Sophie Reyer Marias.

(1)

Lovelybooks Bewertung

  • 0 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 1 Rezensionen
(0)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Marias.“ von Sophie Reyer

Ausgehend von historischem Material aus drei Jahrhunderten, das Sophie Reyer aus Archiv-Recherchen in einem Frauen-Dokumentationszentrum und in einer Haftanstalt bezog, breitet die Autorin einen nicht enden wollenden Katalog von „Kindsmörderinnen“ aus. Auf verschiedenen Erzählwegen und aus mehreren Perspektiven – aus jener der betroffenen Frauen selbst, jener eines religiös konnotierten Über-Ichs sowie
aus jener einer urteilenden und strafenden Gesellschaft – durchmisst die Autorin Seelentopographien jenseits landläufiger Täter-Opfer-Zuschreibungen. Unterbrochen wird der derart mehrstimmig angelegte, von Anfang bis zum Ende durchrhythmisierte Erzählfluss immer wieder durch lakonische Kommentare aus dem Blickwinkel eines zeitgenössisch-aufgeklärten, feministischen Bewusstseins, das die zitierten Quellen sowie
Verwendungsweisen des Medea-Motivs in der Hohen Literatur oder im Sensationsjournalismus kritisch hinterfragt. Mittels tektonischer Bezugnahmen auf die kirchenmusikalische Gattung des Requiems entwickelt
Sophie Reyer für „MARIAS. Ein Nekrolog“ eine außergewöhnliche Form profanen Totengedenkens, dessen Intention nicht zuletzt darin besteht, „mundtot“ gemachten Frauen eine Stimme zu verleihen.

Stöbern in Romane

Fräulein Hedy träumt vom Fliegen

Ein besonderes Buch vom immerwährenden Fliegenlernen!

Edelstella

Das Leben ist manchmal woanders

eine wunderbare Geschichte über einen besonderen Jungen, der einfach er selbst ist und die anderen mitreisst.

meisterlampe

Die Geschichte des verlorenen Kindes

Ein rundum gelungener Abschlussband der Neapel-Tetralogie, mitreißend erzählt und sehr bewegend.

Barbara62

Dann schlaf auch du

wow. kurz, schnelllebig. bleibt aber trotzdem im kopf.

Monawunder

Das Glück des Zauberers

Dies ist eins jener Bücher, denen man nur selten begegnet, die zu schnell ausgelesen sind und einen dennoch ewig begleiten.Ein Lieblingsbuch

tonks

Die Herzen der Männer

Schönes, lesenswertes Buch. Leider nicht ganz so atmosphärisch wie "Shotgun Lovesongs".

FrolleinJott

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Hybrid

    Marias.

    Matthias Hagedorn

    23. June 2013 um 11:58

    Wie auch bei Reyers Projekt MARIAS besticht eine hybride, grenzüberschreitende Sprache, gekennzeichnet von der Suche nach Spuren der mit der eigenen Biografie verknüpften Kulturgeschichte. Ziel scheint das Abschütteln von Erwartungen, das Finden einer ästhetischen Form unabhängig von gesellschaftlichen und religiösen Zuschreibungen. Wie in den Hörspielen hat sie die Kunst entwickelt, Charaktere und Beziehungen zu entformeln. Diese Figuren sind Mischwesen, deren Motive in ihrer Beschränkung auf den allgemeinen Verkehr verwiesen. Bei Reyer gibt es nicht die Guten und die Bösen, vielmehr geht es um eine neurotische Struktur der Gesellschaft, um Leute, die es schaffen, zur richtigen Zeit am falschen Ort zu sein, dieselben Fehler immer wieder zu machen, sich zu binden, wo man sich lösen müsste, und sich vor der Bindung zu drücken, wo sie die Lösung wäre.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks