Stefan Aust

 4,2 Sterne bei 382 Bewertungen
Autorenbild von Stefan Aust (© Stefan Aust / Quelle: Random House)

Lebenslauf von Stefan Aust

Stefan Aust kam im Juli 1946 als Sohn eines Landwirts auf die Welt. Nach seiner Schullaufbahn begann er zunächst, Soziologie zu studieren, brach dies aber nach kurzer Zeit wieder ab. Anschließend war er als Redakteur bei verschiedenen Zeitschriften tätig und so ging es auf der Karriereleiter immer weiter nach oben, bis er 1994 schließlich der Chefredakteur von "Der Spiegel" wurde. Diesen Posten besetzte er insgesamt 14 Jahre. Für seine Werke erhielt Aust mehrer Auszeichnungen, unter anderem die Goldene Feder und den Ernst-Schneider-Reis für "Wettlauf um die Welt". Heute lebt Stefan Aust in Lamstedt, wo er einen Reiterhof betreibt.

Neue Bücher

Cover des Buches 11. September (ISBN: 9783641289614)

11. September

Erscheint am 09.08.2021 als E-Book bei DVA.
Cover des Buches Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt (ISBN: 9783492070065)

Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt

Neu erschienen am 01.07.2021 als Hardcover bei Piper.
Cover des Buches Zeitreise (ISBN: 9783492070072)

Zeitreise

 (2)
Neu erschienen am 31.05.2021 als Hardcover bei Piper.
Cover des Buches Forever Young (ISBN: 9783455010701)

Forever Young

 (2)
Neu erschienen am 05.05.2021 als Hardcover bei Hoffmann und Campe.

Alle Bücher von Stefan Aust

Cover des Buches Der Baader-Meinhof-Komplex (ISBN: 9783442155972)

Der Baader-Meinhof-Komplex

 (306)
Erschienen am 08.03.2010
Cover des Buches Heimatschutz (ISBN: 9783570552025)

Heimatschutz

 (8)
Erschienen am 26.05.2014
Cover des Buches Soldatenglück (ISBN: 9783841900920)

Soldatenglück

 (4)
Erschienen am 02.03.2012
Cover des Buches Zeitreise (ISBN: 9783492070072)

Zeitreise

 (2)
Erschienen am 31.05.2021

Neue Rezensionen zu Stefan Aust

Cover des Buches Zeitreise (ISBN: 9783492070072)Patnos avatar

Rezension zu "Zeitreise" von Stefan Aust

Eine beeindruckende Biografie
Patnovor 6 Tagen

Diesen Mann bringt wohl nichts und niemand aus der Ruhe. Er ist einer der bekanntesten deutschen Journalisten und behauptet von sich : „Ich bin überdurchschnittlich durchschnittlich.“ 


Seine sachlich-nüchterne Art ist bewundernswert. Er ist immer dort, wo Geschichte geschrieben wird. 


Dass Stefan Aust einen Riecher für gute Storys und Titel hat, stellt er mit seiner Autobiografie erneut unter Beweis. 


Er nennt seinen 656 Seiten starken Wälzer schlicht und einfach „Zeitreise“ und trifft damit voll ins Schwarze. 


Das Buch ist chronologisch in 4 Zeitepochen eingeteilt. Im Mittelteil befindet sich eine kleine Fotogalerie. 


Wer glaubt, er müsse sich hier seitenweise durch schwere Lesekost kämpfen, irrt gewaltig. Es ist eine lebendige, bildgewaltige und spannend erzählte Exkursion in die Vergangenheit. 


Dabei liegt der Fokus auf Austs beruflicher Tätigkeit, wird jedoch immer wieder von netten amüsanten Anekdoten aus dem Privatleben aufgelockert. Er bekennt sich beispielsweise dazu, als Neunjähriger seinen Grundschullehrer geohrfeigt zu haben, heiratet irgendwann das kleine Mädchen mit dem Schimmelpony und betreibt bis heute mit Leidenschaft einen Pferdezuchtbetrieb, obwohl Paul Schockemöhle eines seiner Pferde als Krücke bezeichnete.


Der Autor berichtet von den Anfängen seiner journalistische Karriere bei der Zeitschrift „konkret“. Hier lernt er Ulrike Meinhof als Journalistin kennen und erlebt hautnah, wie sie sich radikalisiert und zur Terroristin der RAF wird. Später arbeitet er bei Panorama, gründet Spiegel TV, wird Chefredakteur des Spiegels, Mitinhaber des Nachrichtensenders N24 und Herausgeber der Welt. 


Sein Berufsalltag liest sich stellenweise wie ein Thriller, frei nach dem Motto: „Wer nichts wagt, der nicht gewinnt.“ Erwähnenswert scheint mir in diesem Zusammenhang die Befreiung der Meinhof-Röhl-Zwillingsschwestern aus den Fängen der RAF. 


Kein geschichtsträchtiges Ereignis und keine politische Intrige der letzten Jahrzehnte bleibt unbeachtet.


Völlig gefesselt sauge ich die interessanten, teilweise auch abenteuerlichen  Hintergrundgeschichten auf und merke dabei gar nicht, dass es bereits weit nach Mitternacht ist, als ich die letzte Seite des Buches lese. An Schlaf ist in dieser Nacht kaum zu denken, so sehr beschäftigt mich das Gelesene. 


Stefan Aust für mich ein cooler Typ und ein brillanter Erzähler. Ich würde ihn gern einmal persönlich bei einer Lesung kennenlernen. 




„Zeitreise“ ist ein Meisterstück der schreibenden Zunft - prägnant, ehrlich und mitreißend-mitreisend! Lesen! 

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Cover des Buches Zeitreise (ISBN: 9783869524931)hamburgerlesemauss avatar

Rezension zu "Zeitreise" von Stefan Aust

Eindrucksvolle Zeitreise
hamburgerlesemausvor 8 Tagen

Was für ein bewegtes Leben!!! Mit angenehmer Stimme lässt Stefan Aust sein Leben Revue passieren.

Eindrucksvoll erzählt er über die bekannten Themen wie RAF, Hitlers Tagebücher, Mauerfall, die Barschel-Affäre, etc.pp., aber auch unbekanntere Themen werden erzählt. Das Kapitel "die Kinder von Cighit" hat mich sehr berührt und mir kamen die Tränen.


Das Buch ist wunderbar aufgebaut und hat mich sofort begeistert:

Es beginnt mit der Geschichte seines Großvaters und Vaters. Chronologisch erzählt er seine Zeitreise, selten greift er der Zeit vor, kommt aber immer wieder zurück zum eigentlichen Punkt.

Machenschaften der Politik, verwebt er mit seinen privaten Geschichten und seiner steilen Kariere beim Spiegel. Seine persönliche Meinung gibt er wieder, drängt sie aber nicht auf.


Ich mag seinen Erzählstil, seine Bücher und seine "überdurchschnittliche durchschnittliche Art".

Grosse Leseempfehlung. Diese Autobiografie liest sich wie ein Krimi.

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Cover des Buches Zeitreise (ISBN: 9783869524931)Judithas avatar

Rezension zu "Zeitreise" von Stefan Aust

Gekonnte Unterhaltung und Geschichtsunterricht
Judithavor 20 Tagen

18 Stunden und 12 Minuten gekonnte Unterhaltung und Geschichtsunterricht, wie er interessanter kaum sein könnte! Das Hörbuch ist fantastisch, es ist einfach unübertrefflich! Ein Autor, der sein Buch selbst liest und dies so genial rüberbringt, ist so selten wie ein Sechser mit Zusatzzahl im Lotto. Stefan Austs Lebensgeschichte ist wie die Geschichte der BRD, bunt und nie langweilig, spannend wie ein Krimi und sehr erhellend.

Beginnend mit seiner Kindheit und Jugend, einem Abstecher zum Gymnasium, zum Abitur und zur Schülerzeitung kommt Aust schnell zu den Sechziger Jahren der BRD. Aus heutiger Sicht wohl der prägendste Zeitabschnitt in seinem Leben wie auch dem der BRD.

Das komplette Buch hat 285 Kapitel und ist übersichtlich in 4 große Zeitabschnitte unterteilt, 1946-1979, 1979-1994, 1994-2009, 2009-2021. Aust erzählt von zahllosen Ereignissen, immer aus seiner Sicht oder auch mit Zitaten seiner Zeitgenossen. Was mich von Kapitel zu Kapitel trieb, war die ironische, distanzierte und niemals böse Art, die Ereignisse zu schildern. Gut gefallen hat mir, dass er seine Familie und sein Familienleben weitgehend außen vorlässt, dass seine Frau Katrin Paartherapeutin wurde und er mit einem Schmunzeln sagt, dass sie da gut drin sei, lässt ein bisschen tiefer blicken, mit etwas Vorstellungskraft erscheint Aust nicht als der ideale Ehepartner, immer mit dem Kopf bei der Arbeit, andauernd auf Reisen oder bei Terminen aller Art, eine Ehefrau braucht da sicher eine gehörige Stabilität und Duldsamkeit.

Aust vertieft nur wenige Freundschaften/Partnerschaften, aber Rudolf Augstein ist eine, die er immer wieder hervorhebt, wobei da die Streitkultur eine große Rolle spielt. Es hat meine Hochachtung, mit welcher Loyalität Aust damals und noch heute Augstein (verstorben 2002) begegnet und über ihn berichtet. Der Spiegel - dieses Nachrichtenmagazin, das seit 1947 die westlichen Besatzungszonen und später die BRD mitprägte, ist und bleibt bis zu seinem Tod sein "Kind", das er mit Haut und Haar verteidigt. Dass in späteren Jahren Spiegelaffäre(n), interne Machtkämpfe, Mitarbeiter-KG und Erbschaftsangelegenheiten das Bild störten, wird von Aust brillant beschrieben. Sein Weg über das Allroundtalent von Konkret zum Chefredakteur vom Spiegel ist wirklich hörenswert. Man staunt, was einem einzelnen Menschen so alles passieren kann, inklusive Pferdenarretei und -auktion mit erstaunlichem Ausgang.

Es ist ein echter Gewinn, wie Aust (welt)-politische Ereignisse Revue passieren lässt, die ich selbst ja in den Medien miterlebt, mitgelesen und -gehört habe, egal ob RAF und Baader-Meinhof-Komplex, 9/11 oder NSU-Terror, Windkraftaufschwung, Atomausstieg, Flüchtlingskrise, Merkels endlose Kanzlerschaft, alles findet bei Aust seinen gerechten Platz. Ein Kapitel hat mich auch im Nachhinein noch einmal sehr bewegt: Terroranschlag mit Ansage - Anis Amris endlose und erfolglose Beschattung durch die Geheimdienste jagt mir immer noch Angst ein.

Stefan Aust ist für mich eine Lichtgestalt des Journalismus, er hat das nicht studiert, aber er hat das von der Pieke auf gelernt. Ich komme aus dem Metier der Bücher- und Zeitschriftenmacher, ich weiß, was man alles können und wissen muss, um Leser und Zuschauer zu fesseln und zu überzeugen. Ich kann nur sagen, Hut ab vor einem, der das geschafft hat. Dass er nun auch noch zum Hörbuchsprecher avanciert, finde ich besonders erwähnenswert, denn gute selbst gesprochene Texte von Autoren sind sehr rar. Sorry, ich wiederhole mich.

Fazit: Ich empfehle das Hör-Buch sehr! Hätte ich es nicht gehört, müsste ich es lesen.

#Zeitreise #NetGalleyDE

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Zusätzliche Informationen

Stefan Aust wurde am 01. Juli 1946 in Stade (Deutschland) geboren.

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