König Ödipus

von Sophokles 
3,6 Sterne bei44 Bewertungen
König Ödipus
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Neue Kurzmeinungen

linda2271ls avatar

Ein wundervoller Klassiker! Spannend und tragisch und super zu lesen! Die Thebentriologie ist toll :)

Jassi1993s avatar

Lesenswert!

Alle 44 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "König Ödipus"

Der antike Mythos erzählt eine tragische Geschichte: Ödipus ist König von Theben. Als Kind hat man ihn ausgesetzt. Als junger Mann erschlug er unwissend seinen Vater und nahm er seine Mutter zur Frau. Sophokles’ Meisterwerk macht daraus ein Musterstück kriminalistischer Literatur. Denn die gesamte Handlung liegt dem Drama voraus und König Ödipus selbst bringt unablässig fragend Schritt für Schritt die eigene Schuld und die Wahrheit ans Licht, die schließlich seinen Sturz herbeiführt. Nicht zuletzt durch Sigmund Freuds berühmte Umdeutung im 'Ödipus-Komplex' ist der Stoff bis heute lebendig.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783866471191
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:80 Seiten
Verlag:Anaconda Verlag
Erscheinungsdatum:01.01.2007

Rezensionen und Bewertungen

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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Einfach fesselnd: Ein verzweifelter Mann, der seinem Schicksal nicht entgehen kann, egal was er auch tut, um dieses zu vermeiden.
    Der Spielball der Götter

    Titel: "König Ödipus"
    Autor: Sophokles
    Verlag: Reclam
    Übersetzer: Kurt Steinmann

    Inhalt
    Das griechische Stück behandelt den verzweifelten Kampf des thebanischen Königs Ödipus gegen das eigene Schicksal. Die Stadt wird nach Jahren des Friedens von einer Seuche heimgesucht. Nun ist es an Ödipus dieses Leid zu beenden. Doch dafür muss er den Mörder des vorherigen Königs finden. Diese Suche gestaltet sich schwierig. Darüber hinaus bringt sie auch Erkenntnisse über die wahre Herkunft des Ödipus ans Licht.

    Der Vatermörder

    „dass ich der Mutter mich vermischen müsste und ein Geschlecht, /
    den Menschen unerträglich anzusehen, zutage bringen würde /
    und Mörder dessen sein, der mich gepflanzt, des Vaters.“

    Nachdem Ödipus von seinen Freunden - wegen seiner Herkunft verspottet worden war, erfährt beim Orakel von Delphi sein Schicksal. Dies führt dazu, dass der Prinz seine angebliche Heimat Korinth verlässt, um diesem Los entgegen zu wirken. Doch unbewusst steuert er auf seine Bestimmung zu. Der Leser erfährt durch den Dialog des Protagonisten mit dem Seher Teiresias, dass Ödipus direkt in sein Verderben gelaufen ist. Er hat die Prophezeiung erfüllt. Er tötete – in einem Zornausbruch – den thebanischen König Laios, ehelichte dessen zurückgebliebene Gattin Iokaste und gründet mit ihr eine eigene Familie. Im Laufe des Gespräches stellt sich heraus, dass Laios und Iokaste seine leiblichen Eltern sind. Die Tatsache, dass er seinem Schicksal nicht entrinnen konnte, macht ihn zu einem Spielball der Götter. Denn diese haben schon vor Ödipus´ Geburt festgelegt, dass dieser seinen Vater ermorden werde. Somit ist der thebanische König seinem Los auf vermaledeite Weise ausgeliefert.

    Der Verstoßene
    Nachdem Ödipus seinen Frevel erkannt hat, versucht er seine Missetat wieder gut zu machen. Dies tut er, in dem er sich blendet und um die Verbannung aus der Stadt bittet. Mit der Gewährung dieser Bitte, ist Ödipus nun heimatlos geworden und muss somit durch die Lande ziehen. Darüber hinaus hat er sich mit diesem Schritt der Gerichtsbarkeit der Götter entzogen. Denn diese sind für die Bestrafung der schlechten Menschen zuständig.

    Fazit
    Sophokles hat mit seinem „König Ödipus“ einer Geschichte über einen Menschen, der in seinem Hoffnungsdenken gefangen ist, neues Leben eingehaucht. Das Tragische an der Geschichte ist, dass Ödipus nicht in der Lage scheint, die Realität wahrzunehmen. Dazu kommt noch, dass er seiner Vorherbestimmung – ohne Abweichungen – ausgesetzt ist. Er kann nichts gegen die göttlichen Prophezeiungen ausrichten. Alles läuft auf den Höhepunkt seiner eigenen Selbstzerstörung hinaus. Sein Ausweg ist die eigene Geißelung. Dies wiederum ist eine weitere Freveltat und widerspricht den Gesetzen der Götter. Somit ist Ödipus zeit seines Lebens den Launen der Götter ausgesetzt.
    Ich liebe ja, griechische Mythen. Bei diesem hatte ich erst große Bedenken, ob ich mit dieser Story über „Ödipus“ etwas anfangen kann. Doch dann stellte ich fest, dass es sich leicht lesen lässt. Die Namen der Protagonisten sind zwar etwas gewöhnungsbedürftig. Aber ich glaube, die heutigen Namen wären für die antiken Menschen ebenso ausgefallen. Trotz alledem war ich von der ersten Seite an von der Tragödie begeistert. Sie hat alles, was man von einer guten Geschichte erwartet: Mord, Eifersucht, Zweifel, Wahnsinn. Ich kann das Werk ohne Bedenken jedem empfehlen.

    Bewertung
    Ich gebe der Geschichte mit Freuden 5 von 5 Sternen.



     

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    Sommerregens avatar
    Sommerregenvor 4 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist beeindruckend,wie man beim erneuten Lesen neue Aspekte und Hinweise entdeckt. Oder zu sehen,wo wer wie zur Verwirrung beigetragen hat
    Ein ansprechendes antikes Drama, welches man gelesen haben sollte!

    Das im Jahre 425 vor Christus uraufgeführte Drama “König Ödipus”, welches von Sophokles geschrieben wurde, handelt von dem König Ödipus, der unwissentlich seinen Vater erschlagen, seine Mutter geheiratet und mit ihr Kinder gezeugt hat und diese Taten nun nach und nach aufdeckt.

    Laios, dem Vater von Ödipus, ist vom Orakel von Delphi prophezeit worden, dass, falls er je einen Sohn zeugen sollte, ihn dieser töten und Laios’ Frau heiraten würde. Als seine Gemahlin Iokaste dann schwanger wird, sind sie sich einig, dass das Kind nicht überleben darf. Und so werden die Füße des Neugeborenen durchstochen und gefesselt, damit es, sobald es im Kithairon-Gebirge ausgesetzt worden ist, keine Überlebenschance mehr hat.

    Doch bringt der Hirte, dem diese Tat aufgetragen worden ist, es nicht über sein Herz, das Kind auszusetzen und gibt es schließlich an einen anderen Hirten weiter, der wiederum Ödipus zu Polybos und Merope von Korinth bringt, die ihn adoptieren.

    Als Ödipus später zu Ohren bekommt, er sei nicht der leibliche Sohn seiner Eltern, befragt er, nachdem die Antwort dieser ihn nicht zufrieden stellen konnte, das Orakel von Delphi, welches ihm verkündet, er würde seinen Vater töten und seine Mutter heiraten. Aus lauter Angst dass sich dies bewahrheiten könnte, flieht der junge Ödipus, um der Götter Willen letztendlich doch noch zu erfüllen..

    Nachdem er seinen Vater auf seiner Flucht getötet hat, befreit er die Stadt Theben von der Sphinx und darf zur Belohnung Iokaste heiraten.

     

    Dann jedoch wird Theben von der Pest heimgesucht und die Menschen und Tiere sterben, das Land wird unfruchtbar. Die Bewohner setzen nun alle Hoffnungen in König Ödipus, der die Stadt ja bereits von der Sphinx befreien konnte.

    Ödipus möchte Theben helfen und entsendet seinen Schwager Kreon um beim Orakel nach der Ursache für das Leiden zu fragen. Die Antwort des Apollon lautet, dass der Mörder König Laios’ gefunden und bestraft werden müsse. Ödipus verspricht alles in seiner Macht stehende zu tun, um das vor seiner Ankunft in Theben stattgefundene Verbrechen aufzuklären und droht dem Mörder die Verbannung an.

    Und so beginnt er seine eigenen Taten immer mehr aufzuklären, befragt Zeugen und wird letztendlich doch die Zusammenhänge verstehen müssen..

     

    Zu Beginn muss man sich ersteinmal an den Schreibstil gewöhnen. Kurt Steinmann hat versucht, das Drama so genau wie möglich zu übersetzen und somit auch die Zeilen aus dem griechischem übernommen, sodass es vorkommt, dass inmitten eines Satzes eine neue Zeile begonnen wird, woran man sich aber bald gewöhnt hat. Zum Lesen dieses Stücks braucht man sicherlich viel Zeit, damit man die Handlungen und Zusammenhänge verstehen und nachvollziehen kann. Auch ist es empfehlenswert, das Stück mehrmals zu lesen, von mal zu mal hat es mir auch besser gefallen. Ich konnte immer mehr neue Details und Hinweise entdecken und Gründe für die anfängliche Verwirrung und das Missverständnis erkennen.

    Das Lesen dieses Werkes hat mir die meiste Zeit über Spaß bereitet, nur wird es anstrengend, wenn man davon zu viel an einem Stück liest. Es ist auch interessant zu sehen, wie Ödipus sein Handeln nach und nach aufdeckt, wie sein Umfeld darauf reagiert und sich die Menschen verändern. Faszinierend ist auch, wie Ängste die Handlungen beeinflussen und zu Fehlern und Missverständnissen führen.

    Darüber hinaus regt das Buch dazu an, sich über die Schuldfrage Gedanken zu machen.

    Die Figur des Ödipus begegnet uns auch heute noch, zum Beispiel in der Psychoanalyse (Ödipus-Komplex), weswegen man sich meiner Meinung nach mit ihm auseinandergesetzt haben sollte.

     

    Ich kann dieses berühmte Drama über das Verhältnis der Menschen zu den Göttern, die Selbstüberschätzung der Menschen und das Verhältnis von Schicksalsbestimmung und Freiheit der Entscheidung wirklich weiterempfehlen!


    Kommentare: 6
    132
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    JessSouls avatar
    JessSoulvor 6 Jahren
    Rezension zu "König Ödipus" von Sophokles

    Die Geschichte ieines Mannes, der seinen Vater erschlägt, ohne es zu wissen. Klassiker und parallel mit dem Psychologieunterricht lange in Erinnerung geblieben.

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    4
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    linda2271ls avatar
    linda2271lvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Ein wundervoller Klassiker! Spannend und tragisch und super zu lesen! Die Thebentriologie ist toll :)
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    Jassi1993s avatar
    Jassi1993vor 7 Monaten
    Kurzmeinung: Lesenswert!
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    Godelewas avatar
    Godelewavor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Auch nach mehr als 2000 Jahren erzeugt diese Urtragödie noch einen unwiderstehlichen Sog.
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    A
    AlwaysSeverusSnapevor 4 Monaten
    Ina81s avatar
    Ina81vor 10 Monaten
    Luna101s avatar
    Luna101vor einem Jahr
    Katesbookss avatar
    Katesbooksvor einem Jahr

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