschichte zweier junger Männer. Eine etwas zu oberflächlich erzählte Geschichte um die homophoben Züge des Fußballs. Ein Konfliktthema, an das man sich nicht so richtig rantraut. Obwohl der Rest der Vorwortes, was ich hier nicht erwähnt habe, genau dies vespricht. Lest es, denn das ist nur meine Meinung und Ben und Stefano haben es verdient uns ihre Geschichte zu erzählen.

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  • Ich habe es genossen

    SpielFrei: Outing wider Willen

    pengiberlin

    17. June 2013 um 12:07

    Sophie R. Nikolay nimmt sich des Themas an, wie ich es vorher noch nie las. Sie erzählt die Geschichte im Wechsel aus der Sicht der beiden recht unterschiedlichen Profifussballer Ben und Stefano. Diese werden kurz nachdem sie sich gefunden haben zum Outing gezwungen. Sie entdecken Freunde, Gegner und Menschen, die nicht wissen, wie sie mit ihnen umgehen sollen. Dies nicht nur im Bereich der Familie, der Fans, der Presse, sondern auch im kommerziellen Bereich der Funktionäre. Konflikte, die für beide neu sind und die vorher aufgestauten Gefühle des Versteckspiels ablösen. Dabei baut sich nicht nur ein Verständnis für die Lage der beiden auf, sondern auch die eigenen Gedanken über die möglichen Reaktionen werden angeregt. Hiermit baut die Autorin dem Leser eine Brücke zur Sicht und Identifikation mit den Akteuren auf, die nahe geht. Obwohl das Thema Konflikte beinhaltet, schafft es ein wohliges Gefühl: Liebe übersteht auch solche Schwierigkeiten. Oder nicht? Wer es wissen möchte, sollte dieses Buch lesen. Ich habe es genossen.

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  • Leserunde zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Sophie-R-Nikolay

    Hallo zusammen, ich möchte euch heute zu einer Leserunde einladen. Es geht um meinen neuen Roman "SpielFrei: Outing wider Willen" der am 15.06 im dead soft verlag erscheint. In Zusammenarbeit mit dem Verlag werden zu der Leserunde 5 eBooks zur Verfügung gestellt, bei vielen Anmeldungen wird die Anzahl etwas erhöht ;-) Darum geht es: Ben spielt Fußball. Er ist Profi in der Bundesliga. Und er ist schwul. Als ein neuer Spieler ins Team kommt, fangen die Probleme an. Stefano erobert Bens Herz – und durch einen Zufall findet Ben heraus, dass Stefano genauso ist, wie er selbst. Eine Achterbahn der Gefühle beginnt. Doch plötzlich steht alles auf dem Spiel, als ein Mannschaftskollege sie bei einem harmlosen Kuss überrascht. Wie es zu der Geschichte kam: Das Thema brennt mir schon lange unter den Nägeln, die Nichtakzeptanz der Homosexualität gerade im Sport ist in der heute so modernen Zeit unverständlich. Deshalb habe ich die beiden Romanhelden Benjamin und Stefano geschaffen - um dem Totschweigen der Existenz schwuler Fußballer wenigstens fiktiv entgegen zu wirken. Als Anmerkung sei gesagt, der Roman enthält zum Teil deutliche homoertotische Passagen, weshalb ich ein Lesealter von mindestens 15 Jahren empfehle. Dennoch liegt der Schwerpunkt nicht auf den sexuellen Handlungen. Wenn ich das Buch selbst Kategorisieren sollte, würde ich meinen, es ist ein homoerotisches Drama ;-) Ich würde mich freuen, wenn sich viele an der Leserunde beteiligen :-) Sophie

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  • Rezension zu "SpielFrei" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Devilswife

    11. September 2012 um 19:26

    Spielfrei-Outing wider Willen Ben, ein junger, aufstrebender Fußballspieler in einer Erfolgsmannschaft, mit einem belastenden Geheimnis,das ausser ihm nur seine Eltern kennen. Denn Ben ist schwul. Er meistert seinen Job souverän mit absoluter Kontrolle,doch dann kommt ein neuer Spieler Namens Stefano ins Team und es wird immer schwieriger für Ben die Kontrolle zu behalten. Eines Abends nach einem efolgreichen Spiel,zieht es Ben in seine Lieblingslocation, eine Nobel-Homo-Disco. Allerdings nur in Vollverkleidung damit ihn niemand erkennt. Doch dann passiert etwas,was Ben sich nie hätte träumen lassen, da steht Stefano ziemlich angetrunken an der Theke und grabscht die Männer an. Geistesgegenwärtig schafft Ben ihn daraus,weil er weiß was auf dem Spiel steht wenn man Stefano erkennen sollte. Auf dem Heimweg gestehen sich beide ihre Homosexualität und für Ben kommt der Traummann zum greifen nah. Stefano hat bisher keine eigene Bleibe und lebt im Hotel,Ben bietet ihm an mit ihm eine WG zu gründen,wozu Stefano nicht nein sagt. Die zwei kommen sich näher und näher und leider werden sie schließlich von einem Mannschaftskollegen in der Umkleide bei einem Kuss überrascht. Der Kampf beginnt. Nun müssen sich die Jungs ihren Ängsten stellen und gegen eine ganze Menge Vorurteile und zurückgebliebene Denkweisen ankämpfen. Sophie R. Nikoay greift hiermit ein Tabuthema auf, Homosexualität. Unter Schauspielern,Comedians und sogar in der Politik sind Homosexuelle mittlerweile anerkannt und erfolgreich,aber unter Fußballern scheint es immer noch ein absolutes No-Go zu sein. Für mich persönlich ist es eine Premiere in diesem Genre gewesen,ich habe mir bisher nie Gedanken über Homoerotik gemacht, aber da ich so einige Geschichten von Sophie mit Begeisterung gelesen habe,musste es auch diese sein und ich muss sagen,ich bin wieder nicht enttäuscht worden. Ein Spitzenroman der Extraklasse,der ein leider immernoch währendes Tabuthema aufgreift und detailiert beschreibt wie hinterweltlerisch unsere Gesellschaft doch immer noch sein kann. Ich habe mit den beiden Jungs mitgelitten,was sie für einen Mut aufbringen mussten und womit sie all zu kämpfen hatten. Für jeden der meint Homoerotik,ne lass mal,bitte versucht es. Ich war erstaunt darüber das ich im Laufe der Geschichte garnicht mehr so das Augenmerk darauf gerichtet hatte,das es hier um zwei Männer ging,sondern vielmehr auf den Kampf den sie führen mussten und die Liebe die sie zueinander hegten und die Ungerechtigkeit die ihnen zu Teil wurde. Leicht und flüssig zu lesen,es fiel wiedermal überhaupt nicht schwer sich mitten in der Geschichte zu fühlen,daher fünf Sterne von mir.

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  • Rezension zu "SpielFrei" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    callisto24

    23. August 2012 um 12:50

    Feel-Good-Literatur mit Spannung und Romantik Morgan Freeman twitterte kürzlich, dass er Homophobie nicht leiden könne. Er drückte es drastischer aus, aber im Grunde spricht er jedem modernem Menschen aus der Seele. Doch selbst wenn er den bereits Bekehrten predigt, bleibt die Tatsache, dass auch in unserer Gesellschaft noch letzte Bastionen der Intoleranz existieren. Allein wenn man sich das Vokabular anhört, dessen sich Fußballfans bedienen, wird klar, warum die Vorurteile nicht aussterben. Werden die doch von Eltern an Kinder weitergegeben, die sie wiederum in ihr Umfeld tragen, und unbewusst wie wohl auch unbeabsichtigt dafür sorgen, dass ein Klima entsteht, in dem ein Coming-Out zur Herausforderung wird. Doch sollte es keine Herausforderung sein, sondern sich natürlich ergeben dürfen. Gerade diesen Wunsch empfinde ich als besonderes Anliegen des Buches. Unterstrichen wird es durch die beiden sympathischen Protagonisten und der Beziehung, die sie durch ein Wechselbad der Gefühle zerrt. Nie kitschig, nie übertrieben, sich eines Stils bedienend, der glaubhaft das Wesen der beiden Fußballer wiederspiegelt, führt die Geschichte den Leser durch eine Welt des Mannschaftssport, die nicht jedem vertraut, aber definitiv jedem bekannt ist. Verraten möchte ich nichts, aber das Buch enthält sowohl witzige als auch tragische Momente, verströmt Hoffnung und eine positive Haltung, die durch nichts zu ersetzen ist.

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  • Rezension zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    conneling

    23. July 2012 um 22:02

    Ein erfolgreiches Fußballteam, zwei Spieler davon werden knutschend in der Umkleidekabine von Mannschaftskollegen erwischt. Ben ist ein sehr guter und erfolgreicher Fußballspieler der homosexuell ist und sich deswegen schon sein ganzes Leben lang verleugnen muss, nur seine Eltern wissen, dass er schwul ist. Ben bemerkt, dass ein sein Mannschaftskollege Stefano Männern nicht abgeneigt ist, er bemerkt, dass er in der Disco Männer betatscht. Er bietet ihm an eine WG zu gründen. Aus Freundschaft wird schnell mehr, die Beiden verlieben sich ineinander. Alles läuft gut und scheint perfekt zu sein, Ben und Stefano passen gut zueinander. Doch dann werden die Beiden in der Umkleidekabine ertappt und müssen sich der Situation und auch der Außenwelt stellen, sie müssen sich outen. Die Reaktionen aller Anderen sind sehr unterschiedlich, die gesamte Bandbreite von Schwulenhass bis Unterstützuung wird abgedeckt, Ben und Stefano bekommen alles ab. Werden sie es schaffen oder lassen sie sich unterkriegen? Was für ein Roman! Ich war hin und hergerissen und habe mitgelitten und mitgelacht, alle Emotionen waren dabei. Der Stil von Sophie R. Nikolay ist sehr gut zu lesen, einfach und klar werden Dinge beim Namen genannt und beschrieben wie sie sind, Spielfrei-Outing wider Wilen ist sehr packend und mitreißend, aber auch sehr gefühlvoll geschrieben. Ein sehr schwieriges Thema welches die Autorin sehr gut aufgegriffen hat, ein wunderschönes Werk welches mich absolut begeistert hat.

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  • Rezension zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. July 2012 um 03:15

    Im Vorwort schildert die Autorin ihre Beweggründe, das Thema Homosexualität im Fußball aufzugreifen. In einer Zeit, in der die gleichgeschlechtliche Liebe in nahezu allen Gesellschaftsschichten und Berufen normal ist und akzeptiert wird, ist sie im Sport, und besonders im Fußball, immer noch ein Tabuthema. Denn obwohl es statistisch gesehen einige schwule Profis geben muss, traut sich kaum jemand, seine Neigung öffentlich zu machen. Die Protagonisten sind Ben und Stefano, beide Anfang zwanzig, Profifußballer und schwul. Ihre Neigung müssen sie vor der Öffentlichkeit verstecken, nur Bens Eltern und Stefanos Mutter wissen davon. Ben hat ein sehr gutes Verhältnis zu seinen Eltern und erfährt uneingeschränkten Rückhalt von ihnen. Trotzdem traut er sich nicht, seine Homosexualität öffentlich zu machen. Außerhalb seiner Wohnung und insbesondere auf dem Fußballplatz spielt er nur eine Rolle, und um Männer kennenzulernen verkleidet er sich, damit ihn niemand erkennt. Halbitaliener Stefano hat ein schwieriges Verhältnis zu seinem Vater, weshalb er ihm auch lange Zeit verschweigt, dass er auf Männer steht. Seine Mutter ist da verständnisvoller. Sie akzeptiert ihn wie er ist, steht aber um des Familienfriedens willen nicht öffentlich zu ihm. So tarnt er sich als Macho und Frauenheld, um von seinem wahren Ich abzulenken. Die Ich-Erzähler Ben und Stefano berichten abwechselnd von ihrem unfreiwilligen Outing und den Problemen, die es mit sich bringt. Diese zwei Sichtweisen finde ich klasse, weil man so mehr über die Gedanken und Gefühle von beiden gleichermaßen erfährt. Außerdem werden die Konflikte, in dem sie stecken, und ihre Motivationen sehr deutlich. Die Geschichte ist rein fiktiv. Man erfährt von den meisten Personen nur den Vornamen und die Orte sind komplett namenlos. Sie könnte also überall in Deutschland oder sonstwo spielen. Ich finde das sehr gut, da das Thema global und nicht auf einen bestimmten Ort begrenzt ist. Die Handlung hat alles, was eine gute Geschichte ausmacht. Freude, Trauer, Glück und Drama wechseln sich in rasantem Tempo ab. Emotionen kommen also nicht zu kurz, und auch mit Klischees wird gespielt. Natürlich gibt es auch viel Erotik, wobei diese Szenen detailliert und realistisch beschrieben werden. Nur das Ende fand ich übertrieben und fast schon kitschig. Das hätte ich mir etwas anders gewünscht. Der Schreibstil ist flüssig und nicht zu schwierig, drückt dabei aber viel aus. Daher passt er gut zu der Erzählweise, die ja eher die Gedanken der Protagonisten darstellt. So fliegt man nur so durch die Seiten, und es ist einfach ein angenehmes Lesen. Ich habe hin und her überlegt, ob ich vier oder fünf Punkte vergeben soll, weil mir das Ende einfach nicht gefallen hat. Näheres verrate ich dazu natürlich nicht, es soll ja niemandem die Spannung genommen werden. Da es dabei aber nur um die abschließende Handlung ging, die einfach nicht meinen Geschmack getroffen hat, habe ich mich schließlich doch für die volle Punktzahl entschieden. Denn das Buch greift ein wichtiges Thema sehr emotional und glaubwürdig auf, liefert Denkanstöße und macht Mut, sich trotz aller Schwierigkeiten auch öffentlich so zu geben, wie man ist.

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  • Rezension zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    TrollMutti

    15. July 2012 um 22:28

    Emotionale Geschichte, die Mut macht Schwule Fußballspieler in einer sehr erfolgreichen Mannschaft. Zu allem Überfluss outen sie sich auch noch. Kann es so etwas geben und wie wird es ausgehen? Dieses Buch erzählt eine ergreifende und wundervolle Geschichte von zwei erfolgreichen Fußballspielern, die sich nicht nur auf dem Rasen fantastisch verstehen. Sie verlieben sich und müssen ihre Liebe verstecken, denn Homosexualität scheint es auf dem Feld nicht zu geben. Hier erfahren wir, was passieren kann, wenn jemand doch so viel Mut hat und sich tatsächlich zeigt. Der Verein, die Mannschaft, die Fans und die Medien nehmen diese Sensation auf und verarbeiten sie auf sehr unterschiedliche Art und Weise (wie auch erwartet). Die Autorin bringt das Thema wunderbar und sehr authentisch an die Leser heran. Man wird zum Nachdenken angeregt und fiebert mit den beiden Protagonisten richtig mit. Es gibt witzige, traurige und auch sehr erotischen Szenen. Dabei wirkt die Geschichte zu keinem Zeitpunkt unrealistisch, platt oder pornografisch. Alles ist sehr geschmackvoll und auch als heterosexueller Leser genießt man jede Seite. Was mich aber besonders beeindruckt hat, ist der wirklich unglaublich flüssige Schreibstil. Ich habe nur sehr selten ein Buch in der Hand gehabt, bei dem die Seiten so schnell davon flogen. Man merkt überhaupt nicht, dass schon die hälfte des Buches vorbei ist, obwohl schon jede Menge passiert ist. Denn es passiert immer was und die Ereignisse überschlagen sich, sodass man das Buch gar nicht mehr aus der Hand legen möchte. Auf jeden Fall ein lesenswertes Buch, das wesentlich besser ist, als man erwartet. Absolut empfehlenswert!

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  • Rezension zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Nefertari35

    05. July 2012 um 21:26

    SpielFrei: Outing wider Willen - Sophie R. Nikolay Kurze Inhaltsangabe: Ben ist ein erfolgreicher Fußballspieler, der von allen anerkannt und beliebt ist. Doch Ben hat eingehimnis - er ist homosexuell und versteckt seine Neigung schon solange er denken kann. Nur seine Eltern sind eingeweiht. EInes Tages, als er in seiner Lieblingsdisco ist, bemerkt er einen Spielerkameraden - Stefano. Dieser betrinkt sich und begrapscht in aller Öffentlichkeit Männer. Ben, der weiß, wie wichtig Anonymität ist, geht trotz seiner Verkleidung dazwischen, gibt sich zu erkennen und nimmt Stefano mit. Stefano gibt Ben gegenüber seine Homosexualität zu, was diesen echt erstaunt. Ben bietet ihm an, zu ihm zu ziehen und eine WG zu gründen, Aus dieser WG entwickelt sich eine Beziehung, die erst ohne Probleme läuft, bis ein Fußballkamerad die beiden in der Umkleide beim knutschen erwischt. Dieser Kuss zieht einen Rattenschwanz an Problemen nach sich. Die beiden müssen sich outen - erst vor dem Managemant, vor der Mannschaft, dann vor der Presse. Die Reaktionen sind unterschiedlich. Sie reichen von persönlichen Anfeindungen, Prügel, bis hin zu Respektsbezeugungen und Zuspruch. Das Erstere macht beiden schwer zu schaffen und ihre Liebe steht mehr als einmal auf dem Prüfstein. Werden die beiden es schaffen trotzdem dem Fußball treu zu bleiben? Schaffen sie es, ihre Liebe zu erhalten oder werden die Schwulengegner siegen? Schreibstil: Dieser Roman ist dermaßen rasant und emotional geschrieben, das man ihn unmöglich wieder aus der Hand legen kann. Die Story wirkt nie aufgesetzt, ist immer authentisch und man fühlt mit allen Charakteren mit. Es gibt sogar ein oder zwei, die würde man am liebsten aus der Geschichte treten. Dieser wunderbare Roman sollte mal dem DFB als Pflichtlektüre vorgelegt werden - zum Thema Toleranz. Eigene Meinung: Die beiden Jungs sind super! Ich weiß nicht, wie oft mir beim Lesen die Tränen in die Augen geschossen sind oder ich einfach herzlich lachen mußte. Ich habe sowas von mitgelitten, mitgetrauert, mitgefreut, mitgeweint, mitgeliebt, wie in keinem anderen Buch! Die Autorin hat hier, trotz des schwierigen Themas, ein kleines Wunderwerk geschaffen! Die Homosexulalität wird in diesem Buch weder beschönigt, noch unter den Teppich gekehrt oder als Superbesonderheit angesehen. Die Menschen sind wie sie sind und das wird heri auf anschauliche Art und Weise vermittelt. Ich bin begeistert und gebe fünf Sterne!

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  • Rezension zu "SpielFrei: Outing wider Willen" von Sophie R. Nikolay

    SpielFrei: Outing wider Willen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    29. June 2012 um 09:46

    ich finde diese story gewährt dem leser einen blick hinter die maske, die es leider nach wievor in der Gesellschaft gibt. Homosexualität und Sport besonders Fußball ist noch immer ein Tabu Thema was schade ist. Wer nicht der Norm entschpricht wird ausgekrenzt gehetzt und ausgerottet, wo bitte liegt denn dann die Gerechtigkeit und Gleichheit die jeder ach so öffentlich herrum schreit? Gibt es diese überhaupt wirklich? Wenn ja Wo? Ich für meinen teil sehe nix davon man mauschelt vor vorgehaltener Hand und diskriminiert alles was anders ist. Ich bin begeister von diesem Buch. Toll geschrieben kann ich wirklich empfehlen.

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