Stefan Albus Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen

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Inhaltsangabe zu „Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen“ von Stefan Albus

Das Anti-Weihnachtsbuch – damit das Fest der Feste doch noch schön wird Man merkt, dass Weihnachten naht, wenn rechtschaffene Bürger sich für adventliche Illuminations-Orgien verschulden, aus dem Radio klebriger X-Mas-Pop anstelle frommer Lieder tropft, Geschenkewahn, Kalorienterror und White-Christmas-Paranoia vorherrschen. Ist dagegen ein Kraut gewachsen? Wir empfehlen die satirischen Glossen von Stefan Albus, in denen er skurrile Phänomene der Advents- und Weihnachtszeit pointiert aufs Korn nimmt. Kopfschüttelnd fragt er sich, warum in Nikolausstiefeln immer noch Nüsse stecken, die spätestens seit Erfindung der Schokolade kein Kind mehr freiwillig isst. Oder wie viele Reklameprospekte man braucht, um eine Bibel aufzuwiegen. Und warum das Schönste aller Feste ausgerechnet in der fiesesten Jahreszeit liegt. Albus recherchiert, beobachtet und wertet – extrem subjektiv, aber nicht verletzend. Sein Ziel: Dass viele Menschen die Adventszeit unbeschadet überstehen und das Fest der Feste vielleicht doch noch genießen können.

Viel historisch wissenswertes über Weihnachtsbräuche in zum Teil amüsante Geschichten verpackt.

— ConnyMc
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  • Rezension zu "Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen" von Stefan Albus

    Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. February 2012 um 18:52

    Könnte es sein, dass Stefan Albus Lichterketten massakrieren will? Oder soll der ganze Weihnachtszauber gleich mit den Lichterketten mit entsorgt werden? Der Buchtitel kling arg rabiat, aber ich kann die Leser beruhigen. Weihnachten wird in diesem Buch kein Haar gekrümmt. Aber es wird genau hingeschaut, was es mit den liebgewordenen Traditionen, dem importierten Zubehör und den Fröhlichkeitspflichten auf sich hat. In den Wochen vor Weihnachten staplen sich die Aufgaben in jedem braven Haushalt. Stefan Albus liefert die Hintergrundinformationen dazu. Wir bekommen historische Aufklärung und je nach Fall auch konkrete Zahlen auf den Tisch. Zum Beispiel die, dass die Deutschen im Weihnachtsdusel jährlich über 70 Milliarden Euro ausgeben (ja, er hat wirklich 'Milliarden' geschrieben). Oder dass der allererste deutsche Weihnachtsbaum vermutlich 1419 in Freiburg aufgestellt wurde. Aber keiner kriegt die Zahlen dröge um die Ohren gebuttert, sondern verpackt in die vorweihnachtlichen Abenteuer eines Erzählers und seiner Freunde, wie Moni, Claudia oder Klaus, handlich verpackt in 11 Kapitel. Die historische Aufklärung hilft ebenfalls weiter: Wer Halloween nicht mag, braucht sich nach der Lektüre nicht weiter drüber aufregen, denn eigentlich kommt aus den USA nur das wieder, was wir Europäer vor Jahrhundertenen dorthin exportiert hatten. Mit dem Krach um Christkind oder Weihnachtsmann oder Nikolaus geht es weiter. Auch hier trifft uns ein Erbe, das nur in Teilen mit einem Zeichner einer US-amerikanischen Getränkemarke zu tun hat. Luther war auch nicht ganz unschuldig an dem Dilemma. Ich hatte, zugegeben, auf Grund des Titels eine satirische Abrechnung mit der Weichnachts- und Vorweihnachtszeit erwartet. Statt dessen habe ich viele Hintergründe zu unseren Bräuchen geliefert bekommen und die Beruhigung, dass eigentlich alles gar nicht so schlimm ist, wie das gemeinhin eingeredet wird. Wir sollten Weihnachten einfach so nehmen wie es ist und genießen. Meinetwegen auch mit Spekulatius im Oktober, wenn sie doch schmecken? Wir sehen: Traditionen gab es schon immer, aber sie waren früher schon Änderungen unterworfen. Und sie werden sich einfach weiter ändern, ganz egal, ob wir lieber Kartoffelsalat oder Gans auf den Tisch bringen.

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  • Rezension zu "Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen" von Stefan Albus

    Das Lichterketten-Massaker ... und andere Weihnachtskatastrophen

    Mr. Rail

    09. December 2011 um 20:07

    Ein perfekter Gegenentwurf zur Tolkienschen Betrachtung in den "Briefen vom Weihnachtsmann" ist das „Lichterkettenmassaker“ von Stefan Albus. Ein Buchtitel wie ein Paukenschlag, versehen mit dem Bild eines kopfüber an einer funkelnden Weihnachtsbaumbeleuchtung baumelnden und zappelnden Nikolauses. Stefan Albus – ebenjener Autor der mit seinem kontemplativ informativen Werk „Der Jakobsweg liegt gleich um die Ecke“ für Furore sorgte, ebenjener Autor, der sich während seiner Pilgerreise so intensiv mit der Motivation einer Glaubensreise auseinandersetzte – ebenjener Stefan Albus zeigt sich hier von seiner ganz anderen Seite. Was haben wir gelacht. Weihnachten von seiner lustigen, tragikomischen, satirisch sarkastischen und doch sympathisch verschrobenen Seite. Albus lässt nichts aus. Kein Auge bleibt trocken und in jeder der kleinen Geschichten finden wir uns schmunzelnd wieder. Wir alle wundern uns, wenn die Weihnachtsware wieder einmal schon im September die Sonnenmilch aus den Auslagen der Supermärkte verdrängt; wenn Rettungssanitäter verzweifeln, da sie pausenlos alarmiert werden um scheinbar strangulierte Menschen von Dächern und Balkonen zu retten, die sich dann als Weihnachtsdeko-Nikoläuse herausstellen; über den verschwindend geringen Alkoholgehalt der ständig überteuerten Glühweinportionen an Glühpilzbeheizten Weihnachtsmarktständen; über den Kampf der natürlichen gegen die künstlichen Plastikweihnachtsbaumlebensphilosophien; über die FernsehLEIDENschaften des mehrteilerverwöhnten Publikums, dem nur noch werbeunterbrochene Einteiler präsentiert werden, und nicht zuletzt über die Essgewohnheiten unserer Freunde, die zu Weihnachten Tiere in den Ofen schieben, die sie nichtmal im Biologiebuch ihrer Kinder wiedererkennen würden Liebevoll unterzieht Stefan Albus das Weihnachtsfest einer pointiert zeitgemäßen Analyse und lässt uns entspannt Vergleiche zu unseren eigenen Ritualen ziehen. Er hat ja so Recht, der Herr Albus und wir lachen immer noch herzhaft, haben aber auch einiges aus diesem Buch gelernt. Zum Beispiel, warum die Nordmanntanne ihren Namen trägt und eigens für Weicheier gezüchtet wird;-) Lachenswert… öhm lesenswert! ****** „Outtake“ zu Stefan Albus und dem Lichterkettenmassaker: Just an jenem Tag, als ich das Fernsehmärchenmehrteilerkapitel im Lichterkettenmassaker gelesen hatte, in dem der Autor darauf hinweist, dass einzig das legendäre Fernsehmärchen „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ mit mindestens 14 Ausstrahlungsterminen zum Weihnachtsfest als Relikt unserer guten alten Mehrteiler übriggeblieben ist und ich darob lachend den Kopf schütteln musste geschah das Folgende: Einer meiner Mitarbeiter erschien laut jubelnd im Dienst und präsentierte allen Kollegen voller Stolz die frisch erstandene Luxusedition ebenjenes Märchens mit ca. 5 DVDs und dem Aschenbrödel-Original-Schmuck. Ich legte still und heimlich meinen „Albus“ mit Lesezeichen daneben und verschwand schmunzelnd… Der Rest ist Firmengeschichte

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