Sophie Seeberg Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

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Inhaltsangabe zu „Der Maik-Tylor verträgt kein Bio“ von Sophie Seeberg

Familienpsychologin Sophie Seeberg erlebt tragische, rührende und so absurde Dinge, dass sie auch nach zwanzig Jahren Berufserfahrung noch immer nach der versteckten Kamera sucht. Zum Beispiel, wenn eine junge Mutter auf die Nachricht, dass ihre Tochter nicht bei ihr, sondern in einer Pflegefamilie leben wird, strahlend erklärt, das sei gar nicht schlimm, denn sie habe sich ja jetzt schon einen Hund gekauft. Wenn Maik-Tylors Mutter der festen Überzeugung ist, dass ihr kleiner Sohn keinerlei Bio-Produkte vertrage und sie ihn daher ausschließlich von Fast-Food ernährt. Oder wenn sich Lenas Stiefvater vor ihrem leiblichen Vater durch eine Selbstschussanlage im Vorgarten schützt.

Sophie Seeberg hat in ihrem dritten Buch eine ausgewogene Mischung aus ernsten, kuriosen und witzigen Geschichten.

— NicoleP

Schön, dass es einen dritten Band gibt! Ich würde sofort auch einen vierten und fünften verschlingen :)

— Birkentochter

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  • Der Maik-Tylor verträgt kein Bio!

    Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

    NicoleP

    03. October 2017 um 12:11

    Ein humorvolles und zu Herzen gehendes Buch mit vielen fiktionalisierten Fällen aus dem Berufsleben der Diplom-Psychologin Sophie Seeberg. Sie erstellt als Sachverständige Gutachten für das Familiengericht.Immer auf das Kindeswohl bedacht, lernt Sophie Seeberg bei ihren Besuchen die verschiedensten Arten Väter, Mütter und Großeltern kennen. Der ein oder andere Leser dürfte auch überrascht sein, dass es nicht nur Kinder aus schwierigen Familien sind, bei denen Seeberg zu Gast ist. Ihre Klientel ist einerseits unterschiedlich und hat doch das eine oder andere gemeinsam.In den geschilderten skurrilen Fällen sind es oftmals die Erwachsenen, die Probleme haben und eher die Hilfe eines Psychologen bedürften. Auch die Sichtweise von Eltern auf ihre Kinder ist oft sehr speziell. Einige Fälle sind zwar dramatisch, aber die Ereignisse lassen den Leser doch manchmal schmunzeln. Oder aber sich aufregen, wenn beispielsweise eine junge Frau sich darüber freut, wenn das Jugendamt ihr das Kind wegnimmt. Immerhin habe sie jetzt einen Hund und das wäre viel besser.Aber Frau Seeberg muss auch achtsam sein: So stellt sich ein Hausbesuch als gefährlich heraus, da Herr Obermeyer aus Schutz vor dem Ex seiner Frau eine Selbstschussanlage nach seinen Bedürfnissen angepasst und installiert hat. Das kann durchaus ins Auge gehen.Sophie Seeberg hat in ihrem dritten Buch eine ausgewogene Mischung aus ernsten, kuriosen und witzigen Geschichten. Auch wenn es oft nicht zu einem Bilderbuch-Happy-End kommen kann, ist doch klar, dass es nur selten keine ausweglosen Situationen gibt.Die Autorin zieht auch keine ihrer Erzählungen ins Lächerliche. Der Respekt vor allen Personen bleibt von ihrer Seite aus immer erhalten. Ihren Erlebnissen nach mangelt es jedoch an Respekt für die Gerichtsgutachter oder die Mitarbeiter des Jugendamtes. Diese haben keinen leichten Beruf, und das sollte auch anerkannt werden.Es gibt im Buch auf Seite 295 zwei wunderbare Sätze, die ich meinen Blog-Lesern gerne zum Schluss dieser Rezension mitgeben möchte. Sie stammen von einer jungen Frau, welche mit 10 Jahren dank Frau Seeberg in die Obhut des Jugendamtes kam: „Ich bin glücklich. Das kann man nämlich auch mit verkorkster Kindheit sein“.Weitere Rezensionen gibt es unter www.nicole-plath.de

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  • Sophie Seeberg begeistert mich erneut

    Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

    Aglaya

    03. May 2017 um 19:39

    „Der Maik-Tylor verträgt kein Bio“ ist bereits der dritte Band über Sophie Seebergs Erlebnisse als Gerichtsgutachterin und Familienpsychologin. Die drei Bände können vollkommen unabhängig voneinander gelesen werden, sie bauen weder inhaltlich noch chronologisch aufeinander auf. Trotzdem empfehle ich gerne die Lektüre aller drei Bände, in beliebiger Reihenfolge. Nicht, weil es zum Verständnis nötig wäre, sondern weil sie einfach toll sind.Auch im dritten Band der Reihe plaudert Sophie Seeberg munter aus dem Nähkästchen ihrer Erfahrungen und erzählt, was sie bei der Begutachtung von Maik-Tylor, Janis und Jimi und weiteren Kindern und Jugendlichen erlebt hat. So nimmt sie den Leser mit in eine Hippie-WG, in Sozialwohnungen oder eine durch eine Selbstschussanlage geschützte Villa. Dabei zeigt sie viel Humor, bleibt aber stets respektvoll, ohne auf die teilweise (aber bei weitem nicht nur) bildungsfernen Familien hinunterzublicken. Bei der Auswahl der geschilderten Fälle hat die Autorin bewusst, wie sie auch im Vorwort bestätigt, nur solche ausgesucht, die für die betroffenen Kinder auf die eine oder andere Art gut ausgegangen sind und bei denen sich die Situation durch Frau Seebergs einfühlsames Eingreifen gebessert hat. Sei es, dass die Eltern eingesehen haben, dass sie Fehler begangen haben (oder schlicht nicht genügend wussten, um n mit dem Kind richtig umgehen zu können), oder dass die Kinder in einer liebevollen Pflegefamilie aufwachsen durften. So wurde ich zwar bei einigen der Geschichten ziemlich wütend auf die verantwortlichen Erwachsenen, konnte die Kapitel aber immer mit einem Lächeln (und das eine oder andere Mal auch mit ein paar Tränen vor Rührung in den Augen) beenden.Nicht komplett überzeugen konnten mich die Anekdoten, die nicht mit konkreten Fällen, sondern Sophie Seebergs Ausbildung zu tun hatten oder den Lesern allgemeine Anregungen geben sollten. Sie passten meines Erachtens von der Stimmung her nicht zu den restlichen Geschichten. Ich fand sie aber nicht so unpassend, dass ein Punkteabzug gerechtfertigt gewesen wäre.Der Schreibstil von Sophie Seeberg hat mich auch in diesem Band wieder sehr angesprochen, er ist so lebendig, dass ich bei der Lektüre den Eindruck hatte, zusammen mit der Autorin über matschige Bauernhöfe zu stapfen, mit den Kindern zu spielen oder mit Familien und Anwälten im Gerichtssaal zu sitzen. Da alle Fälle tatsächlich so passiert sind, sind natürlich alle Namen (inklusive der der Autorin) frei erfunden, um die Privatsphäre der Betroffenen zu schützen. Mein FazitZum dritten Mal hat mich Sophie Seeberg voll überzeugt. Ich freue mich schon auf Band vier.

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  • eBook Kommentar zu Der Maik-Tylor verträgt kein Bio von Sophie Seeberg

    Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

    Line

    27. April 2017 um 13:04 via eBook 'Der Maik-Tylor verträgt kein Bio'

    Ich bin begeistert von diesem Buch und der Schreibweise. Ich arbeite als Erzieherin und habe dies eine Zeit lang als Familienhilfe getan und konnte mich dadurch extrem gut in die einzelnen Geschichten hineinversetzen. Um den ganzen Wahnsinn verarbeiten zu können, der einem begegnet, ob nun im Bezug auf die Fälle, die man bekommt oder Kollegen, die noch eins oben drauf setzen, macht man natürlich immer mal wieder blöde Späße. Ich finde es schön, dass dieses Buch mit Humor aber gleichzeitig auch mit sehr viel Wertschätzung geschrieben wurde. Man bekommt Einblicke hinter die Stirn der Fachfrau und kann sich in die Gefühlslage von ihr hineinversetzen. Diese Möglichkeit zeigt anderen, fachfremden Leuten, was diese Arbeit eigentlich mit einem macht. Und ich bin froh, dass auch nicht beschönigt wurde, dass es auch viele noch mehr als unfähige Hampelmänner- und frauen gibt, die wirklich lieber Akten sortieren und Kaffee trinken sollten, als auf die Menschheit losgelassen zu werden. Ich werde nun gleich noch das nächste Buch aus dieser Reihe anfangen. Das Lesen macht so Spaß :)

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  • Rührend, informativ und lustig

    Der Maik-Tylor verträgt kein Bio

    Birkentochter

    06. February 2017 um 11:02

    Sohpie Seeberg ist Familienpsychologin und muss für das Gericht darüber entscheiden, ob Kinder bei ihren Eltern gut aufgehoben sind. Einige der Geschichten aus ihrem Berufsalltag beschreibt sie in ihren Büchern, und das ist mehr als spannend! "Der Maik-Tylor verträgt kein Bio" ist der dritte Band mit rührenden, lustigen, bedrückenden und unglaublichen Geschichten. Und er braucht sich hinter den beiden ersten Bänden wirklich nicht zu verstecken! Wir erfahren, warum Maik-Tylor kein Bio verträgt und in "dieser komischen Schule" auch völlig falsch aufgehoben ist. Wir begleiten zwei Kinder, die in einer Art Kommune zwischen lauter Erwachsenen leben und trotzdem ganz alleine sind. Wir lesen von Familienstreitigkeiten, drogensüchtigen Eltern, mutigen Kindern und unerwarteten Konfliktlösungen. Sophie Seeberg schafft es, dass man beim Lesen ganz nah an den Geschichten der Kinder dran ist und mit ihnen fühlt. Am Ende bleibt ein wohltuender Optimismus: Nicht immer, aber immerhin in einigen Fällen lassen sich auch sehr vertrackte Konflikte zum Wohl der Kinder verbessern. 

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