Souad Bei lebendigem Leib

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Inhaltsangabe zu „Bei lebendigem Leib“ von Souad

Die Überlebende eines Ehrenmordanschlags berichtet!§Souad ist siebzehn Jahre alt, als ihre Familie im Westjordanland sie zum Tode verurteilt: Weil sie schwanger wurde, hat sie die Familienehre beschmutzt. Ihr Schwager vollstreckt das Urteil - und verbrennt sie bei lebendigem Leib. Doch mit letzter Kraft kann Souad fliehen. Im Krankenhaus bringt sie ihren Sohn zur Welt, der ihr sofort genommen wird. Einer mutigen Menschenrechts-Aktivistin gelingt es auf abenteuerliche Weise, Souad das Leben zu retten. Als sie nach 25 Jahren endlich ihr Kind wiederfindet, entschließt Souad sich, Zeugnis abzulegen - um der Weltöffentlichkeit die Augen über dieses grausame, archaische Gesetz gegen die Frauen zu öffnen!§§»Für dieses Buch habe ich meine Lebensgeschichte erzählt und dabei auch die verborgensten Erinnerungen aus meinem Gedächtnis zu Tage gefördert. Das war schwierig und schmerzhaft. Ich wünsche mir, dass dieses Buch um die Welt geht und irgendwann auch in meine Heimat, das Westjordanland, gelangt, wo es die Männer hoffentlich nicht gleich verbrennen.«.

Dramatische Geschichte über einen misslungen Ehrenmord, in einer Welt in der Frauen weniger wert sind als Tiere, zutiefst erschütternd

— makama
makama

Sehr interessantes Buch und zu tiefst schockierend.

— Tine-read-a-lot
Tine-read-a-lot

Ehrenmord-Bericht einer Überlebenden, der nahe geht.

— Hilde1945
Hilde1945

Sehr gefühlvolle , dramatische Erzählung , einer Überlebenden

— heidi_59
heidi_59

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  • Überlebt

    Bei lebendigem Leib
    makama

    makama

    16. April 2017 um 09:47

    Souad wächst irgendwo im Westjordanland auf, ungeliebt sie ist ja nur ein Mädchen. In ihrer Welt zählt das nicht. Jungen und Männer sind wertvoll. Frauen und Mädchen sind weniger wert als Rinder und Schafe, denn mit denen kann man wenigstens Geld verdienen. Prügel sind an der Tagesordnung, ebenso viel Arbeit. Schulbildung Fehlanzeige.Nur ihr Bruder darf zur Schule gehen. Für ein Mädchen schickt sich das nicht.Mädchen werden früh verheiratet, sie kennen es nicht anders und freuen sich endlich einen Mann zu haben und von zuhuse weg zu kommen....doch häufig kommen sie vom Regen in die Traufe.Souad hat kaum Chance verheiratet zu werden, denn erst ist ihre ältere Schwester dran, die ist aber nicht hübsch, und mit etwa 17 und unverheiratet gilt man schon als alte Jungfer.Da verliebt sie sich in den Nachbarssohn, doch der nutzt sie nur aus, sie wird schwanger --- und das ist ihr Todesurteil, denn sie hat die Ehre ihrer Familie, dass heißt der Männer beschmutzt. Ihr Schwager versucht sie zu verbrennen, doch sie kann entkommen, landet im Krankenhaus.....Doch statt sie zu versorgen, vegetiert sie da vor sich hin, sie stirbt ja sowieso, also warum behandeln - und für die Männer ihrer Familie ist es besser, wenn sie stirbt.Ihr Sohn kommt als Frühchen zur Welt, und wie durch ein Wunder wird Jacqueline eine Helferin von Terre de Somme auf sie aufmerksam und kann sie  und ihren Sohn nach etlichen Schwierigkeiten außer Landes bringen......Doch niemand in ihrer alten Heimat darf wissen, dass sie überlebt hat, dort gilt sie als tot.Souad baut sich in Europa mühsam ein neues Leben auf, heiratet und bekommt zwei Töchter. Aber ihr Leben ist von den Ereignissen geprägt.....FAZIT:Ein erschütterndes und grausames Buch. Die Ereignisse liegen schon etliche Jahre zurück, doch im Grunde hat sich nicht viel geändert.Sogenannte Ehrenmorde gibt es immer noch, sogar in der westrlichen Welt, und in der Heimat dieser Frauen werden sie kaum oder gar nicht geahndet.Mich hat dieses Buch sehr betroffen gemacht. Für die Autorin war es nicht einfach es zu schreiben. Einige Kapitel sind aus der Sicht von Jacquline geschrieben, die Souad und ihren Sohn gerettet hat.Das Cover gefällt mir gut .... die Frau mit der Maske und passt gut zu einem Verbrennungsopfer, dass sich wie in diesem Fall auch noch vor ihrer Herkunftsfamilie verstecken muss.Dieses Buch ist bereits  2002 in Frankreich erschienen und kurz darauf auch in Deutschland, leider hat es nichts an Aktualität eingebüsst. Der  Schreibstil ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und es gibt etliche Wiederholungen.Deshalb einen Punkt Abzug und nur 4 Sterne

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  • Ehrenmord-Bericht einer Überlebenden

    Bei lebendigem Leib
    Hilde1945

    Hilde1945

    27. March 2016 um 17:08

    Souad ist eine junge Algerierin, die einen in ihrer Gesellschaft tragischen Fehler begeht: sie verliebt sich in einen Burschen aus der Nachbarschaft, trifft ihn heimlich, hat - natürlich auf sein Bestreben hin - Sex, wird schwanger. Als ihre Familie das mitbekommt, wird der Schwager beauftragt, sie mit Benzin zu übergießen und anzünden. Souad überlebt schwer verletzt und hochschwanger. In einem Krankenhaus in der nächsten Stadt wird sie zum Sterben in ein Zimmer gelegt. Eine französische Hilfsorganisation wird auf sie aufmerksam und rettet ihr das Leben, in dem sie sie nach Frankreich bringt. Hier bringt Souad ihr Kind zur Welt, muss es der Umstände wegen aber weggeben. Jahre später heiratet sie einen Franzosen, bekommt mit ihm zwei Kinder. Und irgendwann findet auch ihr verloren geglaubter Sohn den Weg zu ihr.Souad hat überlebt, aber ihr Körper ist voller Wunden - und gewiss auch ihre Seele. Ein bisschen etwas hört man zwischen den Zeilen heraus, was letzteres betrifft. Ich habe mich mehrmals gefragt, was die Ehe zu ihrem jetzigen Mann aufrecht hält....wie er mit ihrer Historie und ihren auch seelischen Wunden umgeht. Darüber erfährt man leider zu wenig. Über den Ehrenmord und die Hintergründe dagegen umso mehr, und das ist erschütternd genug. Souads Eltern haben kein Unrechtsbewusstsein, das wird schnell klar. Und sie würden es jederzeit wieder tun. Das ist die schrecklichste Erkenntnis an diesem autobiographischen Bericht.

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  • Eine realitätsgetreue Geschichte

    Bei lebendigem Leib
    lifewithvicisbooks

    lifewithvicisbooks

    11. October 2015 um 15:40

    Meine Meinung: zu den Charaktären Die Geschichte von zwei Personen erzählt. Wobei eigentlich hauptsächlich nur Souad erzählt bis auf zwei bis drei einzelne Kapitel. Souad kann man durch diesen Einblick auch sehr gut verstehen und man fühlt mit ihr mit. zum Inhalt Der Inhalt ist eine sehr schlimme und berührende Geschichte. Ich glaube sie basiert auf einer realen Geschichte was einen noch mehr berührt. Man bekommt alles sehr hautnah mit und ich konnte dieses Buch sehr sehr flüssig lesen. zum Cover Das Cover finde ich sehr passend. Es soll die verbrannte Souad darstellen, welche sich nach diesem grausamen Attentat dauerhaft verkleiden und verstecken muss. Außerdem zeigt es eine Maske, welche die meisten Brandopfer tragen müssen, Zu empfehlen für Fans von: Ich kann es denen Menschen empfehlen die z.B. schon "Nicht ohne meine Tochter" gelesen haben oder generell Bücher über die Unterdrückung der Frau.  

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  • "Biografie eines Ehrenmord "

    Bei lebendigem Leib
    heidi_59

    heidi_59

    Die 17jährige Souad* lebt mit ihrer streng muslimischen Familie im Westjordanland , als sie ungewollt schwanger wird. Die Familie verstößt Souad und verurteilt das Mädchen , das die Familienehre beschmutzt hat zum Tode . Souads Schwager Hussein , übergießt das Mädchen im Auftrag der Familie mit Petroleum und will sie bei lebendigen Leib verbrennen lassen. Nur mit viel Glück kann Souad brennend ihrem Schwager entkommen und wird von helfenden Frauen ins nächste Krankenhaus gebracht . Im 7. Monat schwanger , bringt die schwer verletzte Souad ihren Sohn zur Welt , der ihr sofort weggenommen wird . Eine Mitarbeiterin von Terre des Hommes , erfährt zufällig vom Souads Schicksal und beschließt sofort dem Mädchen zu helfen. Sie schmuggelt Souad und ihren kleinen wiedergefundenen Sohn , auf abenteuerliche Weise außer Landes nach Europa . In der Schweiz wird Souad mehrmals wegen ihrer schweren Verbrennungen in einer Klinik operiert und erholt sich langsam. Nach der Genesung kommt Souad zu einer Pflegefamilie, ihr Sohn Marouan wird von der Pflegefamilie mit ihrem Einverständnis adoptiert . Jahre später in einer anderen Stadt , lernt Souad einen Mann kennen und lieben . Die beiden heiraten und bekommen in den nächsten Jahren zwei Töchter . Viele Jahre später erzählt sie ihren mittlerweile großen Töchtern auf deren Drängen ihre Geschichte und nimmt erstmals wieder Kontakt zu ihren Sohn Marouan auf. Um auf das Schicksal vieler anderer Frauen und Mädchen in ihrer ehemaligen Heimat aufmerksam zu machen , hat Souad diese , ihre Biografie geschrieben . Souad muss aufpassen das ihre Familie aus Westjordanland sie niemals findet , denn sonst droht ihr nach wie vor der Ehrenmord ! *Pseudonym für den richtigen Namen ! Das Buch ist sehr detailreich und flüssig und spannend geschrieben , Sitten und Gebräuche werden schnell näher gebracht . Das traurige Thema" Ehrenmord " wird hier sehr ausführlich behandelt . Mich hat Souads Geschichte sehr berührt , ich finde es außerordentlich mutig und stark von Souad , damit an die Öffentlichkeit zu gehen .

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  • Bei lebendigem Leib

    Bei lebendigem Leib
    butterflyinthesky

    butterflyinthesky

    11. August 2013 um 23:59

    Zusammenfassung: Das Buch handelt von Souad (Pseudonym) die im Westjordanland aufwähst. Die Mädchen werden vom Vater und Bruder total unterdrückt. Souad fängt im Alter von 17 Jahren an, sich für Jungs zu interessieren. Nach einer gemeinsam Nacht mit Faiez wird Souad ungewollt schwanger und somit zur Schande für ihre Familie. Meine Meinung: Wir haben das Buch im Unterricht durchgenommen. Ich fand es so interessant, dass ich es sogar noch zu Hause weitergelesen habe. Es ist wirklich schockierend, wie sehr die Frauen in Westjordanien unterdrückt werden. Sie sind weniger wert als Tiere. Wenn man dort nicht auf die Männer hört, wird man geschlagen, oder im Fall von Souad sogar bei lebendigem Leib verbrannt.

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    Das_Leseding

    Das_Leseding

    24. January 2013 um 10:49

    Eigentlich hatte ich auf eine bewegende und tiefgründige Geschichte gehofft, die ich leider nicht erhalten habe. Souad berichtet am Anfang ihres Buches von ihrer schwierigen und von brutaler Gewalt beherrschten Kindheit, aber auch dabei schaffte sie es nicht mich zu fesseln. Immer wieder bricht sie mit Erzählungen ab um dann genau das gleiche nochmals zu beschreiben. Dann dachte ich “nun hab ichs schon 2 mal gelesen, das wird ja wohl nicht wieder kommen”, da fängt sie wieder an… Also alles ist doppelt gemoppelt und wird wieder neu aufgerollt (nein ich rede nicht vom Ehrenmord sondern vom Hüten der Ziegen, der Schläge durch den Vater, das Melken der Kühe, die Enge im Haus, …). Nachdem ich dann gute 70 Seiten über die Prügelstrafen von Souads Vater und Bruder gelesen habe, wird es doch noch interessant und Souad berichtet über das höchste Glück einer Frau: Die Hochzeit. Beschrieben wird die Heirat von Souads Schwester. Danach, wer hätte es gedacht, geht es wieder mit der Kindheit weiter – einige Geschichten sind mir bekannt (von den Seiten davor – so kann man Bücher füllen). Irgendwann kommt es dann doch zum tragischen Fehler: Souad lässt sich unverheiratet Schwängern (komisch, dass wird nur einmal erwähnt). Das Mädchen muss sterben … Meine Meinung: Ich bin echt enttäuscht und ich kann dem Buch nichts abgewinnen. Natürlich sind Frauen in anderen Ländern nicht das, was sie hier sind – das sollte wohl jedem bekannt sein – daher ist das Geschehen in Souads Kindheit nichts neues mehr. Aber irgendwie habe ich von einem Spiegel-Bestseller (das ist übrigens mein letzter, ich werde nun alle Spiegel-Bestseller-Bücher meiden) etwas ganz anderes, tiefsinnigeres erhofft und nicht so ein Buch wo sich alle 3 Absätze das geschriebene wiederholt. Der Schreibstil von Souad ist gruselig, aber ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, dass sie erst mit 24 Jahren lesen und schreiben gelernt hat oder ob es an der Übersetzung liegt. Ganz eigenartig ist auch, dass angeblich Souad dieses Buch geschrieben hat und auf einmal eine Frau aus der Hilfsorganisation in “ich-Form” schreibt. Bis ich dann an den Merkwürdigen Wiederholungen merkte – oh gleicher Stil ?! Ich fühle mich veräppelt! Entweder ich lasse diese Organisationsfrau reden – dann soll sie aber selber schreiben, oder jemand anderes schreibt für sie, dann ist aber bitte dieser teil nicht in “ich-Form” zu schreiben. Dann kamen noch so ziemlich viele Ungereimtheiten zusammen, die ich mir einfach nicht erklären kann. Jedenfalls finde ich durch diese Ungereimtheiten das ganze Buch unglaubwürdig. Auch passieren Souad so viele “Zufälle” das sich das Buch zum Ende hin wie ein Groschenroman liest. Ich, für mich, bin zu dem Schluss gekommen, dass das ganze Buch reine PR für die Organisation ist, die Souad angeblich das Leben rettete. Denn diese Organisation wird doch recht ausführlich dargestellt und auch der Gründer wird nicht nur einmal erwähnt. Auch finden sich alle Informationen zur Stiftung auf der letzten Seite – besonders groß natürlich. Fazit: Wie gesagt, halte ich das gesamte Buch für reine PR und bin daher echt giftig. Ich vergebe 2 Sterne für die Idee hinter Souad.

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    Fanje

    Fanje

    15. October 2012 um 17:44

    Dieses Buch hat mich sehr ergriffen. Es ist eine wahre Lebensgeschichte und beschreibt, wie eine Frau von ihrer Familie zum Tode verurteilt wurde, weil sie schwanger geworden war. Die junge Frau überlebt und kann dank einer Hilfsorganisation in Europa ein neues Leben beginnen.

  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    monika62

    monika62

    08. June 2012 um 19:06

    Die Geschichte von Souad ging mir wirklich unter die Haut. Es wird die Geschichte eines jordanischen Mädchens erzählt. Von den Erniedrigungen in der Familie von Vater und Bruder. Von einer ohnmächtigen Mutter. Als Souad die Ehre der Familie beschmutzt, weil sie schwanger wird. Wird sie von ihrem Schwager angezündet. Mit schwersten Verbrennungen kommt sie in ein Krankenhaus, wo sie einen Jungen zur Welt bringt. Dank der Organisation Terre des Hommes wird sie nach Europa gebracht und hier arbeitet sie das Erlebte langsam auf und schreibt dieses Buch!

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    buchfeemelanie

    buchfeemelanie

    11. April 2012 um 10:34

    Souad ist 17 Jahre alt, ungwollt und unverheiratet schwanger, als ihre Eltern beschließen, sie entscheiden, sie zu lassen. Weil sie Schande über die Familie gebracht hat. Deshalb wird sie eines Tages von ihrem Schwager mit Benzin übergossen und angezündet. Wie durch ein Wunder überlebt Souad mit ihrem Kind den "Ehrenmord" und kann mithilfe einer Französin vor ihren Häschern fliehen. Heute lebt sie in Deutschland. Wieder ein schonungslos ehrlicher Bericht, der uns zeigt, dass Frauen nicht überall gleich behandelt werden. Gut geschrieben, ohne übertrieben zu sein oder langweilig zu werden. Danke, für diese Geschichte. Sie regt sehr zum nachdenken an.

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    Henriette

    Henriette

    09. December 2010 um 10:25

    Es ist schon erschreckend, wie anders die Gegebenheiten und Gepflogenheiten in anderen Ländern sind. Es sind ganz oft die Frauen, die immer wieder auf brutalster Weise kurz gehalten, unterdrückt werden. Für mich als Westeuropäerin schier unvorstellbar, für die Frauen dort völlig normal. Sie kennen es nicht anders. Woher auch, den die Frauen dort dürfen unter Androhung schwerster Strafe noch nicht einmal das Haus allein verlassen, nur zum Arbeiten sind sie wichtig. Für mich immer wieder schockierend, solche Bücher zu lesen. Es wird mir auch immer wieder klar vor Augen geführt, wie gut es mir geht. Zumindest empfinde ich es so. Ich habe zu Essen und Trinken, ich werde nicht verprügelt und eingesperrt, habe ein Haus und eine gesunde Familie. Da werden die eigenen Probleme zur Kleinigkeit.

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    BeautyBooks

    BeautyBooks

    03. May 2010 um 13:53

    Nachdem ich dieses Buch zu lesen angefangen hatte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Souad (das Pseudonym dieser mutigen Frau, die sich noch heute vor ihrer Familie versteckt hält) erzählt in eindringlichen Worten ihre bewegende und beinah unfassbare Geschichte. Sie macht sämtlichen Menschen auf der ganzen Welt klar, dass es nach wie vor Länder gibt, in denen Frauen und Mädchen weniger zählen als ein Schaf oder eine Kuh. Vom Tag ihrer Geburt an wird ihnen eingeschärft, dass sie nur existieren um für Männer zu arbeiten und Söhne zu bekommen. Bis zum Tag ihrer Hochzeit müssen sie mit gesenktem Blick durch die Straßen gehen, immer in Begleitung einer erwachsenen Frau oder eines zumindest gleichaltrigen Mädchens. Sieht sie einem Mann in die Augen, hat sie die Ehre ihrer Familie beschmutzt und diese hat nun das Recht, das Mädchen zu töten. So etwas nennt man im Osten "Ehrenmord". Das Urteil wird von der eigenen Familie gefällt und von einem ausgesuchten Familienmitglied vollstreckt. Souad lebt mit ihren Eltern, ihren drei Schwestern und ihrem kleinen Bruder, der in der Familie von allen wie ein Prinz verehrt wird, in einem Dorf im Westjordanland. Außer diesem Dorf kennt sie nichts von der Welt, hat kein Recht auf einen Schulbesuch und kann daher weder lesen noch schreiben. Ihr Alltag besteht von frühmorgens bis spätabends aus Arbeit, Arbeit und Arbeit. Mädchen müssen sehr hart und schnell arbeiten. Machen sie einen kleinen Fehler oder sind zu langsam, werden sie vom Vater oder Bruder verprügelt. Souad kennt ihren Geburtstag nicht, aber als sie ungefähr im Alter von 17 Jahren ist, verliebt sie sich in ihren Nachbarn Faiez, dem sie schon so gut wie versprochen ist. Allerdings darf sie ihn nicht heiraten, bevor nicht ihre um ein Jahr ältere Schwester verheiratet ist. Souad begeht einen für sie tödlichen Fehler. Sie beginnt eine Affäre und wird schwanger. Für eine Familie im Westjordanland bedeutet das die größte aller Schanden und so beschließt die Familie ihren Tod, als sie im Nebenzimmer sitzt. Am Tag darauf übergießt sie ihr Schwager Hussein mit Benzin und zündet sie an. Souad hat überlebt und legt mit diesem Buch nun ein Zeugnis über die Ehrenmorde ab, die noch heute so häufig in mehreren Ländern als völlig normal angesehen werden. Heute lebt sie mit ihrem Mann und drei Kindern, entstellt von Verbrennungen, in Europa. "Bei lebendigem Leib" ist das fesselnste, berührendste und schockierendste Buch, das ich je gelesen habe und ich kann es nur jedem empfehlen. Vor so einer Grausamkeit die Augen zu verschließen, ist keine Lösung..

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    nic

    nic

    09. January 2010 um 23:06

    Souad erzählt ihre Geschichte - wie sie als dritte Tochter eines brutalen Vaters und einer geprügelten Mutter ihre Kindheit im Westjordanland verbringt, geprägt von Schlägen und Sklaverei. Als sie mit 17 Jahren immer noch nicht verheiratet ist, gilt sie schon als alte Jungfer. Sie verliebt sich und wird schwanger. Das ist ihr Todesurteil. Um die Ehre der Famile zu retten, wird beschlossen, Souad zu töten. Ihr Schwager übergießt sie mit Benzin und zündet sie an. Mit schweren Verbrennungen entkommt sie nur knapp dem Tod. Durch Zufall wird sie von einer Mitarbeiterin der Hilfsorganisation Terre des Hommes entdeckt und außer Landes gebracht. Das Buch hat mich mitgenommen und ich finde es unfassbar, dass es in manchen Ländern immer noch den Ehrenmord gibt, der nicht einmal bestraft wird. Ich bin immer noch so sprachlos, dass ich gar nicht sehr viel mehr zu diesem Buch schreiben kann, mich aber weiter mit dem Thema Ehrenmord befassen werde. Die Geschichte ist nichts für schwache Nerven, erst recht nicht, weil es nicht in der Phantasie der Erzählerin passiert ist, sondern leider alles Wirklichkeit war.

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  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    Aldona

    Aldona

    05. October 2009 um 11:39

    sehr krass geschrieben story, die der wahrheit entspricht

  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    thola

    thola

    30. March 2009 um 23:10

    Also eigentlich interessieren mich Krimis und Thriller und dieses Buch ist eine Biografi, aber es liest sich wie ein Thriller. Meine Freundin hat mir dieses Buch empfohlen... es ist traurig und grausam daß es sowas auf der Welt gibt...

  • Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Bei lebendigem Leib
    Robyn

    Robyn

    06. January 2009 um 18:42

    Ist sehr gut gelungen,sehr berührend und erscütternd zu lesen was auf unserer Welt geschieht..Leider fand ich das Ende hier in Europa nicht so toll,das hätte man auch verkürzen können:-)

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