Sophie von La Roche Geschichte des Fräuleins von Sternheim

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Inhaltsangabe zu „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ von Sophie von La Roche

»Man wird nun hoffentlich bald aufhören, von diesem Buch zu reden, und fortfahren, es zu lesen und zu lieben« - so schrieb Goethe über den ersten deutschen Frauenroman, der ihm als Vorbild für seinen Werther diente. »Kein Buch, sondern eine Menschenseele« sahen die Zeitgenossen in der Geschichte des Fräuleins von Sternheim, als das Buch 1771 erstmals erschien. Ihr Romandebüt machte die Verfasserin, die von da an als »die Sternheim« galt, in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts zur berühmtesten Schriftstellerin Deutschlands. In ihrem Hauptwerk versucht die unerfahrene, elternlose Titelheldin Sophie, sich dem ihr zugedachten Mätressenschicksal zu entziehen und flieht zu Lord Derby, einem gewissenlosen Intriganten und Verführer, dessen Absichten sie verkennt. Die Ereignisse überstürzen sich, und Sophies Gutgläubigkeit kostet sie beinahe das Leben. Erst nach vielen Prüfungen wird sie - ganz im Sinne der Empfindsamkeit - mit dem ehelichen Glück belohnt. Bedeutend ist dieser Roman nicht nur durch die einfühlsame Darstellung seelischer Vorgänge, sondern vor allem durch seine aufklärerischen Botschaften: die Kritik an der moralischen Korruption des Hoflebens, die Schilderung des Elends der armen Bevölkerung und besonders durch die Frage nach der Stellung der Frau in der Gesellschaft, nach ihrer Bildung und ihren Aufgaben.

"Man wird nun hoffentlich bald aufhören, von diesem Buch zu reden, und fortfahren, es zu lesen und zu lieben." - Dem stimme ich zu.

— Ein LovelyBooks-Nutzer
Ein LovelyBooks-Nutzer

nach dem Einlesen spannend

— schweppisweppi
schweppisweppi

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    Geschichte des Fräuleins von Sternheim
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    28. August 2014 um 19:46

    „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“, geschrieben von Sophie von La Roche, wurde 1771 von Wieland herausgegeben und galt damit als der erste deutsche Frauenroman, der La Roche in Deutschland schließlich zur berühmtesten Schriftstellerin des 18. Jahrhunderts machte. Die Autorin erzählt in einer klaren, deutlichen Sprache von der jungen Sophie, die versucht, sich ihrem Schicksal zu entziehen, indem sie zu dem Intriganten Lord Derby flüchtet. Seine Absichten nicht erkennend, bringt sie sich mit dieser Entscheidung selbst in Gefahr, kann am Ende aber doch noch gerettet werden. Sophie lernt aus ihren Fehlern und ihrem Leiden und beschließt, sich ihrem Schicksal zu stellen und eine Ehe einzugehen. Der Roman gibt einen guten Einblick in die Epoche des „Sturm und Drang“ und stellt Grundsätze und Empfindsamkeit nebeneinander. Thematisiert werden dabei das Elend des armen Volkes und das dazu im Gegensatz stehende Hofleben. Erläutert werden außerdem die Stellung der Frau in der Gesellschaft, deren Bildung und Aufgaben. Dabei werden Gefühle und Gedanken so realitätsnah beschrieben, dass sie einen berühren und man mit der Protagonistin mitfühlt. „Geschichte des Fräuleins von Sternheim“ diente als Vorbild für Goethes „Die Leiden des jungen Werthers“, in dessen Roman viele Inhalte und Ansichten La Roches wiederzufinden sind. Aber wie Goethe schon sagte: „Man wird nun hoffentlich bald aufhören, von diesem Buch zu reden, und fortfahren, es zu lesen und zu lieben.“ © Bücherstadt Kurier

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  • Rezension zu "Geschichte des Fräuleins von Sternheim" von Sophie von La Roche

    Geschichte des Fräuleins von Sternheim
    winter-chill

    winter-chill

    09. July 2012 um 21:47

    Der Briefroman gilt als erster deutscher Bestseller und war wohl auch der erste deutsche Frauenroman. Rückblickend war der Roman in der damaligen Zeit tatsächlich etwas sehr einzigartiges und außergewöhnliches – sogar Goethe hat sich von diesem Roman für seinen Werther inspieren lassen. Der Roman besteht nur aus Briefen. Zunächst sind es Briefe, die Sophie einer Freundin schreibt, später kommen auch Briefe anderer Protagonisten hinzu. Durch diesen Aufbau lassen sich vor allem die Entwicklungen der Intrigen – deren Mittelpunkt Sophie wird – gut mitverfolgen. Klar muss man sich erstmal an die ältere Sprache gewöhnen. Nichts desto trotz ist der Roman aber sehr mitreißend, mit einer tollen Heldin, die durch viele Martyrien gehen muss, um ihr Glück zu finden. Zudem ist der Roman auch ein großartiger Gesellschaftsroman, der treffend Kritik an seiner Zeit übt.

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