Stanley Coren Die Geheimnisse der Hundesprache

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Inhaltsangabe zu „Die Geheimnisse der Hundesprache“ von Stanley Coren

Was antworten Sie, wenn Ihr Hund "Wuff" sagt? Und versteht Ihr Hund wirklich jedes Wort, das Sie an ihn richten?§Stanley Coren öffnet in diesem Buch die Tür zur Welt der Hundesprache. Er zeigt, warum und worüber Hunde miteinander kommunizieren: Lautäußerungen, Mimik, Körperhaltung und -bewegungen werden detailliert in Text und Bild dargestellt, so dass die Sprache der Hunde verstehbar wird.§Ebenso wichtig ist die andere Richtung der Kommunikation: Wie kann der Mensch sich mit einfachen, klaren Signalen ausdrücken, die der Hund versteht? Coren zeigt auch dies und eröffnet damit die faszinierende Möglichkeit, einfache "Dialoge" mit dem Hund zu führen.

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    Die Geheimnisse der Hundesprache

    WildRose

    10. November 2016 um 21:17

    Eher zufällig wurde ich auf Corens "Die Geheimnisse der Hundesprache" aufmerksam. Ich bin bei Hundebüchern mittlerweile immer recht skeptisch, da über Hunde leider noch zahlreiche falsche Vorstellungen existieren, die sich teils äußerst hartnäckig halten. Corens Name kam mir vage bekannt vor, zuordnen konnte ich ihn jedoch nicht. Ein ungutes Gefühl beschlich mich bereits auf Seite 16, als Coren zu einem Fall mit einem angeblich aggressiven Hund gerufen wurde. Hier schreibt er: "Ich hatte alle üblichen Hilfsmittel dabei, um einen aggressiven Hund zu bändigen, starke Leinen, Würgehalsband, [...]" - äh, Moment mal, Würgehalsband? Ein Würgehalsband hat an einem empfindlichen Hundehals absolut nichts verloren! Man "bändigt" einen aggressiven Hund doch nicht, indem man ihm die Luftzufuhr abschneidet. Ich hatte also schon eine Befürchtung, in welche Richtung das Buch weiter gehen würde, und im Großen und Ganzen erfüllten sich meine Erwartungen leider: Coren scheint ein doch recht typischer Anhänger der Dominanztheorie zu sein, so wie er mi dem Begriff der Dominanz in dem Buch um sich schmeißt. Neue wissenschaftliche Erkenntnisse ignoriert er dabei, nicht einmal auf den Unterschied zwischen formaler und situativer Dominanz geht er ein. Sehr oft scheint er "Dominanz" fälschlicherweise auch mit "Aggressivität" gleichzusetzen. Coren geht fälschlicherweise davon aus, dass es zwischen Hund und Mensch eine Art Rangordnung gibt, was faktisch nicht stimmt. Leider scheint er in dem Buch ziemlich überzeugt davon zu sein. Auch seine Behauptungen über Wölfe sind faktisch oft nicht richtig. Die Behauptung, Hunde seien Rudeltiere, wie Coren sie in dem Buch macht, stimmt ebenfalls nicht. Seine Aussagen stammen teils wirklich aus der Mottenkiste, beispielsweise Behauptungen wie: "Hunde versuchen z.B: mit Hilfe des Anlehnens ihre Dominanz über Menschen zu zeigen" oder "Wenn der Mensch [aus dem Bett] weicht, gibt er seine dominante Stellung auf und der Hund wird es wahrscheinlich weiter versuchen. Hat er wieder ERfolg, könnte er noch mehr Möglichkeiten ausloten, z.B. den Gehorsam verweigern oder agressiv werden." Die typisch verquere Logik eines Dominanztheoretikers, der immer noch nicht gelernt hat, dass Hunde nicht permanent versuchen, die Weltherrschaft an sich zu reißen. Im Kapitel "Sexuelle Signale" beschreibt Coren das Aufreiten als reines Dominanzverhalten. Was er jedoch verschweigt, da er es vermutlich gar nicht weiß, ist, dass Aufreiten auch andere Gründe haben kann. Es kann, beispielsweise, als Übersprungshandlung in stressigen Situationen dienen. Sehr interessant fand ich ja, dass Coren sich selbst anscheinend nicht als Anhänger der wissenschaftlich nicht haltbaren Dominanztheorie offenbar nicht als solcher sieht. Auf Seite 296 schreibt er: "Bis in die 20er-Jahre unseres Jahrhunderts zielte das Hundetraining drauf, den Willen des Tieres zu brechen. Bis in die 40er- und 50er-Jahre gab es Hundepeitschen und Leinen, die als Peitsche verwendet werden konnten. Nach entschiedenen öffentlichen Protesten gegen solche Grausamkeiten ersetzte man die Hundepeitsche durch Würgehalsband und Leinenruck." Kein Wort darüber, dass Würgehalsbänder und Leinenruck absolut keine adäquaten Erziehungsmethoden sind! Was soll an einem schmerzhaften Ruck am Halsband besser sein, als den Hund mit einer Peitsche zu schlagen? Es ist beides Gewalt! Interessanterweise spricht Coren sich gegen Methoden wie Alphawurf und Nackenschütteln aus, macht aber gleichzeitig Aussagen wie: "Seinen Hund kann man nur durch eine Kombination aus zwei Faktoren kontrollieren: Er muss akzeptieren, dass der Mensch das Alphatier ist, und den Wunsch haben, dem Menschen zu dienen." Was für ein hanebüchener Unsinn! Ich kann gar nicht oft betonen, dass der Mensch seinem Hund kein "Alphatier" sein kann! Und ganz ehrlich, sklavische Ergebenheit findet man bei den wenigsten Hunden - und viele der Hunde, die sie zeigen, wurden mit sehr brutalen Methoden in die totale Unterwerfung gezwungen. Hunde lernen am effektivsten und nachhaltigsten über positive Verstärkung - ich bestätige positives Verhalten durch eine dem Hund und der Situation angepasste Belohnung. Verhalten, das so bestätigt wird, wird der Hund öfters zeigen. Natürlich klingt es romantischer, von "Hund soll Menschen dienen wollen" zu sprechen, aber so sind weder Hunde noch irgendwelche anderen Lebewesen gepolt. Unsere Wünsche sind für Hunde doch erst einmal völlig unlogisch, darum müssen wir ihnen ja auch geduldig beibringen, was wir von ihnen erwarten. Nun ja, wenige Seiten später empfiehlt Coren den "Schnauzgriff", um einen Hund zu maßregeln. Mit der für Dominanztheoretiker so verlockenden Erklärung: "Macht die Wölfin ja auch". Ja, allerdings sind wölfische Maßregelungen, die körperlich auf die Jungtiere einwirken, höchst selten, außerdem sind wir als Menschen gar nicht dazu in der Lage, wölfische Verhaltensweisen 1:1 zu imitieren, sodass wir unseren Hund mit einem solchen Verhalten nur verwirren und ängstigen. Zudem machen Wölfe und Hunde jede Menge Sachen, die wir Menschen nie tun würden - oder begrüßt Coren Hunde auch, indem er ihnen am Po schnüffelt? Über all das Gefasel von "Rudelführer" und "Rangordnung" kam das eigentliche Thema des Buches, auf das Coren eingehen wollte, viel zu kurz. Er wollte ja quasi beweisen, dass Hunde eine "Sprache" haben, wobei er da meiner Ansicht nach den Mund etwas zu voll nahm und nicht wirklich mit irgendwelchem neuen Wissen auftrumpfen konnte. Im mittleren Teil des Buches konzentrierte er sich stark auf die Körpersprache der Hunde, für absolute Anfänger mag es da die ein oder andere interessante Beschreibung geben, allerdings können Beschreibungen alleine (Abbildungen gab es nur wenige) oft auch trügerisch sein und nicht zuletzt muss man ja auch immer bedenken, dass man die Körpersprache eines Hundes im Ganzen und in einem spezifischen Kontext sehen muss. Die Idee, dass Hunde eine richtige Sprache haben, kam mir eher so vor wie ein möglichst spannender Aufhänger,  der den Erwartungen des neugierigen Lesers dann nicht gerecht werden konnte. Für mich ist "Die Geheimnisse der Hundesprache" eines jener Hundebücher, die man nicht braucht.  Viel mehr lernt man, wenn man sich mit positivem, gewaltfreiem Hundetraining beschäftigt oder Bücher von Autoren wie McConnell und Bloch liest. 

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