Stéphane Betbeder

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Gefährliche Liebschaften - Vorspiel. Band 1
Erscheint am 22.10.2018 als Hardcover bei Splitter-Verlag.
Broceliande – Der Wald des kleinen Volkes. Band 2
Erscheint am 01.01.2019 als Hardcover bei Splitter-Verlag.

Alle Bücher von Stéphane Betbeder

Stéphane BetbederDr. Watson
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Dr. Watson
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Erschienen am 22.02.2018
Stéphane BetbederGefährliche Liebschaften - Vorspiel. Band 1
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Gefährliche Liebschaften - Vorspiel. Band 1
Stéphane BetbederAlice Matheson. Band 5
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Alice Matheson. Band 5
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Erschienen am 01.06.2017
Stéphane BetbederBroceliande – Der Wald des kleinen Volkes. Band 2
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Broceliande – Der Wald des kleinen Volkes. Band 2
Stéphane BetbederOrakel
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Orakel
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Erschienen am 01.12.2015

Neue Rezensionen zu Stéphane Betbeder

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Svenjas_BookChallengess avatar

Rezension zu "Dr. Watson" von Stéphane Betbeder

Eine großartige Graphic Novel um Holmes' Sidekick Watson
Svenjas_BookChallengesvor 4 Monaten

Es ist kein Geheimnis: Ich verehre "Sherlock Holmes" und natürlich auch seinen Schöpfer Sir Arthur Conan Doyle und deshalb kenne ich schon eine ganze Reihe an Adaptionen und Pastiches. Betbeders und Perovics Graphic Novel versprach aber einmal etwas völlig Neues und super Interessantes, denn in ihrer Geschichte ist nicht Sherlock Holmes die Hauptfigur, sondern sein treuer Kompagnon Dr. Watson. Auch der Zeitpunkt, zu dem die Geschichte spielt, hat direkt mein Interesse geweckt: Wir treffen Watson wenige Monate nach Sherlock Holmes´ vermeintlichem Tod am Reichenbachfall in London. Wer den Kanon oder auch die grandiose BBC-Serie mit Benedict Cumberbatch und Martin Freeman kennt, weiß (und das gilt hoffentlich nicht als SPOILER - ansonsten bitte ab dem nächsten Abschnitt weiterlesen), dass Sherlock Holmes am Reichenbachfall nicht in den Tod gestürzt ist und einige Zeit später wieder in London auftaucht, um gewohnt genial zu ermitteln. Gerade deshalb war ich gespannt darauf, was Stéphane Betbeder als Autor der Geschichte aus diesem Ausgangspunkt machen würde - würde sein Sherlock Holmes wie bei Doyle zurückkehren?

Relativ schnell wird aber klar, dass Betbeder sich nur sehr bedingt bei Doyle bedient hat, denn mit seiner Geschichte schlägt er einen völlig anderen Weg ein. Das beginnt wie gesagt schon mit Dr. Watson als Hauptfigur. Auf ihm liegt in "Dr. Watson" der Fokus - es geht um seine Erlebnisse und darum, wie schwer ihn der Tod seines engen Freundes getroffen hat. Ein ziemlich spannender Blickwinkel, der einem die Figur des Dr. Watson näherbringt und einfach zur Abwechslung mal das Umfeld von Sherlock Holmes beleuchtet anstatt seine Person. Mir hat diese Herangehensweise wirklich gut gefallen, weil sie zeigt, dass auch Watson neben seiner Menschlichkeit und seinem medizinischen Wissen durchaus seine Qualitäten hat. Und ohne Holmes an seiner Seite kann er diese uneingeschränkt entfalten.

Die Handlung punktet mit einigen unerwarteten Wendungen und vor allem mit Details zu Dr. Watsons Leben vor Sherlock Holmes, die man aus Doyles Erzählungen einfach so nicht kennt. Hier und da empfand ich den Plot zwar als ziemlich wirr und über das Ende, das mich glattweg umgehauen hat, kann man sich sicherlich streiten, aber im Großen und Ganzen ist es wirklich faszinierend, was Betbeder da aus Sherlock Holmes´ Sidekick herausgeholt hat. Und wie er die Beziehung zwischen Holmes und Watson, zu der es ja mittlerweile auch seitenlange Abhandlungen gibt, interpretiert hat. Das war mal etwas wirklich Neues und Innovatives und das hatte ich so definitiv nicht erwartet.

Den Unterhaltungswert der Geschichte heben Perovics Zeichnungen zusätzlich auf ein ziemlich hohes Level. Sein Watson ist mir zugegebenermaßen als etwas zu alt und klapprig dargestellt, wenn man bedenkt, dass er nach Doyle im Jahr 1891 Ende 30 oder Anfang 40 sein müsste. Allerdings wurden sowohl Holmes als auch Watson in vielen Verfilmungen und Adaptionen deutlich älter dargestellt (ein Grund, weshalb ich die BBC-Serie "Sherlock" und die Darsteller so fantastisch finde), sodass Perovic vermutlich nur der Tradition folgt. Watson als alter Mann gefällt mir insgesamt einfach nicht so gut, weil es seine Figur so sehr zum Stereotyp verkommen lässt. Ansonsten haben mir Perovics Comic Strips aber unheimlich gut gefallen: Seine Zeichnungen sind kraftvoll und detailreich, die düstere Atmosphäre des viktorianischen London geradezu spür- und greifbar und auch die Teile, die in Afghanistan spielen, haben mich absolut überzeugt. Betbeders Text und Perovics Zeichnungen bilden eine Einheit, die hypnotisiert und gefangen nimmt. Alles in allem also eine richtig gut umgesetzte und sehr unterhaltsame Graphic Novel.

Mein Fazit
Was für eine coole Geschichte hat Stéphane Betbeder da um Holmes´ Sidekick John Watson herum gebastelt! "Dr. Watson" strotzt nur so vor interessanten und innovativen Ideen und die Geschichte geht in eine Richtung, die ich so absolut nicht erwartet habe. Auch wenn mir Perovics Watson nicht ganz so gut gefällt und der Plot hier und da ein paar kleinere Schwachstellen hat, bin ich insgesamt wirklich begeistert von dieser Graphic Novel. Das ist Unterhaltung auf hohem Niveau!

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losgelesens avatar

Rezension zu "Dr. Watson" von Stéphane Betbeder

Ein Comic, der sich wie ein Puzzle zusammensetzt
losgelesenvor 5 Monaten

Dr. John Watson muss mit ansehen, wie sein Freund Sherlock Holmes in die Reichenbachfälle stürzt. So beginnt der Comic „Dr. Watson“ von Stéphane Betbeder und Darko Perovic. Soweit ist es aus den Originalgeschichten von Sir Arthur Conan Doyle bekannt. Szenenwechsel: John Watson erwacht, ist abgemagert, dem Tode nahe und umgeben von menschlichen Skeletten. Erneuter Szenenwechsel: Sherlock Holmes wird beigesetzt, aber der Sarg ist leer. John Watson flüchtet von der Beerdigung und sucht Zuflucht in der Baker Street 221B. Auf seinen Spuren ein beobachtender Fremder…

So intensiv und überraschend beginnt diese einzigartige Graphic Novel aus dem Splitter Verlag mit Dr. John Watson als titelgebende Hauptperson. Watson weigert sich das mysteriöse Verschwinden seines Freundes zu akzeptieren und vermutet dahinter eine Intrige von Sherlock Holmes Erzfeind Prof. Moriarty. So begibt er sich auf die Spuren des beratenden Detektivs und versucht das Rätsel zu lösen.

Der Comic spielt auf unterschiedlichen Zeitebenen die sich unvermittelt abwechseln und stets ohne Angabe der Zeit bleiben. Das ist am Anfang leicht irritierend, dient aber im Verlauf der Handlung überzeugend der Erzählatmosphäre. Überhaupt ist die gesamte Geschichte überaus dicht und spannend erzählt und ebenso hervorragend in Szene gesetzt. Der Zeichenstil überzeugt, so dass der Leser sich direkt in Raum und Zeit versetzt fühlt. Ein Gefühl, dass auch John Watson widerfährt, denn für ihn verschwimmen Realität und Einbildung und er ist ebenso wie der Leser nicht in der Lage zwischen ihnen zu unterscheiden. Zeichner Perovic und Texter Betbeder haben so einen meisterhaften Comic erschaffen, der sich erst am Ende wie ein Puzzle zusammensetzt und eine überraschende Auflösung außerhalb des Sherlock Holmes Kanon bietet. Lesenswert!

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