Frauen, die lesen, sind gefährlich

von Stefan Bollmann 
4,0 Sterne bei80 Bewertungen
Frauen, die lesen, sind gefährlich
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

A

Die wunderschönen Bilder, die Texte zur Liberation des Lesens und Elke Heidenreichs Plädoyer für Bücher haben mich begeistert.

glanzentes avatar

Tolle Bilder aber ich hatte mehr Text erwartet.

Alle 80 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich"

Stefan Bollmann zeigt in seinem Bestseller die schönsten Bilder lesender Frauen aus neun Jahrhunderten. Mit kenntnisreichen und unterhaltsamen Erläuterungen verdeutlicht er den Kampf der 'gefährlichen' Frauen um Wissen und Bildung.
Lesende in einem Moment der Intimität zu zeigen, faszinierte Künstler aller Epochen. Doch bis Frauen erlaubt ist zu lesen, was sie möchten, dauert es viele Jahrhunderte. Zunächst dürfen sie sticken, beten, Kinder hüten und kochen. In dem Moment aber, indem sie das Lesen als Möglichkeit begreifen, die enge Welt des Heims mit der unbegrenzten Welt der Gedanken, der Phantasie, aber auch des Wissens einzutauschen, werden sie zur Bedrohung. Lesende Frauen konnten sich durch die entsprechende Lektüre Wissen und Erfahrungen aneignen, die ursprünglich nicht für sie bestimmt waren.

Diesem spannenden Kapitel der Lesegeschichte von Frauen geht Stefan Bollmann mit einem Blick fürs Detail nach. Die ausgewählten Gemälde, Zeichnungen und Fotografien werden in kurzen Begleittexten vorgestellt. Auf diese Weise erfährt die geschätzte Leserin oder der geneigte Betrachter mehr über einen Künstler, den Zeitgeist und eine ganze Epoche.

'Frauen, die lesen, sind gefährlich' funktioniert wie ein imaginäres Museum. Vor- und zurückblätternd kann darin flaniert, können Augenblicke erhascht und Zusammenhänge 'ersehen' werden. Die Bilder stammen von bekannten wie noch (oder wieder) zu entdeckenden Künstlern.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783938045060
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Fester Einband
Umfang:160 Seiten
Verlag:Elisabeth Sandmann Verlag
Erscheinungsdatum:06.07.2012

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne21
  • 4 Sterne47
  • 3 Sterne7
  • 2 Sterne4
  • 1 Stern1
  • Sortieren:
    A
    Alice-33vor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Die wunderschönen Bilder, die Texte zur Liberation des Lesens und Elke Heidenreichs Plädoyer für Bücher haben mich begeistert.
    Warum Frauen nicht lesen durften...

    Die wunderschönen, einfühlsam erklärten  Bilder, die prägnanten Begleittexte zu den Künstlern und ihrer Zeit,  ein begeisterndes Vorwort von Elke Heidenreich und Stefan  Bollmanns überaus  interesssante "Geschichte des Lesens vom 13. bis 21. Jahrhundert" macht dieses Buch zu etwas ganz Besonderem, das man  - am Ende angekommen - gerne  gleich noch einmal durchgehen möchte.

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    Kerstin-Scheuers avatar
    Kerstin-Scheuervor 5 Jahren
    Kunstgenuss (auch) für Anfänger/innen

    In „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ führt Stefan Bollmann anhand ausgewählter Gemälde und Fotografien durch die Geschichte weiblichen Lesens. Ergänzt wird das Buch durch ein Vorwort von Elke Heidenreich sowie ein Nachwort des Autors.
    Gegliedert ist das Buch nach Jahrhunderten. Jedem Gemälde bzw. jeder Fotografie folgt kurzer Text, welcher die Abbildung erläutert und interpretiert.

    Um eines gleich vorweg zu nehmen: ich bin keine besondere Kunstkennerin. Mir fehlt ganz - im Gegenteil – der Zugang zur Kunst. Zwar gefallen mir manche Bilder besser als andere, ge-nauere Aussagen dazu, was genau mich nun darauf besonders anspricht, kann ich jedoch nicht machen.
    Trotzdem (oder gerade deshalb) fand ich die kurzen Texte zu jedem Bild so hilfreich und in-teressant. Neben der Geschichte des weiblichen Lesens erfuhr ich eine Menge über die einzel-nen Maler, die dargestellten Personen / Frauen und die Symbolsprache in der darstellenden Kunst. Zudem war es sehr interessant zu sehen, wie sich das Bild lesender Frauen im Laufe der Jahrhunderte veränderte: waren es im 17. Jahrhundert hauptsächlich biblische Figuren und Heilige, die im Bibelstudium versunken dargestellt wurden, sieht man in späteren Jahrhunderten (Liebes-) Briefleserinnen, Leserinnen, die über ihrer Lektüre die häuslichen Pflichten vergessen und schließlich einsame entwurzelte Leserinnen von Fahrplänen.
    Im – wie ich finde - äußerst gelungenen Vorwort erklärt uns Elke Heidenreich, weshalb lesende Frauen so gefährlich sind. Stefan Bollmann gibt in einem Nachwort einen kurzen Abriss über die Geschichte weiblichen Lesens, der Interesse weckt, mehr über dieses Thema zu erfahren.

    Mir hat das Buch trotz meines fehlenden Kunstverständnisses gefallen. Die kurzen Texte sind verständlich geschrieben und lassen sich gut lesen. Die relativ kurzen Abschnitte machen es zu einer idealen „Badewannenlektüre“. Da es keinen längeren Plot oder Gedankenaufbau gibt, dem man folgen muss, kann man das Buch bedenkenlos für eine Weile zur Seite sehen und bei entsprechender Muse zum nächsten Bad wieder in die Hand nehmen. Auf diese Weise habe ich es gelesen.
    Zudem lässt es sich prima darin schmökern: das Buch lässt sich an einer beliebigen Stelle auf-schlagen, wessen Abbildung einen gerade besonders anspricht. Von dort aus kann man ebenso gut einige Seiten vor- und zurückblättern, bis auf das nächsten Bild stößt, welches Interesse weckt.

    Dieses Buch war ein Weihnachtsgeschenk, das ich als leidenschaftliche Leserin wohl vor allem wegen des Titels bekommen habe. Ich hätte es mir selbst wohl eher nicht gekauft. Allerdings bin ich nun froh, auf diesen Autor aufmerksam geworden zu sein. Es wird wohl nicht das letzte Buch von Stefan Bollmann sein, das ich gelesen habe.

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren
    Kurzmeinung: Zu empfehlen für alle, die sich für Malerei und Fotografie interessieren.
    Gefährliches Lesen

    Stefan Bollmann beschäftigt sich in seinem Werk „Frauen, die lesen, sind gefährlich“ (Elisabeth Sandmann Verlag, 2005) mit der Geschichte weiblichen Lesens. Er führt uns durch die Epochen, gibt uns Einblick in die Malerei und Fotografie und erklärt, warum Künstler so fasziniert von lesenden Frauen waren.

    Frauen, die lesen, sind gefährlich. In einem Vorwort beschreibt Elke Heidenreich, warum: „Wer liest, denkt nach, wer nachdenkt, bildet sich eine Meinung, wer eine Meinung hat, weicht ab, wer abweicht, ist ein Gegner. So einfach lässt sich das erklären.“ Ein Grund, weshalb Lesen lange Zeit verboten war und als etwas Böses angesehen wurde, als Sünde, Feind. Wer nicht las, blieb in seiner vertrauten Welt und hinterfragte diese nicht. Wer keine eigene Meinung hatte, folgte den Anweisungen des Herrn, nahm alles hin, als gäbe es nichts Selbstverständlicheres. Das einzige Buch, das nicht verboten war, war die Bibel.

    Bücher wurden verbrannt, die Frauen unterdrückt. Nur Männer durften lesen, nur die Reichen konnten sich ein Buch überhaupt leisten. Erst seit wenigen Jahrzehnten wird den Frauen das Lesen zugestanden, nicht allen und nicht überall, aber immerhin. Dabei waren es gerade sie, die das Buch zu schätzen wussten, ergriffen wurden von den Geschichten und Gedichten, die meist von Männern geschrieben wurden, über Ängste, Liebe, das Leben und den Tod. Lesende Frauen waren jedoch nicht gern gesehen, denn wenn sie sich erst in ein Buch vertieften, vergaßen sie ihre Verpflichtungen, zu denen der Haushalt und die Kindererziehung gehörten.

    Was Frauen beim Lesen fühlen und denken, kann man in den Werken der Künstler erkennen. Die Stimmung, in der sich die dargestellte Frau befindet, kommt stets rüber, die Bedeutung von Büchern und Lesen wird deutlich. Räumlichkeiten werden dargestellt, Situationen, in denen sich die Frauen gerade befinden, z.B. auf dem Weg in einen anderen Raum wird schnell ein Brief gelesen. Sobald die Herrin aus dem Haus ist, wird schnell das Buch weitergelesen, auch wenn darunter der Haushalt leidet…

    Konzentrierte Frauen, lächelnde, traurige. Einige sind dem Betrachter zugewandt, nachdenklich, als hätten sie gerade etwas gelesen, das sie nicht mehr loslässt. Andere schauen weg, in die Ferne, träumend. Wieder andere kehren dem Betrachter den Rücken zu, als wollten sie mit ihrem Buch alleine sein, ungestört und in Stille, für sich. Auf einigen Bildern sind Frauen zu sehen, die vorlesen oder denen man vorliest. Zwei Verliebte lesen zusammen, sind so ergriffen von dem Text, dass die Gefühle sich auf sie übertragen und die Lesezeit mit einem Kuss beendet wird.

    Bücher werden als Vergnügen und Unterhaltung dargestellt, als etwas, das zum Nachdenken anregt und die Fantasie steigert. Sie bieten einen Zufluchtsort und Bildung, erweitern das Blickfeld und wecken Gefühle. Sie können aber auch als Trauerbewältigung dienen, Trost und Schutz spenden in schweren Zeiten, ein Heilmittel sein. Lesen zur Entspannung im Garten oder im Café. Lesen als kleine Reise in fremde Welten. Lesen zur Kommunikation.

    Dieses Buch zeigt Werke großer Künstler wie Rembrandt, van Gogh, Vermeer und Feuerbach. Zu jedem Bild gibt es eine kleine Beschreibung und Interpretation. Dabei werden der Stil des Künstlers und die Epoche berücksichtigt. Die Vorstellung der Werke bildet den Schwerpunkt des Buches. Am Ende fasst Stefan Bollmann die Geschichte des Lesens vom 13. bis 21. Jahrhundert zusammen. Der Text ist sehr interessant geschrieben und nicht überladen mit Fakten, weshalb man das Buch schnell durchlesen kann. Dennoch würde ich es vor allem denjenigen empfehlen, die sich für Malerei und Fotografie interessieren, da dies der Schwerpunkt des Buches ist. Wer mehr über die Geschichte weiblichen Lesens erfahren möchte, sollte eine weitere Lektüre hinzuziehen.

    Alexa

    Kommentieren0
    2
    Teilen
    Ein LovelyBooks-Nutzervor 8 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    „Frauen die Lesen sind gefährlich“ von Stefan Bollmann mit einem Vorwort von Elke Heidenreich

    Bilder vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert, erzählen eine Geschichte des weiblichen Lesers...

    Nach einem leicht kämpferischen, leicht amüsierten Vorwort von Elke Heidenreich, gibt uns Bollmann selbst noch eine Einführung in dieses Bildband. Er hat Bilder von Künstlern aller Stilepochen zusammengetragen und will daran erläutern worin die Gefahr der Leserin besteht... zumindest suggeriert dies der Titel des Bildbandes.

    Wenn man nichts zusagen hat, dann sollte man einfach mal die Klappe halten. So, frei nach Dieter Nuhr, lautet mein Urteil über dieses Buch. Nicht nur, das die These dieses Buches an den Haaren herbeigezogen ist, oder, besser ausgedrückt, sich kein Beweis dafür in diesem Buch findet, nein, der Autor wiederholt sich auch noch ständig selbst, denn was man in seinem Vorwort zu lesen bekommt, wiederholt er dann noch mal emsig und wortwörtlich in den Beitexten zu den Bildern.
    Herr Bollmann, damit fühlt sich vermutlich nicht nur die Leserin veräppelt, auch dem Leser könnte es so gehen... warum es dem Autor nicht peinlich ist, kann ich leider nicht sagen. Knappe 150 Seiten mit wirklich schöner Kunst, aber die Texte sind mehr als peinlich. Voller Mutmaßungen und seltsamer Anspielungen und in sich unschlüssiger Bildinterpretationen...
    Es wäre besser gewesen die Kunst für sich allein sprechen zu lassen, und, ich wiederhole mich, die Klappe zu halten bzw. die Finger von der Tastatur.

    Wirklich schöne Bilder, aber der Titel ist nutzlos reißerisch und die These ohne Aussage. Ich empfehle statt dessen „Ein eigenes Zimmer“ von Virginia Woolf. Dort erfährt man über Autorinnen, was vermutlich auch für Leserinnen gilt.

    Kommentieren0
    19
    Teilen
    Shopgirls avatar
    Shopgirlvor 9 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    Das Beste, was mir an dem Buch gefallen hat, war das mehrseitige Vorwort von Elke Heidenreich, warum Frauen lesen, wie sie lesen und warum das so gefährlich sein soll. Mit vielen Beispielen aus der Literatur, Zitaten und einigen ausgewählten Bildern, die sie analysiert, macht der Einleitungstext Lust auf mehr. Nur leider kommt da irgendwie nicht mehr... Der Autor unterteilt die nachfolgenden Bilder in mehrere Kapitel mit Überschriften über die Eigenart der weiblichen Leserschaft. Die Leserinnen sind mal begnadet, verzaubert, selbstbewusst, empfindsam, passioniert oder einsam. Inwiefern diese Einteilung mit den dort vorgestellten Bildern zu tun hat, ist mir leider schleierhaft geblieben. Durch fast alle Epochen hinweg werden Bilder samt Maler vorgestellt, jedoch ist die Bildanalyse ungenau und mit vielen Vermutungen versehen. Daher konnte ich mit dem Buch leider recht wenig anfangen.

    Kommentieren0
    14
    Teilen
    Anita27as avatar
    Anita27avor 9 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    Schmankerl für weibliche Leseratten. Wunderschöne Bilder

    Kommentieren0
    9
    Teilen
    Adnavas avatar
    Adnavavor 9 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    INHALT:
    Das Buch zeigt ausgewählte Bilder und Fotografien von Frauen, die lesen oder wenigstens ein Buch/einen Brief in ihrer Nähe haben. (Und gerade von ihrer Lektüre aufblicken.) Zu den Büchern gibt es jeweils einen kurzen Text über den Maler/Fotografen, auf wen/was er/sie sich bezogen hat; ausserdem einige Infos zu den Bildern selbst.

    BEWERTUNG:
    Was mir wirklich sehr gut gefallen hat, ist, dass die meisten Bilder ziemlich gross (meist 16 x 23 cm) und – vorallem – wirklich qualitativ hochstehend gedruckt sind. Auch die Asuwahl finde ich schön gewählt, es hat Bilder aus verschiedenen Epochen. Das Buch hat ein unglaublich tolles Layout.
    Schade finde ich, dass du einigen Bildern nach meinem Geschmack zu wenig geschrieben ist, manchmal wird mehr auf den Künstler, als auf das eigentliche Bild eingegangen, was eigentlich schade ist, die Bilder sind wirklich toll. Das Vorwort von Elke Heidenreich überschneidet sich teilweise mit dem von Stefan Bollmann und einige Bildbeschriebe sind direkt aus dem Vorwort Bollmanns übernommen, was ich dann doch etwas unkreativ fand. Die Sprache ist jedoch gut verständlich, also kein “Fachchinesisch”, das hat mir gut gefallen.

    FAZIT: Sehr empfehlenswert

    Kommentieren0
    8
    Teilen
    Eltragalibross avatar
    Eltragalibrosvor 10 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    Ein wunderschöner Bildband mit Bildern aus dem Bereich lesende Frauen

    Kommentieren0
    13
    Teilen
    buch_rattes avatar
    buch_rattevor 10 Jahren
    Rezension zu "Frauen, die lesen, sind gefährlich" von Stefan Bollmann

    Genau das Richtige für jemanden, der sich für Malerei interessiert. Am Besten gefiel mir noch das Vorwort :-(

    Kommentieren0
    4
    Teilen
    glanzentes avatar
    glanzentevor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Tolle Bilder aber ich hatte mehr Text erwartet.
    Kommentieren0

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu

    Starte mit "Neu" die erste Leserunde, Buchverlosung oder das erste Thema.

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks