Lems Solaris ist ein Meisterwerk der Sciencefiction Literatur, das mehrfach (brillant) verfilmt und für das Theater adaptiert wurde. Obwohl der Stil des Roman sehr klar und zum Teil regelrecht wissenschaftlich ist, bleibt der Roman doch geheimnisvoll und vieldeutig. Wenn wir irgendwo da draußen im Universum einer fremden und andersartigen bewussten Lebensform, wie dem Ozean auf Solaris, begegnen, werden wir vermutlich tatsächlich nicht in der Lage sein diese Begegnung zu verstehen.
Stanislaw Lem

Lebenslauf
Alle Bücher von Stanislaw Lem
Solaris
Rückkehr von den Sternen
Die Jagd
Solaris
Stanislaw Lem: Gast im Weltraum
Das absolute Vakuum
Der Planet des Todes
Neue Rezensionen zu Stanislaw Lem
Der Roman "Solaris" von Stanislaw Lem gilt als Klassiker der Science-Fiction-Literatur. Die Handlung spielt auf einer Raumstation, welche den fiktiven Planeten Solaris umkreist. Dieser Planet ist fast vollständig von einem Ozean aus Plasma bedeckt, welcher an seiner Oberfläche verschiedene bizarre Formen bildet und wieder einstürzen lässt. Seit Jahrzehnten ist dieser Ozean Objekt wissenschaftlicher Forschung, ohne dass es befriedigende Ergebnisse zu vermelden gäbe. Die Frage, ob es sich bei dem Ozean aus Plasma um ein Lebewesen oder sogar um intelligentes Leben handelt, konnte trotz intensiver Forschung bisher nicht beantwortet werden.
Als der Psychologe Kris Kelvin auf der Raumstation ankommt, muss er feststellen, dass er dort nicht allein mit den beiden anderen anwesenden Wissenschaftlern ist. Als er nach seiner ersten Nacht auf der Raumstation erwacht, befindet er sich plötzlich in Gesellschaft seiner Freundin Harey, welche zehn Jahre zuvor Selbstmord begangen hat.
Die Idee mag interessant und spannend klingen, doch der Roman ist zäh und langatmig. Mehrmals wird über viele Seiten sehr trocken von der jahrzehntelangen Erforschung des Planeten Solaris und den verschiedenen aufgestellten und wieder verworfenen Hypothesen darüber berichtet. Die Figuren bleiben distanziert und Spannung kommt kaum auf. Die Lektüre kann nur absoluten Science-Fiction-begeisterten Lesern empfohlen werden.
Als der Wissenschaftler Kris Kelvin auf der Raumstation Solaris eintrifft, merkt er sofort, dass dort nichts mit rechten Dingen zugeht. Der lebende Ozean, den die Station erforschen will, übt telepathischen Einfluss auf die Besatzung aus und auch Kelvin verfällt ihm bald...
Dieses Buch hat mich von Anfang an mit seiner Atmosphäre gepackt. Man spürt die unfassbare Weite und Lebensfeindlichkeit des Weltraums und die Enge und Isolation der Raumstation. Obwohl gar nicht so viel passiert, ist das ständige Unbehagen durch die fremdartige Ozeanwelt und das gegenseitige Misstrauen greifbar. Eine gigantische Lebensform umschließt einen Planeten, bildet Strukturen, deren Sinn niemand versteht, und dringt in den Verstand der Menschen ein, die in seine Nähe kommen. Niemand weiß, ob er intelligent ist, ob er versucht, zu kommunizieren, und ob er ein Ziel verfolgt. Kelvin hat sein Leben dem Traum gewidmet, die Rätsel dieses Ozeans zu ergründen, die nun schon Generationen von Menschen beschäftigen, und muss am Ende erkennen, dass er nicht einmal sich selbst gut genug kennt. Nicht einmal ihrer eigenen Wahrnehmung können die wenigen Bewohner der Station noch trauen.
Die Idee ist großartig: Die Menschheit entdeckt eine fremde Lebensform auf einem entfernten Planeten, die sich jahrzehntelang untersuchen kann. Dennoch entzieht sie sich dem menschlichen Verständnis und übt auf unheimliche Weise macht über jeden aus, der sich zu lange in ihrer Nähe aufhält. Man fühlt sich klein, unbedeutend und hilflos angesichts der unbegreiflichen Geheimnisse des Universums.
Gespräche aus der Community
Herzlich Willkommen in der Leserunde zu "Solaris" von Stanislaw Lem. 😊
Start der Leserunde ist am 1. März 2026.
Vielleicht so: Dafür bin ich einfach zu blöd. 🤪
Ganz schlechtes Argument. Das kaufe ich Dir nicht ab. 😁 Vielleicht hast Du einfach durchschaut, dass hinter dem Roman in Wirklichkeit eine ganz einfache Idee steckt: Lem hat eine Aufstellung gemacht, was uns Menschen auszeichnet: wir sind viele, wir kommunizieren, und zwar mittels Sprache, wir bestehen aus Molekülen usw., und dann hat er ein Wesen geschaffen, das in allem das Gegenteil ist. Details über das Wesen und seine sonderbaren Fähigkeiten? Keine. Und dann führt er uns drei Menschen (und einen Haufen Wissenschaftler) vor, die damit nicht klarkommen. Das wars im Grunde genommen doch schon. Aber halt, da ist noch das Sahnehäubchen: die Liebesgeschichte mit Harey, die ist ja wirklich sehr anrührend. Und die Idee, dass jemand unsere Gedanken lesen könnte. Das hat etwas prickelnd Unangenehmes für die meisten Menschen. Und all die langen wissenschaftlichen Erörterungen sagen eigentlich gar nichts. ---- Na gut, jetzt habe ICH Lem wahrscheinlich unrecht getan.
Zusätzliche Informationen
Stanislaw Lem wurde am 12. September 1921 in Lemberg geboren.
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