Soraya Alekozei Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr

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Inhaltsangabe zu „Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr“ von Soraya Alekozei

Soraya Alekozei kehrte 30 Jahre nach ihrer Flucht zurück nach Afghanistan, um als Dolmetscherin der Bundeswehr zu dienen. Bei ihrem sechsten Einsatz im Mai 2011 wird sie bei einem Anschlag in Taloqan so schwer verletzt, dass sie zunächst als tot gilt. In ihrem bewegenden Buch erzählt Soraya von ihrem Afghanistan: Wie sie behütet aufwuchs, vor den Russen floh und als Vermittlerin zwischen den Kulturen heimkehrte. Wir sind dabei, wenn sie engagiert für das ISAF-Radio auf Dari »Die Stimme der Freiheit« moderiert. Sie begleitet die Generäle zu Gouverneuren, Warlords und einfachen Bauern. In ihrer Freizeit kümmert sie sich um Waisenkinder und setzt alles daran, dass ein neues Kinderheim gebaut wird. Nach dem Attentat war Soraya ein Dreivierteljahr im Bundeswehrkrankenhaus. Obwohl sie für immer versehrt sein wird, sind ihr Mut, ihre Loyalität und Menschenliebe ungebrochen. Der mitreißende und ehrliche Bericht einer ungewöhnlichen Kriegsveteranin, der uns Afghanistan und den Bundeswehreinsatz neu sehen lässt.

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  • Sie konnten mich nicht töten

    Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr
    Solengelen

    Solengelen

    15. October 2014 um 21:00

    Soraya, gebürtige Afghanin, wächst in gehobener Schicht, mit modern eingestelltem Vater, behütet in Kabul auf. Sie erhält eine gute Schulbildung und auch das Tragen einer Burka entfällt. Sie wird angehalten eigene Entscheidungen zu treffen, setzt sich schon als Kind für andere ein, für nicht so Privilegierte. Ihr Vater, die Sanftmut in Person, hat schreckliches durchmachen müssen. War er doch Anhänger des liberalen Königs und seiner Frau, die auch Namensgeberin von Soraya war.  Nach der Heirat mit ihrem Cousins, er studiert in Deutschland, folgt sie ihm. Aber sie ist dort nicht glücklich, vermisst ihre Heimat. Sie findet einen Weg etwas mit ihrem Land für ihr Land zu tun, sie geht mit der Bundeswehr als Dolmetscherin zurück. Engagiert sich für ihre Landsleute, bis zu diesem schrecklichen Tag. Es sollte ihr letzter Einsatz sein, sie hatte es ihrem Mann und ihren Söhnen versprochen. Obwohl ihr so etwas schreckliches widerfahren ist, ist sie ohne Groll, ohne Hass.  Die leichte, bildhafte Sprache nimmt den Leser mit, mit in das Afghanistan aus Sorayas Jugend, ein Land wie aus 1001 Nacht, ein Land mit Tradition und Moderne. Ein Land, dass früh diesen Spagat geschafft hatte, bis erst die Engländer Unmut schürten, die Russen einfielen und die Taliban das Land in Chaos, Angst und Zerstörung stürzten.  Soraya, eine wundervolle, mitfühlende, mutige, kämpferische Frau, die sich für ihr Land, ihre Landsleute und den Frieden einsetzt.  Mit "Sie konnten mich nicht töten" ist es Soraya Alekozei gelungen uns das eigentliche Afghanistan, die Menschen, aber auch das unterdrückte Afghanistan, näher zu bringen. Man spürt ihre Liebe zu ihrer Heimat, den Willen etwas zu verändern/verbessern, ihre Schuldgefühle. Mit viel Gespür, Liebe, Klarheit, erzählt sie ihr Leben, ihre Verbundenheit mit einem leidenden Land. Soraya ist eine bemerkenswerte Frau, die trotz allem die Liebe für ihr Land nicht verloren hat. Ein Buch, das unbedingt gelesen werden sollte. Leider kann ich nur 5 Sterne vergeben. 

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  • Eine starke Frau mit einem großen Herz

    Sie konnten mich nicht töten: Als Afghanin im Einsatz für die Bundeswehr
    Caillean79

    Caillean79

    30. September 2014 um 18:50

    „Ich könnte das nicht!“ Das habe ich beim Lesen dieses Buches ganz oft gedacht. Ich war beeindruckt von den Entscheidungen, die Soraya Alekozei getroffen hat und habe gestaunt darüber, wie konsequent sie mit ihren Entscheidungen lebt. Sie ist eine sehr starke Frau mit einem großen Herz – das wird im Verlauf ihrer Biografie deutlich. Als junge Frau kam sie nach Deutschland, ohne eine Verbindung zu diesem Land, das sie am Anfang nicht sonderlich herzlich aufnahm. Und doch hat sie sich durchgebissen und sich „ihr“ Deutschland geschaffen, in dem sie sich letztendlich doch zuhause fühlte. So sehr, dass sie für dieses Land die Uniform anzog und in ihrer alten Heimat Afghanistan Aufbauhilfe leisten wollte. Wie sehr sich die Verantwortlichen in der Art des Bundeswehr-Einsatzes ISAF getäuscht haben, wird im zweiten Teil des Buches deutlich, in dem sie von ihren insgesamt sechs Einsätzen in Kunduz und Masar e Sharif erzählt. Sie berichtet davon, wie idealistische Soldaten nach Afghanistan kamen und gebrochene Veteranen nach Hause zurückkehrten. Wenn sie denn zurückkehrten. Sie beschreibt ihre Tätigkeit als Dolmetscherin, aber auch den Alltag der Fallschirmjäger und Kommandeure. Sie verheimlicht nicht, wie schnell aus Beruf und Berufung eine Welle der Angst hervorgehen kann. Ich fand es schon beim Lesen beklemmend, wie die Soldaten an ihren Standorten mit permanenter Lebensgefahr umgehen mussten. Wie schlimm muss das dann erst sein, wenn man es selbst erlebt? Und die Frage, die über allem steht und die auch im Buch sehr deutlich wird, ist: Wofür? Wofür opfern deutsche Soldaten Jahre ihres Lebens, im schlimmsten Fall ihr Leben selbst? Es sollte „Hilfe zur Selbsthilfe“ sein für ein Land, das selbst aus seiner Krise nicht herauskam. Und es wurde ein Krieg. Es gibt viele Stellen in dieser Biografie, an denen man innehalten und nachdenken sollte – auch über die eigenen Vorstellungen von Gut und Böse, von Moral und Verpflichtung. Ich finde, Soraya Alekozei und ihre Co-Autorin haben mit diesem Buch einen wichtigen Beitrag geleistet, um der Wahrheit über den Afghanistan-Einsatz (abseits von den Medienberichten) näher zu kommen. Sehr berührt war ich am Ende des Buches vom Epilog, den Soraya mit Aufruf beendet, die Leser sollen ihr schreiben und ihre eigenen Erfahrungen oder Lebenswahrheiten schildern. Sie beschließt den Epilog mit den Worten „Vielen Dank, dass Sie mir und meinem Leben Ihre Zeit gewidmet haben.“ Das zeigt besonders deutlich, dass sie eine umsichtige, herzliche und bescheidene Frau ist, die auf die ihr mögliche Art Großes geleistet hat. Ein beeindruckendes Buch.

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