Stefan Burban

 4,2 Sterne bei 53 Bewertungen

Lebenslauf

Der am 22.08.1975 geborene Stefan Burban entdeckte schon früh seine Zuneigung zur phantastischen Literatur. Vor einigen Jahren wurde er freiberuflicher Autor. Auf seiner Homepage erhalten sie ausführliche Informationen über all seine Projekte und Romane inklusive Leseproben, Rezensionen und Hintergrunddaten: www.stefan-burban.de

Quelle: Verlag / vlb

Alle Bücher von Stefan Burban

Cover des Buches Düstere Vorzeichen (ISBN: 9783941258235)

Düstere Vorzeichen

(6)
Erschienen am 07.06.2010
Cover des Buches Verschwörung auf Serena (ISBN: 9783864020414)

Verschwörung auf Serena

(3)
Erschienen am 01.12.2012
Cover des Buches In dunkelster Stunde (ISBN: 9783864020063)

In dunkelster Stunde

(2)
Erschienen am 01.03.2012
Cover des Buches Nahende Finsternis (ISBN: 9783941258570)

Nahende Finsternis

(2)
Erschienen am 31.01.2019

Neue Rezensionen zu Stefan Burban

Gut gegen Böse, Ritter gegen Kult – altbewährt und trotzdem fesselnd 🐉

Gesamteindruck 🏰

„Das Vermächtnis des Königs” ist klassische Fantasy ohne Experimente – und genau das ist seine größte Stärke. Stefan Burban schickt uns in das mittelalterlich anmutendes Königreich Hasteria, in dem Goblins, Ritterorden, der dunkle Kult des Agranon und mehr als eine Romanze zu einem überraschend kurzweiligen Ganzen verschmelzen. Wer nach Innovation oder Subversion des Genres sucht, ist hier falsch. Wer aber einfach eine gut erzählte Geschichte mit lebendigen Charakteren und einem flüssigen Schreibstil genießen möchte, der wird bestens bedient.
Ich lese hin und wieder gerne klassische Fantasy – und in diesem Kontext, innerhalb seines Genres bewertet, macht Burban vieles richtig. Der erste Band der Chronik hat mich gepackt und ich hatte tatsächlich kaum Zeit, mich über das Fehlende zu ärgern. Das Buch war schlicht zu spannend dafür. ⚔️


Stärken ✅

  • Flüssiger, fesselnder Schreibstil
  • Große und abwechslungsreiche Charakterriege
  • Viele Perspektivwechsel sorgen für Spannung
  • Gut nachvollziehbare und stimmige Handlung
  • Interessante Verknüpfung der einzelnen Handlungsstränge
  • Lebendige Welt mit glaubwürdigen Schauplätzen
  • Spannende Kämpfe und Schlachten
  • Zahlreiche Geheimnisse und offene Fragen
  • Charaktere besitzen nachvollziehbare Motive
  • Gelungener Auftakt einer epischen Fantasy-Reihe


Schwächen ❌

  • Viele Figuren anfangs schwer zu merken
  • Starke Orientierung an klassischen Fantasy-Klischees
  • Bösewichte oft sehr eindimensional dargestellt
  • Weibliche Figuren häufig stereotyp geschrieben
  • Wenig echte Überraschungen bei manchen Entwicklungen
  • Einige Charaktere wirken bewusst vorhersehbar


Eindrücke beim Lesen 🎭

Der Anfang hat mir gut gefallen. Ein König - Neiron Dragor - beobachtet eine Vernichtungsschlacht gegen sein Königreich. Hin- und hergerissen von den Eindrücken trifft er wichtige Entscheidungen und reitet zuletzt selber in die Schlacht.

Die Geschichte beginnt nun 20 Jahre später, aber die Folgen dieser Schlacht begleiten mich als Leser die ganze Zeit.

Was mich wirklich begeistert hat, ist die Charakterarbeit. Burban schafft es, eine große Anzahl von Figuren einzuführen, ohne dass es jemals unübersichtlich wird. Adrian, der Königssohn, der nicht weiß, wer er ist. Erik, sein Mentor und Beschützer. Dreigan, der erfahrene Söldner mit dem goldenen moralischen Kompass, dessen komplizierte Geschichte mit dem Orden wir nach und nach verstehen. Sein bester Freund Jahrig, gutmütig und dick – okay, auch das ist ein Klischee, aber er ist ein charmantes Klischee. Galed, der Kopfgeldjäger (Achtung: eher Ohrenjäger 👂), dessen Hintergrund ebenfalls aufgedeckt wird. Ocustos als Großmeister des Ordens, Rewal und Darellior als zwei Seiten derselben Ordensmedaille. Man merkt: Burban liebt seine Figuren. Und diese Zuneigung überträgt sich.

Hestal als böser Schwarzmagier und Königsberater hat mich sofort an Denethor erinnert – der manipulative Strippenzieher hinter einem schwachen König, der seinen eigenen dunklen Gott verehrt. Nicht gerade eine Neuerfindung, aber wirksam eingesetzt. Ich habe ihn sehr genossen, weil er konsequent böse ist, ohne ins Lächerliche abzugleiten.

Natürlich arbeitet der Roman stark mit Stereotypen. Die Guten sind oft attraktiv, ehrenhaft und aufrecht, während die Bösen meist hässlich, verdorben oder moralisch fragwürdig wirken.

Ich gebe es offen zu: Ich bin mit einer gesunden Portion Skepsis an dieses Buch herangegangen. Klassische Fantasy  bedeutet leider auch oft: Frauen existieren nur als Dekoration, Motivation oder Opfer. Und ja, „Das Vermächtnis des Königs” macht da keine rühmliche Ausnahme. Alisea, die holde Priesterinnen-Adeptin, Rikan, die Prostituierte mit Mutterherz, Lilith, die kämpferische Ausnahmefrau – das Bingo-Karte füllt sich schnell. Ich habe beschlossen, das als Genre-Merkmal zu akzeptieren, und alle sind sehr sympathisch und auf ihre eigene Weise stark dargestellt. Besonders mochte ich, wie sehr Rikan in Frieden zu ihrem Gewerbe stand. 😅

Der Schreibstil ist angenehm direkt. Burban erzählt aus verschiedenen Perspektiven – wir begleiten die Ordensritter genauso wie den König Cedric und seinen finsteren Berater. Das verleiht der Geschichte eine schöne Vielschichtigkeit, ohne je verwirrend zu werden. 

Was mich letztlich am meisten begeistert hat: Ich konnte nicht aufhören. Das Buch ist in drei Tagen weg gewesen. Es ist nicht revolutionär, nicht gut gealtert, es erfüllt keine modernen Erwartungen aber es ist verdammt nochmal gut erzählt. Und am Ende werden sogar ein paar Paare zusammengeführt – eine kleine, nette  Wendung, die dem Buch ein befriedigendes Gefühl mitgibt, ohne zu viel aufzulösen.

Die offenen Fragen am Schluss hätten mich unter anderen Umständen vielleicht geärgert. Hier nicht. Denn ich will wissen, wie es weitergeht. Mission accomplished, Herr Burban. 🏆


Fazit & Empfehlung 🎯

„Das Vermächtnis des Königs” ist klassische Fantasy in Reinkultur – mit allem, was dazugehört: den Stärken, den Klischees und dem Sog, den nur eine gut erzählte Geschichte erzeugen kann. Wer das Genre liebt und bereit ist, die stereotypen Rollen als Genremermal und Zeitgeistzeugnis zu verbuchen, wird hier bestens unterhalten. Wer hingegen auf moderne Charakterkomplexität oder progressive Erzählweisen hofft, greife besser woanders zu.


Empfehlung: Ja – für alle Fans klassischer Fantasy unbedingt!

Cover des Buches Das gefallene Imperium 7 (ISBN: 9783948261672)
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Rezension zu "Das gefallene Imperium 7" von Stefan Burban

admit
Martialisch

Ich war ja selber beim Bundesheer und daher ist für mich Military-Sci-Fi ein Anziehungspunkt. Damals bei der kämpfenden Truppe wünschte ich mir solche düstere Atmosphäre, starke Charaktere und jede Menge technische Erfindungen herbei. Im Buch gefielen mir daher die militärischen Details und die durchgehend spannende Handlung voller überraschender Wendungen. Der Autor machte es dem Leser leicht, denn man ist sofort mitten im Geschehen und fiebert mit den Helden mit. Packende Action und eine glaubwürdige Story, die bis zum Schluss unvorhersehbar. bleibt. Ganz nach meinem Geschmack. Klare Empfehlung für alle Fans von hartem Stoff!

Cover des Buches Blutläufer 1: Grausame Ernte (ISBN: 9783864026812)
Sakle88s avatar

Rezension zu "Blutläufer 1: Grausame Ernte" von Stefan Burban

Sakle88
Ein spannender Auftakt in dem die Emotionen ein wenig zu kurz kommen

Klappentext:
Im Jahr 2031 wird die Erde Opfer einer Invasion des Rod'Or-Imperiums und ihrer Söldner, der Ashrak. Der Krieg gegen die außerirdischen Eindringlinge dauert nicht einmal zehn Monate, bevor sämtliche Armeen der Menschheit mit ihren hochtechnisierten Waffenarsenalen unterliegen und die Städte der Erde in Schutt und Asche gelegt werden.
Im Verlauf der nächsten Jahre landen immer wieder in unregelmäßigen Abständen Ashrakschiffe und verschleppen eine große Anzahl Menschen ins All.
Gareth Finch wächst in den Ruinen von London auf. Seine Freundin Heather und er halten sich mit kleineren Diebstählen über Wasser und machen alles, um zu überleben. Nach einem missglückten Raubzug, werden die beiden jedoch von den Ashrak aufgegriffen, verschleppt und ohne Mitleid voneinander getrennt.
Genetisch und chirurgisch optimiert, umfangreich ausgebildet sowie mit einem Loyalitätsimplantat versehen, dient Gareth fortan als Soldat unter fremden Meistern. Seine Welt besteht nur noch aus blutigen Schlachten, die er hilft im Namen seiner neuen Herren zu gewinnen und ihre zahlreichen Feinde niederzuwerfen.
Doch plötzlich versagt Gareths Loyalitätsimplantat – und der hochgerüstete Elitesoldat sinnt auf Rache … 

Meine Meinung:
Das Cover finde ich passend gewählt, die Silhouette der zerstörten Stadt, ein einsamer Mensch und das Raumschiff.
Der Schreibstil ist gewohnt flüssig und verständlich, doch die Emotionen kommen hier ein wenig zu kurz.

Gleich zu Beginn erleben wir einen Teil des Angriffs des Rod'Or-Imperiums. Man wird direkt reingeworfen, was mir sehr gefallen hat.
Auch wenn der Anfang dann ein wenig mehr Zeit braucht, was eher ungewohnt bei Stefan Burban ist. Doch dann kommt die Action auf und es geht im ordentlichen Tempo weiter.

Gareth hat mir sehr gut gefallen. Auch wenn ich nicht immer einer Meinung mit ihm war. Er war mir Sympathisch und ich habe oft dasselbe wahrgenommen wie er. Die Emotionen kamen nicht gänzlich rüber doch ich habe ungefähr wahrgenommen wie es ihm erging. Auch die anderen Charaktere sind gut dargestellt. Ich mochte sie bei weitem nicht alle, aber manches konnte ich gut nachvollziehen. Auch wenn mir das nicht bei allem gelungen ist.
So zum Beispiel das einer der Bösewichte, der es ordentlich auf Gareth abgesehen hat, plötzlich zu seinem Retter wird. Das ist nicht so ganz meins, denn ohne weiteres ändert man nicht direkt seine Meinung. Aber gut, dies hat meinen Lesefluss jetzt nicht gestört, auch wenn es mich stutzig gemacht hat.

Fazit:
Auch wenn mir der Anfang ein wenig zu Emotionslos war, hat mir das Buch gefallen. Ich gebe vier Sterne und gebe eine Kauf- und Leseempfehlung.

Lieben Dank an den Autor Stefan Burban für das Rezensionsexemplar. Dies hat keinerlei Einfluss auf meine ehrliche und persönliche Meinung!

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