Stefan Beuse Meeres Stille

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Inhaltsangabe zu „Meeres Stille“ von Stefan Beuse

Ein entlegenes Ferienhaus im französischen Périgord: Dort will der erfolgreiche Journalist Viktor Callner mit seiner Familie Urlaub machen. Doch es liegt eine unerklärliche Beunruhigung über ihm und seiner Frau. Dann taucht ein Fremder auf und mit ihm eine lange verschwiegene Vergangenheit ... (Quelle:'Fester Einband')

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  • Rezension zu "Meeres Stille" von Stefan Beuse

    Meeres Stille

    Honeydew

    04. December 2010 um 22:24

    "Meeres Stille" erzählt gleich mehrere Geschichten in einer, die auf zunächst merkwürdige Weise miteinander verbunden scheinen. Die Zusammenhänge werden aber im Verlauf des Romans immer deutlicher. Eine Familie verbringt ihren Urlaub in einem abgelegenen Ferienhaus in Frankreich. Kursiv gedruckt erhalten wir immer wieder Einblick in das Gefühlsleben eines Ich-Erzählers, der nach dem Tod seiner Mutter das komplizierte Verhältnis zu seinem trauernden Vater schildert. Eine dritte Erzählebene besteht in den schriftstellerischen Versuchen der Tochter der in Frankreich weilenden Familie, der jungen Erwachsenen Frances. Auch die Familienstrukturen werden uns abwechselnd von allen 4 Familienmitgliedern vermittelt, wobei der Schwerpunkt allerdings bei Frances liegt. Wie die meisten jungen Erwachsenen möchte sie sich von ihrer Familie abgrenzen, während sie sich gleichzeitig nach ihrer Anerkennung sehnt, vor allem was ihr Schreiben betrifft. Wenig Einsicht erhält man in die Figur der Mutter, wodurch sie mysteriös und unnahbar bleibt. Erst durch einen Fremden, der schon bald an dem einsamen Anwesen auftaucht, kommen wir ihrem Geheimnis auf die Spur… Kommunikative Probleme zwischen den Familienmitgliedern führen immer wieder zu Missverständnissen und Streit. Besonders gefesselt haben mich aber die Berichte des Ich-Erzählers um die seltsame Entwicklung seines Vaters. Vor Spannung konnte ich das Buch teilweise kaum aus der Hand legen, deshalb gelangte ich auch sehr schnell an das komplexe Ende der Geschichte. Was bisher offensichtlich erschien, wurde für mich dann allerdings noch einmal in Frage gestellt: Was hat sich wirklich so zugetragen und was findet eventuell nur in der überproduktiven Phantasie der ambitioniert schreibenden Frances statt, die sich in dem entlegenen Haus langweilt und von ihrer Familie genervt ist? Besonders ergibt sich diese Frage für mich aus ihrem Schreibbeispiel, das einer Parabel gleich die Begegnung einer Figur mit sich selbst, an einem Feuer sitzend und Kindheitserinnerungen verbrennend, schildert: "Verzweifelt greifen ihre Hände nach den Bildern, versuchen sie aus dem Feuer zu retten, aber es ist, als griffe sie hindurch, denn zu fassen bekommt sie nichts, und kurz bevor sie sechs wird, begreift sie, daß die Fotos untrennbar mit der Person verknüpft sind, die mit ihr am Feuer sitzt. Daß die Bilder durch sie erst entstehen. [...] Ihre Nasenspitzen berühren sich fast, so nah ist sie dem Dieb, und plötzlich sieht sie, daß sie selbst es ist, worauf sie liegt, und dann verändert sich das Gesicht." Normalerweise habe ich es nicht so gern, wenn innerhalb eines Romans häufig die Erzählperspektive wechselt, aber hier hat es mich überhaupt nicht gestört. Sehr geschickt entsteht so ein umfassendes Gesamtbild und die einzelnen Sichtweisen verschaffen Klarheit. Vielleicht hat mich gerade deswegen das scheinbar offene Ende etwas irritiert. Trotzdem gebe ich gerne 4 Sterne für ein derartig spannendes und psychologisch interessantes Buch. Außerdem mag ich Romane, in denen es auch irgendwie ums Schreiben geht!

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