Sorj Chalandon

 4 Sterne bei 123 Bewertungen
Autor von Wilde Freude, Am Tag davor und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Sorj Chalandon

Journalist und Schriftsteller: Sorj Chalandon, ein französischer Journalist und Schriftsteller, wurde am 16. Mai 1952 in Tunis geboren. 

Er arbeitete als Journalist bei der Zeitung "Libération". Seine Reportagen über Nordirland und den Barbie-Prozeß wurden mit dem Albert-Londres-Preis ausgezeichnet. Nebenbei veröffentlichte er zahlreiche Romane, die auch ins Deutsche übersetzt wurden. 

Für seine Werke erhielt er den Prix Médicis und den Grand Prix du roman de l´Académie francaise. Außerdem wurde er schon zweimal für den Prix Goncourt nominiert. Des Weiteren schrieb er schon für einige Fernsehserien. So war er Co-Autor einiger Episoden der TV-Serie Reporter.

Neue Bücher

Cover des Buches Verräterkind (ISBN: 9783423290333)

Verräterkind

Erscheint am 16.11.2022 als Gebundenes Buch bei dtv Verlagsgesellschaft.

Alle Bücher von Sorj Chalandon

Cover des Buches Wilde Freude (ISBN: 9783423282376)

Wilde Freude

 (63)
Erschienen am 21.08.2020
Cover des Buches Am Tag davor (ISBN: 9783423147811)

Am Tag davor

 (45)
Erschienen am 23.10.2020
Cover des Buches Rückkehr nach Killybegs (ISBN: 9783423148283)

Rückkehr nach Killybegs

 (4)
Erschienen am 16.03.2022
Cover des Buches Die Legende unserer Väter (ISBN: 9783423248990)

Die Legende unserer Väter

 (3)
Erschienen am 01.01.2012
Cover des Buches Mein fremder Vater (ISBN: 9783423281140)

Mein fremder Vater

 (3)
Erschienen am 04.08.2017
Cover des Buches Die vierte Wand (ISBN: 9783423260664)

Die vierte Wand

 (2)
Erschienen am 24.07.2015
Cover des Buches Am Tag davor: Roman (ISBN: B07KMBZ7R5)

Am Tag davor: Roman

 (1)
Erschienen am 18.04.2019
Cover des Buches Verräterkind (ISBN: 9783423290333)

Verräterkind

 (0)
Erscheint am 16.11.2022

Videos zum Autor

Neue Rezensionen zu Sorj Chalandon

Cover des Buches Am Tag davor (ISBN: 9783423281690)Buchperlenblogs avatar

Rezension zu "Am Tag davor" von Sorj Chalandon

Von trügerischen Erinnerungen
Buchperlenblogvor einem Jahr

Inhalt

Michel ist erst sechzehn Jahre alt, als eine Tragödie seinen älteren Bruder Joseph das Leben kostet. Viele Jahre später, Michels Frau ist gerade an Krebs gestorben, erinnert er sich mehr als je zuvor an den Tag des Unglücks. In der Zeche Saint-Amé, im Schacht 3b, in dem sein Bruder zehn Jahre lang als Bergmann gearbeitet hat, gab es eine gewaltige Explosion, 42 Bergleute verloren dabei ihr Leben. Der 43. ist sein Bruder gewesen, doch er starb erst einige Wochen später und wurde nie offiziell zu den Todesopfern gezählt.

Rezension

Von trügerischen Erinnerungen

Sorj Chandalon nahm sich einen wahren Unfall als Vorlage für seinen Roman. Das Unglück unter Tage, bei dem 42 Menschen ihr Leben verloren, kurz bevor die Zeche in Liévin sowieso geschlossen werden sollte, ist ein besonders tragisches. Denn es hätte verhindert werden können, ja müssen. Von den Verantwortlichen, die am 27. Dezember 1974 nicht die nötigen Vorkehrungen trafen, um das Leben der Arbeiter zu retten. Der Schacht wurde nach den Weihnachtsfeiertagen nicht ordnungsgemäß gelüftet, der Kohlenstaub nicht angefeuchtet, die Kontrollgänge reduziert. Eine Explosion, die sich mit gewaltiger Wucht unter Tage durch die Gänge fraß und die Menschen bei lebendigem Leib verbrennen ließ, hinterlässt einen schalen Beigeschmack, angesichts der Nutzlosigkeit des späteren Prozesses, bei dem die Bergwerksgesellschaft nicht ordnungsgemäß zur Rechenschaft gezogen wurde.

Michel bewahrt die Erinnerungen an Jojo tief in seinem Herzen. Er besitzt eine Garage, in der er die Kleidung seines Bruders aufbewahrt, Bilder von ihm – und von dessen Vorgesetztem, dem Steiger, der all das zu verantowrten hatte.

Als er Ende 50 ist, kehrt er zurück in seine alte Heimat, gibt sich als fremd aus und freundet sich mit dem ehemaligen Vorarbeiter seines Bruders an. Sein Ziel ist es, endlich Gerechtigkeit walten zu lassen. Der Prozess, der diesmal folgen soll, offenbahrt jedoch noch weitaus mehr, hinterfragt die Erinnerungen Michels an den fragwürdigen Abend. Ist Joseph tatsächlich Opfer der Grube geworden? Und wenn ja, warum wird er dann nicht zusammen mit seinen gefallenen Kumpels genannt, erfuhr keine Trauer in der Öffentlichkeit?

Chalandon strickt einen Fall direkt neben der Wahrheit und lässt uns teilhaben am Leben der Bergmänner, an ihrem Stolz an ihrer Arbeit, an den immerwährenden Gefahren – und an einer Bruderliebe, die so manche Erinnerunen verschleiert.

Fazit

Ein bewegendes Buch über ein reales Unglück, das verhindert hätte werden können, und das Platz für Geschichten lässt, die sich am Rande der Grube abgespielt haben könnten.

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Cover des Buches Wilde Freude (ISBN: 9783423282376)milkysilvermoons avatar

Rezension zu "Wilde Freude" von Sorj Chalandon

Die Kamelie
milkysilvermoonvor 2 Jahren

Jeanne Hervineau ist erst 39 Jahre alt, als sie die schockierende Diagnose erhält: Brustkrebs. Mit ihrem Mann Matt musste die Pariser Buchhändlerin bereits einen schweren Schicksalsschlag verkraften, den Tod ihres gemeinsamen Sohnes. Nun stellt sie das Leben abermals vor eine schwierige Probe. Doch ihr Gatte sieht sich nicht dazu in der Lage, ihr in dieser Situation beizustehen, und verlässt seine Frau. Zufällig trifft Jeanne auf zwei weitere Krebspatientinnen: Küchenchefin Brigitte Meneur und die junge Frau Mélody Frampin. Zusammen mit der gesunden Assia Belouane, die bei Brigitte lebt, hecken die Frauen einen ebenso gefährlichen wie wahnwitzigen Plan aus…

„Wilde Freude“ ist ein Roman von Sorj Chalandon.

Meine Meinung:
Der Roman besteht aus 24 Kapiteln mit einer angenehmen Länge. Sie sind wiederum in mehrere Abschnitte untergliedert. Das erste Kapitel ist dabei eine Art Vorausschau. Danach wird weitestgehend in chronologischer Reihenfolge erzählt, unterbrochen von mehreren Rückblenden und aus der Sicht von Jeanne. Der Aufbau funktioniert sehr gut. 

In sprachlicher Hinsicht hat mich der Roman am meisten überzeugt. Metaphern und andere starke Bilder wie die der Kamelie für den Krebs kennzeichnen den Schreibstil, der trotzdem nicht künstlich oder zu verschnörkelt wirkt. Zudem gibt es viele Dialoge – teils in direkter, teils in indirekte Rede – die das Geschehen lebendig und anschaulich machen. 

Im Vordergrund stehen die vier Frauen und ihre Lebensgeschichten, wobei besonderes Augenmerk auf Jeanne liegt. Ihre Gedanken und Gefühle lassen sich hervorragend nachvollziehen, ihr Charakter macht eine Entwicklung durch: Von einer rücksichtvollen und angepassten Frau wird sie zu einer Person, die sich nicht mehr ständig entschuldigt. Allerdings wirken die Schicksale der Frauen insgesamt recht überzogen, was die Glaubwürdigkeit der Figuren ein wenig schmälert. Darüber hinaus werden immer wieder Nebencharaktere eingeführt, wodurch der rote Faden der Geschichte etwas verloren geht.

Besonders eindringlich und intensiv wird der Roman, wenn es um die Krankheit Krebs und ihre Begleitumstände geht. Diese Passagen konnten mich immer wieder tief berühren und haben meine Erwartungen an die Lektüre voll erfüllt. An diesen Stellen wird deutlich, dass sich der Autor mit dem Thema auskennt. Nach dem ersten Viertel wird die Krankheitsgeschichte inhaltlich jedoch überlagert und der Roman verwandelt sich in eine Art Gaunerkomödie, bei der auch die Leiden der anderen zwei schwerkranken Frauen in den Hintergrund treten. Die Aktion des Quartetts macht die Lektüre zwar kurzweilig, zieht die Probleme und Leiden der Protagonistinnen jedoch auch etwas ins Lächerliche durch übertriebene und unrealistische Schilderungen. Mit einer Wendung erhält die Handlung im letzten Viertel abermals Schwung. Das Ende lässt mich jedoch enttäuscht und ratlos zurück, weil die letzten Kapitel nicht schlüssig erscheinen und zu viele Fragen offenbleiben. So wird beispielsweise nicht mehr darauf eingegangen, welche Konsequenzen Jeanne für sich persönlich aus den Ereignissen zieht. 

Das kalligrafisch anmutende Cover ist optisch ansprechend, allerdings auch recht nichtssagend. Der deutsche Titel, der recht wörtlich aus dem Französischen („Une joie féroce“) übernommen wurde, passt meiner Ansicht nach nicht besonders gut zum Inhalt.

Mein Fazit:
Zu viele Absurditäten, zu realitätsfern: Mit seinem Roman „Wilde Freude“ konnte mich Sorj Chalandon zwar unterhalten, aber meine Erwartungen nicht in Gänze erfüllen.

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Cover des Buches Am Tag davor: Roman (ISBN: B07KMBZ7R5)FrauKlopps avatar

Rezension zu "Am Tag davor: Roman" von Sorj Chalandon

So ist das Leben
FrauKloppvor 2 Jahren

Michel verliert mit 16 Jahren seinen älteren Bruder bei einem Grubenunglück und wird davon sein gesamtes Leben begleitet. Er hat seinen Bruder Jojo so sehr geliebt, dass er sich für ihn, knapp 40 Jahre später, an der Zeche rächen will.
.
Was ein trauriger und zugleich schöner Roman. Ich konnte es nicht aus der Hand legen und musste mir hin und wieder ein Taschentuch dazu holen, vor allen Dingen hat mich das Ende total umgehauen.

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Gespräche aus der Community

Am 21. August erscheint bei dtv der Roman "Wilde Freude" vom großartigen, französischen Schriftsteller Sorj Chalandon. Er erzählt darin die Geschichte vierer Frauen, denen allen das Schicksal nicht wohlgesinnt ist. Wir suchen 50 Leser*innen, die das Buch schon vor dem offiziellen Erscheinungstermin lesen möchten und es anschließend auf LovelyBooks sowie 3 weiteren Seiten rezensieren.

Herzlich Willkommen zu unserer LovelyBooks Premiere zu "Wilde Freude"

Ich bin sehr gespannt, wie euch dieser packende Roman des französischen Autors Sorj Chalandon gefallen wird.

Die Geschichte der an Brustkrebs erkrankten Pariser Buchhändlerin Jeanne, die mit der Unterstützung von 3 anderen Frauen den Kampf gegen den Krebs aufnimmt, nimmt im weiteren Verlauf eine ganz besondere Wendung.

Bitte beachtet, dass wir im Rahmen dieser Premiere 50 Leseexemplare des Buches mit anderem Cover verlosen. Ihr könnt es auf dem angehängten Foto sehen.

Wir möchten alle Gewinner*innen bitten, ihre Rezension ab dem Erscheinungstermin am 21.8. und  spätestens bis zum 27.8.2020 nicht nur hier auf LovelyBooks zu teilen, sondern auch auf drei anderen Plattformen (Buchshops, Blogs und Co.).

Hier können die Rezensionen geteilt werden:

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- Weltbild

- Pustet

- buecher.de

Wir freuen uns auf eure Rezensionen!

354 BeiträgeVerlosung beendet

Zusätzliche Informationen

Sorj Chalandon wurde am 16. Juni 1952 in Tunis geboren.

Community-Statistik

in 162 Bibliotheken

von 66 Lesern aktuell gelesen

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