Stefan Bittner

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Lebenslauf

Stefan Bittner ist examinierter Lehrer (Gy/Ge für die Fächer Geschichte, Philosophie, Pädagogik und Kunst), promovierter Althistoriker (LMU München) und habilitierter Erziehungswissenschaftler. Er war lange an verschiedenen Schulen tätig und wirkte an den Universitäten Berlin (HUB), Dresden, Dortmund, Braunschweig und Bayreuth. Neben vielen Einzelbeiträgen verfasste er Monographien über Cicero, John Dewey, den Lern- und Unterrichtsdialog sowie zum Thema Atlantis.

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stefan Bittner

Neue Rezensionen zu Stefan Bittner

Cover des Buches Heilung braucht Wahrheit (ISBN: 9783931560423)
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Rezension zu "Heilung braucht Wahrheit" von Klaus Konstantin

Die Erschütterung meiner Ich-Identität
olli2308vor 10 Jahren

Dieses Buch habe ich gelesen als einen Dauer-Versuch, meine Ich-Identität zu erschüttern, mir meine Verteidigungsmuster und Sicherheitsstrategien bewusster zu machen und mich zu desillusionieren, dass mein „Ich“ eine eigenständige, mit einem freien Willen ausgestattete Steuerungsinstanz ist. Und in der Tat, die „Wahrheit“, die der Autor über mich als Leser ausschüttet, verwirrt mich, hinterlässt gefühlsmäßig eine Wirkung, für die ich noch keine Worte habe.

Statt der Einleitung gibt es eine „Nichtabsichtserklärung“, die mich in ihrer Radikalität sehr beeindruckt hat. Der Autor hat nämlich nicht die Absicht, mich weiterzubringen, mich zu heilen oder mir eine Ersatzbefriedigung für meine Verunsicherung zu liefern.  Er will auch nicht erreichen, dass ich in Einklang mit dem Göttlichen oder meinem Traumpartner komme oder dass mein Leben auf irgendeine Art und Weise besser wird. All diese Versuche, etwas durch Bücher verbessern zu wollen, gründen ja in der Annahme, ich sei noch nicht vollkommen oder am richtigen Ort. Alle diese Bücher, die ein Versprechen auf Heilung und Besserung abgeben, nähren genau dieses Mangelbewusstsein, dass sie zu beheben vorgeben.

Stattdessen will Klaus Konstantin, dass ich genau hinschaue, dass ich mich nicht länger von meinem Schmerz ablenke, dass ich mir meine Wut auf mich selbst eingestehe, dass ich nicht länger an dem festhalte, was ich schon lange aus meinem Leben verabschieden will, dass ich mich neugierig und absichtslos erforsche und die Vollkommenheit in der Unvollkommenheit entdecke, denn das Leben ereignet sich in Paradoxien, Polaritäten, Widersprüchen, Widerständen und Konflikten.

Gegen zwei Wahrheiten in diesem Buch rebelliert mein Verstand am meisten: Ich hätte erstens alles, was mir in diesem irdischen Leben passiert, selbst arrangiert, einschließlich der Identitäts-Verdrehung, die dafür sorge, dass ich mir Eltern und Lebensumstände aussuche, die mich zunächst genau das Gegenteil von dem erfahren lasse, was in mir angelegt sei. Und zweitens die Botschaft, dass schon alles da sei: „Du kannst deine seelische Essenz, deine Bestimmung weder erschaffen noch verdienen. Sie ist bereits von Anfang an vollkommen da und wird lediglich von den illusionären Vorstellungen und Ängsten deiner Ich-Illusion überlagert.“ Je länger ich das Buch gelesen habe, desto mehr Gewissheiten meines Verstandes habe ich in Frage gestellt….

 

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