Stefan Albus Santiago liegt gleich um die Ecke

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Inhaltsangabe zu „Santiago liegt gleich um die Ecke“ von Stefan Albus

Wieso eigentlich Spanien? Santiago war gestern! - Der erste Erfahrungsbericht eines Menschen, der in Deutschland gepilgert ist - Witzig geschrieben, und doch mit der nötigen Tiefe - Mit aktuellem Kartenmaterial über das deutsche Pilger-Wege-Netz und nützlichen Adressen Rucksack auf, Haustür zu – und los! Um auf dem Jakobsweg zu pilgern, muss man nicht durch Pyrenäen, Meseta, Pamplona & Co.: Auch Deutschland ist durchzogen von einem ausgedehnten Wegenetz im Zeichen der Muschel. Der Journalist Stefan Albus macht die Probe aufs Exempel und die älteste deutsche Stadt Trier zu seinem Santiago: Mit dem Pilgerstab in der Hand durchquert er Dortmund, Köln und die menschenleere Eifel, begegnet Heino, einem ausgestiegenen Manager, üblen Nervensägen und stillen Heiligen, jeder Menge Pilgerkollegen – und am Ende sogar sich selbst. Fazit nach über 400 Kilometern zu Fuß: Schlange stehen vor spanischen Pilgerherbergen muss nicht sein!

Strapazen, vergnüglich dargestellt, mit vielen Erleuchtungen vom Buchautor. Zum auf den Weg machen in Dtl. mit Pilgerpfaden u. Adressen.

— simone_richter
simone_richter
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  • Rezension zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    simone_richter

    simone_richter

    22. November 2011 um 20:05

    Herrn Albus ist ein wirklich aufschlussreiches, witziges und interessantes Buch zum Pilgern in Deutschland gelungen. Ich habe das Buch aufgeschlagen und konnte kaum noch mit dem Lesen aufhören, zumal es dem anderen großen Pilgerbuch eines bekannten Herren in nichts nachsteht – nur eben dem Weg zwischen Dortmund und Trier folgt, was mittlerweile ob der Überlaufenheit des Santiagoer Weges vielleicht mehr Präsenz hat. Es ist spannend und vergnüglich zugleich zu lesen, was einem auf dem deutschen Pilgerweg wiederfahren kann und wie sich hier Leute und Landschaft zeigen. Im Anhang gibt es dann noch eine Pilgerkarte für Deutschland, dort erfährt man freudigerweise Pilgerfade hierzulande und ersieht auch (!), wo noch neue entstehen werden. Des weiteren gibt es ein Adressenverzeichnis deutscher Jakobus-Gesellschaften. Das Buch ist zudem mit viel Liebe vom Gütersloher Verlagshaus und sogar mit Fotos vom Autor gestaltet worden. Man erfährt zudem neben den Strapazen, vergnüglichen und weniger schönen Momenten viele Erleuchtungen vom Buchautor, die niemals mit erhobenen Zeigefinger , jedoch mit viel Sinn für komische Pointen, die mich nicht nur einmal zum Lachen gebracht haben, erzählt werden. Also: Ein sehr guter Führer zum deutschen Jakobsweg zum Neugierig werden und sich vielleicht auf den Weg machen und außerdem mit vielen guten Ratschlägen und schmunzelnden Anekdoten zum Pilgern versehen!

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  • Rezension zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    B-Klak

    B-Klak

    Wenn man sich diese Auszeit wirklich mal gönnen würde, wäre das für viele von uns sehr hilfreich. Allein - der Rucksack schreckt mich schon sehr ab und wenn man dieses Buch so liest, wird der auch nicht wirklich leichter über die Zeit ... Ich hätte dann gerne die First-Class-Variante, bei der mir jemand meine Sachen trägt. Gibt's die auch? Auf jeden Fall ist es ein richtig schönes Buch über einen der auszog .... und am Ende auf mehrere Arten und Weisen ankommt ...

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  • Rezension zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    atoemchen

    atoemchen

    14. May 2011 um 14:46

    Ich habe das Buch hier bei lovelybooks gewonnen. Ich habe mich riesig gefreut über den Gewinn. Meine Vorfreude wurde auch nach dem Lesen nicht enttäuscht. Besonders interessierte es mich, ob Herr Albus auch auf dem Stück Jakobsweg hinter meinem Haus hergelaufen ist. Dies muss ich leider verneinen. Schade! Aber eine Bereicherung war das Buch für mich trotzdem. Ich wusste nicht, dass es wirklich so viele Haupt- und Nebenwege des Jakobsweg gibt. Da kann man wirklich von fast überall einfach lospilgern ohne lange Anreise. Beeindruckend fand ich auch die verschiedenen Stationen bei denen Herr Albus die unterschiedlichsten Menschen kennenlernte. Manchmal gewollt und manchmal ungewollt. Da wird aus einer einfachen Unterkunft ein Ort, der eigentlich für zum Pilgerort für Musikfans gewidmet sein sollte ;-) Sehr sympathisch wird beschrieben wie das ein oder andere "Unglück" mit Humor oder auch zähneknirschend hingenommen wird. Das ein oder andere Schmunzeln huscht mir da übers Gesicht. Ein kurzweiliges Buch für alle die sich gerne auf den Weg machen oder sogar auch auf dem Jakobsweg pilgern wollen oder sogar schon gepilgert sind. Natürlich kann es auch jeder Iesen, der sich nicht auf den Weg machen kann! Vielen Dank nochmal an das Team, dass ich das tolle Buch lesen konnte!

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  • Rezension zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Lilitu

    Lilitu

    13. May 2011 um 09:38

    Eigentlich wollte ich nie ein Pilgerbuch lesen, aber zufällig habe ich dieses gewonnen und mich diesem Buch dann doch gewidmet. ….und es dann innerhalb von zwei Tagen durchgelesen. Ich hätte nicht gedacht, dass gerade ein Pilgerbuch mich so faszinieren könnte! Es ist nicht so, dass man davon liest, wie Stefan Albus von Dortmund bis nach Trier wandert, man wandert mit. Man ärgert sich über unfreundliche Menschen auf dem Weg und freut sich immer wieder über all die netten Menschen. Man „erlebt“ die Höhen und Tiefen des Pilgerns mit und kann erahnen, welche Reserven und Motivationen man in sich erkennen kann. Zu welchen Einsichten man selbst kommen kann, erfährt man wohl nur auf dem eigenen Weg. Was mich bei Pilgerbüchern immer ein wenig verschreckt hat, ist der religiöse Aspekt. Auf einem Pilgerweg kann sich aber auch der ausgekochteste Atheist nicht vor der Religion verstecken (wenn er das wollte, sollte er wohl auch besser auf anderen Wegen wandern), aber in diesem Buch drängt sie sich nie auf und warum sollte man sich auch als Ungläubiger nicht auch Gedanken zur Religion machen. Trotz anfänglicher Skepsis, ob mir das Buch gefallen kann, bleibt mir nichts anderes übrig als zu sagen: Das ist ein Buch, das ich ganz bestimmt nicht bereue gelesen zu haben. Ich denke, dieses Buch wird mich gedanklich auch noch nach dem Lesen weiterhin begleiten. Ich habe mich sogar bei dem Gedanken erwischt, wie es wohl wäre selbst für eine Zeit alles hinter sich zu lassen, seinen Rucksack zu packen und für eine Weile seinen Weg und sich selbst zu suchen.

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Sehr geehrter Herr Albus, mich würde interessieren warum Sie sich dazu entschieden haben gerade einen Jakosbwegabschnitt in Deutschland zu gehen. Nur weil ihnen Spanien zu weit war kann ich mir nicht vorstellen. Gerade für sie als Journalist dürfte es doch immer von Interesse sein neue Länder kennen zu lernen und neue Kulturen. Warum gerade bleiben und pilgern Sie in dem Ihnen eigentlich bekannten Kulturkreis? Desweiteren wüsste ich gerne noch wieso Sie gerade in Richtung Eifel wanderten und Trier zu Ihrem Pilgerziel machten? Freundliche Grüße johannes

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Jennifer Ehlert

    Jennifer Ehlert

    Mich würde interessieren: Was war das scheinbar unspektakulärste Erlebnis, das auf "dem Weg" dennoch einen Eindruck hinterlassen hat und eventuell sogar noch einmal beim Schreiben des Buches in Erinnerung geriet?

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Sabse

    Sabse

    Hallo Stefan,du hast vorhin in einer Buchfrage geschrieben, dass du an einem neuen Buch arbeitest - worin wird es da gehen? Und wann war dir klar, dass aus deinem Pilgerweg tatsächlich auch ein Buchprojekt wird? Danke für deine Antworten & schöne Ostern!!!

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Marie1990

    Marie1990

    Hallo Herr Albus,

    wie sind Sie auf die Idee gekommen zu pilgern? Gab es einen bestimmten Auslöser?
    Und würden Sie noch mal diese Route beschreiten?

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  • Frage zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Susanne

    Susanne

    Hallo Herr Albus, erstmal wünsche ich ein schönes Osterwochenende :-) Mich würde interessieren ob Sie bereits an weiteren Büchern arbeiten oder schon Ideen haben? Oh und haben Sie sich auf die Pilgerreise richtig gewissenhaft vorbereitet oder sind Sie einfach drauf los marschiert? Lg Susanne

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  • Rezension zu "Santiago liegt gleich um die Ecke" von Stefan Albus

    Santiago liegt gleich um die Ecke
    Mr. Rail

    Mr. Rail

    18. April 2011 um 20:26

    Ein Weg begleitet mich seit mehreren Jahren. Beharrlich – mal in Träumen – mal real – mal in Gesprächen – mal in der Literatur. Der Jakobsweg. In meinen Träumen bin ich bereits oft nach Santiago de Compostela gepilgert. In Büchern habe ich viele Etappen erlesen und Gedanken verinnerlicht, die man sich in der einsamen Entschleunigung so machen kann. In Gesprächen habe ich den Glanz in den Augen ehemaliger Pilger gesehen, die durch die Fülle der Erlebnisse gar nicht wie Ehemalige aussahen! Und real, wenn ich Teile des Weges unmittelbar vor meiner Haustür oder an anderen Orten, wie zum Beispiel in Hof oder Prüm entdecken durfte. Der Weg spielte sich jedoch in meinem Kopf in Spanien ab – ausschließlich. Nur Santiago als Ziel konnte in meiner Vorstellung das freisetzen, was im Leben fehlte. So dachte ich. Und die Teile des Sternenweges, die man in Deutschland so findet, hatten immer nur den Hauch eines „Vorgeschmacks“ – einer „Ouvertüre“ – niemals jedoch den Charakter eines „Hauptganges“. Und dann das! Stefan Albus, eigentlich besser Dr. Stefan Albus (aber Titel scheinen ihm nicht wichtig – er selbst nimmt sich nicht zu wichtig – ist gelöst und offen ohne sich erst eine Maske vom Gesicht reißen zu müssen) – also dieser Stefan Albus packt seinen Rucksack und geht einfach los. Mitten in Deutschland – und nicht mit Spanien als Ziel. Sein Santiago heißt Trier und er wagt den Versuch die 400 Kilometer von Dortmund bis an die Mosel zu seinem Jakobsweg zu machen. Er folgt den offiziellen Pilgerpfaden in Deutschland und begibt sich ohne Vorbehalte auf die Pfade, die seit Menschengedenken mit kontemplativem Wandern in Verbindung gebracht werden. Der Jakobsweg in Deutschland, ein immer weiter mäanderndes Netz aus historischen Wegen, wird für ihn zum Maßstab. Sein Ziel definiert er selbst und er lässt sich in seiner Erlebniswelt treiben. Das Ergebnis? Mehr als beeindruckend! Stefan Albus erklärt seine Leser zu Weggefährten, lässt sie teilhaben an Gedanken, Entbehrung, Spaß und tiefer Erkenntnis. Nichts wirkt aufgesetzt, gekünstelt – die Tiefe seiner Worte erschließt sich und an vielen Stellen fühlt man mit. Der Autor lässt dies zu, ohne den Anspruch zu erheben, dass sein Erleben sich auch anderen Menschen erschließen muss. Sätze wie: „Berge kommen einem entgegen, wenn man auf sie zugeht.“ „Mein Leben bestand bislang viel zu oft aus Rollen, die ich mir von mittelmäßigen Regisseuren habe aufdrängen lassen.“ „Ich muss ja nicht an das glauben, was die Leute anbeten, aber ich kann sie achten.“ „Wer pilgert, zeigt sich und anderen, dass er auf dem Weg nach Innen ist.“ … brennen sich trotzdem fest und regen an. Mobilisieren selbst die trägste Hirnwindung und bleiben kleben! Die letzte und entscheidende Erkenntnis trifft ihn fast ohne Vorbereitung – an einem Ort, den er eigentlich nicht zu besuchen beabsichtigte. Es sind immer die Zufälle im Leben, die gar nicht zufällig sind und sich doch als Wendepunkte erweisen. Diese Erkenntnis sollte man sich im Buch selbst erlesen – sie trifft und bleibt – sie ist Fügung und tiefe Wahrheit zugleich. Eine kleine Kapelle in Trier und eigentlich ein gar nicht so besonderes Geheimnis zeigen ihre wahre Dimension. Allein dafür hat sich der Weg – allein dafür hat sich das Buch gelohnt. Ich war an Orten, die Stefan Albus ein Jahr zuvor erpilgert hat – ich stand an Plätzen, die er kurz zuvor schwer bepackt durchwanderte und beim Lesen gab er mir die Möglichkeit, ihm zu folgen. Der Leser dankt ganz einfach und fühlt sich inspiriert!

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