Bei lebendigem Leib

von Souad 
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Bei lebendigem Leib
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engineerwifes avatar

Das hat mich erschüttert!

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Beeindruckendes Portrait einer mutigen Frau, die bis heute mit dem Schicksal kämpft ... ist schon zwölf Jahre her, dass ich es gelesen habe.

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Inhaltsangabe zu "Bei lebendigem Leib"

Die Überlebende eines Ehrenmordanschlags berichtet!§Souad ist siebzehn Jahre alt, als ihre Familie im Westjordanland sie zum Tode verurteilt: Weil sie schwanger wurde, hat sie die Familienehre beschmutzt. Ihr Schwager vollstreckt das Urteil - und verbrennt sie bei lebendigem Leib. Doch mit letzter Kraft kann Souad fliehen. Im Krankenhaus bringt sie ihren Sohn zur Welt, der ihr sofort genommen wird. Einer mutigen Menschenrechts-Aktivistin gelingt es auf abenteuerliche Weise, Souad das Leben zu retten. Als sie nach 25 Jahren endlich ihr Kind wiederfindet, entschließt Souad sich, Zeugnis abzulegen - um der Weltöffentlichkeit die Augen über dieses grausame, archaische Gesetz gegen die Frauen zu öffnen!§§»Für dieses Buch habe ich meine Lebensgeschichte erzählt und dabei auch die verborgensten Erinnerungen aus meinem Gedächtnis zu Tage gefördert. Das war schwierig und schmerzhaft. Ich wünsche mir, dass dieses Buch um die Welt geht und irgendwann auch in meine Heimat, das Westjordanland, gelangt, wo es die Männer hoffentlich nicht gleich verbrennen.«.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442362684
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:287 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:09.05.2005
Das aktuelle Hörbuch ist bei Random House Audio erschienen.

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    supersusis avatar
    supersusivor einem Jahr
    Kurzmeinung: Die Autorin wuchs in einem arabischen Dorf auf, in dem Frauen weniger als Vieh wert waren. Schläge, harte Arbeit, unbedingter Gehorsam, Mißh
    erschütternde Lebensgeschichte

    Die Autorin wuchs in einem arabischen Dorf auf, in dem Frauen weniger als Vieh wert waren. Schläge, harte Arbeit, unbedingter Gehorsam, Mißhandlungen und völlige Unterwerfung machten die Kindheit aus. Söhne wurden geschätzt, verwöhnt und durften alle Freiheiten genießen, sogar zur Schule gehen, viele Töchter wurden dagegen bei der Geburt von ihren Müttern direkt umgebracht. Als die Autorin heranwächst, träumt sie davon, einen Mann zu finden, damit sie aus der Hölle des Elternhauses entkommt, obwohl sie in ihrem Umfeld sieht, dass oftmals die Schläge und Mißhandlungen des Vaters vom Ehemann fortgesetzt werden. Es ist aber verboten einen Mann auch nur anzublicken, geschweige denn, mit ihm zu reden. Und es reicht aus, dass jemand behauptet, er habe ein Mädchen dabei gesehen, wie es einem Mann ins Gesicht schaut. Schon wird sie als Hure abgestempelt. Um die Ehre der Familie wieder herzustellen gibt es nur eine Möglichkeit : Die Familie muß das Mädchen töten.

    So schrecklich und barbarisch, so grausam und abartig  wie wir dies empfinden, so normal erscheint es der Autorin, denn ihre Welt beschränkt sich auf das Dorf und sie hat es nie anders kennengelernt. Für uns ist es unvorstellbar, dass eine Mutter ihr Kind oder ein Bruder seine Schwester umbringt, aber die Autorin wächst mit dieser permanenten Angst auf, da sie auch erlebt, dass ihre Schwester eines Tages nicht mehr da ist. Auch sie ereilt das Schicksal von ihrer Familie zum Tode verurteilt zu werden. Ihr Schwager bekommt die Aufgabe übertragen, übergießt sie mit Benzin und zündet sie an.

    Wie durch ein Wunder geliengt ihr brennend die Flucht auf die Straße, wo sie von anderen Frauen in ein Krankenhaus gebracht wird. Aber sie wird dort nicht behandelt, sondern zum Sterben in ein Zimmer geschoben, denn der Wille der Familie ist, dass sie tot ist und diesen Willen respektiert man. Einer Hilfsorganisation gelingt es, sie nach Europa zu bringen und dort ihr Leben zu retten. Aber die Narben auf Haut und Seele verheilen nie ganz.

    Um auf das Schicksal der Frauen in arabischen und anderen östlichen Ländern aufmerksam zu machen, ringt sie sich nach Jahrzehnten dazu durch, ihre Geschichte aufschreiben zu lassen.

    Ein erschütterndes Buch, ein unglaublich wichtiges Buch und ein Buch, dass leider immer noch aktuell ist, denn der Wahnsinn der "Ehrenmorde" geht immer noch weiter. Es gibt minimale Verbesserungen auf dem Papier, aber Täter werden noch immer als Held gefeiert, anstatt verurteilt zu werden. Und auch hier bei uns kommt es immer wieder zu diesen Taten. Ich habe zwar schon öfter davon gehört, aber wie das Leben in diesen Ländern, gerade in den Dörfern genau aussieht, wußte ich nicht und war zutiefst erschüttert. Dieses Ausgeliefert sein, ohne je entkommen zu können -- für uns hier im Westen unvorstellbar.

    Dieses Buch ist wichtig, ergreifend und sollte gelesen werden.

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    makamas avatar
    makamavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dramatische Geschichte über einen misslungen Ehrenmord, in einer Welt in der Frauen weniger wert sind als Tiere, zutiefst erschütternd
    Überlebt

    Souad wächst irgendwo im Westjordanland auf, ungeliebt sie ist ja nur ein Mädchen. In ihrer Welt zählt das nicht. Jungen und Männer sind wertvoll. Frauen und Mädchen sind weniger wert als Rinder und Schafe, denn mit denen kann man wenigstens Geld verdienen.
    Prügel sind an der Tagesordnung, ebenso viel Arbeit.
    Schulbildung Fehlanzeige.
    Nur ihr Bruder darf zur Schule gehen. Für ein Mädchen schickt sich das nicht.
    Mädchen werden früh verheiratet, sie kennen es nicht anders und freuen sich endlich einen Mann zu haben und von zuhuse weg zu kommen....doch häufig kommen sie vom Regen in die Traufe.
    Souad hat kaum Chance verheiratet zu werden, denn erst ist ihre ältere Schwester dran, die ist aber nicht hübsch, und mit etwa 17 und unverheiratet gilt man schon als alte Jungfer.
    Da verliebt sie sich in den Nachbarssohn, doch der nutzt sie nur aus, sie wird schwanger --- und das ist ihr Todesurteil, denn sie hat die Ehre ihrer Familie, dass heißt der Männer beschmutzt.
    Ihr Schwager versucht sie zu verbrennen, doch sie kann entkommen, landet im Krankenhaus.....
    Doch statt sie zu versorgen, vegetiert sie da vor sich hin, sie stirbt ja sowieso, also warum behandeln - und für die Männer ihrer Familie ist es besser, wenn sie stirbt.
    Ihr Sohn kommt als Frühchen zur Welt, und wie durch ein Wunder wird Jacqueline eine Helferin von Terre de Somme auf sie aufmerksam und kann sie  und ihren Sohn nach etlichen Schwierigkeiten außer Landes bringen......
    Doch niemand in ihrer alten Heimat darf wissen, dass sie überlebt hat, dort gilt sie als tot.
    Souad baut sich in Europa mühsam ein neues Leben auf, heiratet und bekommt zwei Töchter. Aber ihr Leben ist von den Ereignissen geprägt.....
    FAZIT:
    Ein erschütterndes und grausames Buch. Die Ereignisse liegen schon etliche Jahre zurück, doch im Grunde hat sich nicht viel geändert.
    Sogenannte Ehrenmorde gibt es immer noch, sogar in der westrlichen Welt, und in der Heimat dieser Frauen werden sie kaum oder gar nicht geahndet.
    Mich hat dieses Buch sehr betroffen gemacht. Für die Autorin war es nicht einfach es zu schreiben. Einige Kapitel sind aus der Sicht von Jacquline geschrieben, die Souad und ihren Sohn gerettet hat.
    Das Cover gefällt mir gut .... die Frau mit der Maske und passt gut zu einem Verbrennungsopfer, dass sich wie in diesem Fall auch noch vor ihrer Herkunftsfamilie verstecken muss.
    Dieses Buch ist bereits  2002 in Frankreich erschienen und kurz darauf auch in Deutschland, leider hat es nichts an Aktualität eingebüsst.
    Der  Schreibstil ist manchmal etwas gewöhnungsbedürftig und es gibt etliche Wiederholungen.
    Deshalb einen Punkt Abzug und nur 4 Sterne


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    Hilde1945s avatar
    Hilde1945vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ehrenmord-Bericht einer Überlebenden, der nahe geht.
    Ehrenmord-Bericht einer Überlebenden

    Souad ist eine junge Algerierin, die einen in ihrer Gesellschaft tragischen Fehler begeht: sie verliebt sich in einen Burschen aus der Nachbarschaft, trifft ihn heimlich, hat - natürlich auf sein Bestreben hin - Sex, wird schwanger. Als ihre Familie das mitbekommt, wird der Schwager beauftragt, sie mit Benzin zu übergießen und anzünden. Souad überlebt schwer verletzt und hochschwanger. In einem Krankenhaus in der nächsten Stadt wird sie zum Sterben in ein Zimmer gelegt. Eine französische Hilfsorganisation wird auf sie aufmerksam und rettet ihr das Leben, in dem sie sie nach Frankreich bringt. Hier bringt Souad ihr Kind zur Welt, muss es der Umstände wegen aber weggeben. Jahre später heiratet sie einen Franzosen, bekommt mit ihm zwei Kinder. Und irgendwann findet auch ihr verloren geglaubter Sohn den Weg zu ihr.
    Souad hat überlebt, aber ihr Körper ist voller Wunden - und gewiss auch ihre Seele. Ein bisschen etwas hört man zwischen den Zeilen heraus, was letzteres betrifft. Ich habe mich mehrmals gefragt, was die Ehe zu ihrem jetzigen Mann aufrecht hält....wie er mit ihrer Historie und ihren auch seelischen Wunden umgeht. Darüber erfährt man leider zu wenig. Über den Ehrenmord und die Hintergründe dagegen umso mehr, und das ist erschütternd genug. Souads Eltern haben kein Unrechtsbewusstsein, das wird schnell klar. Und sie würden es jederzeit wieder tun. Das ist die schrecklichste Erkenntnis an diesem autobiographischen Bericht.

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    lifewithvicisbookss avatar
    lifewithvicisbooksvor 3 Jahren
    Eine realitätsgetreue Geschichte


    Meine Meinung:

    zu den Charaktären

    Die Geschichte von zwei Personen erzählt. Wobei eigentlich
    hauptsächlich nur Souad erzählt bis auf zwei bis drei
    einzelne Kapitel. Souad kann man durch diesen
    Einblick auch sehr gut verstehen und man fühlt mit
    ihr mit.

    zum Inhalt

    Der Inhalt ist eine sehr schlimme und berührende
    Geschichte. Ich glaube sie basiert auf einer realen Geschichte
    was einen noch mehr berührt. Man bekommt alles sehr hautnah mit
    und ich konnte dieses Buch sehr sehr flüssig lesen.

    zum Cover

    Das Cover finde ich sehr passend.
    Es soll die verbrannte Souad darstellen,
    welche sich nach diesem grausamen Attentat dauerhaft
    verkleiden und verstecken muss. Außerdem
    zeigt es eine Maske, welche die
    meisten Brandopfer tragen müssen,

    Zu empfehlen für Fans von:

    Ich kann es denen Menschen empfehlen die z.B. schon
    "Nicht ohne meine Tochter" gelesen haben oder
    generell Bücher über die Unterdrückung
    der Frau.

     

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    heidi_59s avatar
    heidi_59vor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr gefühlvolle , dramatische Erzählung , einer Überlebenden
    "Biografie eines Ehrenmord "

    Die 17jährige Souad* lebt mit ihrer streng muslimischen Familie im Westjordanland , als sie ungewollt schwanger wird. 
    Die Familie verstößt Souad und verurteilt das Mädchen , das die
     Familienehre beschmutzt hat zum Tode . Souads Schwager Hussein , übergießt das Mädchen im Auftrag der Familie mit Petroleum und will sie bei lebendigen Leib verbrennen lassen. Nur mit viel Glück kann Souad  brennend ihrem Schwager entkommen und wird von helfenden Frauen ins nächste Krankenhaus gebracht . Im 7. Monat schwanger , bringt die schwer verletzte Souad  ihren Sohn zur Welt , der ihr sofort weggenommen wird .
    Eine Mitarbeiterin von Terre des Hommes , erfährt zufällig vom Souads Schicksal und beschließt sofort dem Mädchen zu helfen. Sie schmuggelt Souad und ihren kleinen wiedergefundenen Sohn , auf abenteuerliche Weise  außer Landes nach Europa . In der Schweiz wird Souad mehrmals wegen ihrer schweren Verbrennungen in einer Klinik operiert und erholt sich langsam. 
    Nach der Genesung kommt Souad zu einer Pflegefamilie, ihr Sohn Marouan wird von der Pflegefamilie mit ihrem Einverständnis adoptiert .  
    Jahre später in einer anderen Stadt , lernt Souad einen Mann kennen und lieben .  Die beiden heiraten und bekommen in den nächsten Jahren zwei Töchter . Viele  Jahre später erzählt sie ihren mittlerweile großen Töchtern auf deren Drängen ihre Geschichte und nimmt erstmals wieder Kontakt zu ihren Sohn Marouan auf.
    Um auf das Schicksal vieler anderer Frauen und Mädchen in ihrer ehemaligen Heimat aufmerksam zu machen , hat Souad diese , ihre Biografie  geschrieben . Souad muss aufpassen das ihre Familie aus Westjordanland sie niemals findet , denn  sonst droht ihr nach wie vor der Ehrenmord !

    *Pseudonym für den richtigen Namen !

    Das Buch ist sehr detailreich und flüssig und spannend geschrieben , Sitten und Gebräuche werden schnell näher gebracht . 
    Das traurige Thema" Ehrenmord " 
    wird hier sehr ausführlich behandelt . 
    Mich hat Souads Geschichte sehr berührt , ich finde es außerordentlich mutig  und stark  von Souad , damit an die Öffentlichkeit zu gehen .

    Kommentare: 3
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    butterflyintheskys avatar
    butterflyintheskyvor 5 Jahren
    Bei lebendigem Leib

    Zusammenfassung:
    Das Buch handelt von Souad (Pseudonym) die im Westjordanland aufwähst. Die Mädchen werden vom Vater und Bruder total unterdrückt. Souad fängt im Alter von 17 Jahren an, sich für Jungs zu interessieren. Nach einer gemeinsam Nacht mit Faiez wird Souad ungewollt schwanger und somit zur Schande für ihre Familie.

    Meine Meinung:
    Wir haben das Buch im Unterricht durchgenommen. Ich fand es so interessant, dass ich es sogar noch zu Hause weitergelesen habe. Es ist wirklich schockierend, wie sehr die Frauen in Westjordanien unterdrückt werden. Sie sind weniger wert als Tiere. Wenn man dort nicht auf die Männer hört, wird man geschlagen, oder im Fall von Souad sogar bei lebendigem Leib verbrannt.

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    Das_Lesedings avatar
    Das_Lesedingvor 6 Jahren
    Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Eigentlich hatte ich auf eine bewegende und tiefgründige Geschichte gehofft, die ich leider nicht erhalten habe. Souad berichtet am Anfang ihres Buches von ihrer schwierigen und von brutaler Gewalt beherrschten Kindheit, aber auch dabei schaffte sie es nicht mich zu fesseln. Immer wieder bricht sie mit Erzählungen ab um dann genau das gleiche nochmals zu beschreiben. Dann dachte ich “nun hab ichs schon 2 mal gelesen, das wird ja wohl nicht wieder kommen”, da fängt sie wieder an… Also alles ist doppelt gemoppelt und wird wieder neu aufgerollt (nein ich rede nicht vom Ehrenmord sondern vom Hüten der Ziegen, der Schläge durch den Vater, das Melken der Kühe, die Enge im Haus, …).

    Nachdem ich dann gute 70 Seiten über die Prügelstrafen von Souads Vater und Bruder gelesen habe, wird es doch noch interessant und Souad berichtet über das höchste Glück einer Frau: Die Hochzeit. Beschrieben wird die Heirat von Souads Schwester. Danach, wer hätte es gedacht, geht es wieder mit der Kindheit weiter – einige Geschichten sind mir bekannt (von den Seiten davor – so kann man Bücher füllen). Irgendwann kommt es dann doch zum tragischen Fehler: Souad lässt sich unverheiratet Schwängern (komisch, dass wird nur einmal erwähnt). Das Mädchen muss sterben …

    Meine Meinung:
    Ich bin echt enttäuscht und ich kann dem Buch nichts abgewinnen. Natürlich sind Frauen in anderen Ländern nicht das, was sie hier sind – das sollte wohl jedem bekannt sein – daher ist das Geschehen in Souads Kindheit nichts neues mehr. Aber irgendwie habe ich von einem Spiegel-Bestseller (das ist übrigens mein letzter, ich werde nun alle Spiegel-Bestseller-Bücher meiden) etwas ganz anderes, tiefsinnigeres erhofft und nicht so ein Buch wo sich alle 3 Absätze das geschriebene wiederholt.

    Der Schreibstil von Souad ist gruselig, aber ich bin mir nicht sicher ob es daran liegt, dass sie erst mit 24 Jahren lesen und schreiben gelernt hat oder ob es an der Übersetzung liegt. Ganz eigenartig ist auch, dass angeblich Souad dieses Buch geschrieben hat und auf einmal eine Frau aus der Hilfsorganisation in “ich-Form” schreibt. Bis ich dann an den Merkwürdigen Wiederholungen merkte – oh gleicher Stil ?! Ich fühle mich veräppelt! Entweder ich lasse diese Organisationsfrau reden – dann soll sie aber selber schreiben, oder jemand anderes schreibt für sie, dann ist aber bitte dieser teil nicht in “ich-Form” zu schreiben.

    Dann kamen noch so ziemlich viele Ungereimtheiten zusammen, die ich mir einfach nicht erklären kann.
    Jedenfalls finde ich durch diese Ungereimtheiten das ganze Buch unglaubwürdig. Auch passieren Souad so viele “Zufälle” das sich das Buch zum Ende hin wie ein Groschenroman liest. Ich, für mich, bin zu dem Schluss gekommen, dass das ganze Buch reine PR für die Organisation ist, die Souad angeblich das Leben rettete. Denn diese Organisation wird doch recht ausführlich dargestellt und auch der Gründer wird nicht nur einmal erwähnt. Auch finden sich alle Informationen zur Stiftung auf der letzten Seite – besonders groß natürlich.

    Fazit:
    Wie gesagt, halte ich das gesamte Buch für reine PR und bin daher echt giftig. Ich vergebe 2 Sterne für die Idee hinter Souad.

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    Fanjevor 6 Jahren
    Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Dieses Buch hat mich sehr ergriffen. Es ist eine wahre Lebensgeschichte und beschreibt, wie eine Frau von ihrer Familie zum Tode verurteilt wurde, weil sie schwanger geworden war. Die junge Frau überlebt und kann dank einer Hilfsorganisation in Europa ein neues Leben beginnen.

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    monika62s avatar
    monika62vor 6 Jahren
    Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Die Geschichte von Souad ging mir wirklich unter die Haut.
    Es wird die Geschichte eines jordanischen Mädchens erzählt.
    Von den Erniedrigungen in der Familie von Vater und Bruder. Von einer ohnmächtigen Mutter.
    Als Souad die Ehre der Familie beschmutzt, weil sie schwanger wird. Wird sie von ihrem Schwager angezündet.
    Mit schwersten Verbrennungen kommt sie in ein Krankenhaus, wo sie einen Jungen zur Welt bringt.
    Dank der Organisation Terre des Hommes wird sie nach Europa gebracht und hier arbeitet sie das Erlebte langsam auf und schreibt dieses Buch!

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    buchfeemelanies avatar
    buchfeemelanievor 6 Jahren
    Rezension zu "Bei lebendigem Leib" von Souad

    Souad ist 17 Jahre alt, ungwollt und unverheiratet schwanger, als ihre Eltern beschließen, sie entscheiden, sie zu lassen. Weil sie Schande über die Familie gebracht hat. Deshalb wird sie eines Tages von ihrem Schwager mit Benzin übergossen und angezündet. Wie durch ein Wunder überlebt Souad mit ihrem Kind den "Ehrenmord" und kann mithilfe einer Französin vor ihren Häschern fliehen.
    Heute lebt sie in Deutschland.
    Wieder ein schonungslos ehrlicher Bericht, der uns zeigt, dass Frauen nicht überall gleich behandelt werden.
    Gut geschrieben, ohne übertrieben zu sein oder langweilig zu werden.
    Danke, für diese Geschichte. Sie regt sehr zum nachdenken an.

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