Mit Die vermisste Tochter setzt Soraya Lane ihre Reihe auf wundervolle Weise fort und entführt die Leser diesmal nach Kuba. Die lebendige Atmosphäre, die Farben, die Kultur und das Lebensgefühl der Insel werden so bildhaft beschrieben, dass man sich direkt dorthin versetzt fühlt.
Anfangs hatte ich die Sorge, dass die Geschichte einem ähnlichen Muster wie der erste Band folgen würde. Das hätte schnell vorhersehbar werden können. Umso mehr hat es mich gefreut, dass sich die Handlung in eine ganz andere Richtung entwickelt und ihre ganz eigene Identität besitzt.
Wie schon im ersten Band erzählt Soraya Lane die Geschichte auf zwei Zeitebenen und verwebt Vergangenheit und Gegenwart auf eine sehr gefühlvolle Weise miteinander. Genau diese Verbindungen zwischen den einzelnen Büchern machen für mich den besonderen Reiz der Reihe aus. Nach und nach entsteht ein großes Gesamtbild aus vielen einzelnen Schicksalen, Geheimnissen und Familiengeschichten.
Die Geschichte ist eher ruhig erzählt, lebt aber von ihren Emotionen, den sympathischen Figuren und den berührenden Momenten. Wer dramatische Spannung sucht, wird hier vielleicht nicht fündig, doch wer Familiengeheimnisse, historische Elemente und gefühlvolle Liebesgeschichten mag, wird dieses Buch genießen.
Ein wunderschöner zweiter Band, der Lust auf die weiteren Geschichten der Reihe macht.




























