Die Seltsamen

von Stefan Bachmann 
3,8 Sterne bei144 Bewertungen
Die Seltsamen
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (92):
Schuggas avatar

Ausgefallene Steampunk-Fantasy mit einigen Längen und nur mit dem zweiten Teil wirklich abgeschlossen

Kritisch (17):
Zeilenspringers avatar

Gut lesbarer und anschaulicher Schreibstil. Leider bleiben die Charaktere sehr flach, sodass die Identifikation nicht gelingt.

Alle 144 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Die Seltsamen"

Das souveräne Debüt eines 18-Jährigen –
ein Bestseller in Amerika und jetzt auch in
Deutschland: Ein schüchterner Junge zieht
aus, seine Schwester zu suchen, und findet
nicht nur einen Freund, sondern muss – vielleicht
– auch die Welt retten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783257243314
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:368 Seiten
Verlag:Diogenes
Erscheinungsdatum:28.10.2015

Rezensionen und Bewertungen

Neu
3,8 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne39
  • 4 Sterne53
  • 3 Sterne35
  • 2 Sterne12
  • 1 Stern5
  • Sortieren:
    Schuggas avatar
    Schuggavor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Ausgefallene Steampunk-Fantasy mit einigen Längen und nur mit dem zweiten Teil wirklich abgeschlossen
    Ausgefallene Steampunk-Fantasy mit einigen Längen

    Bartholomew Kettle und seine Schwester würden gern wie normale Kinder zur Schule gehen und auf der Straße spielen - doch sie leben im Verborgenen, denn sie sind Seltsame, Mischlinge aus Mensch und Elfe, und somit nicht gern gesehen. Als der Junge beobachtet, wie ein Mischlingskind aus der Nachbarschaft auf mysteriöse Weise verschwindet, gerät er schon bald in Gefahr, als er die geheimen Pläne einer mächtigen Person durchkreuzt. Doch auch ein junger Politiker wird durch Zufall auf die Taten aufmerksam. Und schon bald geraten die beiden in ein gefährliches Abenteuer...

    Die Seltsamen ist der erste Teil einer fantastischen Steampunk-Dilogie. Durch ein besonderes Ereignis gelangten einst magische Wesen in die Menschenwelt und leben nun in Unterdrückung in einer Welt, welche dem alten England in einer Steampunk-Version ähnelt. Unnötig zu erwähnen, dass diese Wesen alles andere als glücklich mit ihrem Schicksal sind. Mir hat die Vermischung der Menschenwelt mit Feen, (Hoch-)Elfen, Kobolden und Faunen sehr gut gefallen, ebenso wie die vielen Maschinen, welche das Dampfzeitalter des Romans prägen. Geschrieben ist der Roman sowohl aus der Sicht des kleinen Barthy wie auch des Politikers Mr. Jelliby, welche aus völlig unterschiedlichen Schichten kommen und sich im Lauf des Romans begegnen. Der Roman lebt hauptsächlich vom Worldbuilding, die Spannung schwankte mir für meinen Geschmack zu sehr durch einige weniger spannende Durststrecken. Wichtig zu erwähnen ist auch, dass man im Anschluss den zweiten Band "Die Wedernoch" lesen sollte, um nicht das Gefühl zu haben, mitten in der Handlung als Leser verlassen worden zu sein.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Buchlandung_in_Muenchens avatar
    Buchlandung_in_Muenchenvor 3 Monaten
    Kurzmeinung: War mir etwas zu abgekupfert von anderer Fantasy- und Jugendliteratur.
    Seltsam

    In einer Steampunk-Welt Londons und Umgebung des 19. Jahrhunderts leben Feenwesen und Menschen in einem großen Ungleichgewicht. Obwohl auch Feen mit in der Politik sitzen und Gutes tun, werden Feen und deren Magie von Menschen gefürchtet und deshalb unterdrückt. Am schlimmsten kommen dabei aber die Seltsam weg, denn sie sind Mischlingskinder und von Mensch und Fee verhasst. Sie müssen sich verstecken, sonst droht ihnen der Galgen. Hettie und Barty sind Geschwister und Seltsam. Sie werden in eine Verschwörung hineingezogen, die ein Portal zwischen der Menschen- und der Feenwelt öffnen soll, um mehr Feenwesen und deren dunkle Magie auf die Menschheit loszulassen. Warum das alles so ist kam meiner Meinung nach nie so richtig raus und lies mich beim Lesen ziemlich ratlos zurück. Die Geschichte der Geschwister ist allerdings schön erzählt. Was mich zudem gestört hat, war, dass ich das Gefühl hatte, es wurde aus diversen Fantasy- und Jugendgeschichten Zeug zusammengeklaubt. Alles in allem eine unrunde Geschichte. Den zweiten Teil muss ich aber doch noch lesen, denn sonst weiß ich nicht, wie das ganze ausgeht. Offenbar hat es mich dann doch etwas gepackt. 😉

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    Jule_Eigeners avatar
    Jule_Eigenervor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Tolle Geschichte, Charakter schwächeln zu Beginn
    Angenehmer Schreibstil

    Die Seltsamen hat mich eigentlich sehr,

    da der Schreibstil sehr angenehm war und
    das Buch so flüssig gelesen werden konnte.
    Ferner waren für mich die Charaktere nicht
    so schwach wie von anderen beschrieben, 
    zwar hätte Hettie ein bisschen mehr tiefe 
    bekommen können, aber die anderen
    Charaktere zeigen dafür Fehler, welche sie
    dem Leser näher bringen insgesamt eine
    schöne Geschichte. 

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Zeilenspringers avatar
    Zeilenspringervor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Gut lesbarer und anschaulicher Schreibstil. Leider bleiben die Charaktere sehr flach, sodass die Identifikation nicht gelingt.
    Guter Schreibstil, schwache Charaktere


    Versteckt lebt Bartholomew mit seiner Schwester Hettie und seiner Mutter in dem Elendsviertel der Feenwesen. Beide Kinder sind als Mischwesen geboren - halb Fee, halb Mensch. Bartholomew fühlt sich alleine und nirgendwo zugehörig, denn sowohl Menschen als auch Feen verachten die Mischwesen. Doch bald müssen die Geschwister ernsthaft um ihr Leben fürchten als immer wieder tote Mischlingskinder aufgefunden werden. Zeitgleich kommt der Parlamentsabgeordnete Arthur Jelliby, den dunklen Machenschaften des Justizministers auf die Schliche. Schon bald werden sich Bartholomews und Mr. Jellibys Wege kreuzen, um die Welt zu retten.


    Schon vor dem Lesen wusste ich, dass das Buch hoch gelobt wird. Die ersten Seiten waren auch wunderbar geschrieben. Der Rhythmus passt und Stefan Bachmann zeigt dem Leser seine erschaffene Welt mit sehr passenden und originellen Bildern. Nach der anfänglichen Spannung entwickelt sich die Handlung nur sehr schleppend. Leider geht dabei bis zum Ende jegliche Spannung verloren. Nach dem ersten Drittel ertappte ich mich dabei, wie ich erste einzelne Zeilen und dann Absätze übersprang. 
    Die Hauptcharakter Bartholomew und Arthur Jelliby bleiben sehr flach. Eine Entwicklung der Figuren findet statt aber richtig nachvollziehbar finde ich diese nicht. 


    Mein Fazit:
    Die Idee des Buches finde ich wirklich gut und war überrascht wie ein so junger Autor schon mit Worten malen kann. Das Buch konnte mich jedoch hauptsächlich wegen der schwachen Charaktere und der schleppenden Handlung nicht überzeugen.

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    schnaeppchenjaegerins avatar
    schnaeppchenjaegerinvor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Verworrene Geschichte, die etwas langatmig erzählt wird, aber inhaltlich überraschend tiefgründig ist
    Verworrene Geschichte, die etwas langatmig erzählt wird, aber überraschend tiefgründig ist

    An einem 23. September hatte sich in der Stadt Bath in England ein Portal geöffnet, wodurch der Übergang von zwei Welten möglich gewesen ist. Feen, Gnome und Elfen sind nach England gekommen und haben sich unter die Bevölkerung gemischt. Inzwischen leben die Feen in Slums, den Mischlingen - halb Mensch, halb Fee - ergeht es allerdings noch schlechter. Sie werden gesellschaftlich geächtet, sind die "Seltsamen".  Der Junge Bartholomew Kettle und seine Schwester Hettie sind zwei von ihnen. 
    Inzwischen ist das neunte Mischlingskind verschwunden und tot - ausgehöhlt - in der Themse aufgefunden worden. Bei dem letzten Opfer handelte es sich um einen Freund und Nachbarn von Bartholomew, weshalb er sich selbst an Leib und Leben bedroht fühlt. Was er  nicht ahnt, ist, dass die Verbrecher es auf seine Schwester abgesehen haben, die sie als Portal nutzen wollen, um das Tor in die andere Welt erneut zu öffnen.Als Hettie verschwindet, begegnet Bartholomew bei seiner Suche nach ihr Mr. Jelliby, einem Mitglied des Staatsrates aus London, der ihm helfen möchte. 
    "Die Seltsamen" ist ein Young Adult-Fantasyroman, den der Autor im jungen Alter von nur 16 Jahren geschrieben hat. Die Geschichte wird im zweiten Band der Reihe "Die Wedernoch" fortgesetzt.
    Mir war die Geschichte etwas zu verworren, zu viele unterschiedliche Gestalten, maschinenartige Tier und fabelhafte Figuren wirkten mit. Die Beschreibung der neuen Welt und die Einführung in die Charaktere wirkte etwas zu lang, da erst ab der Hälfte des Romans ersichtlich wird, worauf der Autor hinaus will und damit zu spät Spannung aufgebaut wird. 
    Der Autor verwendet eine ganz besondere Sprache, um die Atmosphäre diese utopischen Englands zu vermitteln. Aufgrund der etwas langatmigen Beschreibungen konnte mich der Roman aber nicht wirklich fesseln. Für einen Abenteuerroman empfand ich die Handlung als zu langweilig. Die Freundschaft, die auf dem Klappentext angekündigt war, war zwischen Jelliby und Bartholomew kaum zu spüren. 
    Überrascht war ich dagegen von dem tiefgründigen Inhalt, den man so nicht erahnen konnte. Die Themen Ausgrenzung, Rassenhass, Leben im Ghetto, soziale Unterschiede sind am Beispiel der Umgangs der Engländer mit Feen und Mischwesen beschrieben und lassen den Roman, der schätzungsweise im 19. Jahrhundert spielt, modern erscheinen und auf unsere heutige Zeit, in der Rassismus, Antisemitismus, Fremdenfeindlichkeit und Sozialneid allgegenwärtig sind. übertragen. 
    Schade fand ich, dass der Roman keinen Abschluss hat und mit einem Cliffhanger endet. Wer wissen möchte, ob Bartholomew seine Schwester retten kann, muss "Die Wedernoch" lesen. Auch wenn ich diesen Roman noch auf meinem SuB habe, werde mich der Fortsetzung noch warten, bis eine Leseflaute eintritt...

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    vk_tairens avatar
    vk_tairenvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Dieses Buch fesselt mit seiner fantastischen Welt und verschrobenen Charakteren
    Fantastisch und spannend

    England wurde beinahe von den Feen überrollt, doch die Menschen konnten sie zurück schlagen - nur dass das Tor zu ihrer Welt bereits geschlossen war. Also teilen sich nun Menschen und Feen die Insel. Die Feen leben in Slums, die Mischlinge aus beiden Spezies haben es noch schlimmer. Dachten sie bis jetzt. Denn nun macht jemand Jagd auf eben diese Mischlinge, die Seltsamen. 


    Bartholomew ist eben ein solcher „Seltsam“ und er lebt in einem Slum. Eines Tages sieht er, wie sein Freund von Gegenüber entführt wird. Kurz danach findet man dessen Leiche. Gruselige Dinge geschehen. Eine Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid, die spricht, ohne ihren Mund zu bewegen. Ein Hausgeist, der gar nicht sauber macht, sondern gruselige Lieder singt. Dazu ein verschrobener Müßiggänger, der im Parlament arbeitet und eigentlich nie auffallen wurde und mitten in die Misere stolpert und sich zum Helden aufraffen muss. 


    Die Geschichte ist witzig, spannend und fantasievoll. Hier trifft Steam-Punk auf Märchen/ auf Fantasy/ auf Krimi. Das Buch macht sehr viel Spaß und kann für einige Stunden fesseln. Leider wurde es mir zwischenzeitlich etwas zu langatmig, gerade in der zweiten Hälfte. Das macht das großartige Ende allerdings wieder wett.  

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Eternitys avatar
    Eternityvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Geschwisterliebe, die über die Grenze der Welt hinausgeht
    Geschwisterliebe, die über die Grenze der Welt hinausgeht

    Ein Außenseiter zu sein, der in einem Moment von anderen ausgeschlossen ist, ist fürchterlich. Ein gesellschaftlicher Außenseiter zu sein, der richtiggehend weggesperrt und versteckt wird, um nicht mit den strengen Konsequenzen leben zu müssen, ist noch sehr viel fürchterlicher.


    Barthy und Hettie sind solche gesellschaftlichen Außenseiter, denn sie sind halb Mensch, halb Feenwesen. Und diese Mischlinge werden als niederste menschliche Art angesehen. Daher bleiben sie in ihren eigenen vier Wänden, wo ihre Mutter mehr schlecht als recht versucht, sie zu ernähren und zu versorgen.
    Bis Barthy eines Tages aus dem Fenster heraus beobachtet, wie der Nachbarsjunge entführt wird. Er verlässt das Haus und das gefährliche Abenteuer beginnt. 


    Die phantastische Welt ist großartig aufgebaut, ein bisschen dunkel und düster, ein wenig viktorianisches Zeitalter in England, dreckige Straßen in London, gespickt mit Steampunk und Feenwesen.


    Mir hat die Geschichte und die Idee dahinter gefallen, die Charaktere sind gut gezeichnet und die Geschwisterliebe zwischen Barthy und Hettie ist herzerweichend.
    Und - natürlich - muss man nach diesem Ende das zweite Band auch noch lesen! Unbedingt.

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    Aleshanees avatar
    Aleshaneevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: 4.5 Sterne für eine originelle und abenteuerliche Steam-Fantasy Geschichte; witzig, aber auch mit leisen Hintergrundtönen zum Nachdenken
    Originelle und abenteuerliche Steam-Fantasy mit einem fesselnden Schreibstil!

    4.5 Sterne für eine wirklich originelle und abenteuerliche Steam-Fantasy Geschichte von einem sehr jungen Autor!

    In der Nacht vom 23. September, Mitte des 19. Jahrhunderts, schneit es in Bath, in der Nähe von London, schwarze Federn - bis zum Morgengrauen hinterlassen sie nur noch Ruinen. Alle Menschen im Umkreis sterben und schnell wachsen die Gerüchte: Monster gehen um! Doch tatsächlich hat sich ein Portal zur Feenwelt geöffnet und Kobolde, Gnome, Satyre und die hochgeborenen Sidhe strömen aus den Hügeln in die Städte - und sie kommen nicht in friedlicher Absicht ...

    Die magischen Wesen wurden jedoch von den englischen Soldaten überrannt, versklavt und fristen nun in Elendsvierteln in "New Bath" ihr Dasein. Doch die Zeit heilt alle Wunden und so kommt es, dass die Menschen und Feen Seite an Seite friedlich miteinander zu leben lernen - doch dieser Frieden trügt. Vor allem die Mischlingskinder haben darunter zu leiden. Sie werden geächtet, müssen sich verstecken, damit sie nicht am Galgen landen, und werden von allen nur "die Seltsamen" genannt.

    Also wenn ich das Alter bedenke, in dem Autor das geschrieben hat, muss ich wirklich meinen Hut ziehen! Ich fands wirklich großartig - ein wunderbares Abenteuer spannend von der ersten bis zur letzten Seite und für jedes Alter ein großes Lesevergnügen!

    Bartholomew Kettle, ein Mischling, der mit seiner Schwester Hettie nur selten die Wohnung ihrer Mutter verlassen darf, beobachtet aus seinem Versteck auf dem Dachboden gerne die Nachbarschaft. Das Auftauchen der ominösen Dame im plaumenblauen Kleid bleibt nicht ohne Folgen, denn Barthy verwickelt sich immer mehr in eine Verschwörung aus höchsten Kreisen. Ein liebenswerter und zu Herzen gehender Charakter, dem das Schicksal übel mitgespielt hat.

    Als sich schließlich die Morde an Mischlingskindern häufen, schaltet sich auch die Regierung ein, der Staatsrat - dessen Mitglied auch der unscheinbare Mr Jelliby ist. Eigentlich mag er keine Sitzungen und ihn interessieren auch nicht die großen Dramen, die sich in der Stadt abspielen, doch wie es der Zufall will, gerät auch er in den Bann der mysteriösen Dame. Und damit mitten hinein in ein gefährliches Abenteuer.
    Natürlich gibt es auch einen bösen Gegenspieler. Hier hat der Autor schon recht strikt alles in gut und böse getrennt, was mich in dem Fall nicht gestört hat, da er es trotzdem schafft, die Figuren vielschichtig und entwicklungsfähig zu machen. Es ist nicht großartig anspruchsvoll oder tiefgründig, sondern zeigt eher offen und verständlich, auch für jüngere Leser, was alles möglich ist, wenn man sich nur traut.

    Es ist flüssig geschrieben mit vielen verspielten Details und vor allem auch mit ungewöhnlichen und stimmigen Metaphern und Umschreibungen, die die Geschichte auflockern und viel Lesespaß bieten. Gerade durch den Schreibstil hab ich mich wunderbar unterhalten gefühlt und es war durchweg spannend bis zum Schluss. Gerade das Rätseln, was es mit der Dame, den Morden und den mechanischen Vögeln auf sich hat, blieb sehr lange geheimnisvoll und die vielen kleinen Steampunk Elemente des "Qualmzeitalters" haben die Geschichte wunderbar abgerundet.

    Vor allem aber auch die Entwicklung der beiden Hauptfiguren hat mir hier sehr gut gefallen, genauso wie die unerschöpflichen, originellen Ideen, die die Geschichte sehr lebendig gemacht haben!

    © Aleshanee
    Weltenwanderer

    1 - Die Seltsamen
    2 - Die Wedernoch

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    DrWarthrops avatar
    DrWarthropvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Trotz fiesem, offenem Ende ist 'die Seltsamen' eine geniale Geschichte; flüssig erzählt, phantasiereich und spannend bis zur letzten Seite.
    ‚Die Seltsamen‘ oder ‚Ein ungewolltes Abenteuer‘

    Entdeckung und Inhalt

    Ich bin bei meinen häufigen Ausflügen in den Bücherladen schon oft über dieses Buch gestolpert. Vor allem das farbenfrohe, malerische Cover hat mich angesprochen. Doch erst als ich es dieses Wochenende zufällig im Ausverkauf fand, entschied ich mich zum Kauf. Meist ist meine Hoffnung etwas Außergewöhnliches oder bereits ins Auge Gefasstes in einer Grabbelkiste zu finden eher gering. Daher freute es ich mich umso mehr, als ich dort nicht nur die Seltsamen, sondern auch den Nachfolger die Wedernoch für weniger als ein Drittel des Originalpreises erstehen konnte.
    Die Geschichte beginnt mit der Zerstörung der Stadt Bath, durch ein plötzlich auftauchendes Portal in eine andere Welt. Diese ist bewohnt von Feen, Dämonen, Ginstern und anderen magischen Geschöpfen jeglicher Daseinsform, die durch das nun geöffnete Portal eindringen. Es dauert nicht lange, da toben die ersten erbitterten Kriege zwischen den Menschen und den Neuankömmlingen, die ihr neu erobertes Land nicht kampflos hergeben wollen und sich nach allen Regeln der Feenkunst gegen die Menschen wehren. Nach erbitterten Jahren des Krieges tritt der Mensch als Sieger aus den verlustreichen Schlachten hervor. Die nun unterworfenen Magiegeschöpfe werden in den Alltag eingegliedert und durch ständiges läuten von Kirchenglocken daran gehindert, ihre Macht vollständig entwickeln oder bündeln zu können.


    Jahre später erschüttert eine Welle schrecklicher Morde an Mischlingskindern ganz London. Neun Kinder wurden bestialisch zugerichtet aus der Themse gefischt, ohne dass ein Täter gefasst worden oder ein Ende der Mordserie in Sicht wäre. Anwohner sind geschockt; die Polizei ist ratlos. Sogar das Parlament hält darüber Sitzungen ab und diskutiert das Thema hitzig. Arthur Jelliby, eines der Mitglieder des Parlament und bekannter Müßiggänger schenkt dem Ganzen eher wenig Beachtung, bis er durch Zufall einen entscheidenden Hinweis über die Täterschaft und weitere geplante Entführungen von Mischlingskindern mitbekommt. Leider gerät er gerade dadurch in Verruf und kann sich nicht an die Polizei wenden; es bleibt ihm nur noch eine Möglichkeit: die Sache selbst in die Hand zu nehmen und dem Täter das Handwerk zu legen.
    Bartholomew Kettle ist ein Seltsamer; ein Ausgestoßener. Als Mischlingskind darf er sich nicht in der Öffentlichkeit sehen lassen, geschweige denn eine Schule besuchen oder so etwas wie Freunde haben. Mit seiner Mutter und seiner Schwester Hettie (ebenfalls ein Mischling) lebt er in den Feenslums am Rande von London. Eines Tages sieht Bartholomew durch das kleine Dachfenster der Wohnung wie eine, in edle Stoffe gekleidete Frau das Kind der Nachbarsfamilie abkauft und danach auf wundersame Weise mit ihm entschwindet. Doch zuvor sieht Bartholomew noch Etwas, was ihm das Blut in den Adern gefrieren lässt und ihn unmittelbar in die Schusslinie gefährlicher und skrupelloser Machenschaften befördert.

    Die richtige Mischung macht’s

    Die Seltsamen lässt sich genremäßig schwierig einordnen. Es ist sowohl ein Jugend-, als auch ein Abenteuerroman; zudem eine ordentliche Portion Fantasygeschichte, gespickt mit Steampunk-Elementen; verpackt in einer allumfassenden Kriminalgeschichte. Das mag erst einmal überladen klingen, doch ist es dem Autor mit Bravur gelungen alle zuvor genannten Aspekte sinnvoll und passend in seiner Geschichte unterzubringen. Diese besondere Genremischung ist einzigartig und brennt sich (auf positive Weise) in das Gedächtnis des Lesers ein.
    Stefan Bachmann hat sich in seinem Roman für eine auktoriale Erzählform entschieden, die jedoch starke personelle Züge besitzt und dem Leser so einen intensiveren Einblick in die Motive, Ansichten und Persönlichkeit der Charaktere gibt. Weiterhin wechselt die Perspektive mindestens einmal pro Kapitel, als auch teilweise innerhalb, wobei die Geschichte nicht nur aus dem Blickwinkel unserer beiden Hauptakteure, Mr. Jelliby und Bartholomew gezeigt wird, sondern auch aus der Sicht der Schurken. Der Leser bekommt so einen tieferen Einblick in die Zusammenhänge der Geschichte. Außerdem erhöht es die Spannung ungemein, da zukünftige, für unsere Protagonisten eher ungünstige Ereignisse angedeutet werden. Diese Passagen sind perfekt gesetzt und stören zu keinem Zeitpunkt den Lese- oder Erzählfluss. Einziges Manko: Ab und An sind die Übergänge zwischen Rückblenden oder Perspektivwechseln so nahtlos, dass man als Leser erst nach etlichen Sätzen überhaupt bemerkt, dass sich gerade ein Wechsel vollzogen hat.

    Von Lese- und Erzählflüssen

    Beide Hauptcharaktere sind von der ersten Sekunde an sympatisch; wirken und handeln realistisch und organisch. Dadurch, dass die Persönlichkeiten die Erzählung beeinflussen, bekommt der Leser ein klar gezeichnetes Bild des Akteurs. Die Handlungen und Entscheidungen wirken dadurch nachvollziehbar und lassen keine Momente des Zweifels aufkommen.
    Die Orte sind extrem phantasievoll ausgeschmückt und prägen sich durch ihren Charme besonders ein. Der Autor besitzt die Fähigkeit die wichtigen Dinge, die einem Ort Persönlichkeit verleihen auf individuelle Art und Weise aufzuführen, ohne dabei zu viel zu beschreiben.
    Spannungsmäßig befindet sich die Geschichte dauerhaft kurz vor dem Höhepunkt, ohne dass dabei wirkliche Ruhepausen auftreten. Doch vor allem dadurch ist das Buch so gut gelungen; der Leser wird sozusagen zum weiterlesen getrieben.
    Die Geschichte kommt sehr flüssig voran, ohne zu Viel oder zu Wenig zu beschreiben; es ist ein perfekt abgestimmtes Maß an Darstellung und Aktion. Die Kapitel sind dabei angenehm kurz und ermöglichen damit nicht nur jüngeren Lesern einen leichten Zugang zum Geschehen, sondern regulieren auch in angenehmer Weise das Lesetempo. An einigen Stellen sind die Sätze jedoch viel zu kurz, was zu einem stotterndem Lesefluss führt. Dies fällt vor allem in spannenden Momenten störend auf. Glücklicherweise treten solche Momente nur selten auf und der allgemeine Lesefluss wird dadurch kaum unterbrochen.
    Das Ende lässt den Leser mit unerfüllten Erwartungen zurück, da es sich um kein richtiges Ende oder ein Vielleicht-Ende (wie z.B. bei den ersten sechs Harry-Potter-Romanen) handelt, sondern den Leser eiskalt in der Luft hängen lässt. Damit bietet dieses Buch keinen befriedigenden Abschluss. Es gibt zwar bereits einen zweiten Roman, der die Geschichte weiter- und zu Ende führt, jedoch bleibt die Tatsache bestehen, dass die Seltsamen als eigenständiger Roman unvollständig ist.

    Fazit

    In Kurz: genial ausgearbeitete Charaktere; faszinierende, interessante Orte; eine fingernagelzerstörend-spannende Geschichte mit unerwarteten Wendungen und einem leicht enttäuschenden, weil offenem Ende.
    Das Buch ist von der ersten bis zur letzten Seite genial einfallsreich und originell. Ich hatte beim Lesen sehr viel Spaß und konnte es teilweise kaum aus den Händen legen. Wenn ich den zweiten Roman nicht schon im Zuge der Rabattaktion gekauft hätte, wäre ich spätestens nach Beendigung des Ersten direkt zum Buchladen gerannt, um es mir zu kaufen. Vor allem um das endgültige Ende erfahren zu können.

    Eine klare Empfehlung für jeden Jugendlichen, sowie Fantasy-, Steampunk-, Abenteuer-, als auch Krimifan. Bis auf leichte Schwächen im Abgang, ist das Buch einfach nur brillant, und kompromisslos empfehlenswert.

    Kommentieren0
    7
    Teilen
    awogflis avatar
    awogflivor 2 Jahren
    Feenwesen, Armut, Rassismus – ein (alp)traumhaftes Universum

    Ich habe mich ausnahmsweise im Rahmen einer Challenge aus meiner typischen Lesekomfortzone herausbewegt, bin ins unbekannte Genre der Young/Adult-Fantasy eingetaucht und muss sagen, es war großartig!

    Was hat sich dieser 16-jährige Autor (ist das wirklich möglich?) da einfallen lassen – so viel Fantasie und eine grandiose Mischung aus den unterschiedlichsten literarischen Elementen.

    In Bath, England irgendwann im 19. Jahrhundert öffnet sich ein Portal, und unzählige verschiedene Feenwesen überschwemmen aus einem Paralleluniversum die Realwelt. Was dann folgt, sind alle typischen Immigrationsprobleme: schwieriges Zusammenleben von Feen und Menschen aufgrund ihrer Unterschiedlichkeit, Vermischung der Rassen, Intoleranz, Fremdenfeindlichkeit, offener Rassismus bis zu Gewalt und Mord an Mischlingskindern. Der Dreck und die verpestete Umwelt der fortschreitenden Industrialisierung und die bittere Armut der Arbeiterklasse vor allem in der Bevölkerungsschicht der Mischfamilien lässt sehr genau die Inspiration der Werke von Charles Dickens erkennen, den der junge Autor sehr verehrt. Neben den Fantasyelementen wurde auch noch eine Steampunk-Komponente eingeführt – die Mitglieder der britischen Upperclass verwenden mechanische Pferde, Butler, winzige Vögel zur Datenübermittlung etc.- was die Geschichte wirklich zu einem einzigartigen Universum zusammenwebt, das seinesgleichen sucht und an Innovationskraft kaum zu überbieten ist.

    Mehrere Mischlingskinder werden ermordet aufgefunden und der kleine Halbelf Bartholomew Kettle, der übrigens nicht ein stolzer, wunderschöner Krieger wie in Herr der Ringe ist, sondern eher einem hässlichen ausgehungerten Oliver Twist ähnelt, fühlt sich auch bedroht. Irgendwie sind der Innenminister, ein Stolzer Elf der Upperclass, und eine Fee in einem violetten Kleid in diese Angelegenheit verwickelt. Als Bartholomews kleine Schwester Hettie von der Frau entführt wird, machen sich der Junge und ein menschlicher politischer Gegenspieler des Innenministers auf den Weg, das kleine Mädchen zu finden und die politischen Ränke aufzudecken.

    Die Charaktere sind verschroben, aber äußerst liebevoll entwickelt, und das Ganze gipfelt in einem Showdown, der in einem Cliffhanger endet. So, mehr möchte ich gar nicht mehr verraten, denn sonst würde ich zuviel spoilern.

    Wer übrigens eine simple der Jugend angepasste Sprache in diesem Roman erwartet, wird auch total überrascht sein, denn ich habe selten so treffende gar nicht übertriebene aber dennoch blumige Beschreibungen gelesen. Also auch sprachlich ist diese Geschichte hitverdächtig.

    Fazit: Solltet Ihr Euch jemals entschließen, wieder mal ein Y/A –Fantasybuch zu lesen, nehmt dieses. Es ist nicht nur ein Vergnügen für Jugendliche, sondern auch für Erwachsene. Ich freue mich auf jeden Fall auf Teil 2, denn ich will unbedingt wissen, wie die Geschichte weitergeht:-)

    Ach ja der eine Stern Abzug ist meine ganz persönliche Rache für den massiven Cliffhänger - ich hasse sowas!

    Kommentare: 2
    43
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    DieBuchkolumnistins avatar
    Bartholomew Kettle wäre gern ein ganz normaler Junge, aber er findet sich hässlich - fast so hässlich wie seine Schwester Hettie. Freunde hat er keine. Wie auch? Schließlich ist er ein Seltsamer, halb Mensch, halb Feenwesen, von beiden verachtet, vor beiden auf der Hut. Besonders seit Mischlinge wie er auf mysteriöse Weise verschwinden. Eines Tages taucht eine geheimnisvolle Dame in einem pflaumenfarbenen Kleid im Slum von Bath auf. Bartholomew beobachtet sie verstohlen durchs Fenster. Was will sie? Als plötzlich Federn aufwirbeln und die Dame mit einem weiteren Mischlingskind entschwindet, vergisst Barty jegliche Vorsicht - und wird bemerkt. Ein tollpatschiger junger Politiker, der alle Parlamentssitzungen verschläft, scheint der Einzige zu sein, der Barty helfen will. Barty ist überzeugt: Der Nächste in der Reihe bin ich ... LESEPROBE

    Stefan Bachmann war gerade einmal 18 Jahre alt, als er mit seinem Roman "The Peculiar" in Amerika zum Bestsellerautor wurde. Sein fantasievolles Debüt begeisterte nicht nur die erwachsenen Leser und erscheint nun auch endlich bei uns in Deutschland - der Diogenes Verlag veröffentlicht "Die Seltsamen"! Wir durften die Erzählung der Geschichte in den letzten Wochen bereits auf "Das magische Labor" verfolgen und viele von Euch haben bei der Lösung des Rätsels rund um #schwarzeFedern mitgeholfen! 

    Am Freitag, 07. März steht uns der Autor nun Rede und Antwort und unter allen Fragestellern verlosen wir fünf erste Exemplare von "Die Seltsamen"! Wir freuen uns, dass er bei seinem aktuell straffen Terminplan Zeit findet und wünschen Euch viel Spaß & Glück!

    Stefan Bachmann wurde 1993 in Boulder/Colorado und lebt in Zürich, wo er seit seinem 11. Lebensjahr das Konservatorium besucht (und dort inzwischen die Fächer Orgel und Komposition studiert), ansonsten aber von seiner Mutter bis zum Highschool-Abschluss zu Hause unterrichtet wurde. Er will Filmkomponist werden. Mit 16 schrieb er, inspiriert von seiner Liebe zu Steampunk, Charles Dickens und C.S. Lewis’ "Chroniken von Narnia", sein Debüt, "Die Seltsamen". Der Folgeband ›The Whatnot‹ wird im Herbst 2014 bei Diogenes erscheinen.

    Sein Debüt wird auch bereits in der deutschen Presse gefeiert, zum Beispiel hier nachzulesen in der Onlineausgabe der FAZ: "Wenn Du sechzehn bist, schreibe einen Bestseller."

    Stefan Bachmann auf Twitter + Stefan Bachmanns Homepage
    Die Musik zu seinem Buchtrailer hat der Autor selbst komponiert:


    ###YOUTUBE-ID=RTz4hSBcqAs###
    Zur Buchverlosung

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks