Spencer Johnson

 3,8 Sterne bei 64 Bewertungen

Lebenslauf

Spencer Johnson ist einer der bekanntesten Autoren praktischer Management-Ratgeber der Welt. Seine Bücher erschienen in 47 Sprachen mit einer Gesamtauflage von über 50 Millionen Exemplaren. Johnson ist Diplom-Psychologe und Dr. med. Er praktizierte unter anderem an der Harvard Medical School und an der Mayo Clinic. Außerdem machte er sich als Dozent und Kommunikationsforscher einen Namen.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Spencer Johnson

Neue Rezensionen zu Spencer Johnson

Cover des Buches Die Mäusestrategie für Manager (ISBN: 9783720521222)
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Rezension zu "Die Mäusestrategie für Manager" von Spencer Johnson

sarah83sbookshelf
Auf der Suche nach dem Käse

Was ist zu tun, wenn der Käse aufgegessen ist?
In "Die Mäusestrategie" von Spencer Johnson geht es grundsätzlich um die Frage nach dem Käse, wobei dieser sinnbildlich für alles im Leben stehen kann. Zwei Zwergmenschen und zwei Mäuse werden in ein Labyrinth gesetzt. Zuerst finden sie das Käselager K, doch nach einiger Zeit ist hier kein Käse mehr vorhanden. Wie verhalten sich Mäuse und Zwergmenschen und was kann man aus der vermeintlich kleinen Geschichte für das Leben lernen?

Eingebettet ist diese Geschichte in ein Jahrestreffen von Ehemaligen. Michael erzählt seinen Mitschülern die Geschichte, die im seinem Berufsleben schon für so manche Überraschung gesorgt, denn jede dieser vier Figuren stellt einen Stereotyp dar. Während sich nach der Erzählung die Ehemaligen unterhalten, welche Figur sie aktuell sind und welche sie zukünftig sein möchten, stellt man sich als Leser auch die gleichen Fragen.

Psychologie muss nicht immer kompliziert formuliert sein. Das zeigt diese Geschichte. Vor allem zeigt sie auch, dass Stillstand nicht sein muss (immer die entsprechenden Umständen vorausgesetzt). Aus allen Zeilen, gerade nachdem Knobel sich aufmacht, sprüht der Drang nach Veränderung und der Gedanke, dass Angst meist das einzige Hemmnis ist. Natürlich liegt in der Kürze eine Wahrheit, die sicher oftmals gilt. Mit kleinen Sätzen, die zur Motivation dienlich sind, nimmt Knobel den aufgeschlossenen Leser an die Hand und zeigt, wie man sich ändern kann, wenn man es denn wirklich möchte. Der Weg ist da, man muss ihn nur gehen wollen/können.

Sicherlich sind viele Annahmen sehr schwarz-weiß gesehen, doch für Menschen, die im Job oder im Privaten etwas verändern wollen, bietet der Text gute Ansätze, um sich auf die Reise zu machen.

Leicht formuliert bergen die Aussagen trotzdem einen großen Schatz an Weisheiten.

Auf den Käse, fertig, los.

4,5 von 5 Käsestücken

Cover des Buches Die Mäuse-Strategie für Manager (ISBN: 9783720540568)
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Rezension zu "Die Mäuse-Strategie für Manager" von Spencer Johnson

Featherstone
Auf ins Labyrinth! Folge dem Käse!

Inhalt:

Die Geschichte spielt in einem von Mäusen und Zwergen bewohnten Labyrinth. Alles was die kleinen Kerlchen zum Glücklichsein benötigen ist ihr geliebter Käse. Eines Tages ist dieser Käse jedoch aufgebraucht und die Mäuse und Zwerge reagieren ganz unterschiedlich auf diese neue Situation: Während manche von ihnen in Selbstmitleid versinken, in Grübeleien verfallen und vor Schreck handlungsunfähig sind, gehen andere das Problem von der praktischen Seite an und schreiten sogleich zur Tat…

Meine Meinung:

Auf dieses Buch bin ich aufmerksam geworden, weil es in einer Liste der meisterverkauften Bücher aller Zeiten aufgeführt war. Da der Klapptext interessant klang und es sich zudem sehr schnell lesen lässt (nur ca. 90 Seiten in sehr großer Schriftgröße) dachte ich, dass ich dem Buch mal eine Chance gebe.

Zunächst einmal hat es mich positiv überrascht, dass es eine wirklich leicht zugängliche Geschichte ist. Auch wenn es laut Titel eine Strategie „für Manager“ sein soll, kann wirklich jeder die Geschichte verstehen und hat die Chance einige Gedanken daraus mitzunehmen. Man hat glücklicherweise zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, dass man einen Lektürenschlüssel benötigt um die tiefere Bedeutung des Ganzen erfassen.

Die Geschichte präsentiert einem auf anschauliche Weise verschiedene Denk- und Verhaltensweisen mit denen Menschen auf Veränderungen reagieren können. Dadurch kann jeder beim Lesen einen Charakter finden mit dessen Verhalten/Denkweise er sich besonders gut identifizieren kann. Es wird deutlich welches Verhalten bzw. welche innere Einstellung eher förderlich sind um aus einer Misere herauszukommen und welche eher hinderlich sind und die Lage tendenziell schlechter machen. An der einen oder anderen Stelle habe ich mich ehrlichweise ein wenig ertappt gefühlt, denn man reagiert nun mal nicht auf jede Veränderung in der objektiv betrachtet schlausten Weise. Durch die Geschichte bekommt man somit auch mal den Spiegel vorgehalten und man erhält einige Denkanstöße. Vor allem aber versucht die Geschichte einem zu beruhigen, zu motivieren und einem Mut zuzusprechen:

Das, wovor man sich fürchtete, ist in Wirklichkeit nie so schlimm wie in der eigenen Vorstellung. Die Furcht, die man in seinem Inneren aufsteigen lässt, ist schlimmer als die Situation, die in Wirklichkeit existiert. (S. 59)
Wer losgeht und seine Angst hinter sich lässt, fühlt sich frei. (S. 52)

Wie bereits erwähnt vermittelt das Buch kluge und weise Ratschlägen, aber ich habe mir schon auch so manches Mal gedacht: „Das ist aber viel leichter gesagt als getan!“ bzw. „Das ist zwar schön und gut, aber das lässt sich nicht immer so einfach umsetzen!“ Ein Beispiel dafür ist der Tipp „Je schneller du Altes loslässt, desto eher findest du Neues“. Ich denke, dass es leider in vielen Fällen passieren kann, dass man nicht direkt etwas Neues finden kann mit dem man gleich gut oder gar besser dasteht. So ist die Welt leider nicht und so viel Glück hat nicht jeder. Es ist meiner Meinung nach eine durchaus berechtigte Angst, dass man hinterher schlimmer dasteht könnte als vorher. Ich denke, dass man sich hier sehr genau überlegen muss bei welchen Problemstellungen es sich lohnt das Alte einfach sausen zu lassen und in welchen Fällen das damit verbundene Risiko so groß ist, dass es ratsamer ist so lange wie irgendwie möglich am Alten festzuhalten.

Es ist wichtig zu wissen, dass in diesem Buch keine konkreten Vorgehensweisen erläutert wie man an der Umsetzung der Ratschläge arbeiten kann. Außerdem glaube ist, dass es sehr stark darauf ankommt auf welche Art von persönlichen Probleme man die Mäuse-Strategie anzuwenden versucht. Während sich manche Probleme vergleichsweise leicht mit der Mäuse-Strategie bewältigen lassen ist es bei anderen sicher unglaublich schwer. 

Die Geschichte sollte daher vorrangig als kleine Motivationshilfe gesehen werden, die versucht einem den einen oder anderen Denkanstöße zu geben. Es ist natürlich nicht so, dass sich durch dieses Buch Probleme aller Art plötzlich mit Leichtigkeit und im Handumdrehen lösen lassen.

Wem dieses Buch gefällt, dem kann ich auch „Die 1%-Methode – Minimale Veränderung, maximale Wirkung: Mit kleinen Gewohnheiten jedes Ziel erreichen“ von James Clear empfehlen. In diesem Buch geht es ebenfalls darum wie man darauf hinarbeiten kann persönliche Ziele zu erreichen, aber das wird viel ausführlicher erläutert und zudem mit Studien und Forschungsergebnissen untermauert. Vor allem aber bekommt man konkrete Tipps wie man vorgehen kann und das ist genau das, was mir bei der Mäuse-Strategie gefehlt hat.

Fazit:

Das Buch verpackt einige interessante, zum Nachdenken anregende, beruhigende und motivierende Botschaften gekonnt in einer unterhaltsamen kleinen Geschichte. Es werden zwar keine bahnbrechenden neuen Erkenntnisse präsentiert und es handelt sich auch nicht um ein Allheilmittel für Probleme, aber die Geschichte hat schon ihre positiven Seiten. Ich denke sie kann als kleine Motivationshilfe nützlich sein und einem dabei helfen gewissen Dinge mal aus einer völlig anderen und objektiveren Perspektive zu betrachten.

Cover des Buches Die Mäusestrategie für Manager (ISBN: 9783720521222)
M

Rezension zu "Die Mäusestrategie für Manager" von Spencer Johnson

M.Lehmann-Pape
Veränderungen positiv begegnen können

Veränderungen positiv begegnen können

 

Vier kleine Wesen in einem Labyrinth auf der Suche nach dem gelungenen Leben, nach der Erreichung eigener Ziele, der Erfüllung persönlicher Wünsche – was in diesem Labyrinth durch ein Stück Käse symbolisiert wird. Eine Suche, auf der sich, eigentlich ständig, fließende Veränderungen auf den Wegen der Suche ereignen.

 

Eine kleine Geschichte, groß gedruckt, erstmal vermeintlich leicht zu verstehen, die erzählt Spencer Johnson als Analogie der menschlichen Suche nach Glück. Eine Suche, auf der ja durchaus auch gefunden werden ihre, gefunden wurde, aber auch Vertrautes wieder dahingehen wird und dahingegangen ist. Veränderungen somit, die im Leben eintreten. Veränderungen, die oft mit negativen Gefühlen, Verlusterlebnissen, Enttäuschungen zunächst verbunden sind und daher die Versuche, zu „Bewahren“ mehr das Leben prägen, als die Akzeptanz der Dynamik des Lebens an sich, die ständig zu kleinen, manchmal eben auch großen Veränderungen führt.

 

Am Ende kann sich wohl jeder Leser und jede Leserin in die Erkenntnis von Angela, einer der Personen im Buch, einstimmen:

„Das Leben ist ganz schön anders verlaufen, als ich es mir damals…vorgestellt habe. Es hat sich viel verändert“. Denn so ist das Leben. Meist.

Mit zugleich Zustimmung zur zweiten Erkenntnis, wie wenig man „sich selbst“ eigentlich in diesen äußeren Veränderungen verändert hat.

„Ich schätze, dass wir uns nicht verändern möchten, weil wir uns vor Veränderungen fürchten“!. Sagt Carlos, ein anderer der ehemaligen Schulfreunde.

 

Oder, wie dann in der wunderbaren Geschichte der vier Mäuse es heißt: „Je wichtiger Dir Dein Käse ist, desto mehr willst Du ihn behalten“.

 

Was aber, und das ist eine motivierende, fantasieanregende, zentrale, wichtige, die eigentliche Frage der Geschichte, die bei der Lektüre unbedrängt zu eigenen Fantasien führen kann und soll:

 

„Was würdest Du tun, wenn Du keine Angst hättest“?

 

Kommt dann Leere als Antwort, weil der eigene Rahmen so festgelegt ist, dass man selbst in Gedanken nicht mehr angstfrei nach vorne schauen kann, auch dann hat die kleine Geschichte ja schon ihren Zweck erfüllt, die eigenen Haltungen erkennbar in den Raum zu stellen. Denn am Ende ist es so, dass es besser ist, zur Not auch lange Zeit erfolglos im Labyrinth zu suchen, als „ohne Käse zu sein“, heißt wartend zu verharren. Also, „folge dem Käse“ und lerne die Veränderung zu genießen. So einfach klingt das, ist das und doch so schwer, innerlich genügend loslassen zu können, um es einfach mal zu versuchen.

 

Was aber sich, langsam, Seite für Seite, erst am Rande, dann deutlicher, motivierend einstellt bei der Lektüre. Und damit das Buch dazu verhilft, ein wenig zunächst, weniger Angst vor „drohenden“ Veränderungen zu empfinden und sich mehr den „Möglichkeiten“ sich vollziehender Veränderungen vorsichtig zuwenden zu können.

 

Eine empfehlenswerte Lektüre. 

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