Stacy Schiff Kleopatra

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Inhaltsangabe zu „Kleopatra“ von Stacy Schiff

Die glänzend erzählte Lebensgeschichte der legendären ägyptischen Königin

Kleopatra VII., letzter weiblicher Pharao Ägyptens, ist heute hinter Mythen, übler Nachrede und märchenhafter Schönheit verborgen. Stacy Schiff, Pulitzer-Preisträgerin, zeigt in ihrer Biografie dank intensiver Recherche und neuer Auswertung antiker Quellen nicht nur die laszive Verführerin und das intrigante Machtweib, sondern enthüllt eine außerordentlich starke Herrscherin – selbstbewusst, versiert in politischem Kalkül, diplomatisch und visionär. Detailfülle und Mut zum zugespitzten historischen Urteil, sprachliche Eleganz und provokantspritzige Porträts der mächtigen Mit- und Gegenspieler an Kleopatras Seite versetzen den Leser ins alte Reich am Nil mit seinem weltläufigen Charme und seiner machtpolitischen Unerbittlichkeit.

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  • Die rätselhafte Pharaonin

    Kleopatra

    monja1995

    05. October 2015 um 22:07

    Klappentext: Kleopatra VII., letzter weiblicher Pharao Ägyptens, ist heute hinter Mythen, übler Nachrede und märchenhafter Schönheit verborgen. Stacy Schiff , Pulitzer-Preisträgerin, zeigt in ihrer Biografie dank intensiver Recherche und neuer Auswertung antiker Quellen nicht nur die laszive Verführerin und das intrigante Machtweib, sondern enthüllt eine außerordentlich starke Herrscherin – selbstbewusst, versiert in politischem Kalkül, diplomatisch und visionär. Detailfülle und Mut zum zugespitzten historischen Urteil, sprachliche Eleganz und provokantspritzige Porträts der mächtigen Mit- und Gegenspieler an Kleopatras Seite versetzen den Leser ins alte Reich am Nil mit seinem weltläufigen Charme und seiner machtpolitischen Unerbittlichkeit. Mein Umriss und Eindruck: Kleopatra, eigentlich keine Ägypterin, wie oft erwähnt. Sie ist in Griechenland aufgewachsen und durchlebte die perfekte Erziehung zur Herrscherin. Mit 18 Jahren besteigt sie gemeinsam mit ihrem 13jährigen Bruder den ägyptischen Thron, um als Herrscherin das Land zurück an die vergangene Macht zu führen. Sie ist der letzte weibliche Pharao, um den sich zahlreiche Mythen ranken und der laut Überlieferung über märchenhafte Schönheit verfügte. Sie war eine selbstbewußte Herrscherin, die diplomatisch zu handeln ebenso beherrschte, wie das Intrigenspiel und die berechnende, zweckmäßige Verführung. Der Autorin Stacy Schiff, die für ihre Biografie „Vera“ über die Ehefrau Vladimit Nabokovs mit dem Pulitzerpreis ausgezeichnet wurde, gelang hier die Lebensgeschichte anhand relativ weniger Informationen über Kleopatra VII. Allerdings schaffte sie es, diese so ausgefeilt zu Papier zu bringen, dass man schnell feststellt, dass Schiff sich an Informationen bediente, die anderen Autoren nicht in der Form zur Verfügung standen. Genau dies zeichnet diese Autorin besonders aus und macht diese Biografie außerordentlich lesenswert. Für Fans der Biografie mag das vorliegende Werk eher schwierig zu lesen sein, da Schiff überdurchschnittlich viele Querverweise und Quellenhinweise an den betreffenden Stellen angebracht hat, die am Ende des Buches nachzublättern sind. Das ist der Grund, warum man dieses Buch nicht mal eben so zwischendurch liest. Es erfordert volle Konzentration die jedoch voll und ganz belohnt wird. Man bekommt alles geboten. Unterhaltung, geschichtliches Wissen über diese Pharaonin, sowie geografisches Wissen zur Zeit Kleopatras, die den Thron Ägyptens eine Generation vor der Geburt Christi bestieg. Zu Anfang dieser Biografie hat man die Möglichkeit, sich auf einer Karte die Ländereinteilung zu Zeiten Kleopatras anzusehen, um sich die im Taxt vorhandenen Beschreibungen besser vorstellen und auch immer wieder zurück blättern zu können. Stacy Schiff ist mit „Kleopatra: Ein Leben“ ein beeindruckendes Werk zum Leben und Wirken dieser einmaligen Herrscherin gelungen. Auch wenn sie vielleicht mangels Überlieferungen nicht in der Lage war, alle Unklarheiten zu beheben, so stellt sie damit doch eine hoch informelle Biografie zur Verfügung. Mein Fazit: Biografie- und Geschichtsliebhaber sollten sich dieses Buch über eine der rätselhaftesten Frauen der Geschichte nicht entgehen lassen. Danksagung: Mein Dank geht an die Randomhouse Verlagsgruppe und hier im Speziellen an den Verlag C. Bertelsmann, der mir dieses Buch zum Zwecke der Rezension zur Verfügung stellte und die Erlaubnis erteilte, bereitgestelltes Material zur Veröffentlichung in Verbindung mit dieser Rezension zu verwenden.

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  • Sachgerechte und lebendige Darstellung

    Kleopatra

    michael_lehmann-pape

    22. July 2013 um 07:49

      Vorweg gesagt, auch Stacy Schiff kann an der bekannten, vorhandenen und, was objektive Fakten angeht, eher dürftigen Quellenlage nicht viel ändern. Durchaus auch Schiff selbst ist auf Rückschlüsse und möglichst begründete Vermutungen auch aus Deduktionen her angewiesen. Wohl aber zeigt sie von Beginn an auf, dass sie den „klassischen“ Quellen deutlich kritisch gegenüber steht. Auch antike Quellen, so weist sie nach, legen beileibe keinen umfassenden Wert auf die reine Darstellung historischer Fakten und historische Korrektheit. Eher scheint im Blick auf Kleopatra von Beginn nicht nur im Theater an das Motto Shaw´s vorgeherrscht zu haben, dass die „Quelle“ seines „Caesar und Cleopatra“ vor allem seine eigene Fantasie gewesen ist.   Gründlich und kritisch also stellt Schiff zunächst die Quellenlage dar, nimmt dann aber den Leser mit auf eine sehr lebendige, intensive Reise in das Leben dieser legendären Königin, eine Generation vor Christi Geburt. Sie räumt auf mit dem verfälschten Bild einer wankelmütigen Frau, die vor allem nur eines gut konnte: Männer umgarnen.   Durch den Verweis auf die ganz besondere Stellung der Frau in Ägypten (schon durch das Bonmot von Herodot überspitzt auf den Punkt gebracht: „In Ägypten urinieren die Frauen im Stehen und die Männer im Sitzen“), erläutert Schiff nachvollziehbar das Umfeld einer besonderen Stellung der Frau in Ägypten, die sich ganz anders darstellte als im Rest der damals bekannten Weilt und durch die Kleopatra grundlegend geprägt wurde..   Im öffentlichen Recht abgesichert, daher in der Lage, als Frau auch eigenen Besitz zu haben, „ihren Mann stehend“, nicht rechtlos, sondern ebenso auch mit Macht ausgestattet. Im Umfeld einer solchen Stellung der Frau wuchs Kleopatra als Kind der Herrscherfamilie auf. Eine Familie, die sich von Alexander des Großen (der „Lichtgestalt“ der Antike) vertrautem Heerführer Ptolomeius ableitete. Wohl unterrichtet in hellenistischer Lebenshaltung, Philosophie und Rhetorik, so trifft der Leser die 18jährige Kleopatra im Buch an. Ein Wissen und eine Bildung, die wohl noch viel eher als ihre (gar nicht einmal so ausgeprägten) körperlichen Reize auch mächtige Männer beeindruckte.   Männer wie Caesar, der im Übrigen nicht tumb weiblichen Reizen sich „versklavte“, sondern in Abwägung zunächst eine Interessengemeinschaft in bedrängter Situation mit Kleopatra einging. Siegreich einging. In deren Verlauf das „Private“ sich zudem entfaltete bis zur Zeugung eines Sohnes mit Kleopatra.   Sich die Gunst Roms zu sichern, das war für eine Herrscherin in Ägypten überlebensnotwendig. So vermittelt Schiff sehr nachvollziehbar auch die Ränkespiele, das ständige Abwägen, wen man unterstützt und wie man wieder herauskommt, wenn man auf das „falsche Pferd“ gesetzt hat. Was bei Pompeius noch gelangt und bei Marc Anton und Octavian dann am Ende ihres Lebens nicht mehr funktionierte.   Der Alltag in Ägypten, die Verantwortung des Herrschens, die Durchsetzungsfähigkeit dieser durchaus klugen und willensstarken Frau, eine Kraft, die auch damit zusammen hing, wie oft es knapp wurde, wie oft Kleopatra mit dem Rücken zur Wand stand. Wenig stand Kleopatra den mächtigen Männer mit den klangvollen Namen ihrer Zeit nach. Das ist, was Schiff hinter allen Legenden, Mythen und (schon römischen) Verunglimpfungen Schritt für Schritt herausarbeitet. Zugleich liefert Schiff ein prägnantes Bild der Zeit und der Lebensweise im alten Ägypten.   So entsteht eine sehr interessante und sehr flüssig zu lesende Lektüre über die „wahre Kleopatra“, die mit Elizabeth Taylor oder Shakespeare nicht viel gemein hat, die aber als Kind ihrer Zeit fast mehr noch an Drama und Persönlichkeit in sich trug, als es Theaterstücke oder Hollywoodfilme darstellen.

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