Starhawk , M. Macha Nightmare The Pagan Book of Living and Dying

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Inhaltsangabe zu „The Pagan Book of Living and Dying“ von Starhawk

In response to her own mother's death, Starhawk, along with other Pagan authors, present an inspiring collection of essays, prayers, blessings and meditations that present the Pagan way of dying.

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  • Rezension zu "The Pagan Book of Living and Dying" von Starhawk

    The Pagan Book of Living and Dying
    rumble-bee

    rumble-bee

    Eines vorab: ich möchte diesen Text nicht als Rezension verstanden wissen, jedenfalls nicht im engeren Sinne. Denn eine "Rezension" bewertet ein Buch "als Buch", sie sieht den Autor als Autor, als Schreibenden, der bewusst eine Handlung oder einen Inhalt verschriftlicht, um dem Leser zu gefallen. Alle diese Fakten sind hier nicht gegeben. Dieses Buch ist gedacht a) als ein spirituelles Zeugnis, und b) als ein wirklich nutzbares Werkzeug, das denen angeboten wird, für die es hilfreich sein mag. Es geht aus von einer Gruppe von spirituell Praktizierenden, und wendet sich an Menschen, die in ihrer Arbeit mit Sterbenden Unterstützung und Inspiration brauchen. Insofern ist es mit viel Herz geschrieben, und stellt keinerlei weitergehende "literarische" Ansprüche. Doch kommen wir zu den Details. Was die Lage nämlich weiter verschärft, ist die Tatsache, dass dieses Buch bislang nur auf Englisch erschienen ist - ich habe auf der Homepage der Autorin, Starhawk, nachgesehen. Doch wer sich nur irgendwie traut, und der des Englischen mächtig ist, den möchte ich ermutigen, sich dieses Buch - wie ich - gebraucht auch in Deutschland zu besorgen. Die Sprache ist leicht verständlich, sie geht direkt von Mensch zu Mensch. Zudem besteht das Buch aus vielen einzelnen Artikeln, Gebeten und Berichten, so dass man immer wieder gut Pause machen kann, ja, sogar muss, um die teils sehr berührenden Passagen zu verdauen. Es ist also kein Buch, das man von vorne bis hinten schnurgerade durchzulesen hat. Als Autor angegeben ist "Starhawk", eine in der spirituellen Szene sehr bekannte Frau, die sich selber als "Hexe" bezeichnet. Wobei es im Deutschen ja sehr unglücklich ist, diesen belasteten Begriff zu verwenden - aber wir haben leider keinen besseren. Jedenfalls vertritt Starhawk die älteste Religion Europas, den Kult der "Großen Mutter". Sozusagen genau die Religion, die in den "Nebeln von Avalon" vorkommt - als Frauen noch magische und spirituelle Kräfte zugestanden wurden, als sie ihr Potenzial ausschöpfen durften, als sie als vollständige und machtvolle Wesen galten, als sie Priesterinnen sein durften. Doch ich schweife ab - ihr merkt schon, wie mich dieses Buch bewegt! Starhawk gab den Anstoß zu diesem Buch. Sie erstellte eine erste, kürzere Fassung, als ihre Mutter starb. Später erlitten auch diverse andere Freundinnen aus ihrem Zirkel herbe private Verluste, und so schloss sich Starhawk mit M. Macha Nightmare und anderen aus dem "Reclaiming Collective" zusammen, um eine erweiterte und überarbeitete Fassung zu erstellen - eben dieses Buch, das 1997 zum ersten Mal erschien. Dem Buch merkt man diese Quellen auch an. Es hat zwar eine Struktur, ein Gerüst, aber man kann die Artikel durchaus auch einzeln lesen. Gut, wer noch wenig über die Hexen-Religion weiß, der sollte sich wirklich die ersten beiden Kapitel hintereinander gönnen, in denen es um Grundprinzipien des Hexenglaubens, und um die Ansicht der Hexen über Leben und Tod geht. Der Abschnitt über "Karma und Wiedergeburt" gehört dabei zum Schönsten und Griffigsten, was ich jemals gelesen habe! ich hatte wahrhaftig Tränen in den Augen. Selbst in buddhistischen Büchern habe ich oft keine so berührende Erklärung gelesen. In den folgenden Kapiteln geht es um alle möglichen Themen rund um das Sterben. Dabei ist die Ausrichtung durchaus sehr praktisch zu verstehen, weder als Klage, noch als Mahnung an die Lebenden - eben als "Werkzeugkasten", als Zeugnis und Entscheidungshilfe. Ich nenne mal ein paar Beispiele. Wie man mit Sterbenden umzugehen hat - und mit ihren Angehörigen - welche Rituale hiflreich sein können - wie man Trauerfeiern gestalten kann - wie man mit der eigenen Trauer umgeht - wie man auch nach dem Tod einer Person noch mit deren Geist arbeiten kann, und sich versöhnen - wie man Kindern den Tod erklärt - wie man mit gewaltsamen Todesfällen fertig wird - wie die Hexen Selbstmord beurteilen (sehr differenziert nämlich!) - wie man Schuldzuweisungen vermeidet - und noch vieles mehr. Der Akzent liegt dabei durchgehend auf Authentizität, und auf einer verständlichen Formulierung. Die einleitenden Texte vor, mitten in und am Ende von Kapiteln hat stets Starhawk verfasst, doch die einzelnen Artikel, teils sehr berührende Berichte aus der persönlichen Erfahrung der Verfasser, stammen von "Reclaiming"-Mitgliedern aus ganz Amerika. Ganz unvergesslich ist mir der Bericht einer Frau, deren Familie durchsetzen konnte, ihren Sohn auf privatem Gelände selbst zu kremieren, mit eigener Zeremonie und allem, was dazu gehört (das wird sicher in Deutschland so nicht möglich sein, dennoch fand ich schon allein die Haltung bewundernswert!). Oder ein anderer Bericht, der von einer Tochter handelt, deren Vater sich umbrachte - und wie sie über die Jahre hinweg Heilungs-Rituale für sich und die Familie entwickelte. Wunder-wunderschön!! Oder die - tatsächlich stattgefundene - Beerdigung eines Kaninchens, die dem Besitzer, einem kleinen Jungen, den Abschied leichter machte.... Es ist insofern sicherlich kein Buch für Menschen, die nah am Wasser gebaut sind. Mehr als einmal musste ich zum Taschentuch greifen! Doch das Tollste an diesem Buch ist die Haltung, mit der es geschrieben wurde, und die vielen, vielen Gebete, Rituale und Gesänge (sogar mit Noten!!), welche die Verfasser den Nutzern des Buches ausdrücklich zur Verfügung stellen. Immer wieder wird von den Schreibern betont, dass der Leser nicht den Glauben übernehmen muss, der dahinter steckt - sondern dass er gerne die Texte und Rituale auch abwandeln darf, um sie an die Bedürfnisse seines Kontextes anzupassen. Hier geht es nicht um Missionierung, sondern um echte menschliche Hilfe (!), und das hat mir teilweise fast den Atem genommen vor Direktheit und Ehrlichkeit. ich muss ehrlich sagen, im christlichen Kontext beispielsweise findet man eine solche durch und durch echte Haltung nur selten! Teilweise sind die Gebete und Gedichte so wunderschön, dass sie fast auf sich gestellt als Kunstwerke gelten könnten. Aber ihre wahre Bedeutung erhalten sie eben erst im "Einsatz". Ja, mehr kann und möchte ich gar nicht sagen. Bitte, beurteilt diesen Text und das Buch, das ich hier vorstelle, nicht als Buch. Nicht als Text, der unterhalten oder informieren soll. Dieses Buch verdient es, an Menschen zu gelangen, die es nutzen möchten, die sich berühren lassen, und die etwas damit anzufangen wissen. Sollte ich durch diesen Text auch nur eine weitere solche Person erreicht haben, dann macht mich das glücklich.

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    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    24. March 2011 um 16:27