Stefan Bauer Der mit dem Scheich tanzt: Mein Jahr in Saudi-Arabien

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Inhaltsangabe zu „Der mit dem Scheich tanzt: Mein Jahr in Saudi-Arabien“ von Stefan Bauer

Für viele ist Saudi-Arabien ein Buch mit sieben Siegeln. Stefan Bauer hat ein Jahr als Rettungssanitäter in diesem sonderbaren Land gearbeitet. Er hat Dinge gesehen, die er nicht für möglich gehalten hat: Schönheitswettbewerbe mit verhüllten Damen und Kamele mit eingebauter Vorfahrt, tagelange Stromausfälle und vergoldete Toilettenschüsseln, eine unfassbar komplizierte Bürokratie und junge Saudis, die arglos den Hitlergruß zeigen. Bauers Erfahrungen ermöglichen einen ungefilterten Blick in eine islamische Gesellschaft, die uns völlig fremd ist und doch mehr mit uns zu tun hat, als wir glauben...

Krass, heftig, teilweise sehr grausam, aber auch wunderschön -- und das Buch ist nichts für zart beseidete .... man stößt an seine Grenzen

— makama
makama
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  • Mein Jahr im Orient ---- kein Märchen - Realität

    Der mit dem Scheich tanzt: Mein Jahr in Saudi-Arabien
    makama

    makama

    15. December 2015 um 16:00

    Stefan Bauer - dieser Name ist ein Pseudonym, ist Rettungsassistent und hat ein Jahr als Para Medic beim Roten Halbmond in Riad, der Hauptstadt Saudi-Arabiens verbracht. Er hat seinen Arbeitsplatz verloren, weil die Firma für die er (nach seinem Einsatz dort) in Deutschland arbeitet, der schnöde Mammon und die Geschäfte mit Saudi-Arabien wichtiger waren, als die Wahrheit... In diesem Buch berichtet er über seine Erlebnisse... die teiweise sehr schön sind --- die Gastfreundschaft der Menschen, seine Kollegen, die er mag und schätzt. Da ist der krasse Gegensatz von arm und reich - die Einsätze - die ihn mehr als ein mal an seine Grenzen bringen... und diese Einsätze gehen ihm bald an die Substanz, -------- nicht die unzähligen Toten bei den ständigen illegalen Autorennen.... nein es sind die Verhältnisse und die Gesetze des Landes, die ihm die Hände binden .... er könnte helfen, aber der darf nicht..... Der Patient ist weiblich und Ehemann, Vater, Bruder oder Sohn verweigern die Behandlung, weil er ein Mann ist..... stirbt die Patientin dann ist man zwar traurig - aber es war dann Allahs Wille.... Dann ist da ausgesetzte Neugeborene, Kind einer der unzähligen Hausangestellten (aus Fenost oder Afrika), die den Männern der Famile hilflos ausgeliefert ist - und dann mit den Folgen allein gelassen wird .... Wäre die Frau in die Klinik gegangen, müsste sie ins Gefängnis wegen außereheligen Geschlechtsverkehr..... Ich hab hier nur einige der vielen Geschichten und Erlebnise rausgepickt...... Schöne und traurige Erlebnisse geben sich die Klinke in die Hand... hat man gerade noch geschmunzelt - muss man ein paar Seiten weiter heftig schlucken und die Tränen stehen einem in den Augen. Das Buch ist keine leichte Lektüre, obwohl es locker und leicht geschrieben wurde. Und es ist definiv kein Buch für zart beseidete Leser - von mir gibt es volle 5 Sterne für dieses tolle und informative Buch --- ich konnte es kaum aus de Hand legen und hatte es in 2 Tagen durch.

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