Sophie Van der Linden

 4.7 Sterne bei 15 Bewertungen

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Eine Nacht, ein Leben

Eine Nacht, ein Leben

 (15)
Erschienen am 14.08.2018

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Rezension zu "Eine Nacht, ein Leben" von Sophie Van der Linden

Kann man die Liebe zurückholen?
EvelynMvor 2 Monaten

Henri, lange Zeit beim Militär, reist Anfang des 20. Jahrhunderts auf eine kleine französische Insel. Er wurde von seiner Freundin Youna, zu der er nur noch Briefkontakt hatte, „verlassen“. Sie hatte ihm geschrieben, dass sie alleine auf einer Insel leben wolle. Doch Henri kann das Ende ihrer Beziehung nicht akzeptieren und reist zu ihr. Er möchte sie für sich zurückgewinnen und dabei begegnet ihm das Leben.

Dieses kleine Buch ist schon von außen betrachtet liebevoll gestaltet. Das Cover mutet wie ein impressionistisches Gemälde an, die Innenseite des Buches ist in derselben Farbe wie das Meer des Covers gestaltet und auch das Lesebändchen ist perfekt darauf abgestimmt. Die Geschichte des jungen Henri, der seine Liebe Youna nicht aufgeben will, wird in lyrischer Weise beschrieben und versprüht eine Portion Melancholie. Kurze Begegnungen mit Inselbewohner und sogar mit einer Katze werden nicht nur angerissen, sondern der Leser taucht für einen Moment in deren Leben ein. Dadurch wird der Focus von Henri weg und auf andere hin gelenkt. Das gefällt mir sehr gut, denn dadurch gewinnt die Geschichte an Lebendigkeit und es wird nicht nur eindimensional über Henri geschrieben. Die lyrische Art der Geschichte lässt mich an einen Klassiker denken. Der Leser wird auf eine Insel entführt, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Nur hin und wieder wird der drohende Krieg thematisiert, doch das Augenmerk liegt ganz klar auf der Schönheit der Umgebung und den wenig gesprächigen Bewohner und natürlich auf Henri und Youna. Wenn ich an die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, denke, war es nicht alltäglich, dass sich eine junge Frau entschloss, alleine zu bleiben und damit auch noch glücklich ist.
Dieses kleine Buch ist ein Schatz für alle, die eine schöne Sprache, das Meer und eigenwillige Charaktere lieben.

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B

Rezension zu "Eine Nacht, ein Leben" von Sophie Van der Linden

Zarte Künstlerseele trifft auf raue Wirklichkeit
buchstabensuechtigvor 3 Monaten

Wir begleiten den Künstler Henri für 24 Stunden auf seinem Weg zu einer kleinen Insel. Dort lebt Youna, die Frau, die Henri liebt, die aber ihren eigenen Weg alleine gehen möchte. Henri verbringt den Tag mit Youna und die Nacht auf der Wanderung über die Insel, mit Fabelgestalten, Geschichten von Fischern und Katzen. Deprimiert und traurig verlässt er die Insel am nächsten Morgen, Youna läuft zwar noch zum Steg, erreicht Henri aber nicht mehr. Bei der Ankunft am Festland empfängt Henri die Mobilmachung zum ersten Weltkrieg.

Die Sprache umhüllt den Leser sanft wie Wasser, das Bild ist undeutlich und impressionistisch und lässt viel Platz für Kopfkino und Interpretationen. Man erfährt weder die Vorgeschichte von Henri und Youna (nur, dass sie sich bereits kennen), noch den Grund für die Trennung, für die Entscheidung Younas, alleine zu leben. Wie eine Momentaufnahme auf brüchigem Papier mit verschwimmenden Farben malt Sophie van der Linden das Bild dieser 24 Stunden.

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krimielses avatar

Rezension zu "Eine Nacht, ein Leben" von Sophie Van der Linden

Tragisch-stilvolle Inselgeschichte
krimielsevor 3 Monaten

Tragisch und stilistisch gewollt angestaubt und altertümlich erzählt die preisgekrönte französische Autorin Sophie Van der Linden eine Liebesgeschichte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Ihr Roman „Eine Nacht, ein Leben“ konzentriert die Handlung auf eine Nacht und auf eine Insel.

Der Maler Henri liebt Youna und reist ihr auf die französische Insel B. nach, auf die sie sich vor über einem Jahr von Henri unverstanden zurückzog und seither nichts mehr von sich hören ließ. Henri hofft, durch seinen überraschenden Besuch das Geschehen zu verstehen und die einstmalige Beziehung wieder zu beleben. Er verbringt einen Tag und eine Nacht auf der Insel, nachdem er keine Antwort von der nunmehr unabhängigen Youna bekommen hat, bis der Beginn der Ersten Weltkrieges ihn aus der träumerischen und malerischen Landschaft der Insel, aus erstaunlichen und interessanten Begegnungen mit Inselbewohnern und aus seinem Lebenstraum reißt.

Äußerst bildhaft und poetisch ist der Sprachstil der Autorin, ein bisschen klassisch und (wahrscheinlich gewollt) altertümlich, gespickt von stilvollen Landschaftsbildern, genauen Porträts vieler Randfiguren und Begegnungen von Henri mit den Inselbewohnern.
Das Stück Lebensweg, auf dem man Henri beim Lesen begleitet, ist zwar wesentlich aber äußerst kurz mit den anberaumten 24 Stunden, und es gibt wenige Rückblicke auf sein und Younas bisheriges Leben. Mäandernd weicht die Autorin immer wieder ab, um die vielen Nebenfiguren, die Henri nur aus der Ferne betrachten, unter die Lupe zu nehmen. Das schafft für mich wenig Nähe zur Geschichte selbst sondern eher Abstand, wie durch ein Fernglas betrachtet. Der Blick auf Henri und Youna verliert sich dabei.

Ein schmales Büchlein, das mich leider nicht wirklich packen und überzeugen konnte, trotz des atmosphärischen, schönen und eleganten Stils entglitt mir die Geschichte beim Lesen.

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Gespräche aus der Community

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Mare_Verlags avatar
Liebe LovelyBooks-Leserinnen und Leser,

aller guten Dinge sind drei, deshalb machen wir zum Start unseres neuen Herbstprogramms eine dritte Leserunde mit Euch! Dieses Mal könnt Ihr den Roman Eine Nacht, ein Leben der französischen Autorin Sophie Van der Linden gewinnen, der am 14. August erscheint.

Zum Buch:

Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als Henri nach einer langen Reise die Insel B. erreicht. Der sensible Künstler aus Paris ist auf der Suche nach der Frau, die er liebt: Youna. Henri möchte herausfinden, warum sie sich damals, als er seine militärische Ausbildung abgeschlossen hatte und bereit war, ein gemeinsames Leben mit ihr aufzubauen, von ihm abgewandt hat. Doch Youna kann ihm keine zufriedenstellende Antwort geben, und so verbringt er schließlich einen Tag und eine Nacht auf der Insel; vierundzwanzig Stunden, in denen er durch eine malerische Landschaft wandert und es zu erstaunlichen Begegnungen kommt – mit einem einsamen Musiker, einem großherzigen Fischer, einem verängstigten deutschen Matrosen ...
Sophie Van der Linden erzählt in atmosphärisch dichten und impressionistisch anmutenden Bildern vom tragischen Ende einer Liebe – vor dem Hintergrund eines sich ankündigenden Krieges, der wiederum das Ende einer Welt markieren sollte.

Hier geht’s zur Leseprobe.

Ihr möchtet gerne mitlesen? Dann beantwortet bis zum 6. August folgende Frage:*

Habt Ihr eine Lieblingsinsel? Wenn ja: Welche ist das?


*Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 14. August 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.
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