Minus 18 Grad

von Stefan Ahnhem 
4,2 Sterne bei180 Bewertungen
Minus 18 Grad
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (148):
Rosebuds avatar

Eiskalte brutaler Thriller, spannend erzählt!

Kritisch (5):
sollhabens avatar

Ich habe mir viel mehr erwartet. Viel zu viele Schauplätze, mit Ermittlern, die mir den letzten Nerv gezogen haben.

Alle 180 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Minus 18 Grad"

In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte.

Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will.

Eins ist allerdings sicher: Es wird noch weitere Opfer geben, ein Serienmörder ist am Werk. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht das erste Opfer, und noch lange nicht das letzte.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783548290737
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:560 Seiten
Verlag:Ullstein Taschenbuch Verlag
Erscheinungsdatum:12.10.2018
Das aktuelle Hörbuch ist am 12.10.2018 bei Hörbuch Hamburg erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,2 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne77
  • 4 Sterne71
  • 3 Sterne27
  • 2 Sterne3
  • 1 Stern2
  • Sortieren:
    Rosebuds avatar
    Rosebudvor 6 Tagen
    Kurzmeinung: Eiskalte brutaler Thriller, spannend erzählt!
    Eiskalter Overkill

    Minus 18 Grad von Stefan Ahnhem, 107 Kapitel, 560 Seiten, erschienen im List Verlag

    Der 3. Fall für Fabian Risk.
    Astrid Tuvesson, die Chefin der Helsingborger Kriminalpolizei, hat keinen guten Start in den Tag. Total verkatert, wird sie auf dem Weg zur Arbeit, in einen Auffahrunfall verwickelt. Kurzerhand nimmt sie die Verfolgung auf, die Jagd endet für den Unfallverursacher im Hafenbecken, als der Fahrer geborgen wird, stellt der Gerichtsmediziner fest, dass die Todesursache weder Ertrinken noch die Folge des Unfalls sein kann. Er ist erfroren und war zum Unfallzeitpunkt schon 2 Monate tot. Niemand hat ihn vermisst, im Gegenteil er wurde ein paar Tage vor seinem Tod noch gesehen. Risk und sein Team ziehen Parallelen zu anderen Fällen und erkennen bald, dass sie einem Massenmörder auf der Spur sind.
    Zur selben Zeit, auf der anderen Seite des Öresund, wird die zum Streifendienst degradierte Ermittlerin Dunja Hougaard in einen anderen Fall involviert. Obdachlose werden aufs Brutalste ermordet , kurz darauf erscheinen die Filmaufnahmen im Internet. Nachdem ihr von ihren Vorgesetzten und Kollegen ständig Steine in den Weg gelegt werden, beschließt sie auf eigene Faust zu ermitteln.
    Es handelt sich um den 3. Fall aus der Reihe um Fabian Risk, ich habe den 1. Und 2. Band leider nicht gelesen und hatte Schwierigkeiten in die Handlung zu finden. Dunja hat etliche Altlasten zu bieten, die nur angedeutet wurden und Kenntnisse aus Band 1 und 2 voraussetzen. Ihr ehemaliger Vorgesetzter Sleizner verhindert mit seinen Intrigen die reibungslose Aufklärung der Happy Slapping Morde. Auch der ständige Szenenwechsel und die beiden unabhängig voneinander laufenden Handlungsstränge haben mich anfangs verwirrt. Es dauerte ziemlich lange bis ich in den Lesefluss kam, denn die vielen Namen und Personen machten die Handlung unübersichtlich. Als sich der Plot klärte und mir die Charaktere vertraut wurden, nahm die Spannung gerade durch die häufigen Szenenwechsel rasant zu. Ahnhem hat hier 2 Kriminalromane in einem Buch verwebt, ein Fall in Dänemark und einer in Schweden. Die letzten 200 Seiten waren jedoch an Spannung aber auch Grausamkeit nicht mehr zu überbieten.
    Es handelt sich im vorliegenden Skandinavienkrimi um eine Erzählung im auktorialen Stil. Das Buch ist in zwei Teile gegliedert. Beide Teile umfassen eine Zeitspanne von 5 Tagen. Durch die häufig verwendeten Dialoge hatte ich oft das Gefühl in die Ermittlungen einbezogen zu sein, ja direkt dabei zu stehen, was die Handlung auflockerte und lebendig machte. Der Autor beschreibt das Privatleben seiner Figuren sehr ausführlich, das macht sie zwar nicht
    immer sympathisch aber durchaus authentisch. Ein Pro- sowie auch Epilog ist vorhanden. Im Epilog wird die Erzählung m.E. gut abgeschlossen und endet gleichzeitig mit einem Cliffhanger.
    Ich werde auf jeden Fall Band 1 und 2 noch lesen, weil ich durch die vielen Andeutungen auf die Vorgeschichte neugierig geworden bin.
    Meine Empfehlung an alle Leser die spannende Schwedenkrimis mögen, Teil 1 und Teil 2 schon gelesen haben und gebe 4 von 5 Sternen

    Kommentieren0
    57
    Teilen
    M
    Mirja103vor 2 Monaten
    Spannender 3. Teil der Reihe

    Auch diesen Fall der Reihe fand ich wieder sehr spannend. Man wird bei den Ermittlungen mitgerissen und versucht, das Rätsel zu lösen. Parallel dazu verfolgt ma die Entwicklungen im Privatleben des Kommissars und fragt sich (genau wie er) wie es weitergehen wird .

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    trollchens avatar
    trollchenvor einem Jahr
    Nicht so ganz überzeugt

    Minus 18 Grad
    Herausgeber ist List Hardcover (2. Januar 2017) und hat 560 Seiten.
    Kurzinhalt: In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte.
    Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will.
    Eins ist allerdings sicher: Es wird noch weitere Opfer geben, ein Serienmörder ist am Werk. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht das erste Opfer, und noch lange nicht das letzte ...

    Meine Meinung: Das Buch ist spannend geschrieben, aber leider musste ich mir sehr viel zusammen reimen, da ich die beiden Vorgängerbücher noch nicht gelesen habe. Deswegen ziehe ich da einen Stern ab. Aber ansonsten kann ich das Buch empfehlen, auch wenn es zwischendurch manchmal etwas langatmig war und ein bisschen verworren geschrieben ist. Aber am Ende hat sich alles aufgeklärt und das ist ja das wichtigste. Ich muss aber sagen, dass die Story doch manchmal etwas zu arg konstruiert wirkte, ich fand das meiste überzogen und auch nicht real. 300 Seiten hätten das Buch auch gut gemacht.
    Mein Fazit: Ich vergebe 3 Sterne, es ist spannend, aber hat mich nicht immer überzeugt.

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    Bibliomanias avatar
    Bibliomaniavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend und auch recht heftig, 3,5 Sterne für Teil 3
    Da gefriert es einem wirklich in den Adern

    Fabian Risk hat es dieses Mal mit einem Mann zu tun, der scheinbar bei einem Autounfall ums Leben gekommen ist. Nach der Obduktion stellt sich nämlich heraus, dass das Opfer schon viel länger tot war. Im Laufe der Ermittlungen tauchen weitere Opfer auf und es ist klar: es handelt sich um einen Serienmörder.
    Etwas weiter weg in Dänemark tauchen Gewaltopfer auf, die scheinbar niemand vermisst: Obdachlose, Junkies, Ausreißer. Es gibt Videos, die brutale Tritte und Schläge auf willkürliche Passanten zeigen. Und irgendwie scheint Fabian Risks Sohn Theodor da mit drin zu stecken. Was hat er nur gemacht?
    Obwohl es schon der dritte Fall ist, habe ich meinen ersten Stefan Ahnhem gelesen und muss sagen, er gefiel mir ganz gut. Zumindest so gut, dass ich auf jeden Fall auch die anderen Fälle lesen möchte.
    Fabian Risk ist ein mir sympathischer Ermittler und obwohl er in seinem Team gar nicht der Leiter ist, ist er doch die Hauptfigur, was mir ebenfalls gut gefällt.
    Zu jeder Figur kann man sich ein gutes Bild machen, alle sind wunderbar herausgearbeitet. Doch ich werde das Gefühl nicht los, dass viel von den anderen Fällen in diesem Teil erzählt wird und befürchte, dass ich mir dann den Verlauf der anderen Fälle zu schnell zusammenreimen kann.
    Die Geschichte ist auch nicht gerade für zarte Gemüter, wer also wirklich einen Kriminalroman erwartet, sei gewarnt, dass es kein Miss Marple Fall ist.
    Ohne zu viel zu verraten, finde ich auch den Buchtitel äußerst passend, was in manchen Fällen ja ziemlich irreführend sein kann.
    Ich werde den Schriftsteller auf jeden Fall gerne weiter begleiten, ein gutes Buch.

    Kommentieren0
    27
    Teilen
    vronika22s avatar
    vronika22vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Leider konnte mich dieser Band nicht wirklich überzeugen!
    Nicht der beste Thriller von Stefan Ahnhem

    Nachdem ich den "Herzsammler" als Band 2 der Fabian-Risk-Serie von Stefan Ahnem mit Begeisterung gelesen habe, so war ich leider von diesem Band etwas enttäuscht.

    Auf den Inhalt möchte ich jetzt gar nicht eingehen, da es ja schon viele Rezensionen zu diesem Buch gibt. Aber ich fand den Anfang und die Leseprobe wirklich wieder vielversprechend und spannend.
    Gerade das mit dem Toten, der angeblich schon 2 Monate tot war und tiefgefroren am Steuer des Wagens saß, war doch mal etwas ganz anderes und wirklich vielversprechend.

    Aber mit seinen 550 Seiten ist das Buch eindeutig zu lang und meiner Meinung nach zu überladen. Stefan Ahnhem hätte sich meiner Meinung nach auf das Wesentliche konzentieren sollen und nicht so viele Handlungsstränge und Morde in einem Buch zusammenführen sollen. Ich hatte  öfters Probleme, den richtigen Durchblick zu behalten und das hat das Lesen des Krimis doch sehr erschwert.

    Als weiteren Kritikpunkt muss ich aufführen, dass das Buch doch teilweise sehr brutal bei mir ankam. Auch hier ist manchmal weniger dann doch mehr!

    Außerdem gab es häufig auch Stellen, bei denen  einige Ermittlungen eher auf dem Zufall basiert waren und einfach unlogisch gewirkt haben.

    Nichtsdestotrotz war der Krimi auf jeden Falll spannend. Trotzdem hatte ich diesmal leider ein bißchen das Gefühl, dass ich mich trotz aller Spannung ein wenig durch die Seiten gequält habe. Ich bin auch der Meinung, dass ein guter Krimi nicht unbedingt aus mehr als 500 Seiten bestehen muss.

    Kommentare: 1
    100
    Teilen
    tanteruebennases avatar
    tanteruebennasevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Extrem spannender und temporeicher Krimi mit offenem Ende - absolute Leseempfehlung!
    Kaltblütig

    Ein wahnsinnig spannender Krimi, den ich wirklich nur selten und ungern aus der Hand gelegt habe! Die beiden ersten Bände mit und um Fabian Risk kannte ich nicht, daher fehlten mir einige Vorkenntnisse, was aber in keiner Weise störend war. Die Handlung ist in unterschiedliche Stränge und Personen aufgeteilt, die nach und nach zur Aufklärung des Falles führen... Langeweile kann bei dem rasanten Tempo keine Seite lang aufkommen, eine absolute Leseempfehlung!

    Kommentieren0
    6
    Teilen
    Irves avatar
    Irvevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Spannend, teilweise grausam, und zum Schluss hin temporeich und etwas verworren. http://irveliest.wordpress.com
    *+* Stefan Ahnhem: "Minus 18 Grad" *+*

    Bei einer halsbrecherischen Verfolgungsjagd stürzt ein Auto an der schwedischen Westküste ins Meer. Ein klarer Fall, so lautet anfangs die einhellige Meinung. Bis der Gerichtsmediziner auf Unstimmigkeiten stößt…
    In Dänemark treiben Täter ihr Unwesen. Jedoch geht es bei ihnen um keinerlei materielle Anreize, sondern lediglich darum, kranke Triebe zu befriedigen – ohne Rücksicht auf Verluste. Man könnte fast sagen, mit viel Fürsorge und Mühe für möglichst viele qualvolle Verluste.
    In den schwedischen Fall werden diese Taten auf Seiten Dänemarks zunächst recht schwach, später immer stärker eingeflochten, bis zum Schluss eine glückliche Verkettung unglücklicher Umstände zum Abschluss der Verbrechen auf beiden Seiten führt.

    Aus einem zunächst einfach erscheinenden Fall – denn die Leiche aus dem Hafenbecken konnte doch nur einem Unfall oder einem Selbstmord geschuldet sein, oder? – wird ein immer komplexer, fast schon unüberschaubar großes, anwachsendes Gebilde, dessen Vollendung durch eine zeitlich perfekte, dramaturgisch raffiniert gesetzte Verschmelzung mit dem dänischen Verbrechenskatalog zusammenfällt.

    Der Schreibstil ist spannend und flüssig und trieb mich zunächst sehr schnell durch die Kapitel. Mit der Zeit kamen jedoch so viele Wenden, Personen und eine immer trübere, melancholisch-düstere Stimmung auf, die mich eher bedrückten als dass sie mir fesselnde Spannung bescherten. Die Logik, die die zeitliche Machbarkeit der vielfältigen Taten in Schweden betraf, hinkte zum Schluss sehr. Das ließ die Erzählwelt nicht nur durch ihren unrealistischen Plot sehr unglaubwürdig erscheinen. Dass Thriller überwiegend erdacht sind, liegt auf der Hand. Ich lasse mich auch gerne auf einen kreativen Erzähl-Kosmos ein, aber er sollte idealerweise eine runde Sache und stimmig sein – was er hier an einigen Stellen nicht ist. Nicht so pingelige Leser stört das vielleicht nicht und sie werden darüber hinwegsehen. Möglicherweise gefällt anderen Thrillerfreunden auch die an einigen Stellen bis auf die Spitze getriebene Grausamkeit besser als mir. An einigen Stellen werden übelste Quälereien detailliert und mit einer gewissen Begeisterung an den Leser herangetragen, was meine persönliche Grenzen bei weitem überschritt. Aber auch hier gilt:
    Die Geschmäcker sind verschieden, jeder hat andere Vorlieben, auch bei Büchern.

    So ließ meine anfängliche große Begeisterung nach und nach immer mehr Federn, aber es gibt auch vieles, was mir gefallen hat. Die Ausarbeitung der Charaktere ist sehr gut gelungen, sie wirken allesamt lebhaft und greifbar, wenn auch manchmal nicht vorhersehbar in ihren Taten und Reaktionen. Der Schreibstil an sich ist sehr einnehmend und bis weit in das Buch hinein gefiel mir die Menge an Charakteren und Handlungssträngen auch wirklich gut. Als der Autor dann auf´s Gas gedrückt hat, wurde das Tempo richtig hoch und es tauchen ständig neue Aspekte und Zwischenverbindungen auf. Auch an scharfen Erzähl-Kurven mangelt es nicht.

    Diese vielen Schleifen und Abzweigungen wären gar nicht nötig gewesen, auch nicht die oft sehr ins Detail gehenden Schilderungen. Die Fälle waren so schon greifbar und präsent genug und auch Spannung wohnte dem Thriller eigentlich von Anfang an inne. Hier wäre vor allem zum Ende hin weniger mehr gewesen. Das intensive Schaulaufen um den roten Faden herum und die stellenweise Fokussierung des Grauens wirkten auf mich persönlich eher kontraproduktiv.

    „Minus 18 Grad“ ist der dritte Fall aus der Reihe um Fabian Risk. Neben den Verbrechen in Schweden und Dänemark ist das Privatleben der Ermittler ein Thema. Auch wer sie noch nicht kennt, bekommt gute Einblicke in ihre Figuren, ihre Persönlichkeiten und Eigenschaften sowie ihr Miteinander und die Päckchen, die ein jeder von ihnen zu tragen hat.
    Eine Mischung aus privat und dienstlich markiert zum guten Schluss einen Cliffhanger, der im nächsten Band zu einer ganz großen Sache werden könnte!

    Inhalt
    In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Die Indizien lassen nur einen Schluss zu – es handelt sich um einen Mörder, der das Leben seiner Opfer komplett übernimmt. Er tötet sie, kleidet sich wie sie, spricht wie sie. Nur durch Zufall ist die Polizei jetzt auf seine Spur gekommen. Der Tote im Hafenbecken war nicht sein erstes Opfer, und noch lange nicht sein letztes …

    Autor
    Stefan Ahnhem ist einer der erfolgreichsten Krimiautoren Schwedens. Seine Bücher sind allesamt Bestseller und preisgekrönt. Mit seinem Debüt Und morgen du schaffte er auf Anhieb den Sprung auf die Bestsellerliste. Bevor Ahnhem begann, selbst Krimis zu schreiben, verfasste er Drehbücher unter anderem für die Filme der Wallander-Reihe. Er lebt mit seiner Familie in Stockholm.
    Quelle: Ullstein Buchverlage

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    jenvo82s avatar
    jenvo82vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein sehr spannender Krimi, der ein gesundes Maß zwischen Ermittlungsarbeit, persönlicher Geschichte und Objektivität findet.
    Eiskalte Berechnung

    „Sein merkwürdiges Nichttotsein, oder was es nun war, ließ ihm keine Ruhe. Er hatte Schwierigkeiten, im Ablauf der Geschehnisse auch nur ein einziges, annähernd logisches Detail zu erkennen. Er ahnte, dass dies der Anfang von etwas viel Größerem war.“

    Inhalt

    Das Team der schwedischen Polizei bekommt durch Zufall Zugriff auf ein recht ominöses Tötungsdelikt. Denn der millionenschwere Unternehmer Peter Brise rast mit voller Geschwindigkeit über die Kaimauer und geht im eiskalten Wasser unter. Doch laut erfolgtem Obduktionsbericht, war der Verstorbene schon wesentlich länger tot und wurde in der Zwischenzeit bei Minusgraden konserviert.

    Fabian Risk stößt in seinem 3. Fall auf einen brutalen Mörder, der die Identitäten wohlhabender, schwedischer Bürger annimmt, um sich ihr Vermögen unerkannt einzuverleiben und diese nach und nach erledigt. Doch so simpel wie es zunächst scheint, ist es nicht, denn während die Ermittler diese Spur verfolgen und tatsächlich eine Zielperson ausfindig machen, tauchen weitere Opfer auf, deren Ermordung bereits vor Jahren erfolgte und ein anderes Ziel zu haben schien. Und als plötzlich eine weibliche Täterin in den Fokus rückt, wird klar, dass es zwischen den losen Enden des Falls eine mörderische Verbindung geben muss, die bisher von keinem aufgedeckt wurde …

    Meinung

    Der schwedische Autor Stefan Ahnhem schafft mit seinem 3. Kriminalroman um den Ermittler Fabian Risk wieder eine spannende, abwechslungsreiche Szenerie, die ein gekonnter Mix zwischen polizeilicher Ermittlungsarbeit, mörderischer Energie und privaten Ereignissen ist.

    Mir gefällt dieser Teil noch besser als der zweite, während ich den ersten noch nicht gelesen habe. Leider empfand ich die vielen Protagonisten, die man zwar im Laufe der hiesigen Erzählung näher kennenlernt, nicht so einprägsam, als dass sie mir aus den Vorgängerromanen in Erinnerung geblieben wären. Dementsprechend empfehle ich ein zeitnahes konsumieren dieser Reihe, beginnend mit dem ersten Band – andernfalls muss man so wie ich, auf die zwischenmenschlichen Hintergründe verzichten, weil sie unter Berücksichtigung des aktuellen Falls nicht gänzlich zur Entfaltung kommen.

    Der Autor arbeitet mit einer sehr ausgewogenen Erzähltechnik, die gleichermaßen spannungsaufbauend und erklärend wirkt. Sobald man ein weiteres Detail erfahren hat, ergibt sich eine neue Perspektive, die ihrerseits informative Aspekte ins Gespräch bringt.

    Die kurzen Kapitel, die oft einen anderen Protagonisten in den Mittelpunkt rücken, liefern letztlich wie kleine Puzzleteile das Gesamtbild des Kriminalfalls, bei dem man bis zum Schluss zwar eine Vermutung hat, aber keine genauen Anhaltspunkte. Das offene Ende, trägt dazu bei, dass man als Leser einerseits sobald wie möglich vom Fortgang der Geschichte lesen möchte, lässt einen aber andererseits fragend zurück, warum die Aufklärung allein nicht genügt, sondern ganz bewusst einige Fragen offenlässt, die man gerne noch geklärt hätte.

    Positiv bewerte ich den Spannungsbogen, die Blickwinkel, die sich ergeben und eine intensive, vielschichtige Erzählweise, die dauerhaft das Interesse weckt und die Neugier des Lesers nicht nur weckt, sondern auch aufrecht erhält.

    Fazit

    Ich vergebe 4 Lesesterne für alle Liebhaber schwedischer Kriminalromane, die sich auf einen gut durchdachten Fall freuen, der ihnen möglicherweise neue Sichtweisen und ungewöhnliche Aspekte der menschlichen Psyche offenbart. Das Hauptaugenmerk liegt auf der klassischen Ermittlungsarbeit und beschäftigt sich nur zweitrangig mit der Perspektive des Mörders, dennoch bietet die Erzählung ausreichend Einblicke in die kranke Seele eines Menschen, dem es in erster Linie um die Verwirklichung seiner speziellen Ansichten geht. Ich werde die Reihe um den Ermittler Fabian Risk auf jeden Fall weiterverfolgen.

    Kommentare: 1
    41
    Teilen
    S
    susehostvor einem Jahr
    Kurzmeinung: wieder extrem spannend
    wieder extrem spannend

    Nach einer Verfolgungsjagd mit der Polizei endet die Fahrt des verfolgten Wagens im Hafenbecken. Der Fahrer wird tot geborgen. Es handelt sich um eine recht bekannte Persönlichkeit. Bei der Obduktion stellt sich heraus, dass er bereits einige Monate eingefroren war. Wieso hat man ihn aber vor einer Woche in der Bank gesehen? Der Fall gibt Fabian Risk und seinem Team Rätsel auf. Zeitgleich hat in Dänemark die nun zum Streifendienst verdonnerte Dunja einen Fall mit einem brutal ermordeten Obdachlosen. Sie ermittelt auf eigene Faust, aber ihr ehemaliger Chef wirft ihr noch immer Knüppel zwischen die Beine...

    Ich habe wieder einmal bis spät in die Nacht gelesen, da ich unbedingt wissen wollte, wie es weitergeht. Der Autor schafft es immer wieder, einen intelligenten und unvorhersehbaren Krimi zu schreiben, der von Anfang an fesselt und die Spannung durchgehend hält. Es geschehen wieder ziemlich schlimme Dinge, die nichts für schwache Nerven sind. Gänsehaut bekam ich auch bei dem Gedanken, dass die Täter aus Dunjas Fall hier bei uns Nachahmer finden würden. Gut, dass zumindest der Autor seine Fantasie nur in seinen Büchern auslebt (hoffe ich zumindest;-)). Es lässt einen jedenfalls nicht kalt, was da passiert. Der Schluss ist extrem spannend und gern hätte ich noch weitergelesen, aber da war dann das Buch doch zu Ende. Die Fälle sind abgeschlossen, aber einiges bleibt offen für eine hoffentlich wieder ebenso spannende Fortsetzung.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Pippo121s avatar
    Pippo121vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Sehr spannend und lesenswert, trotz einiger Ungereimtheiten und offenem Schluss!
    Spannend und lesenswert trotz einiger Ungereimtheiten

    In Helsingborg rast ein Auto über die Brücke in das Hafenbecken. Der Fahrer des Autos hat keine Chance, aus dem Wasser zu entkommen. Sofort schaltet das Team um Fabian Risk sich ein und untersucht, wie es zu diesem Unfall kommen konnte. Doch spätestens als der Gerichtsmediziner seine Untersuchungsergebnisse präsentiert, wird allen klar, dass hier etwas nicht stimmen kann! Denn der Tote war ungefähr zwei Monate lang tiefgefroren … Wie konnte ein Toter Auto fahren? Die Ermittlungsgruppe steht vor einem Rätsel und schon bald wird ihnen klar, dass sie es dieses Mal mit einem schier übermächtigen Gegner zu tun haben!

    Dies war mein erstes Buch von Stefan Ahnhem und somit habe ich auch die Serie um Fabian Risk nicht in chronologischer Reihenfolge begonnen. Dies empfand ich nicht als störend, da es fast keine Verweise auf frühere Fälle gab und somit die Spannung nicht getrübt wurde. Überhaupt versteht der Autor es, Cliffhanger gekonnt einzusetzen und das Buch durchweg fesselnd zu gestalten. Der Schreibstil ist sehr flüssig und angenehm zu lesen. Der Spannungsbogen ist sehr gut gezeichnet und bringt den Leser dazu, immer tiefer in das Buch einzudringen.

    Die Handlung an sich ist gekonnt aufgebaut und die beiden parallel geführten Ermittlungsstränge treiben das Geschehen immer weiter voran. Beide Themen, Identitätsdiebstahl und «Happy Slapping» sind sehr interessant ausgebaut und besonders «Happy Slapping» machte mich fassungslos und wütend! Leider hege ich keinen Zweifel daran, dass es so etwas tatsächlich gibt und diese Vorstellung ist einfach nur grässlich.

    Allerdings fragte ich mich gleich zu Beginn, warum dieser zweite Erzählstrang in das Buch mit eingebaut wurde. Ziemlich schnell wurde mir dann klar, dass dessen einzige Daseinsberechtigung darin besteht, dass es hierbei um das Privatleben des Ermittlers geht. Daher war ich nicht sonderlich überrascht, wie dieser Teil der Handlung sich entwickelt hat und ich gehe davon aus, dass Dunja alle Täter zur Rechenschaft ziehen möchte. Dieser Teil des Buches ist also noch nicht abgeschlossen, sondern wird wohl im folgenden Band weiter ausgebaut.

    Störend empfand ich allerdings die vielen, teils abstrusen und unglaubwürdigen Identitätswechsel. Immer wieder wird betont, dass der Täter die Verbrechen nur ausüben konnte, da er sich so akribisch vorbereitete und seine Opfer bis ins letzte Detail imitieren konnte. Da frage ich mich doch, wie es ihm möglich war, so eine große Anzahl an Identitäten in derart kurzer Zeit zu stehlen. Auch fand ich es unverständlich, dass die Polizei den Täter während dessen Untersuchungshaft nicht als Doppelgänger enttarnen konnte. Schließlich wussten sie doch, dass er komplett kahlgeschoren war, Augenbrauen inklusive. Sie hätten doch nur prüfen müssen, ob die Haare des Täters echt sind um sich zu vergewissern, dass er auch wirklich die Person ist, für die er sich ausgibt. Irgendwie erschien mir dies nicht ganz logisch.

    Insgesamt ist dieses Buch aber ein sehr gelungener Thriller, der aufgrund seines konsequenten Spannungsaufbaus so manchen Leser zu begeistern vermag. Fans von Schwedenkrimis kommen hierbei sicher auf ihre Kosten

    Kommentieren0
    36
    Teilen

    Ähnliche Bücher für noch mehr Lesestunden

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    TanjaMaFis avatar

    Zwei Länder. Zwei Ermittler. Ein Fall.

    Fabian Risk ermittelt wieder. Und dieses Mal ist sein Team nicht allein. In einem seltsamen Fall erhalten die schwedischen Polizisten Unterstützung von Dunja Hougaard aus Dänemark, die kürzlich strafversetzt wurde, nun aber einer heißen Spur folgt. 
    Mit vereinten Kräften müssen Risk, Hougaard und das Team herausfinden, wie ein gerade noch lebendiger Mann bereits seit Monaten tot sein kann. Noch dazu müssen sie schnell sein, denn aus einem einzelnen Mordfall werden mehrere und der Serientäter hat bereits sein nächstes Opfer im Visier ...

    Habt ihr Lust auf eiskalte Hochspannung, Gänsehaut-Garantie und mysteriöse Todesfälle in gleich zwei Ländern? Dann seid ihr an der richtigen Stelle! Bewerbt euch gleich für unsere Leserunde zu "Minus 18 Grad", dem neuen Krimi von Stefan Ahnhem!

    Mehr zum Inhalt
    In Helsingborg an der schwedischen Westküste wird ein Auto aus dem Hafenbecken geborgen. Eigentlich wäre der Fall klar: ein Unfall. Doch bei der Obduktion stellt sich heraus, dass der Fahrer schon lange tot war, als das Auto ins Wasser stürzte. Kommissar Fabian Risk und seine Kollegen untersuchen den mysteriösen Todesfall. Jemand glaubt, den Toten erst letzte Woche gesehen zu haben. Wie ist das möglich? Risk hat einen Verdacht, aber der ist so absurd, dass er ihn zunächst selbst nicht glauben will. Eins ist allerdings sicher: Es wird noch weitere Opfer geben, ein Serienmörder ist am Werk. Der Tote im Hafenbecken war nicht das erste Opfer, und noch lange nicht das letzte ...

    Neugierig geworden? Hier geht es zur Leseprobe!

    Mehr zum Autor
    Stefan Ahnhem wurde 1966 in Stockholm geboren und wuchs als Einzelkind in Helsingborg auf.  In der Schule hatte er zwar Probleme mit dem Lesen und Schreiben, entwickelte jedoch eine lebendige Fantasie. Der schwedische Schriftsteller Ahnhem arbeitete als Drehbuchautor unter anderem auch an den Wallander-Verfilmungen mit. Sein Krimi-Debüt und Reihenauftakt "Und morgen du" rund um den Ermittler Fabian Risk brachte ihn auf die Bestseller-Listen. Heute lebt Stefan Ahnhem mit seiner Frau und den drei jüngsten seiner vier Kinder in Stockholm.

    Gemeinsam mit dem List Verlag verlosen wir 25 Exemplare von "Minus 18 Grad" unter allen, die bis zum 08.01.2017 folgende Aufgabe lösen*:

    Fabian Risk steht vor einem Rätsel. Die Leiche, die aus dem Auto im Hafenbecken geborgen wird, scheint bereits eine Weile tot zu sein. Doch es gibt Zeugen, die den Toten erst vor Kurzem gesehen haben wollen. Wie kann das sein? Teile deine (gerne auch verrückte) Theorie mit uns!

    Aufgepasst!
    Wir haben noch eine weitere tolle Verlosung für euch! Schreibt bis zum 02.02.2017 eine Rezension zu "Minus 18 Grad", teilt den LovelyBooks-Link im entsprechenden Unterthema und sichert euch so die Chance auf ein geniales Stefan Ahnhem Paket bestehend aus "Und morgen du" und "Herzsammler"!

    Außerdem könnt ihr beim Gewinnspiel des List Verlags weitere tolle Preise gewinnen. Schaut doch mal vorbei!

    *Bitte beachtet unsere Richtlinien für die Teilnahme an Leserunden und Buchverlosungen!

    Ich drücke euch die Daumen!


    Zur Leserunde

    Weitere Informationen zum Buch

    Pressestimmen

    Der große Krimibestseller jetzt im Taschenbuch

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks