Stefan Cernohuby , Wolfgang Schroeder Dampfmaschinen und rauchende Colts

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Inhaltsangabe zu „Dampfmaschinen und rauchende Colts“ von Stefan Cernohuby

Wir schreiben das Jahr 1876. Die gewaltige Kraft des Dampfes hat die Welt erobert und sie durch ihre Errungenschaften ein wenig kleiner werden lassen. Dampfbetriebene Schnellboote durchqueren die sieben Weltmeere. Riesige Luftschiffe verdunkeln den Himmel über den Städten. Täglich werden die Grenzen des Machbaren erneut ausgelotet und erweitert. Inmitten der kargen Einöde des mittleren Westens ist ein amerikanischer Wissenschaftler dabei, die vorhersehbaren Energieprobleme der Zukunft zu lösen. Doch er wird beobachtet. Und als die Gelegenheit günstig erscheint, bringen Spione des russischen Zaren den Wissenschaftler und seine Maschine in ihre Gewalt. Eine Entführung, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzt ... Folgen Sie den Spuren der Entführer und begleiten Sie deren Verfolger quer durch den Wilden Westen auf ihrem Weg in Richtung Ozean. Erleben Sie Gewalt, Verzweiflung, Schießereien und jede Menge Steampunk-Flair. Frei nach dem Motto: "Mit Volldampf gen Westen!" Inhalt: Nebel über der Oakland Bay - Chris Schlicht ... und die Welt zu meinen Füßen - Wolfgang Schroeder Die Crew der Washington - Andrea Bottlinger Ein ganz normaler Auftrag - Gerd Scherm Totentanz - Sean O’Connell Pier 49 - Andreas Zwengel Die Fahrt nach Topeka - Gerd Scherm Sea - Claudia Toman & Philipp Bobrowski Entführt - Gerd Scherm Für eine Handvoll Steam - Vincent Voss Craters of the moon - Michael Wozonig Queen Victoria auf der Rinderzucht - Marco Ansing Zwei Seiten einer Medaille - Stefan Cernohuby

Von Dampfmaschinenromantik bis Horror ist alles dabei.

— SonjaRuether

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  • Ein gelungenes Werk

    Dampfmaschinen und rauchende Colts

    SonjaRuether

    02. April 2015 um 11:14

    Steampunk und Western – warum nicht? Der eher maritime Einstig hat mir sehr gut gefallen, weil ich damit nicht gerechnet hatte. Und anfänglich war ich auch etwas irritiert, weil ich abgeschlossene Kurzgeschichten erwartet hatte, und nun im Laufe der Geschichten feststellen musste, dass alle dreizehn Autoinnen/Autoren ein zusammenhängendes Gesamtwerk erschaffen haben. Dabei hat jeder etwas von anderen Genres mit einfließen lassen was von Dampfmaschinenromantik bis Horror eine Menge vereint. Nicht jede Geschichte trifft meinen Geschmack, aber genau das mag ich an Anthologien: Die Möglichkeit, neue Autoren kennenzulernen und mich auf die unterschiedlichen Schreibstile einzulassen. Den Herausgebern Stefan Cernohuby und Wolfgang Schroeder ist mit dieser Anthologie eine runde Sache gelungen, die zu recht dem Crosover aus Steampunk und Western mehr Aufmerksamkeit verschafft. Ich hätte mich auch gerne in den Himmelsstürmer gesetzt, um über das weite Land zu fliegen. Die sehr breiten Seitenränder trüben das Lesevergnügen nicht, sehen aber im ersten Moment etwas seltsam aus. Rundum eine gelungene Sache. Weiter so!

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  • Western für Nicht-Western-Möger

    Der Fluch des Colorado River

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ja, ich mag keine Western. Vielleicht bin ich Rauchende-Colts-geschädigt oder Hoss Cartwright ist zu oft durch unsere Wohnzimmer galoppiert und hat damit den Familienfrieden verwüstet - keine Ahnung. Auch Heftromane dieser Couleur sind mir suspekt. Und anfangs habe ich das Buch nur genommen, weil ich Wolfgang Schroeder und Stefan Cernohuby von einem gemeinsamen Projekt kenne und gern lese, was die beiden Herausgeber schreiben. Aaaber dann! Die Anthologie hat mich überzeugt, weil die Geschichten zueineinander passen und keine davon sich auf das Western-Klischee beschränkt. Außerdem haben die anderen beteiligten Autoren alle möglichen anderen Genres eingemixt, z. B. gibt es Zombis, Geister u. dgl., aber natürlich kommen auch die Klischees zum Zug. Trotzdem hatte ich bei allen Geschichten das Gefühl, etwas Interessantes zu lesen, selbst wenn die Themen teiweise nicht neu waren, und auch bei den verschiedenen Schreibstilen kam alles wie aus einem Guss - will sagen: Sie unterschieden sich, hatten aber alle ein gleichbleibendes hohes Niveau, wie man es inzwischen bei immer mehr Hobbyautoren findet, gefüllt mit punktgenauen Formulierungen. Und auch das Lektorat hat seinen Job getan - wenige bis keine Schreibfehler! So mag ich es, und so kann ich mich auch sehr gut mit dem "Fluch des Colorado River" anfreunden. Wäre schön, falls noch ein Buch in der Richtung von Wolfgang und Stefan erscheinen würde.

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    • 4

    Simkin

    30. March 2015 um 13:53
  • Klasse!

    Dampfmaschinen und rauchende Colts

    Wuerfelheld

    20. February 2015 um 13:02

    Mal wieder ‘ne Kurzgeschichten-Anthologie. So fürchterlich stehe ich ja nicht darauf, aber einige Perlen entdeckt man doch immer wieder – also ran an den Speck! Klappentext: Wir schreiben das Jahr 1876. Die gewaltige Kraft des Dampfes hat die Welt erobert und sie durch ihre Errungenschaften ein wenig kleiner werden lassen. Dampfbetriebene Schnellboote durchqueren die sieben Weltmeere. Riesige Luftschiffe verdunkeln den Himmel über den Städten. Täglich werden die Grenzen des Machbaren erneut ausgelotet und erweitert. Inmitten der kargen Einöde des mittleren Westens ist ein amerikanischer Wissenschaftler dabei, die vorhersehbaren Energieprobleme der Zukunft zu lösen. Doch er wird beobachtet. Und als die Gelegenheit günstig erscheint, bringen Spione des russischen Zaren den Wissenschaftler und seine Maschine in ihre Gewalt. Eine Entführung, die eine ganze Kette von Ereignissen in Gang setzt … Folgen Sie den Spuren der Entführer und begleiten Sie deren Verfolger quer durch den Wilden Westen auf ihrem Weg in Richtung Ozean. Erleben Sie Gewalt, Verzweiflung, Schießereien und jede Menge Steampunk-Flair. Frei nach dem Motto: “Mit Volldampf gen Westen!” Inhalt: Nebel über der Oakland Bay – Chris Schlicht … und die Welt zu meinen Füßen – Wolfgang Schroeder Die Crew der Washington – Andrea Bottlinger Ein ganz normaler Auftrag – Gerd Scherm Totentanz – Sean O’Connell Pier 49 – Andreas Zwengel Die Fahrt nach Topeka – Gerd Scherm Sea – Claudia Toman & Philipp Bobrowski Entführt – Gerd Scherm Für eine Handvoll Steam – Vincent Voss Craters of the moon – Michael Wozonig Queen Victoria auf der Rinderzucht – Marco Ansing Zwei Seiten einer Medaille – Stefan Cernohuby Zum Inhalt: Tja, was soll ich sagen? Ich war nach den ersten beiden Kurzgeschichten total geplättet. Da war wenig mit Western, fast ebenso wenig mit Steampunk oder wenigstens Dampfmaschinen. Die Geschichten waren haarscharf am Thema vorbei und was noch schlimmer war, sie waren irgendwie nicht richtig abgeschlossen und vom Aufbau her nicht einmal „echte“ Kurzgeschichten. Gut, dass ich die Sammlung nicht in die Ecke geworfen habe, denn im Verlauf der dritten Geschichte kapierte ich langsam, dass sich die Kurzgeschichten zu einer Gesamtkomposition fügen sollten – die ersten beiden mussten also nicht gewaltig rocken, sie bildeten eher eine Art Exposé, einen Aufgalopp zu dem, was mich noch erwartete. So entwickelte sich langsam eine leicht angesteampunkte Spionagegeschichte mit Russen, die es darauf abgesehen haben, eine neuartige Energiequelle vom Boden der Vereinigten Staaten zu stehlen und gleich noch den Erfinder mit einzukassieren. Diesem Unternehmen stellen sich die unterschiedlichsten Gestalten in den Weg, die größtenteils hart an der Grenze der Absurdität wandeln, aber gerade dadurch wirklich unterhaltsam sind. Die Gelenkstellen zwischen den einzelnen Geschichten knarrzen mal mehr und mal weniger, aber insgesamt entsteht wirklich eine kohärente Erzählung, nicht direkt „tight“, wie wir Berufsjugendlichen sagen, aber doch immerhin mit genügend Bindung, dass der Leser nie den Überblick verliert. Mein Fazit: Klasse! Nach ursprünglichem Schock ob der vermeintlichen Trötnasigkeit der ersten beiden Geschichten habe ich kapiert, dass die Geschichten zusammenhängen und dann hat es so richtig Spaß gemacht! Gefällt mir super das Konzept einen Roman von unterschiedlichen Autoren verfassen zu lassen und an den Lücken fallen zwar Ecken und Kanten auf, aber vom Schriftstil her ist die ganze Kiste dann doch einheitlicher, als ich gedacht hätte. Gute Arbeit – so darf es im Verlag Torsten Low gerne weitermachen!

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