Soraya Alekozei Sie konnten mich nicht töten

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Inhaltsangabe zu „Sie konnten mich nicht töten“ von Soraya Alekozei

Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bundeswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei war die 1979 aus Afghanistan Geflohene gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden. Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie dolmetscht für die Generäle, kümmert sich um Waisenkinder. Bis zu jenem Schicksalstag im Mai 2011. Der bewegende Bericht einer ungewöhnlichen Kriegsveteranin, der uns Afghanistan und die menschlichen Dimensionen des Bundeswehreinsatzes neu sehen lässt.

Das Buch ist sehr gut geschrieben, man verfolgt die Entwicklung von Anfang bis heute.

— Elala

Besonderes Buch einer uns unbekannten Kultur von einer Insiderin. Sie ist in Afganistan geboren und aufgewachsten und hat uns viel zu sagen!

— Edelstella

Ganz toll zu lesen, beeindruckend und interessant.

— Buchhandlung_am_Schaefersee

Emotional und berührend

— echidna

Sehr bewegend

— smilee_lady1988

Ein grandioses Buch von einer so bewundernswerten Frau! Liest sich spannend, fesselnd und berührt ungemein ...

— angi_stumpf

Bewegender Einblick in ein Leben zwischen zwei Ländern.

— Saphir610

Eine bewegende Geschichte über eine starke Frau die für ihr Land gekämpft hat.

— 126sternchen

Eine mutige Frau, die ihre Liebe zu ihrem Heimatland beinahe mit dem Leben bezahlt hat - aufrüttelnd und berührend!

— tootsy3000

Die bittere Wahrheit über den Krieg in Afghanistan und seine schmerzvolle Seite für die Bevölkerung und Soldaten. Leseempfehlung!!!

— Marion22

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  • Eine besonders mutige Frau !

    Sie konnten mich nicht töten

    Edelstella

    08. March 2015 um 18:57

    Als ich dieses Buch nach dem letzten Satz zur Seite legte, dachte ich "Und was jetzt, ein besseres Buch gibt es nicht". Ich fühl mich immer ziemlich leer, wenn ich so ein richtig gutes, eindringliches, zu Herzen gehendes Buch gelesen habe, ich habe fast atemlos alles aufgenommen und dann ---Schluß. Jetzt bin ich bereit, etwas über dieses Buch zu sagen. Hier mischen sich Intelligenz mit Lebensweisheit, Mut, Wahrheit, Wärme, Kritikfähigkeit, Stärke und die Fähigkeit über die Grenzen zweier so unterschiedlicher Länder: Deutschland und Afghanistan hinweg Verbindendes zu erkennen und tiefgehend, aber behutsam zu schildern. Diese Buch ist kein lautes Plädojer gegen Gewalt und Krieg, kein Hass ist zu erkennen, eher eine leise Stimme, die eindringlich mahnt aber auch lobt, wo es angebracht ist. Sorayah Alekozei ist noch in einer Zeit, 1955 in Kabul geboren, wo es noch Weltoffenheit, Modernität und Gastfreundschaft dort gab, und oft ein touristisches Ziel für Aussteiger auf dem Weg nach Indien war. Sie gehörte dem Bildungbürgertum an und ihre Eltern gaben ihr den weisen Ratschlag: "Ihr dürft niemals eure Wurzeln vergessen, aber gleichzeitig darf euch kein Traum zu groß sein!" Vater und Mutter waren gleichberechtigt und sie durfte sich ihren Beruf aussuchen. Ihr waren keine Grenzen gesetzt. Sehr interessant wird ihre Kindheit und Jugend in diesem farbenprächtigen Kabul geschildert. Nach der Besatzung der Russen ändert sich alles. Sie geht mit kleinem Kind nach Deutschland zu ihrem Mann. Er studiert schon dort. Sie richtet sich nach ersten Anpassungsschwierigkeiten auch dort ein, lernt schnell die Sprache und fängt bei der Deutschen Welle, einem Radiosender an und später arbeitet sie bei der Post. Aber die Sehnsucht bleibt. Sie geht als deutsche Soldatin 2005 für die Bundeswehr in den ersten Einsatz nach Kunduz. Sie bezeichnet sich als "Eine, die Glück gehabt hatte, all dem zu entfliehen, was für sie zum Lebensalltag geworden war. Eine, die ihre Heimat trotzdem nicht vergessen hatte". Als Dolmetscherin des Kommandeurs der ISAF hatte sie auch noch etwas Freiraum für soziale Projekte, die ihr besonders am Herzen lagen. Hochachtung vor dieser Frau, die trotz schwerster Verwundung durch den Anschlag am 28.Mai 2011 nicht von Hass geprägt ist, sondern alle Sichtweisen verständlich erklärt und viele Quellen zum besseren Verständnis heranzieht. Ein intelligentes, politisch gut recherchiertes und anschaulich erklärendes Buch. Herzlichen Dank für diesen Einblick, gerade in unserer heutigen, durch Krisen zerrütteten Zeit.

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  • eine starke Frau

    Sie konnten mich nicht töten

    Pelikanchen

    21. February 2015 um 11:56

    Soraya Alekozei wurde nichts geschenkt in ihrem Leben, nur eine wunderschöne Kindheit im Kreis der Familie. Diese schöne Kindheit in Afghanistan begleitet sie ihr ganzes Leben und genau diese Erinnerungen machen aus ihr eine Frau mit ganz viel Herz. Ich finde ihre Biografie ist beeindruckend und man sieht das die kleine Frau dennoch sehr stark ist. wenn es darum geht was zu verbessern. Als sie damals nach Deutschland gekommen ist, hat sie fast kein Deutsch gesprochen und lebte sehr abgegrenzt und doch hat sie sich immer durchgebissen. Sie fühlt sich lange nirgends mehr zu Hause und ihre Sehnsucht treibt sie wieder nach Afghanistan, um dort Aufbauhilfe zu leisten, geht sie sogar zur deutschen Bundeswehr und zieht für dieses Land die Uniform an. Diese Buch hat mir in vielen Dingen etwas die Augen geöffnet und mich zum Nachdenken angeregt. Nicht alles ist so wie es sein soll und wenn keiner für das gute kämpft, obwohl es oft Sinnlos erscheint, wie soll sich dann was ändern.

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  • Eine starke Frau

    Sie konnten mich nicht töten

    echidna

    29. November 2014 um 18:43

    Die bewegende Geschichte einer starken Frau. Soraya Alekozei erzählt in diesem Buch ihre Lebensgeschichte. Der erste Teil des Buches behandelt ihre Kindheit und Jugend. Sie ist gut behütet in einer weltoffenen Familie in Kabul aufgewachsen, kennt den Zwang nicht, sich als Frau verhüllen zu müssen. Sie liebt ihr Land und das kann man in jeder Zeile spüren. Doch auch schon früh wird sie mit Krieg konfrontiert. Als die Russen in Afghanistan einmarschieren, flieht sie nach Deutschland. Dort kämpft sie hart, um sich hier zusammen mit ihrem Mann ein neues Leben aufzubauen. Ihren Kindern soll es gut gehen und dennoch spürt sie das schlechte Gewissen, wenn sie an ihre Familie denkt, die in Afghanistan zurückgeblieben ist. Der zweite Teil des Buches befasst sich mit ihrem Einsatz für die deutsche Bundeswehr. Als Soldatin kehrt Soraya zurück nach Afghanistan, als Übersetzerin, um zwischen ihren Landsleuten und den deutschen Soldaten zu vermitteln. Sie wird für viele zur "Stimme der Freiheit". Das ist ihr Beitrag im Kampf gegen die Taliban und im Kampf um die Freiheit, weil sie ihrem Land etwas zurückgeben möchte. Dabei gibt sie die Hoffnung nie auf, dass Afghanistan irgendwann wieder zu dem Land werden kann, das sie aus ihrer Kindheit kennt. Bei ihrem letzten Einsatz wird Soraya bei einem Bombenattentat schwer verletzt. Es ist lange nicht sicher, ob Soraya überlebt, doch sie beweist ihre Kämpfernatur und kämpft sich zurück ins Leben. Das Buch hat mich von der ersten Seite an gefangen genommen. Es ist eine berührende Geschichte, die Soraya erzählt und sie vermittelt sehr viel über ihr Land und ihre Landsleute. Dinge, von denen niemand weiß, der Afghanistan nur von den Kriegsberichterstattungen aus dem Fernsehen kennt. Ich muss gestehen, dass ich mich vor der Lektüre des Buches selber nie besonders für das Land interessiert habe und nicht viel darüber wusste. Doch Sorayas Faszination und Liebe für das Land ist ansteckend. Ich konnte mich sehr gut in sie hinein versetzen, weil das Buch sehr persönlich geschrieben ist. Sie ist eine mutige Frau und ich bin froh, das Buch gelesen zu haben, da sie mir auf einige Sachen eine neue Sichtweise aufzeigen konnte.

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  • Rezension: "Sie konnten mich nicht töten" (S. Alekozei)

    Sie konnten mich nicht töten

    Anchesenamun

    21. November 2014 um 21:12

    Zum Inhalt Soraya Alekozei liebt ihre Heimat Afghanistan. Wohlbehütet aufgewachsen in einer liebevollen Familie, die gebildet und tolerant ist, entwickelt sie sich zu einer selbstbewussten Frau mit einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Aus Liebe zu ihrem Mann Walid, der in Deutschland studiert, verlässt sie ihre Heimat. Die Sehnsucht nach Afghanistan und ihrer Familie lastet schwer auf ihr, doch als die Russen einmarschieren und Familienmitglieder verfolgt, inhaftiert und gefoltert werden, entscheidet sich die mittlerweile zweifache Mutter endgültig für ein Leben in Deutschland. Nach und nach lernt sie, dieses Land zu lieben und als ihre neue Heimat zu betrachten. Doch wirft sie sich selbst immer vor, ihre Landsleute im Stich gelassen zu haben. Und so beschließt sie, als Sprachmittlerin für die Bundeswehr zu arbeiten. Als Soldatin im Flecktarn nimmt sie sich an mehreren Afghanistan-Einsätzen teil, wird als „Stimme der Freiheit“ Mittlerin zwischen Deutschen und Afghanen. Die Unterstützung sozialer Projekte wird ihr eine Herzensangelegenheit. Doch die Taliban werden immer aggressiver, die deutschen Soldaten werden zu Zielscheiben. Soraya verliert zahlreiche Kameraden. Und doch beschließt sie trotz der Gefahr und der Bedenken ihrer Familie, auch 2011 wieder nach Afghanistan zu fliegen. Doch in diesem Jahr wird sie selbst Opfer eines feigen Anschlages... Meine Meinung In „Sie konnten mich nicht töten“ beschreibt die Autorin nicht nur ihre Einsätze in Afghanistan bis hin zum verhängnisvollen Attentat im Mai 2011, bei dem mehrere Menschen getötet und Soraya Alekozei selbst schwer verletzt wurde. Sie erzählt auch viel aus ihrer Kindheit und Jugend in Afghanistan, als das Land noch in Frieden lebte. Dank Soraya Alekozei begegnet dem Leser ein Afghanistan, das den meisten von uns völlig neu sein wird. Afghanistan kennen viele nur noch als Kriegsschauplatz und Ort der Zerstörung. Doch dies war nicht immer so, und die Autorin zeichnet ein lebhaftes Bild von einem wunderschönen Land voller gastfreundlicher, fröhlicher Menschen. Umso schlimmer wirkt die Veränderung Afghanistans seit Einzug der roten Armee und anschließend der Schreckensherrschaft der Taliban auf den Leser. Zwar lebt die Autorin dann schon in Deutschland, konstruiert aber die Veränderungen auf Grund von Erzählungen von Verwandten und Freunden sowie aus Erlebnissen bei kurzen Besuchen in ihrer Heimat. Wer sich noch nicht so intensiv mit Afghanistan und den politischen Entwicklungen in diesem Land auseinander gesetzt hat, lernt in diesem Buch viel Neues. Soraya Alekozei ist eine warmherzige, emotionale, sehr starke Frau. Auch nach dem Anschlag kämpft sie sich ins Leben zurück. Die Autorin bringt ihre Liebe zu ihrer Heimat Afghanistan, aber auch zu ihrer Wahlheimat Deutschland stets deutlich zum Ausdruck. Sie zeigt auf, dass die Afghanen eigentlich ein sehr gastfreundliches, offenes Volk sind, sich dies jedoch mit dem Einzug der Russen und später der Schreckensherrschaft der Taliban geändert hat. Auch sie muss von ihrem geliebten Afghanistan, wie sie es kannte, langsam Abschied nehmen. Und der Leser begleitet sie hierbei. Diese Biographie ist vieles auf einmal: Bedrückend, informativ, emotional, traurig und zugleich hoffnungsvoll. Trotz ihres Traumas, ihrer schweren Verletzungen, die sie ein Leben lang zeichnen werden, ist Soraya Alekozei zu keiner Zeit verbittert. Für ihren unermüdlichen Einsatz kann man diese Frau nur bewundern. Die Sprache ist eloquent und dennoch leicht verständlich, das Buch liest sich sehr flüssig und schnell. Ich habe es ungern weggelegt, da mich Soraya Alekozeis Erzählungen sehr gefesselt haben. Im Innenteil finden sich zahlreiche Farbabbildungen, die das Buch zusätzlich aufwerten. Ich persönlich finde Fotos in einer Biographie wichtig, da sie dem Autor, erwähnten Personen und Orten ein Gesicht geben. „Sie konnten mich nicht töten“ ist ein aufrüttelnder Bericht einer starken Frau, die sowohl Afghanistan als auch Deutschland als ihre Heimat betrachtet, dem Leser dieses uns nur als Kriegsschauplatz bekannte Land näher bringen, eine Brücke zwischen den Nationen schlagen will. Nicht nur für Leser, die sich für Afghanistan interessieren oder Biographien starker Persönlichkeiten mögen, eine absolute Leseempfehlung!

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  • Soraya Alekozei - Sie konnten mich nicht töten

    Sie konnten mich nicht töten

    Angelika007

    10. November 2014 um 10:53

    Soraya Alekozei war in Afghanistan, weil sie an die Mission - das Gute in der Sache glaubt, aber nicht in blindem Gehorsam, sondern aus Überzeugung (was sich auch durch ihr persönliches Engagement in der freundschaftlichen Auseinandersetzung mit der einheimischen Bevölkerung zeigt) und sie sich selbstkritisch hinterfragt. Alekozei ist in ihrer Offenheit, ihrer Angst, aber noch mehr mit ihrem Mut, ihrer Aufopferung für Kameraden und ihrenBeruf - und ganz besonders in ihrer Bescheidenheit eine Heldin. Dieses Buch sollte Pflichtlektüre für alle sein, die sich ernsthaft für die Erlebnisse unserer Soldaten in diesem Krieg in Afghanistan interessieren. Und vor allem für die „wenigen“ die unsere Teilnahme beschlossen haben! Es ist keine Geschichte über „Helden des Krieges“ sondern schildert eindrucksvoll das tägliche Leben/Überleben in diesem Kampfeinsatz. Glücklicherweise kommt hier auch der „Mensch“ mit all seinen Problemen und Gefühlen, neben der Aufgabe als Soldat zu funktionieren, nicht zu kurz. Danke für`s menscheln. Vielleicht trägt dieses Buch dazu bei, das den Soldaten im Einsatz etwas mehr Anerkennung und Verständnis entgegen gebracht wird, als das leider bis in höchste Ebenen unseres Staates des öfteren der Fall ist. Dies ist eine eindrucksvolle Darstellung der Erlebnisse und Nachwirkungen aus Afghanistan-Einsätzen deutscher Soldaten. Insgesamt wird sehr eindringlich geschildert, dass dieser "Einsatz" tatsächlich die gesamte Gesellschaft angeht. Der Titel hätte nicht besser gewählt werden können. Es ist nicht nur der Krieg der Soldaten u. zivile Helfer in Afghanistan, sondern vor allem der Krieg derer, die ihn beschlossen haben und uns entsenden. Die Soldaten sind nur das ausführende Organ. Herausgekommen ist ein Buch mit erschütternden und aufrüttelnden Zeugnissen, die alle eine Erfahrung eint: die Soldaten, wenn sie von ihren schwierigen Auslandseinsätzen zurückkommen, die eine von der Mehrheit des Volkes gewählte Regierung unterschiedlicher Farbkoalitionen in den vergangenen fast zwei Jahrzehnten beschlossen hatte, stoßen bei der Bevölkerung auf wenig Gehör. Ihre Erfahrungen, ihre Verletzungen an Leib und Seele, werden in der Öffentlichkeit aber auch in der Politik verdrängt. Jeder, der eine Meinung zu diesem Krieg hat, oder sich eine bilden möchte, sollte dieses Buch lesen. Es vermag dem Leser eine neue, menschliche Sichtweise auf die Geschehnisse in Afghanistan und den Krieg an sich zu vermitteln, die leider allzu oft vernachlässigt wird. Dieses Buch ist ein Beitrag dazu, Soldaten bei der Verarbeitung ihrer Erfahrungen zu unterstützen, denn manchmal hilft es schon, seine Geschichte erzählen zu können.

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  • Stimme der Freiheit

    Sie konnten mich nicht töten

    Goch9

    09. November 2014 um 18:06

    Dieses Buch konnte und mochte ich nicht in einem Rutsch lesen. Ich bin tief beeindruckt von Frau Alekozeis Leben und Wirken und finde es unwahrscheinlich wichtig, dass sie dieses Buch geschrieben hat und somit auch ihr Leben veröffentlicht hat. Wie in ihrem Buch erwähnt, gibt es immer weniger Menschen, die das alte, blühende und weltoffene Afghanistan kennen. Frau Alekozei ist in einem aufgeklärten, liebevollen und gastfreundlichen Haus aufgewachsen. Sie trug Miniröcke und kannte Verschleierung in ihrem Zuhause nicht. Ihr, als Tochter, wurden die gleichen Bildungsmöglichkeiten wie ihren Brüdern zuteil. Erst als ihre Familie in die Provinz übersiedelte, lernte sie das Misstrauen und den Irrglauben der Mullahs kennen. Ihr Vater gab ihr die Möglichkeit sich dem Klammergriff zu entziehen und sie wuchs fortan in der Familie ihres Onkels in Kabul auf. 1979 flieht sie aus ihrer Heimat vor dem Einmarsch der Russen. Schweren Herzens baut sie sich in Deutschland ein neues Leben auf, heiratet und wird Mutter zweier Kinder. Ihre Heimat, die sich sehr verändert hat seit ihrer Flucht, lässt sie nicht los. Inzwischen herrschen die Taliban und ihre gesamte Familie muss ihre Heimat verlassen. Frau Alekozei initiiert viele Hilfsaktionen und versucht immer wieder in ihre Heimat zurückzukehren. Nach Jahren der Trauer und Verzweiflung kehrt sie als Dolmetscherin der Bundeswehr nach Afghanistan zurück. „2003 zu Beginn der Bundeswehreinsätze zum Aufbau der Kunduz-Region machten die Soldaten es sich zur Aufgabe, ähnlich wie im Märchen vom Dornröschen, meine Heimat wach zu küssen. Für viele war Afghanistan in diesen Tagen, wie eine schlafende Schönheit.......“ Zeitweise arbeitet sie in Kunduz als Moderatorin im Radio. Sie war „die Stimme der Freiheit“. Sie berichtete oft, von Poesie begleitet, über die traurigen Dinge des Lebens im Kunduz. „Weil sie erzählt werden müssen. Meine Zuhörer sollten wissen, dass ich genau hinsah......zu den Menschen ging.“ „Aber auch, dass ich eine von ihnen war. Eine, die das Glück hatte, all dem zu entfliehen, was für sie zum Alltag geworden ist.“ Bei ihren mehrfachen Einsätzen an verschieden Orten in Afghanistan gründet sie ein Kinderheim, sammelt Spenden für verschiedene Projekte, besucht ein Frauengefängnis und versucht an allen Ecken und Enden zu helfen. Sie erkennt ihr Heimatland kaum wieder, aber sie sieht unverändert die hilflose Freundlichkeit und Herzlichkeit ihrer Landsleute. Die Kämpfe und Grausamkeiten des Krieges aber werden immer schlimmer, die „Einschläge kommen immer näher“ bis dass es auch sie und ihre Kameraden erwischt. Wie durch ein Wunder überlebt sie das Attentat, das eigentlich nicht ihr gilt. Ihre besondere Stärke zeigt sich darin, dass sie die langen Monate der Reha übersteht und ins Leben zurückfindet. Es ist wirklich wichtig, dass Menschen wie Frau Alekozei ihr Leben erzählen und anderen Menschen damit Mut machen oder/und ihnen Trost spenden. Für mich ist sie nach wie vor die Stimme der Freiheit und jeder Mensch sollte sie hören oder ihr Buch lesen. Danke Soraya Alekozei!

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  • Rezension zu Sie konnten mich nicht töten

    Sie konnten mich nicht töten

    smilee_lady1988

    30. October 2014 um 07:39

    Die Geschichte von Soraya Alekozei hat mich sehr berührt. Dass sie als Bundeswehrsoldatin zurück in ihre Heimat kehrt, um dem kriegsversehrten Afgahnistan zu helfen, ist sehr beeindruckend. Es zeugt von Mut und einem starken Willen. Es ist bewundernswert, was sie auf die Beine gestellt hat, wie sie sich vor allem für Frauen und Kinder in Afgahnistan eingesetzt hat. Hut ab! Geschrieben ist das Buch gut, dennoch habe ich ein wenig länger gebraucht, es zu lesen. Es ist halt kein Stoff, den man so schnell wegsteckt. Man fängt an nachzudenken und sich seine Gedanken zu machen. Aber das ist keinesfalls negativ. Ich kann jedem empfehlen, dieses Buch zu lesen - es lohnt sich auf jeden Fall. Das Buch erhält von mir fünf Sterne

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  • Mutige Frauen und ihre Geschichten

    Sie konnten mich nicht töten

    Rosenmadl

    27. October 2014 um 19:34

    „Habe ich die Schreie meiner Kameraden gehört? Gesehen, wie sie vor mir in Stücke gerissen wurden? Konnte ich spüren, wie ein dreißig Zentimeter langes Kantholz in meinen Kopf eindringt, wie unzählige Splitter meine Haut durchbohren und meine Hände Feuer fangen?“ Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bundeswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei war die 1979 aus Afghanistan Geflohene gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden. Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie dolmetscht für die Generäle, kümmert sich um Waisenkinder. Bis zu jenem Schicksalstag im Mai 2011. Der bewegende Bericht einer ungewöhnlichen Kriegsveteranin, der uns Afghanistan und die menschlichen Dimensionen des Bundeswehreinsatzes neu sehen lässt. Flucht vor den Russen, Verlust der Heimat, Anschlag der Taliban – all das überstand Soraya Alekozei. In ihrem Buch erzählt sie von ihrem bewegenden Leben. Wie sie behütet und in Wohlstand aufwuchs, die russische Invasion sie entwurzelte und sie schließlich als Vermittlerin zwischen den Kulturen heimkehrte. 2005 kommt sie als deutsche Soldatin zurück. Erst als Moderatorin des Bundeswehr-Senders „Stimme der Freiheit“ (Sada-e-Azadi), dann als Dolmetscherin der ISAF-Kommandeure. Wir sind dabei, wenn sie in ihren Reportagen vom Schicksal afghanischer Kinder erzählt. Wir begleiten sie mit den Generälen zu Gouverneuren, Warlords und einfachen Bauern. In jeder freien Minute kümmert sie sich um ihre Schützlinge: Frauen, deren Flucht vor häuslicher Gewalt sie ins Gefängnis brachte, kranke Kinder, Kriegswaisen. Bis in ihrem sechsten Einsatz bei einer Sicherheitskonferenz am 28. Mai 2011 ihr Schicksal eine tragische Wendung nimmt. Aus der tatkräftigen Frau wird eine kriegsversehrte Veteranin. Dennoch bleiben ihr Mut, ihre Loyalität und Menschenliebe ungebrochen. Soraya Alekozei, eine der mutigsten Frauen, über die ich lesen durfte, begleitet einem in diesem Buch und erzählt ihre Geschichte mit eigenen Worten. Von den Anfängen ihrer Kindheit, in der sie noch glücklich war bis hin zum heutigen Tage, an dem sie fürs Leben gezeichnet ist. Mehrere Operationen, über 30 an der Zahl musste sie über sich ergehen lassen als sie einem Anschlag zum Opfer fiel. Dabei wollte sie und auch die vielen deutschen Bundeswehrsoldaten nur den mittellosen Kindern, den mittellosen Frauen und überhaupt Afghanistan helfen ihre Unabhängigkeit wieder zu erlangen. Ich muss sagen mich hat die Geschichte sehr berührt. Gerade wenn es darum geht, dass sich Menschen, egal in welcher Rolle, opfern um anderen zu helfen, um Freiheit für ihr Land zu erlangen. Ich habe nie genau die Hintergründe oder die Umstände verstanden, in denen Krieg ausspricht verstanden. Soraya hat mir viele Erklärungen geliefert und nun verstehe ich vieles besser und sehe einiges in anderem Licht. Sehr emotional mit vielen Bildern im Inneren des Buches und die traurigen Ereignisse in und um das Leben der wohl mitunter einer der mutigsten Frauen entstandenen Geschichten, die aufwühlen und über vieles nachdenken lassen. Ich würde es jedem empfehlen, der mutige Frauen bewundert, der mehr über die Hintergründe unsinnigen Krieges und gerne zu Tränen rührende Memoiren lesen möchte. Mein Fazit: sehr lesenswert !

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  • Zwischen zwei Ländern

    Sie konnten mich nicht töten

    Saphir610

    Was für ein bewegendes Buch, und es passt so gut in unsere Zeit, denn das Problem der Bevölkerung am Hindukusch besteht weiterhin und ist bei uns aus den Medien weitestgehend verschwunden. Soraya Alekozei beschreibt ihr Leben, geboren in einem Afghanistan was es so nicht mehr gibt. Weltoffen, wo die Frauen unverschleiert sind, studieren können. Doch der Einmarsch der Sowjetarmee bringt den Krieg ins Land. Die Ansichten und Vorstellungen der Taliban mit ihren Attentaten bringen weiterhin Not und Elend ins Elend, trotz aller Bemühungen von ausländischen Kräften. Die Autorin lernt ihren Mann kennen und dieser studiert in Deutschland und so geht sie mit ihm, aber hin und her gerissen zwischen ihrer Heimat und ihrer Liebe. Dieses Heimweh bleibt immer bestehen. Deshalb wird sie Bundeswehrsoldatin und arbeitet als Dolmetscherin in Afghanistan. Dabei engagiert sie sich im Land sozial für Frau und Waisenkinder. Erlebt, wie Kameraden durch sinnlose Anschläge ums Leben kommen. Und dann kommt für sie selber ein schicksalhafter Tag. Was Frau Alekozei schreibt ist so gut zu lesen, so einprägsam und ihre Gefühle, ihre Zerrissenheit zwischen Deutschland und Afghanistan kommen so gut rüber, ohne große, weitschweifige Beschreibungen. Sie schildert die Situation, wie sie sie bei ihren Bundeswehreinsätzen in Afghanistan erlebt, und das wirkt oft schon sehr beklemmend, die Situation der Waisenkinder, der Frauen im Gefängnis. Kaum vorstellbar, was sie nach dem Anschlag auf ihrem Weg zurück ins Leben an Schmerzen zu ertragen hat, auch die seelischen Schmerzen. Was macht der Krieg, Verblendung nur aus Menschen? Ein Buch, was mich tief beeindruckt hat, und auch hoffentlich allen Lesern das Land am Hindukusch näher bringt. Auf jeden Fall ein sehr eindringlich und gut geschriebenes Buch. Fotos von der Autorin von 1973, ihren Einsätzen in Afghanistan, und auch von heute sind im Mittelteil des Buches und auf mich wirkt sie offen, freundlich und sehr sympathisch. Ich wünsche Soraya alles Gute, und auch ihrem Heimatland.

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    • 2

    makama

    22. October 2014 um 09:27
  • Eine kleine, starke Frau gibt Hoffnung

    Sie konnten mich nicht töten

    minori

    12. October 2014 um 07:16

    1955 in Kabul/Afghanistan geboren, erzählt Soraya Alekozei ihre Lebensgeschichte. Angefangen bei ihrer Kindheit und einem friedlichen Leben im damaligen Traumland vieler Europäer bis hin zu der Flucht vor den Russen und dem damit verbundenen Heimatverlust. Mit Ehemann und zwei Söhnen flieht sie nach Deutschland, baut sich in Bonn ein neues Leben auf, bleibt aber mit ihrem Herzen Afghanin. Ihr fehlen Gastfreundschaft und ihre Familie. In Deutschland arbeitet sie als Moderatorin beim Radio und hält sich und ihre Familie mit einem Job bei der Post über Wasser. Sie startet von Deutschland aus ein privates Hilfsprojekt als sich die Lage in ihrem Heimatland nach einem Anschlag der Taliban zuspitzt. Irgendwann will sie aber mehr erreichen und aktiver werden, also kehrt sie als Dolmetscherin für die deutschen Soldaten an den Hindukusch zurück. Erschüttert erkennt sie ihre Heimat kaum wieder und versucht mit ihren Mitteln den Menschen in Afghanistan zu helfen. Fünf Einsätze überlebt sie, während andere Soldaten nicht so viel Glück hatten, beim sechsten Einsatz 2011 in ihrer Heimat, wird sie schwer verletzt und kämpft noch heute mit den Folgen. Die Lebensgeschichte von Soraya Alekozei ist vielmehr als nur eine Biografie. Beim Lesen tauchte ich in ein Land ein, dass in den deutschen Medien oft nur als Brutstätte alles Bösen (Taliban) dargestellt wird. Wie aber leben die Afghanen und wie ist der Alltag der dort stationierten Soldaten? Die Autorin gibt Antworten, bewegende Schilderungen ihrer Erlebnisse in Krisengebiet veranlassten mich zum Nachdenken und Nachforschen, denn die Neugier auf Afghanistan wurde eindeutig geweckt. Alekozei gelingt es, mit einfachen Worten den Niedergang ihrer alten Heimat zu beschreiben und die Leiden der normalen Bevölkerung aufzudecken. Die Autobiografie handelt aber auch von einer starken Frau: Nur 1,55 m groß handelt die energische Frau, um das Leben ihrer Landsleute zu verbessern. Sie spricht nicht nur von Nächstenliebe, nein sie lebt diese auch aus – und kann somit als wahre Heldin und auch Vorbild dienen. Neben all den grausamen und verstörenden Schilderungen über das Leben am Hindukusch, macht das Buch aber auch Mut und weckt Hoffnung. Hoffnung auf ein besseres Leben für alle Menschen, keine Gewalt mehr und kein Krieg mehr. Soraya Alekozei gilt mein Dank für das Verfassen ihrer Geschichte, die mich sehr bewegte und die jeder lesen sollte, der in Freiheit und Frieden geboren wurde. Und vielleicht geht ihr größter Traum von einem geruhsamen Lebensabend mit ihrem Mann Wali in Kabul ja doch eines Tages in Erfüllung – ich wünsche es ihr von Herzen.

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  • Mehr als eine Biografie

    Sie konnten mich nicht töten

    cachingguys

    10. October 2014 um 07:30

    Soraya Alekozei stammt aus dem Bildungsbürgertum Kabuls und flieht 1979 mit Mann und Sohn vor den Russen nach Deutschland. 2011, mittlerweile 56 Jahre alt, arbeitet sie als Dolmetscherin der ISAF- Kommandeure, als sie bei einem Anschlag fast getötet wird. Sehr einfühlsam erzählt sie ihre Lebensgeschichte. Die tiefe Verbundenheit zu ihrer Heimat und zu ihren Landsleuten, dem dortige Familiensinn und der Gastfreundschaft lässt es lange dauern bis sie richtig in Deutschland ankommt. Und doch bleibt Afghanistan  in ihrem Herzen, sie organisiert nicht nur Hilfsprojekte, sondern geht als Moderatorin und Dolmetscherin zur Bundeswehr, wo sie als „die Stimme der Freiheit“ auch außerdienstlich viel bewirkt bis zu jenem schicksalhaften Tag. Ein Buch, das ich nicht mehr aus der Hand legen wollte, das sehr viel mehr als eine Biografie ist, da es ein Gefühl für das Land und Situationen vermitteln ohne zu beschönigen. Ein beeindruckendes, authentisches, realistisches und absolut lesenswertes Buch.

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  • Wahre menschliche Größe lässt sich nicht in Zentimetern ausdrücken!

    Sie konnten mich nicht töten

    angi_stumpf

    09. October 2014 um 23:35

    Die Kurzbeschreibung auf der Buchrückseite: „Habe ich die Schreie meiner Kameraden gehört? Gesehen, wie sie vor mir in Stücke gerissen wurden? Konnte ich spüren, wie ein dreißig Zentimeter langes Kantholz in meinen Kopf eindringt, wie unzählige Splitter meine Haut durchbohren und meine Hände Feuer fangen?“ Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bundeswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei war die 1979 aus Afghanistan Geflohene gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden. Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie dolmetscht für die Generäle, kümmert sich um Waisenkinder. Bis zu jenem Schicksalstag im Mai 2011. Der bewegende Bericht einer ungewöhnlichen Kriegsveteranin, der uns Afghanistan und die menschlichen Dimensionen des Bundeswehreinsatzes neu sehen lässt. Die Geschichte: Soraya ist in Kabul geboren, zu einer Zeit, als dort noch niemand an Krieg und Terror dachte. Afghanistan war noch nicht das gefährliche, von Schicksalsschlägen gebeutelte Land, dessen Namen fast jeder nur noch mit den Taliban in Verbindung bringt. Soraya erlebt eine unbeschwerte, wunderschöne Kindheit in einer großen Familie, die sie stets behütet und umsorgt. Doch dann marschierten die Russen ins Land und die Idylle zerbrach: auch Sorayas Familie gerät in größte Gefahr, manche von ihnen werden sogar verschleppt und brutal gefoltert. Einigen Mitgliedern gelingt die Flucht, Soraya und ihr Mann lassen sich in Deutschland nieder. Viele Jahre später wird Soraya noch immer von Schuldgefühlen und Heimweh geplagt: sie sehnt sich nach “ihrem alten Kabul”, das es so aber leider nicht mehr gibt. Sie hat ein schlechtes Gewissen, weil sie geflüchtet ist, während viele Freunde und ein Teil der Familie in Kabul geblieben sind. Dann erfährt sie von ihrem Vorgesetzten, dass es ihr als Angestellter der Deutschen Post möglich ist, als Reservistin für die Feldpost-Dienststellen in Afghanistan zu arbeiten. Soraya entscheidet sich für den Dienst bei der Bundeswehr und wird schließlich Dolmetscherin. Viele Einsätze folgen und bei jedem Aufenthalt in ihrem Geburtsland ist ihr die direkte Hilfe für die Bevölkerung ganz wichtig: sie organisiert unermüdlich verschiedenste Projekte von Brillenspenden bis hin zum Bau eines Waisenhauses. Meine Meinung: Dieses Buch habe ich in einem Rutsch durchgelesen, weil es so fesselnd und unglaublich berührend ist. Soraya ist zwar “nur” 1,55 m groß, aber ihre wahre menschliche Größe werden (leider) nicht viele erreichen können. Sie ist so selbstlos, großzügig und handelt einfach, wo andere noch lange diskutieren und überlegen würden. Manche ihrer Projekte waren leider zum Scheitern verurteilt, weil sie davon ausging, dass auch ihre Mitmenschen so denken und fühlen müssten ob des ganzen, doch so offensichtlichen Leides der Bevölkerung. Doch hier wurde sie immer wieder eines Besseren (oder eher Schlechteren) belehrt: die meisten Vertreter unserer Spezies sind einfach nur egoistisch und sind – vor allem wenn es die eigenen Finanzen betrifft – nicht bereit, größere Hilfe zu leisten. Aber sie hat sich von Rückschlägen niemals entmutigen lassen und auch viele Mitstreiter gefunden, mit deren Unterstützung sie bis heute einiges erreicht hat. Durch Sorayas Geschichte habe ich unheimlich viel gelernt über Afghanistan und die Bundeswehr- bzw. NATO-Einsätze dort. Was man normalerweise meistens nur als Randnotiz in den Abendnachrichten wahrgenommen hat, hat ein Gesicht und reale Namen bekommen. Schicksale und Todesfälle werden lebendig, brennen sich ins Gedächtnis und lassen erahnen, was die Soldaten im Auslandseinsatz leisten und erleiden müssen. Aber auch das Leben der afghanischen Bevölkerung wird eindrucksvoll skizziert. Dass heute viele Menschen nur noch “Terror” und “Taliban” mit diesem wundervollen Land assoziieren, ist einfach nicht hinnehmbar und hoffentlich kann dieses Buch einen Teil dazu beitragen, das zu ändern. Fazit: Fesselnd, eindrucksvoll und unglaublich berührend schildert Soraya einen Teil ihres Lebens. Aus dieser Geschichte können wir alle sehr viel lernen: nicht nur Informatives über Afghanistan, sondern vor allem über wahre Menschlichkeit und Hingabe!

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  • Sie konnten mich nicht töten

    Sie konnten mich nicht töten

    Michelangelo

    09. October 2014 um 18:22

    Frau Alekozei wurde in Kabul geboren und wächst in einem friedlichen, schönen Afghanistan auf, dem damaligen Traumland vieler Europäer, die damals auf dem Weg nach Indien waren. Sie geniesst eine gute Schulbildung und kennt keinen Schleierzwang oder irgendwelche Regressionen.Nach dem Abitur heiratet sie ihren Cousin Wali, der in Deutschland studiert und folgt ihm nach Bonn. Obwohl die Verhältnisse in Afghanistan damals westlich geprägt waren, hat sie Probleme sich in Bonn einzuleben und fühlt sich nicht richtig wohl. Ihr fehlen Familienverbund,Gastfreundschaft und die damit einhergehende Hilfe und Unterstützung. Sie würde gerne wieder in ihre Heimat zurückkehren, aber der Einmarsch der Russen in Afghanistan und die damit einhergehende dortige Verschlechterung der Lebensbedingungen machen ihr dies unmöglich, da ihr Mann auf der Liste der Verfolgten steht. So beginnt sie sich mit dem Leben in Deutschland zu arrangieren und von Deutschland aus Hilfsprojekte für ihre Landsleute aufzubauen. Sie bekommt durch ihre Familienkontakte mit, wie sehr sich das Leben in Afghanistan von Jahr zu Jahr verschlechtert und das eigentlich an allem Mangel herrscht. Sie beschließt als Dolmetscherin bei Einsätzen der Bundeswehr zu dienen, in der Hoffnung ihren Landsleuten noch besser helfen zu können, wenn sie vor Ort ist, was ihr auch bei verschiedensten Projekten und mit großem persönlichen Einsatz gelingt. Sie übersteht 5 Einsätze unverletzt, während im Lauf der Jahre immer mehr Soldaten bei Anschlägen verletzt und getötet werden. Während ihres 6. Einsatzes im Jahr 2011 wird sie bei einem Anschlag schwerst verletzt und überlebt nur knapp. Mit den Folgen kämpft sie noch heute. Frau Alekozei hat mir durch ihr Buch einen beeindruckenden Einblick in ihr Leben gewährt . Dieses Afghanistan, das sie in ihrer Jugend noch erleben durfte, ist nun leider längst Vergangenheit. Durch diese Biographie erlebt man mit, wie sich die Abwärtsspirale des Landes immer mehr zuzog und wie sehr die Bevölkerung leidet, da für sie kein normales sorgenfreies Leben möglich ist. Das Buch hat mich sehr beeindruckt und zutiefst berührt. Ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen und habe es innerhalb kürzester Zeit gelesen, habe dann aber einige Zeit gebraucht, um das Gelesene zu verarbeiten - es ging nicht spurlos an mir vorbei. Es weckte eine tiefe Dankbarkeit in mir für das, was wir haben und ich hoffe sehr, dass auch das afghanische Volk wieder einmal ohne Angst und Sorgen leben darf. Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne und eine absolute Leseempfehlung! Frau Alekozei, herzlichen Dank dafür, dass Sie dieses Buch geschrieben haben! Ich wünsche Ihnen und ihrer Familie alles Gute für die Zukunft!

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  • Eine bewegende Geschichte über eine frau die für ihr Land gekämpft hat

    Sie konnten mich nicht töten

    126sternchen

    05. October 2014 um 18:12

    Sie konnten mich nicht töten ist eine Autobiographie der Soraya Alekozei, die 1955 in Kabul geboren wurde. Sie erzählt ihre gesamte Lebensgeschichte beginnend mit ihrer Kindheit, der Flucht vor den Russen, Verlust der Heimat bis zum Einzug der Taliban. Sie flieht mit ihrem Mann nach Deutschland und versucht sich hier ein neues Leben mit ihm und den zwei Söhnen aufzubauen. Doch ihr Herz bleibt immer in Afghanistan. In Deutschland arbeitet sie bei der Deutschen Welle, wo sie moderiert und bei der Deutschen Post. Als sich die Lage in ihrer Heimat nach einem Anschlag der Taliban zuspitzt, startet sie bereits private Hilfsprojekte, bis sie an dem Punkt angelangt ist und ihr die Hilfe auf Entfernung nicht mehr ausreich Sie will in ihre Heimat zurück und aktiv helfen. Sie kehrt erstmals 2005 als deutsche Soldatin zurück in ihr Heimatland und arbeitet als Dolmetscherin der Generäle. Geschockt was aus dem Land geworden ist versucht sie mit viel Idealismus den Menschen, besonders den Kindern, zu helfen bis ein heimtückischer Anschlag alles verändert..... Man könnte beim Lesen des Klappentextes meinen, das es sich "nur" um den Einsatz einer Soldatin handelt, aber das Buch ist viel mehr. Hier wird viel Hintergrundwissen über die Lage in Afghanistan beschrieben. Vieles ist uns hier gar nicht bewusst. Wie geht es dort den betroffenen Menschen, das Leben der Bundeswehrsoldaten, Entscheidungen der Generäle... Al dieses schildert sie auf eine bewegende Weise, die den Leser zum Nachdenken veranlasst. Soraya Alekozei schreibt mitfühlend und bewegend die Geschichte auf, die sie erlebt hat. Das Buch hat mich von Anfang an gefesselt, da man auch viel darüber erfährt, was in den Nachrichten oft nicht gesagt wird. Für mich ist sie eine starke Frau, die trotz allem um ihr Land kämpft. Sie hat ein großes Herz und lässt sich auf ihrem Weg von nichts aufhalten. Respekt für diese Frau

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  • Eine starke Frau

    Sie konnten mich nicht töten

    Marion22

    „Habe ich die Schreie meiner Kameraden gehört? Gesehen, wie sie vor mir in Stücke gerissen wurden? Konnte ich spüren, wie ein dreißig Zentimeter langes Kantholz in meinen Kopf eindringt, wie unzählige Splitter meine Haut durchbohren und meine Hände Feuer fangen?“ Bei einem Anschlag in Taloqan wird die Bundeswehr-Soldatin Soraya Alekozei so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. Dabei war die 1979 aus Afghanistan Geflohene gekommen, um ihr Heimatland zu befrieden. Nicht mit Waffen, sondern mit Worten: Sie dolmetscht für die Generäle, kümmert sich um Waisenkinder. Bis zu jenem Schicksalstag im Mai 2011. Der bewegende Bericht einer ungewöhnlichen Kriegsveteranin, der uns Afghanistan und die menschlichen Dimensionen des Bundeswehreinsatzes neu sehen lässt Soraya wächst in Afghanistan auf. Kabul, ihre Heimatstadt, erinnert zu der damaligen Zeit stark an unsere westliche Kultur. Junge Frauen und Mädchen durften sich mit kurzen Röcken bekleiden, schminken, die Schule besuchen, sich einfach frei und geborgen fühlen. Kabul hatte wunderschöne Gärten und Parks. Ein Land zum Wohlfühlen, das auch oft von Touristen besucht wurde. Gerade wegen der Sanftheit und Ruhe, die dieses Land damals ausstrahlte. Sorayas zukünftiger Mann studiert in Deutschland. Dies war damals gerne gesehen und durchaus üblich. Sie folgt ihrem Mann nach Deutschland. Doch schon bald wird das Heimweh so groß, das sie mit ihrem ersten Sohn zurück nach Kabul fährt, während ihr Mann weiter in Deutschland bleibt. Sie beginnt eine Arbeit als Nachrichtensprecherin, bis die Sowjetunion Afghanistan besetzt. Sie flieht wieder nach Deutschland zu ihrem Mann. Für lange Jahre ist an eine Rückkehr nicht zu denken, obwohl sie ihre Familie schmerzlich vermisst. Nachdem die Sowjetunion endlich abgezogen ist, entsendet die Nato Soldaten um beim Wiederaufbau zu helfen. Auch deutsche Soldaten begeben sich nach Afghanistan. Soraya, die schon als Nachrichtensprecherin arbeitete und die afghanische als auch die deutsche Sprache beherrscht, tritt der Bundeswehr bei und fährt als Dolmetscherin in ihre Heimat zurück. Zuerst ist alles gut und die afghanische Bevölkerung freut sich über die Unterstützung. Soraya wird „Die Stimme der Freiheit“. Doch dann kommen die Taliban. Die Einschläge kommen näher und das Grauen erhält eine neue Dimension. Bei ihrem letzten Einsatz wird Soraya lebensgefährlich getroffen. Was soll ich über diese bewegende Biografie sagen? Mir fehlen die Worte. Ich bin traurig, wütend, entsetzt. Soraya beschreibt sämtliche Abläufe aus ihrer Sicht und das so beeindruckend und nachhaltig, das man in jeder Zeile ihre große Liebe zu Afghanistan und auch Deutschland spürt. Hin- und hergerissen zwischen ihrem Schuldgefühl gegenüber ihrem Heimatvolk, das sie verlassen hat und in Wohlstand weiterleben durfte, während ihre Familie und ihr Volk das Schlimmste erleben mussten. Ihre Familie wurde teilweise gefoltert. Dazu ihre Dankbarkeit gegenüber Deutschland, die sie und ihre Familie liebevoll aufnahmen. Sie versucht den Spagat und geht in „Fleckentarn“ zurück in ihre Heimat die nie mehr so sein wird, wie sie einmal war. Sie fragt nicht lange, sondern handelt. Oft auf dem kurzen bürokratischen Weg. Ihr größter Wunsch ein Waisenhaus das zuvor abgebrannt war, aufzubauen konnte sie erreichen. Den Frauen im Gefängnis hat sie mit einfachsten Mitteln ein etwas würdevolleres Dasein ermöglicht. Spendenaktionen ins Leben gerufen und…und…und Diese Frau, die nur 1,55 m groß ist, lässt sich nicht unterkriegen. Mit jeder Zeile hat sie mich berührt und mich daran erinnert, was wahre menschliche Größe und praktizierte Nächstenliebe ist. Ein Buch, das dramatisch und doch voller Hoffnung ist. Für mich ein Buch, das jeder gelesen haben sollte um in das Herz einer Soldatengruppe zu schauen, das sich hinter dem „Fleckentarn“ verbirgt. Aber auch sieht, dass nicht ein ganzes Land in den Krieg zieht und wie die Bevölkerung darunter leidet. Ich wünsche Soraya von Herzen alles, alles Gute und vielleicht wird Kabul einmal wieder so, wie zu ihrer Kindheit, damit Wali und sie einen geruhsamen Lebensabend in ihrem Haus, welches sie noch nie betreten hat, verbringen können.

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    • 5

    MaggieGreene

    05. October 2014 um 12:37
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