Stanislaw Lem Solaris

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Inhaltsangabe zu „Solaris“ von Stanislaw Lem

Der Planet Solaris ist von einem Ozean bedeckt - einem Ozean, der auf die physikalischen Verhältnisse ebenso Einfluß zu nehmen scheint wie auf die Wissenschaftler, die ihn von der Raumstation aus untersuchen sollen. Der Psychologe Kris Kelvin wird geschickt, um die seltsamen Vorkommnisse zu klären, aber was ihn erwartet, übersteigt jegliche Vorstellungskraft ...

Das ist das genialste Science Fiction Buch, das ich je lesen durfte. Kein Anderes Buch hat mich so fasziniert aus dieser Sparte.

— lensch_devour
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  • sehr ausschweifend

    Solaris

    silkedb

    02. August 2017 um 21:03

    Ich habe "Solaris" als Hörbuch in dieser neuen ungekürzten Fassung gehört. Gelesen wird es hier von Detlef Bierstedt (die deutsche Synchronstimme von George Clooney) und diese Vorstellung hat mir auch sehr gut gefallen. Der Sprecher gibt jeder Figur etwas individuelles, liest jedoch hauptsächlich einfach nur mit guter Betonung, so dass man ihm auch gut lange am Stück lauschen kann. Da die ungekürzte Lesung über 10 Stunden dauert (es handelt sich hier um zwei mp3 CDs und nicht nur um eine wie in der Produktbeschreibung angegeben) halte ich es auch für besonders wichtig die Stimme des Sprechers als angenehm zu empfinden.Inhaltlich muss ich ehrlich sagen, dass ein Hörbuch für mich dabei vielleicht nicht die beste Wahl ist. Es ist lange her das ich "Solaris" als Buch gelesen habe, doch irgendwie kam es mir da nicht so langatmig vor. Ich vermute das liegt daran, weil ich über abstrakte Beschreibungen einfach viel leichter hinweglesen kann, als das ich darüber hinweghören kann. Der Sprecher überfliegt eben keine Passagen, sondern er liest in gemächlichem Tempo das ganze Buch und das eben auch an den Stellen denen ich sonst nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet hätte. Zwar gelingt es dem Sprecher sehr gut die beklemmende Stimmung auf der Raumstation einzufangen, aber dennoch ist ein Roman von Stanislaw Lem eben auch sehr philosophisch, abstrakt und manchmal nicht mehr ganz zeitgemäß, auch wenn das bei Science Fiction nicht ganz so ins Gewicht fällt.Insgesamt gesehen ist es wohl eine Geschmacksfrage, ob man diese manchmal sehr ausschweifenden wissenschaftlichen Beschreibungen mag und ob die wiederholte Schilderung der Station und des Planeten nun zum Verständnis beiträgt, oder da etwas Straffung dem Text gut getan hätte. Ich persönlich hätte dann vielleicht doch eine etwas gekürzte Lesung besser gefunden, auch wenn ich im Nachhinein die Geschichte dennoch für interessant und hörenswert halte.Empfehlen kann ich "Solaris" daher insbesondere an Personen die vielleicht schon sehnsüchtig auf eine ungekürzte Lesung gewartet haben und ansonsten Hörer die gerne etwas ausführlichere (wissenschaftliche) Beschreibungen mögen.

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  • Rezension zu "Solaris" von Stanislaw Lem

    Solaris

    sabisteb

    10. April 2012 um 10:57

    Der Psychologe Kris Kelvin wurde auf eine Raumstation um Solaris, einen Planeten mit einem aus gallertartiger Masse bestehenden Ozean, versetzt, denn auf der Station passieren seltsame Dinge. Der Stationsleiter Dr. Gibarian ist verstorben, der Kybernetiker Snaut ist verstört und verängstigt, und Dr. Sartorius verbarrikadiert sich meistens im Labor. Die Probleme auf der Station scheinen begonnen zu haben, nachdem Dr. Sartorius das Solarismeer bestrahlt hat. Seitdem tauchen auf der Station sogenannte Gäste auf, die in Kelvins Fall die Gestalt seiner Ex-Freundin Harey annehmen, die sich mit 19 umbrachte. Der Planet erschafft auf Grundlage der Erinnerungen der Stationsbewohner diese Gäste, die sie mit den Schatten der eigenen Vergangenheit konfrontieren. Kelvin ist hin- und hergerissen. Harey ist harmlos, sie will aber ständig in Kelvins Nähe sein, sonst dreht sie durch. Kelvin beginnt mit ihr zu experimentieren, denn wenn ein Gast stirbt, dann kehrt er zurück, ohne sich zu erinnern, was passiert ist. Langsam verschwimmen für Kelvin die Grenzen zwischen Realität und diesen Traumgebilden. Harey wird für ihn immer menschlicher, wird zur echten Harey, die er liebte. Dieses 127 min MDR Hörspiel in zwei Teilen (Der Planet (1. Teil), Der Ozean (2. Teil)) aus dem Jahr 2006 von Peter Rothin basiert auf dem gleichnamigen Roman des polnischen Autors Stanislaw Lem (1921-2006). Die Geschichte dürfte wohl am bekanntesten in ihrer Verfilmung von Steven Soderbergh mit George Clooeny als Kelvin sein. Dieses Hörspiel ist weniger ein Sci-Fi, als ein mystisch philosophisches Hörspiel. Kris Kelvin versucht erst rational zu erfassen und zu untersuchen, was oder wer die Gäste sind. Mehr und mehr jedoch, fühlt er sich Harley oder Solaris oder wer oder was auch immer sie sein mag, verbunden. Er will sie nicht mehr zerstören oder vernichten, er will sie verstehen, sie kontaktieren und nicht mehr hinterfragen. In diesem Hörspiel erzählt Kelvin die Ereignisse einem Untersuchungsausschuss, der letztendlich aber auch zu keinem Schluss kommt. Solaris ist, was es ist. Egal was oder wer Kelvins Gast war, er beginnt sie/es um ihrer selbst willen zu lieben, über alle Grenzen hinweg. Vielleicht ist das auch die Botschaft dieses Hörspiels oder des Romans, Liebe ist selbstlos und grenzenlos und hat viele verschiedene Formen, die man weder verstehen, noch begreifen kann. Das Universum ist voller Wunder, die man nicht verstehen kann oder muss. Es reicht, wenn sie sind. Ein wunderbares Hörspiel. Akustisch minimalistisch aber doch sehr passend umgesetzt mit sehr guten Sprechern, die ihre Rollen und Emotionen ausspielen und nicht ihren Text vorlesen. Ein Radiohörspiel der Extraklasse, das regelmäßig auf den Staatlichen Sendern im Programm auftaucht. Kris Kelvin: Oliver Stokowski Harey: Maria Simon Snaut: Bernhard Schütz Doktor Sartorius: Hans Peter Hallwachs Doktor Gibarian: Hilmar Eichhorn Bertand: Thomas Rühmann Messenger: Hans-Jürgen Hürrig Junge: Klaus Hahn Modar: Markus Scheumann Doktor Girth: Lena Stolze

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