Sophie van der Linden

 4,6 Sterne bei 25 Bewertungen

Lebenslauf

Sophie Van der Linden, 1973 in Paris geboren, lebt heute in Conflans-Sainte-Honorine. Ihr Debütroman »La Fabrique du Monde«, erschienen 2013, erhielt zahlreiche Preise und war für den Prix des Libraires sowie für den Prix du Premier Roman nominiert. 2018 erschien bei mare ihr Roman »Eine Nacht, ein Leben«. »Im Licht der Lofoten« stand auf der Shortlist für den Prix Orange du Livre.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Im Licht der Lofoten (ISBN: 9783866487536)

Im Licht der Lofoten

(7)
Neu erschienen am 24.02.2026 als Gebundenes Buch bei mareverlag.

Alle Bücher von Sophie van der Linden

Cover des Buches Eine Nacht, ein Leben (ISBN: 9783866482784)

Eine Nacht, ein Leben

(18)
Erschienen am 14.08.2018
Cover des Buches Im Licht der Lofoten (ISBN: 9783866487536)

Im Licht der Lofoten

(7)
Erschienen am 24.02.2026

Neue Rezensionen zu Sophie van der Linden

Cover des Buches Im Licht der Lofoten (ISBN: 9783866487536)
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Rezension zu "Im Licht der Lofoten" von Sophie van der Linden

mimitati_555
Von Kunst und Liebe

Anfang der 1930er Jahre reist die schwedische Malerin Anna Boberg (1864-1935) in ihre einsam gelegene Hütte auf den Lofoten, um dort endlich ein Kunstwerk zu erschaffen, das ihr die bisher ausgebliebene Anerkennung in ihrer Heimat bringen soll. Das von ihrem Mann, dem berühmten Architekten Ferdinand Boberg, gebaute Atelier hilft Anna jeden Winter dabei, die raue Schönheit der Arktis und das besondere Licht dort auf die Leinwand zu bringen. Sie ahnt, dass diese Reise ihre letzte sein könnte.


»Je tiefgehender ich diese Häfen, diese Fjorde, diese sich ins Meer stürzenden Felsen ergründete, desto mehr bestätigte sich das Gefühl, verstärkte es sich sogar. Nach und nach begann diese Landschaft in mir zu wirken. Ich musste sie malen. Dringend.« (Seite 11)


Um Kunst und Liebe ging es im Buch, wobei die Kunst in erster Reihe stand, die Liebe blieb immer ein bisschen dahinter. Das Porträt der Malerin Anna Boberg von Sophie Van der Linden animierte mich beim Lesen dazu, mehr über diese herauszufinden. Über eine Frau, die Hosen trug, rauchte und in ungehöriger Weise Grenzen überschritt, die damals für Frauen galten. Die schwedische Künstlerin war und ist für ihre Landschaftsmalerei bekannt, sie erschuf Bilder, die wirklich faszinierend sind. Leider konnte mich das vorliegende Buch nicht so begeistern, wie es die Werke von Anna Boberg vermochten, ich habe es zwar gerne gelesen, aber der berühmte Funke wollte einfach nicht überspringen auf mich. Dennoch eröffnete es mir einen Weg in eine besondere Welt. Danke dafür.

Cover des Buches Im Licht der Lofoten (ISBN: 9783866487536)
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Rezension zu "Im Licht der Lofoten" von Sophie van der Linden

otegami
Diese überwältigende Leidenschaft fürs Malen

Die schwedische Malerin Anna Boberg (1864 – 1935) traute sich was:  Es war zu dieser Zeit nämlich doch sehr ungewöhnlich für eine Frau und noch dazu für eine verheiratete, allein zu reisen, aber gut 30 Jahre fuhr Anna im Winter auf die Lofoten zum Malen. Sie war mit dem bekanntesten und produktivsten schwedischen Architekten Ferdinand Boberg verheiratet, leider kinderlos, und arbeitete auch mit ihm zusammen. Doch ihre Leidenschaft fürs Malen ließ sie alle Beschwernisse eingehen, so stark war ihr Verlangen danach.


Die französische Autorin Sophie van der Linden schlüpfte in ihre Haut und lässt uns an einer ihrer letzten Reisen, Anfang der 30iger Jahre, teilhaben. Übersetzt wurde dieses schmale Buch von Valerie Schneider und vom mare-Verlag herausgebracht – ein Garant für sehr gute und interessante Bücher!


Und wir werden auch sofort reingeworfen mit der Szene, als Anna sich durch den Wecker wecken ließ, um die Polarlichter nicht zu verpassen. Sie beschreibt, wie sie schnell aufsteht, sich anzieht, sich die Malsachen schnappt und loszieht. Auf einem Felsvorsprung steht sie dann wartend, den Pinsel erhoben und ‚dann kamen die Lichter wie ein Crescendo, allen voran die üblichen, leicht gelb eingefärbten Grüntöne. Ein Schleiertanz á la Loié Fuller, zart und verführerisch. Mehr und mehr wurden sie entfesselt…………….‘


So fasziniert ich von dieser Beschreibung war, hatte ich doch Sorge, ob das jetzt das ganze Buch so weitergeht – das wäre mir doch etwas zu einseitig geworden!  Geht es aber nicht! Bei dieser Fahrt (sie weiß, es wird eine ihrer letzten sein) erfahren wir durch ihre Erinnerungen: wie diese Liebe zu den Lofoten entstand, von der innigen Beziehung zwischen dem Ehepaar Anna und Ferdinand, so dass er sie, wohl schweren Herzens, weil er auf das Zusammensein mit ihr verzichten muss, jedes Jahr ziehen lässt. Er entwarf bald für sie eine komfortable Hütte (mit 7 Fenstern!), damit sie mit allen Annehmlichkeiten versorgt ist und sich wohlfühlen kann.


Wir lesen von ihrer Jugend mit Familienreisen, z.B. nach Andalusien und ihrem 1. Drang zum Malen in der Alhambra, vom Ausreißen als 17-Jährige aus einem Schweizer Mädchen-Pensionat, ihren Bezug zu Paris durch das Ehepaar Garnier, das Kennenlernen von Ferdinand, ihren gemeinsamen Reisen und die Wirkung ihrer ‚Winterfeldzüge auf die Lofoten‘ auf andere: „Meine Reisen verleihen mir anscheinend etwas Wildes, von dem sie lieber nichts gewusst hätten. Ohne die Unterstützung unserer Künstlerfreunde, Prinz Eugen an erster Stelle, wäre ich ohne Zweifel schon lange aus der guten schwedischen Gesellschaft ausgeschlossen worden.“


Als Laie war ich überrascht, welche Schwierigkeiten es allein bereitet, das richtige Weiß fürs Malen auszuwählen – zeigen doch die weißen Ölfarben eine große Tiefe und viel Feinheit. Anna hatte die Wahl zwischen ‚Titanweiß‘, das ‚Zinkweiß‘ und ‚Perlweiß‘.


Sehr beeindruckend fand ich auch Annas Begegnung mit dem alten Ehepaar in einer Berghütte, in der alles nach Verwahrlosung und Verfall roch. Was konnte ‚der ungepflegte, gedemütigte alte Löwe mit Geigenhänden‘ jedoch für eine Geschichte erzählen, in der eine Stradivari eine wichtige Rolle spielte!


Ja, dieses schmale Buch hat nur insgesamt 128 Seiten, aber es besticht durch stimmungsvolle Naturbeschreibungen, kenntnisreiche Details aus dem Leben von Anna Boberg (und ihrem Mann) und vielem mehr. Ich werde nach dieser Lektüre Ausschau nach ihren Bildern halten und empfehle dieses Buch wärmstens  -  fünf Sterne vergebe ich völlig überzeugt an diese kleinen Schatz!


 

Cover des Buches Im Licht der Lofoten (ISBN: 9783866487536)
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Rezension zu "Im Licht der Lofoten" von Sophie van der Linden

Kado
Das perfekte Licht

4,5 Sterne

Wenn der Mare Verlag eines kann, dann sind es großartige Bücher. 😊
Schon Titel und und Cover haben sofort meine Aufmerksamkeit geweckt, und nach dem Klappentext war klar: Dieses Buch muss ich lesen.

'Im Licht der Lofoten' von Sophie van der Linden, übersetzt von Valerie Schneider, erzählt - mir zum ersten Mal - von der schwedischen Malerin Anna Boberg. Mit einer eindrucksvollen, beinahe malerischen Sprache zeichnet die Autorin ein lebendiges Porträts dieser Künstlerin. Wunderschöne Naturbeschreibungen lassen die raue Landschaft der Lofoten vor dem inneren Auge entstehen, während zugleich die Dringlichkeit spürbar wird, jene perfekten Farben zu finden, die Boberg endlich die verdiente internationale Anerkennung bringen sollen. Es ist eine Geschichte von der rastlosen Suche nach dem idealen Licht - und von einer Frau, die ganz in ihrer Kunst aufgeht.

Anna Boberg ist tief verliebt in die wilde Schönheit der Lofoten. Jahr für Jahr zieht es sie hinaus in eine einsame Hütte, die ihr Ehemann, der berühmte Architekt Ferdinand Boberg, für sie gebaut hat. Dort lebt und arbeitet sie, stets auf der Suche nach den perfekten Bedingungen, getrieben von ihrer großen Leidenschaft: der Malerei.

Vor der Lektüre war mir Anna Boberg kein Begriff, doch das hat sich schnell geändert - und ich habe mich im Anschluss neugierig weiter mit ihr beschäftigt. Ihre Werke gefallen mir sehr, ebenso wie ihre selbstbewusste, mutige Persönlichkeit. Besonders berührt haben mich auch die leisen, aber spürbaren Gedanken zu ihrem Ehemann und die tiefe Verbundenheit zwischen den beiden. Dass er sie in ihrem künstlerischen Schaffen unterstützt und ihr den nötigen Freiraum lässt, habe ich mit großer Freude gelesen.

Und natürlich: dieser atemberaubende Schauplatz - die Lofoten. Einfach überwältigend.

Ein schmales Buch mit großer Wirkung. Ich kann es euch nur wärmstens ans Herz legen.

Gespräche aus der Community

Liebe LovelyBooks-Leserinnen und Leser,

aller guten Dinge sind drei, deshalb machen wir zum Start unseres neuen Herbstprogramms eine dritte Leserunde mit Euch! Dieses Mal könnt Ihr den Roman Eine Nacht, ein Leben der französischen Autorin Sophie Van der Linden gewinnen, der am 14. August erscheint.

Zum Buch:

Das 20. Jahrhundert ist noch jung, als Henri nach einer langen Reise die Insel B. erreicht. Der sensible Künstler aus Paris ist auf der Suche nach der Frau, die er liebt: Youna. Henri möchte herausfinden, warum sie sich damals, als er seine militärische Ausbildung abgeschlossen hatte und bereit war, ein gemeinsames Leben mit ihr aufzubauen, von ihm abgewandt hat. Doch Youna kann ihm keine zufriedenstellende Antwort geben, und so verbringt er schließlich einen Tag und eine Nacht auf der Insel; vierundzwanzig Stunden, in denen er durch eine malerische Landschaft wandert und es zu erstaunlichen Begegnungen kommt – mit einem einsamen Musiker, einem großherzigen Fischer, einem verängstigten deutschen Matrosen ...
Sophie Van der Linden erzählt in atmosphärisch dichten und impressionistisch anmutenden Bildern vom tragischen Ende einer Liebe – vor dem Hintergrund eines sich ankündigenden Krieges, der wiederum das Ende einer Welt markieren sollte.

Hier geht’s zur Leseprobe.

Ihr möchtet gerne mitlesen? Dann beantwortet bis zum 6. August folgende Frage:*

Habt Ihr eine Lieblingsinsel? Wenn ja: Welche ist das?


*Bedingung ist, dass Ihr Euch zeitnah am Austausch in allen Leseabschnitten beteiligt und abschließend eine Rezension zum Buch schreibt.

Bitte veröffentlicht Eure Rezension nicht vor dem 14. August 2018 auf anderen Seiten als lovelybooks.de.
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