Stanley Coren

 4.5 Sterne bei 10 Bewertungen

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Können Hunde träumen?

Können Hunde träumen?

 (2)
Erschienen am 19.12.2013
Hunde, die Geschichte schrieben

Hunde, die Geschichte schrieben

 (2)
Erschienen am 01.09.2006
Wie Hunde denken und fühlen

Wie Hunde denken und fühlen

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Erschienen am 01.10.2005
Sleep Thieves

Sleep Thieves

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Erschienen am 01.05.1996
Modern Dog

Modern Dog

 (0)
Erschienen am 06.10.2009

Neue Rezensionen zu Stanley Coren

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Bookiliciouss avatar

Rezension zu "Können Hunde träumen?" von Stanley Coren

Ein wundervolles Nachschlagewerk für alle Hundefans !
Bookiliciousvor 2 Jahren


*Inhalt*
"Können Hunde träumen? Erkennen sie sich selbst im Spiegel, und verstehen sie, was sie auf dem Fernsehbildschirm sehen? Sind sie musikalisch? Können sie Eifersucht empfinden oder unter Depressionen leiden? Können sie wirklich Krebszellen riechen? Und warum schlafen manche Hunde auf dem Rücken?


In unterhaltsamem Plauderton gibt der für sein Hundefachwissen bekannte Psychologieprofessor und erfolgreiche Autor Stanley Coren Antworten auf diese und viele weitere Fragen, die Hundehalter sich
Tag für Tag stellen. Dabei fließen ganz ohne Anstrengung die Ergebnisse jahrzehntelanger Forschungstätigkeit mit ein und widerlegen so manche Mythen und falsche Vorstellungen rund um unsere vierbeinigen Freunde." (Quelle: Amazon)
  
*Infos zum Buch*
Seitenzahl: 216 Seiten
Verlag: Kynos Verlag
ISBN: 978-3954640041
Preis: 19,95 € (Gebundene Ausgabe) / 16,99 € (E-Book)


*Infos zum Autor*
"Stanley Coren ist emeritierter Professor für Psychologie der Universität von British Columbia, Kanada. Seine Bücher "Die Intelligenz der Hunde" oder "Die Geheimnisse der Hundesprache" waren auch auf dem deutschen Markt sehr erfolgreich. Von der 'Dog Writer’s Associati on of America' wurde er für seine Hundebücher mit der begehrten Maxwell Medal of Excellence ausgezeichnet. Mit seiner Frau und seinen drei Hunden lebt er in Vancouver." (Quelle: Amazon)


*Fazit*
-> Wieso wollte ich dieses Buch lesen? Ich bin mit Hunden aufgewachsen und bin eigentlich ein totaler Hundemensch. Auch wenn ich derzeit nur zwei Katzen habe (die ich aber auch nicht mehr hergeben würde), interessiere ich mich nach wie vor sehr für sie, leider lässt es unsere berufliche und wohnliche Situation derzeit jedoch nicht zu, dass wir uns einen Hund anschaffen. 


-> Gliederung: 
Nach einem Vorwort wird das Buch in 6 Teile gegliedert:
1. Wie nehmen Hunde die Welt wahr?
2. Können Hunde wirklich denken, und haben sie Gefühle?
3. Wie kommunizieren Hunde?
4. Wie lernen Hunde?
5. Das Besondere an Welpen und alten Hunden
6. Was Sie sonst noch über Ihren Hund wissen sollten


Die einzelnen Teile enthalten Wiederrum die "wichtigsten" Fragen zu dieser Thematik.


-> Inhalt/Fazit: 
Mit "Können Hunde träumen" schafft Stanley Coren ein tolles Nachschlagewerk für Hundeliebhaber und alle, die es werden wollen. Dabei schreibt er nicht nur unglaublich sympathisch, sondern auch gut verständlich und klärt die wichtigsten Fragen rund um den Hund. 


Teil 1 befasst sich mit "Wie nehmen Hunde die Welt wahr?" und erzählt und etwas darüber, ob Hunde Farben sehen können, wie man das Gehör von Hunden testet, ob Hunde Schmerzen genauso wie wir empfinden können. Auch wenn in diesem Kapitel nicht allzu viel neues für den erfahrenen Hundehalter geboten wird, so wird es doch ausführlich und interessant erklärt. 


In Teil 2 "Können Hunde wirklich denken und haben sie Gefühle?" empfand ich als sehr interessantes Kapitel, unter anderem, weil die lang gehegte Frage "Können Hunde lachen?" endlich beantwortet wird! Viele Hundebesitzer sagen oft genug "schau mal, er lacht" oder ähnliches und ich habe mich immer gefragt, ob das nur hineininterpretiert wird, oder tatsächlich eine derartige Mimik mit diesem Hintergrund vorhanden ist. Auch die Frage nach dem Rechnen oder musikalisch sein fand ich sehr spannend und informativ. 


Teil 3 beschäftigt sich mit der Kommunikation des Hundes, erklärt den Unterschied zwischen Heulen und Spurlaut, und warum Hunde den Menschen so gerne im Schritt beschnüffeln. Viele weitere Arten der Kommunikation werden hier geklärt und geben Aufschluss über die wichtigsten Fakten. 


"Wie lernen Hunde" ist der Oberbegriff für den 4. Teil des Buches. "Wie schlau sind Hunde im Vergleich zu anderen Tieren?", "Was ist Clickertraining", "Wo liegen die Grenzen des Lernens für Hunde" und viele weitere spannende Fragen erwartet uns hier.


Teil 5 und 6 beschäftigen sich mit dem "Besonderen" an Welpen und alten Hunden, bzw. "Was sie sonst noch über Hunde wissen wollten". "Wie entstehen Welpen", Wie alt ist ihr Hund?", Wie viele Hunderassen gibt es?", Warum schlafen Hunde manchmal auf dem Rücken" und vieles weiteres erklärt sich in diesen beiden Kapiteln.


Ich finde dieses Buch wahnsinnig spannend und werde es wohl immer wieder als Nachschlagewerk nutzen, denn genau dafür eignet es sich hervorragend. Lustige und spannende Fragen, für deren Beantwortung der Psychologe ausführlich recherchiert hat machen das Buch zu einem tollen Highlight im Bücherregal, das jedem Hundebesitzer und denen, die es werden wollen, Freude bereiten wird. Dabei liest man die Freude am Beruf und dem Tier in jeder Antwort heraus und statt sich auf langweilige Fakten oder Studien zu berufen, erklärt und berichtet der Autor von seinen persönlichen Erfahrungen und Experimenten. Auch wenn die Antworten länger ausfallen, als ich es zu Beginn der Lektüre erwartet hätte, so wird es doch nie langweilig, weil der Autor häufig auch kleine Anekdoten oder Beispiele einfließen lässt. 


Wertung: 5 von 5 Sterne!

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WildRoses avatar

Rezension zu "Die Geheimnisse der Hundesprache" von Stanley Coren

Viel veraltetes Wissen, faktische Mängel...
WildRosevor 2 Jahren

Eher zufällig wurde ich auf Corens "Die Geheimnisse der Hundesprache" aufmerksam. Ich bin bei Hundebüchern mittlerweile immer recht skeptisch, da über Hunde leider noch zahlreiche falsche Vorstellungen existieren, die sich teils äußerst hartnäckig halten. Corens Name kam mir vage bekannt vor, zuordnen konnte ich ihn jedoch nicht. Ein ungutes Gefühl beschlich mich bereits auf Seite 16, als Coren zu einem Fall mit einem angeblich aggressiven Hund gerufen wurde. Hier schreibt er: "Ich hatte alle üblichen Hilfsmittel dabei, um einen aggressiven Hund zu bändigen, starke Leinen, Würgehalsband, [...]" - äh, Moment mal, Würgehalsband? Ein Würgehalsband hat an einem empfindlichen Hundehals absolut nichts verloren! Man "bändigt" einen aggressiven Hund doch nicht, indem man ihm die Luftzufuhr abschneidet. Ich hatte also schon eine Befürchtung, in welche Richtung das Buch weiter gehen würde, und im Großen und Ganzen erfüllten sich meine Erwartungen leider: Coren scheint ein doch recht typischer Anhänger der Dominanztheorie zu sein, so wie er mi dem Begriff der Dominanz in dem Buch um sich schmeißt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert er dabei, nicht einmal auf den Unterschied zwischen formaler und situativer Dominanz geht er ein. Sehr oft scheint er "Dominanz" fälschlicherweise auch mit "Aggressivität" gleichzusetzen.
Coren geht fälschlicherweise davon aus, dass es zwischen Hund und Mensch eine Art Rangordnung gibt, was faktisch nicht stimmt. Leider scheint er in dem Buch ziemlich überzeugt davon zu sein. Auch seine Behauptungen über Wölfe sind faktisch oft nicht richtig. Die Behauptung, Hunde seien Rudeltiere, wie Coren sie in dem Buch macht, stimmt ebenfalls nicht.
Seine Aussagen stammen teils wirklich aus der Mottenkiste, beispielsweise Behauptungen wie: "Hunde versuchen z.B: mit Hilfe des Anlehnens ihre Dominanz über Menschen zu zeigen" oder "Wenn der Mensch [aus dem Bett] weicht, gibt er seine dominante Stellung auf und der Hund wird es wahrscheinlich weiter versuchen. Hat er wieder ERfolg, könnte er noch mehr Möglichkeiten ausloten, z.B. den Gehorsam verweigern oder agressiv werden." Die typisch verquere Logik eines Dominanztheoretikers, der immer noch nicht gelernt hat, dass Hunde nicht permanent versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen.
Im Kapitel "Sexuelle Signale" beschreibt Coren das Aufreiten als reines Dominanzverhalten. Was er jedoch verschweigt, da er es vermutlich gar nicht weiß, ist, dass Aufreiten auch andere Gründe haben kann. Es kann, beispielsweise, als Übersprungshandlung in stressigen Situationen dienen.

Sehr interessant fand ich ja, dass Coren sich selbst anscheinend nicht als Anhänger der wissenschaftlich nicht haltbaren Dominanztheorie offenbar nicht als solcher sieht. Auf Seite 296 schreibt er: "Bis in die 20er-Jahre unseres Jahrhunderts zielte das Hundetraining drauf, den Willen des Tieres zu brechen. Bis in die 40er- und 50er-Jahre gab es Hundepeitschen und Leinen, die als Peitsche verwendet werden konnten. Nach entschiedenen öffentlichen Protesten gegen solche Grausamkeiten ersetzte man die Hundepeitsche durch Würgehalsband und Leinenruck." Kein Wort darüber, dass Würgehalsbänder und Leinenruck absolut keine adäquaten Erziehungsmethoden sind! Was soll an einem schmerzhaften Ruck am Halsband besser sein, als den Hund mit einer Peitsche zu schlagen? Es ist beides Gewalt!
Interessanterweise spricht Coren sich gegen Methoden wie Alphawurf und Nackenschütteln aus, macht aber gleichzeitig Aussagen wie: "Seinen Hund kann man nur durch eine Kombination aus zwei Faktoren kontrollieren: Er muss akzeptieren, dass der Mensch das Alphatier ist, und den Wunsch haben, dem Menschen zu dienen." Was für ein hanebüchener Unsinn! Ich kann gar nicht oft betonen, dass der Mensch seinem Hund kein "Alphatier" sein kann! Und ganz ehrlich, sklavische Ergebenheit findet man bei den wenigsten Hunden - und viele der Hunde, die sie zeigen, wurden mit sehr brutalen Methoden in die totale Unterwerfung gezwungen. Hunde lernen am effektivsten und nachhaltigsten über positive Verstärkung - ich bestätige positives Verhalten durch eine dem Hund und der Situation angepasste Belohnung. Verhalten, das so bestätigt wird, wird der Hund öfters zeigen. Natürlich klingt es romantischer, von "Hund soll Menschen dienen wollen" zu sprechen, aber so sind weder Hunde noch irgendwelche anderen Lebewesen gepolt. Unsere Wünsche sind für Hunde doch erst einmal völlig unlogisch, darum müssen wir ihnen ja auch geduldig beibringen, was wir von ihnen erwarten.
Nun ja, wenige Seiten später empfiehlt Coren den "Schnauzgriff", um einen Hund zu maßregeln. Mit der für Dominanztheoretiker so verlockenden Erklärung: "Macht die Wölfin ja auch". Ja, allerdings sind wölfische Maßregelungen, die körperlich auf die Jungtiere einwirken, höchst selten, außerdem sind wir als Menschen gar nicht dazu in der Lage, wölfische Verhaltensweisen 1:1 zu imitieren, sodass wir unseren Hund mit einem solchen Verhalten nur verwirren und ängstigen. Zudem machen Wölfe und Hunde jede Menge Sachen, die wir Menschen nie tun würden - oder begrüßt Coren Hunde auch, indem er ihnen am Po schnüffelt?

Über all das Gefasel von "Rudelführer" und "Rangordnung" kam das eigentliche Thema des Buches, auf das Coren eingehen wollte, viel zu kurz. Er wollte ja quasi beweisen, dass Hunde eine "Sprache" haben, wobei er da meiner Ansicht nach den Mund etwas zu voll nahm und nicht wirklich mit irgendwelchem neuen Wissen auftrumpfen konnte. Im mittleren Teil des Buches konzentrierte er sich stark auf die Körpersprache der Hunde, für absolute Anfänger mag es da die ein oder andere interessante Beschreibung geben, allerdings können Beschreibungen alleine (Abbildungen gab es nur wenige) oft auch trügerisch sein und nicht zuletzt muss man ja auch immer bedenken, dass man die Körpersprache eines Hundes im Ganzen und in einem spezifischen Kontext sehen muss. Die Idee, dass Hunde eine richtige Sprache haben, kam mir eher so vor wie ein möglichst spannender Aufhänger,  der den Erwartungen des neugierigen Lesers dann nicht gerecht werden konnte.

Für mich ist "Die Geheimnisse der Hundesprache" eines jener Hundebücher, die man nicht braucht.  Viel mehr lernt man, wenn man sich mit positivem, gewaltfreiem Hundetraining beschäftigt oder Bücher von Autoren wie McConnell und Bloch liest. 

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Galdursfrauchens avatar

Rezension zu "Können Hunde träumen?" von Stanley Coren

Für jeden Hundefreund
Galdursfrauchenvor 5 Jahren

Meine Meinung

Das Buch ist in sechs Teile aufgeteilt. Von Fragen zu wie Hunde die Welt wahrnehmen, über wie Hunde denken und welche Gefühle sie haben können, zu Besonderheiten von Welpen und alten Hunde ist in diesem Buch sehr viel beschrieben. Teilweise mit Informationen darüber, wie die Wissenschaft versucht hat dies herauszufinden. Nicht immer schön wie die Wissenschaftler an den Versuch herangegangen sind, aber sie haben ihre Erkenntnis erhalten.

Zum Beispiel die Frage warum Hundeaugen im Dunkeln leuchten, habe ich mir nie gestellt. Es ist mir auch erst aufgefallen, als ich es gelesen hatte. Aber ich bezweifle, dass unser Hund im Dunkeln gut sehen kann, wie seine Vorfahren, denn vor dem Müllbeutel, den er im Hellen noch erblickt hat, schreckt er im Dunkeln zurück.

Auf jeden fall ein Buch, das sich lohnt zu lesen um vielleicht neue Einsichten und etwas mehr Verständnis für manche Verhaltensweisen unserer tierischen Mitbewohner zu bekommen.

Mir hat es Spaß gemacht, neue Erkenntnisse zu bekommen.

Mein Fazit

Ein Buch für jeden Hundefreund der sein Tier etwas besser verstehen möchte.

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