Eine Nacht, ein Leben

von Sophie Van der Linden 
4,6 Sterne bei14 Bewertungen
Eine Nacht, ein Leben
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Ein Schatz für alle, die eine schöne Sprache, das Meer und eigenwillige Charaktere lieben

B

Atmosphärisch, Wort für Wort, entsteht ein Bild eines Augenblicks, eines Lebens.

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Inhaltsangabe zu "Eine Nacht, ein Leben"

Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als Henri nach einer langen Reise die Insel B. erreicht. Der sensible Künstler aus Paris ist auf der Suche nach der Frau, die er liebt: Youna. Henri möchte herausfinden, warum sie sich damals, als er seine militärische Ausbildung abgeschlossen hatte und bereit war, ein gemeinsames Leben mit ihr aufzubauen, von ihm abgewandt hat. Doch Youna kann ihm keine zufriedenstellende Antwort geben, und so verbringt er schließlich einen Tag und eine Nacht auf der Insel; vierundzwanzig Stunden, in denen er durch eine malerische Landschaft wandert und allerlei erstaunliche Begegnungen macht – mit einem einsamen Musiker, einem großherzigen Fischer, einem verängstigten deutschen Matrosen …
Sophie Van der Linden erzählt in atmosphärisch dichten und impressionistisch anmutenden Bildern vom tragischen Ende einer Liebe – vor dem Hintergrund eines sich akündigenden Krieges, der wiederum das Ende einer Welt markieren sollte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866482784
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:112 Seiten
Verlag:mareverlag
Erscheinungsdatum:14.08.2018

Rezensionen und Bewertungen

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    EvelynMs avatar
    EvelynMvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Ein Schatz für alle, die eine schöne Sprache, das Meer und eigenwillige Charaktere lieben
    Kann man die Liebe zurückholen?

    Henri, lange Zeit beim Militär, reist Anfang des 20. Jahrhunderts auf eine kleine französische Insel. Er wurde von seiner Freundin Youna, zu der er nur noch Briefkontakt hatte, „verlassen“. Sie hatte ihm geschrieben, dass sie alleine auf einer Insel leben wolle. Doch Henri kann das Ende ihrer Beziehung nicht akzeptieren und reist zu ihr. Er möchte sie für sich zurückgewinnen und dabei begegnet ihm das Leben.

    Dieses kleine Buch ist schon von außen betrachtet liebevoll gestaltet. Das Cover mutet wie ein impressionistisches Gemälde an, die Innenseite des Buches ist in derselben Farbe wie das Meer des Covers gestaltet und auch das Lesebändchen ist perfekt darauf abgestimmt. Die Geschichte des jungen Henri, der seine Liebe Youna nicht aufgeben will, wird in lyrischer Weise beschrieben und versprüht eine Portion Melancholie. Kurze Begegnungen mit Inselbewohner und sogar mit einer Katze werden nicht nur angerissen, sondern der Leser taucht für einen Moment in deren Leben ein. Dadurch wird der Focus von Henri weg und auf andere hin gelenkt. Das gefällt mir sehr gut, denn dadurch gewinnt die Geschichte an Lebendigkeit und es wird nicht nur eindimensional über Henri geschrieben. Die lyrische Art der Geschichte lässt mich an einen Klassiker denken. Der Leser wird auf eine Insel entführt, die aus der Zeit gefallen zu sein scheint. Nur hin und wieder wird der drohende Krieg thematisiert, doch das Augenmerk liegt ganz klar auf der Schönheit der Umgebung und den wenig gesprächigen Bewohner und natürlich auf Henri und Youna. Wenn ich an die Zeit, in der der Roman angesiedelt ist, denke, war es nicht alltäglich, dass sich eine junge Frau entschloss, alleine zu bleiben und damit auch noch glücklich ist.
    Dieses kleine Buch ist ein Schatz für alle, die eine schöne Sprache, das Meer und eigenwillige Charaktere lieben.

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    B
    buchstabensuechtigvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Atmosphärisch, Wort für Wort, entsteht ein Bild eines Augenblicks, eines Lebens.
    Zarte Künstlerseele trifft auf raue Wirklichkeit

    Wir begleiten den Künstler Henri für 24 Stunden auf seinem Weg zu einer kleinen Insel. Dort lebt Youna, die Frau, die Henri liebt, die aber ihren eigenen Weg alleine gehen möchte. Henri verbringt den Tag mit Youna und die Nacht auf der Wanderung über die Insel, mit Fabelgestalten, Geschichten von Fischern und Katzen. Deprimiert und traurig verlässt er die Insel am nächsten Morgen, Youna läuft zwar noch zum Steg, erreicht Henri aber nicht mehr. Bei der Ankunft am Festland empfängt Henri die Mobilmachung zum ersten Weltkrieg.

    Die Sprache umhüllt den Leser sanft wie Wasser, das Bild ist undeutlich und impressionistisch und lässt viel Platz für Kopfkino und Interpretationen. Man erfährt weder die Vorgeschichte von Henri und Youna (nur, dass sie sich bereits kennen), noch den Grund für die Trennung, für die Entscheidung Younas, alleine zu leben. Wie eine Momentaufnahme auf brüchigem Papier mit verschwimmenden Farben malt Sophie van der Linden das Bild dieser 24 Stunden.

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    krimielses avatar
    krimielsevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Poetische, mäandernde, altertümliche und naturnahe Geschichte einer Inselnacht
    Tragisch-stilvolle Inselgeschichte

    Tragisch und stilistisch gewollt angestaubt und altertümlich erzählt die preisgekrönte französische Autorin Sophie Van der Linden eine Liebesgeschichte zu Beginn des zwanzigsten Jahrhunderts. Ihr Roman „Eine Nacht, ein Leben“ konzentriert die Handlung auf eine Nacht und auf eine Insel.

    Der Maler Henri liebt Youna und reist ihr auf die französische Insel B. nach, auf die sie sich vor über einem Jahr von Henri unverstanden zurückzog und seither nichts mehr von sich hören ließ. Henri hofft, durch seinen überraschenden Besuch das Geschehen zu verstehen und die einstmalige Beziehung wieder zu beleben. Er verbringt einen Tag und eine Nacht auf der Insel, nachdem er keine Antwort von der nunmehr unabhängigen Youna bekommen hat, bis der Beginn der Ersten Weltkrieges ihn aus der träumerischen und malerischen Landschaft der Insel, aus erstaunlichen und interessanten Begegnungen mit Inselbewohnern und aus seinem Lebenstraum reißt.

    Äußerst bildhaft und poetisch ist der Sprachstil der Autorin, ein bisschen klassisch und (wahrscheinlich gewollt) altertümlich, gespickt von stilvollen Landschaftsbildern, genauen Porträts vieler Randfiguren und Begegnungen von Henri mit den Inselbewohnern.
    Das Stück Lebensweg, auf dem man Henri beim Lesen begleitet, ist zwar wesentlich aber äußerst kurz mit den anberaumten 24 Stunden, und es gibt wenige Rückblicke auf sein und Younas bisheriges Leben. Mäandernd weicht die Autorin immer wieder ab, um die vielen Nebenfiguren, die Henri nur aus der Ferne betrachten, unter die Lupe zu nehmen. Das schafft für mich wenig Nähe zur Geschichte selbst sondern eher Abstand, wie durch ein Fernglas betrachtet. Der Blick auf Henri und Youna verliert sich dabei.

    Ein schmales Büchlein, das mich leider nicht wirklich packen und überzeugen konnte, trotz des atmosphärischen, schönen und eleganten Stils entglitt mir die Geschichte beim Lesen.

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    AgnesMs avatar
    AgnesMvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Dieses eindringliche kleine Büchlein liest sich hervorragend und versprüht einen sommerlichen und naturnahen Charme.
    Eine Nacht, ein Leben

    Sie haben sich in jener letzten Nacht, in der sie sich gesehen haben, so viel versprochen und doch hat Youna den Kontakt zu Henri, ohne eine für ihn ausreichende Erklärung, abgebrochen. So begibt sich der junge Maler auf die Reise zur Insel B., um seine große Liebe doch noch zur Vernunft zu bringen, die Liebe neu zu entfachen und sie so vom gemeinsamen Liebesglück zu überzeugen. Youna, eine willensstarke und freiheitsliebende Person, ist von Henris Besuch jedoch alles andere als angetan und versucht diesem ihre Beweggründe, warum sie sich von ihm abgewendet hat, darzulegen. Henri fühlt sich innerlich wie erschlagen, hat er sich doch das Aufeinandertreffen anders vorgestellt. Desillusioniert wandert er über die Insel B., um seine Gedanken zu ordnen. Hier begegnet er Einheimischen und Gästen der Insel, führt interessante Gespräche und macht aufregende Beobachtungen. Diese eine Nacht auf der Insel B. verändert ihn, seine Ziele und sein künftiges Leben.


    „Eine Nacht, ein Leben“ ist keine typische Liebesgeschichte zwischen zwei Menschen, diese rückt hier relativ schnell eher in den Hintergrund. Vielmehr wird das Augenmerk auf die wundervolle Insel B. gelenkt und so ein kleiner Reisebericht und eine Liebeserklärung an ebendiese entworfen.


    Dieses eindringliche kleine Büchlein liest sich hervorragend und versprüht einen sommerlichen und naturnahen Charme. Die eine Nacht, die man als Leser mit Henri auf der Insel B. verbringt, hinterlässt tolle Bilder im Kopf, weckt die Reiselust und zeigt auf wie vergänglich die Liebe sein kann.

    Kommentare: 2
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    Nusseiss avatar
    Nusseisvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Eine Auszeit vom Alltag durch eine bildgewaltige, wunderschöne Sprache
    Eine Nacht, ein Leben

    Henri macht sich auf den Weg auf eine bretonische Insel um Youna zu fragen, warum sie den Briefkontakt abgebrochen hat. Doch Youna hat sich ein neues Leben auf dieser Insel aufgebaut, während Henri Soldat war. Die Geschichte spielt kurz vor dem 1. Weltkrieg, Youna kann Henri nicht bei sich übernachten lassen, ohne dass dabei Gerede entsteht. Deswegen irrt Henri in der Nacht über die Insel, begegnet erstaunlichen Persönlichkeiten und beobachtet die atemberaubende Natur.
    Sophie Van der Linden schafft es, mithilfe einer bildgewaltigen und poetischen Sprache, den Leser aus dem Alltag zu holen und in die Geschichte eintauchen zu lassen. Die Begegnungen von Henri mit anderen Personen werden mit einer großartigen Intensität geschildert. Die Erzählweise ist wirklich wunderbar. Ein wunderschönes Büchlein, dass man gerne noch ein weiteres mal lesen wird.

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    LESETANTE_CAROs avatar
    LESETANTE_CAROvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervolles Inselporträt. Sehr atmosphärisch und absolut lesenswert.
    Atmosphärisch und einnehmend

    Henri will Antworten und reist seiner großen Liebe Youna hinterher auf die ruhige Insel B. Die zwei waren früher ein Liebespaar, doch Henris Militärdienst trennte die beiden. Youna zog alleine auf die Insel. Henri will wissen warum und warum sie ihm keine Brief mehr schreibt. Auf der Insel B. hat Henri dann aber nicht nur das Treffen mit Youna, sondern auch zahlreiche andere Begegnungen. Ob es nun der Marathon-Läufer ist, der beinahe im Wahn seine Strecken läuft oder ein Restaurant-Besitzer, der seinen kulinarischen Beruf mit viel Herzblut betreibt. Eine Nacht auf der Insel. Ob diese Henris Leben verändert?

    Sophie van der Lindens “Eine Nacht, ein Leben” ist ein sehr poetischen Buch und erinnerte mich stellenweise auch von der Atmosphäre an das Buch “Der kleine Prinz”. Eine “verlorene” Seele auf einer kleinen Insel, die nach den richtigen Antworten sucht. Dies alles passiert kurz vorm Beginn des 1. Weltkrieges. Dessen gefährliches Grollen man auf der Insel B. überhaupt nicht spürt.

    Ich war sehr beeindruckt von dem Erzählstil der Autorin. Sie erfasst die einzelnen Bewohner sehr lebendig und doch auch still. Die einzelnen Begegnungen waren allesamt von einer schönen Intensität geprägt.

    Van der Linden schafft mit “Eine Nacht, ein Leben” ein lesenswertes Inselporträt, welches durch eine schöne Atmosphäre hervorsticht. Mich hat dieses Buch wunderbar unterhalten und die Zeit vergessen lassen. Ich war versunken in die Geschichte und hätte die Insel B. gerne gemeinsam mit Henri besucht. Dieses Buch zeigt mir mal wieder, dass französische Literatur ganz besonders ist und sich oft eine eigene Welt erschafft, die man nur ungern verlassen möchte. Volle Punktzahl von mir!

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    TochterAlicevor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Abschied von allem bisherigen, wunderschön dargestellt. Ein geschriebenes Gemälde: ein Roman in eindringlich bildhafter Sprache!
    Hoffnung

    Der junge Maler Henri bereist die Insel B. voller Hoffnung und mit einem Traum: den der Wiedervereinigung mit Youna, seiner großen Liebe, die sich vor über einem Jahr hierher zurückzog und nichts mehr von sich hören lässt. Nun will er - um im maritimen Duktus zu bleiben - klar Schiff machen. Er hofft, durch seinen überraschenden Besuch die Beziehung neu zu beleben und zu stabilisieren.

    Dabei hat er - bewusst wie auch unbewusst - diverse Begnungen mit anderen Insulanern, alteingesessen, aber auch mit solchen, die wie er der Insel nur einen kurzen Besuch abstattet. Der im Übrigen sein gesamtes Leben verändern wird und zwar gleich aus mehreren Gründen.

    Eine kurze Sequenz nur aus Henris Leben ist es, die der Leser hier genießt, gleichwohl eine entscheidende, eine die seinem  Leben - und auch dem vieler anderer - eine ganz neue Richtung geben wird. Ein Abschied von allem bisherigen, wunderschön dargestellt.  Ein geschriebenes Gemälde: ein Roman in eindringlich bildhafter Sprache!

    Verträumt entfaltet sich die Insel vor dem Lesenden - um gleich darauf einen Eindruck von dem sprühenden Leben zu geben, das auf ihr pulsiert. Ebenso, wie ruhigere Lebenswege von Mensch und Tier fügt sich alles ein in die Kraft der Natur - hier ist die Insel mehr als eine Kulisse.
    Anders als alles bisher Gelesene - so erschien mir dieser Roman, den ich eher als Novelle bezeichnen würde. Sanft und kraftvoll zugleich, von einer bildhaften, atmosphärischen Sprache, die ihresgleichen sucht und die sich in meinen Gedanken und Erinnerungen einen festen Platz gesichert hat.


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    Tsubames avatar
    Tsubamevor 2 Monaten
    ein Buch zum Entschleunigen

    Eine Nacht, ein Leben … den Titel könnte man wohl auf verschiedene Art und Weise interpretieren.
    Eine Nacht genügt oder muss vielmehr genügen, um Youna zurückzugewinnen oder ihr für immer Lebewohl zu sagen.
    Und so macht sich Henri, ein Künstler aus Paris, auf den Weg zur Insel B, wohin sich seine große Liebe zurückgezogen hat, ohne ihm die genauen Beweggründe mitzuteilen.

    Doch sind es weniger Younas Antworten als vielmehr die unverhofften Begegnungen und Geschehnisse bei seiner Wanderung über die Insel, die Henri neue Wege und Möglichkeiten aufzeigen.

    Fazit: Eine wunderschöne und zarte Geschichte über die Vergänglichkeit der Liebe, das Abschiednehmen und die Heilsamkeit der Natur

    Und: Manchmal hat ein dünnes Büchlein mehr zu sagen als ein dicker Schinken in Hochglanzverpackung 

     

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    Aischas avatar
    Aischavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ein zauberhaftes Inselporträt in poetischer Sprache. Lässt wunderschöne Bilder im Kopf entstehen!
    Eine Liebe am Vorabend des ersten Weltkriegs, eingebettet in ein intensives Inselporträt

    Wir bekommen einen kurzen Einblick in die Liebesgeschichte zwischen Henri, einem jungen Kupferstecher und seiner Freundin Youna. Die beiden wurden durch seinen Militärdienst getrennt, sie zog auf eine bretonische Insel und irgendwann brach der Briefwechsel der beiden ab. Henri sucht Youna unangemeldet auf, er sucht nach Antworten, nach der verloren geglaubten Liebe.

    Doch der Roman ist nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern zugleich ein wundervoll atmosphärisches Inselporträt:
    Autorin Sophie Van der Linden webt in Ihre Story zahlreiche Binnenerzählungen ein. Wir lernen einen Restaurantbesitzer kennen, der voller Leidenschaft für seine kulinarischen Kreationen ist, einen Läufer, der die kleine Insel bei seinem Training für einen Marathon geradezu manisch umkreist, einen Bauern, dessen Ehe an der Kinderlosigkeit scheiterte und einen Küstenfischer, der für seine Familie täglich sein Leben aufs Spiel setzt.
    Van der Linden schafft mit leisen Worten ungewöhnlich intensive Szenen, sie skizziert Bewohner wie Tiere auf wenigen Seiten und doch unvergesslich. Ob es der Gang des Protagonisten am Strand entlang ist oder wie er sich Schnecken über offenem Feuer brät - selten habe ich so eindrucksvolle Sprachbilder erlebt.
    Das nur rund 100 Seiten starke Büchlein ist wunderschön gestaltet. Das Cover im Stil des Pointillismus passt hervorragend zur Sprache des Romans.
    Fazit: Eine kurze Erzählung, die lange nachhallt, eine Geschichte, die mir einerseits Lust auf einen Urlaub in der Bretagne gemacht hat und die andererseits zeigt, wie zerbrechlich das Glück ist.

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    Martinchenvor 2 Monaten
    Eine Nacht, ein Leben

    "Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als Henri nach einer langen Reise die Insel B. erreicht. Der sensible Künstler aus Paris ist auf der Suche nach der Frau, die er liebt: Youna. Henri möchte herausfinden, warum sie sich damals, als er seine militärische Ausbildung abgeschlossen hatte und bereit war, ein gemeinsames Leben mit ihr aufzubauen, von ihm abgewandt hat. Doch Youna kann ihm keine zufriedenstellende Antwort geben, und so verbringt er schließlich einen Tag und eine Nacht auf der Insel; vierundzwanzig Stunden, in denen er durch eine malerische Landschaft wandert und allerlei erstaunliche Begegnungen macht – mit einem einsamen Musiker, einem großherzigen Fischer, einem verängstigten deutschen Matrosen ..." - soweit der Klappentext.

    Das Büchlein mit gut 100 Seiten ist sehr liebevoll und hochwertig gemacht, das Hardcover sandfarben, die Innenumschläge in einem tiefen Dunkelblau, beides ebenso wie das dunkelblaue Lesebändchen passend zum wunderschön gestalteten Schutzumschlag.

    Sophie Van der Linden, Jahrgang 1973, erhielt zahlreiche Preise für ihren Debütroman "La Fabrique du monde". 2014 erschien "L'Incertitude de l'aube" und 2016 der vorliegende Roman. (Quelle: Klappentext)

    Die Autorin begleitet Henri auf seiner Reise zu Youna. Sie erzählt in einer sehr poetischen Sprache, mit der sie das Meer, die Insel, ihre Natur und ihre Bewohner beschreibt, ja malt. Auch die Begegnungen, die Henri dort macht, fügen sich in Sprache und Ablauf perfekt ein. Auffällig ist die Einsamkeit, die viele umgibt. Nicht nur seine Beobachtungen und Begegnungen werden geschildert, auch seine Gefühle sind in besonderer Weise wiedergegeben. Die vierundzwanzig Stunden auf der Insel, die im übrigen anhand der Hinweise gut zu identifizieren ist, verändern Henri. Das offene Ende bildet den perfekten Abschluss für diesen Roman.

    Absolut lesenswert!

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    Gespräche aus der Community zum Buch

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    Mare_Verlags avatar
    Liebe LovelyBooks-Leserinnen und Leser,

    aller guten Dinge sind drei, deshalb machen wir zum Start unseres neuen Herbstprogramms eine dritte Leserunde mit Euch! Dieses Mal könnt Ihr den Roman Eine Nacht, ein Leben der französischen Autorin Sophie Van der Linden gewinnen, der am 14. August erscheint.

    Zum Buch:

    Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als Henri nach einer langen Reise die Insel B. erreicht. Der sensible Künstler aus Paris ist auf der Suche nach der Frau, die er liebt: Youna. Henri möchte herausfinden, warum sie sich damals, als er seine militärische Ausbildung abgeschlossen hatte und bereit war, ein gemeinsames Leben mit ihr aufzubauen, von ihm abgewandt hat. Doch Youna kann ihm keine zufriedenstellende Antwort geben, und so verbringt er schließlich einen Tag und eine Nacht auf der Insel; vierundzwanzig Stunden, in denen er durch eine malerische Landschaft wandert und es zu erstaunlichen Begegnungen kommt – mit einem einsamen Musiker, einem großherzigen Fischer, einem verängstigten deutschen Matrosen ...
    Sophie Van der Linden erzählt in atmosphärisch dichten und impressionistisch anmutenden Bildern vom tragischen Ende einer Liebe – vor dem Hintergrund eines sich ankündigenden Krieges, der wiederum das Ende einer Welt markieren sollte.

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    Ihr möchtet gerne mitlesen? Dann beantwortet bis zum 6. August folgende Frage:*

    Habt Ihr eine Lieblingsinsel? Wenn ja: Welche ist das?


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    Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 14. August 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.
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    Vorfreude! So freuen sich unsere Leser auf das Buch

    Corsicanas avatar
    Corsicanavor 3 Monaten
    Eine einsame Insel, Zeit zum Nachdenken, warum eine Liebe zerbricht. Und: Mare Verlag.
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