Stefan Chwin Der goldene Pelikan

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Inhaltsangabe zu „Der goldene Pelikan“ von Stefan Chwin

»Stefan Chwins ›Goldener Pelikan‹ ist gewiß traurig und beklemmend, zugleich aber ein faszinierender, schöner, wunderbarer Roman: polnische Literatur als moderne Weltliteratur.« Gerhard Schulz in der ›FAZ‹ Jakub ist Juraprofessor an der Danziger Universität: gutaussehend, selbstbewusst, wohlsituiert. Über Recht und Gerechtigkeit weiß er Bescheid. Mit seinem goldenen Pelikanfüller sitzt er über seine Studenten zu Gericht. Als eine junge Frau sich beschwert, sie sei zu Unrecht durch die Prüfung gefallen, läßt er sie hochmütig stehen. Und vergisst sie. Eines Tages allerdings hört er zufällig, die Abgewiesene habe sich das Leben genommen. Da beginnt ihn sein Gewissen zu plagen, und sein Leben nimmt eine radikale Wendung. In seinem fesselnden zeitgenössischen Roman beleuchtet Stefan Chwin die Frage nach Gut und Böse, Verbrechen und Strafe, Verdammnis und Erlösung neu.

Der tiefe Fall. Menschlicher Abgrund, aber auch faszinierende Lektüre. Empfehlung von mir.

— TinaGer

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  • Der goldene Pelikan - Rezension

    Der goldene Pelikan

    TinaGer

    13. March 2014 um 11:24

    Kannst du so tief fallen? Was Stefan Chwin mit dem „Goldenen Pelikan“ gelingt, ist das Ausloten der dunkelsten und tiefsten Schichten des Falls. Immer weiter treibt er seinen Protagonisten Jakub in den Abstieg. Moralisch, gesellschaftlich und finanziell. Bis ihm nichts mehr bleibt, als die nackte Haut auf dem Körper. Überseht mit Hämatomen und Blessuren. Jakub existiert, er mäandert durch Danzig wie ein Untoter, der nirgendwo hingehört. Immer wieder habe ich mich gefragt, wohin der Autor diese Geschichte noch erzählen will, immer auswegloser, immer dunkler wurden die verschlungenen Wege des bis auf die Knochen hoch depressiven Protagonisten. Doch dann, als nichts mehr möglich scheint, zaubert Chwin schließlich einen Strahl Sonne herbei. Ein Buch, das immer wieder fesselt, nicht nur menschlich, sondern auch durch Spannung. Faszinierende Lektüre für Leser, die den menschlichen Abgrund nicht scheuen.

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  • Rezension zu "Der goldene Pelikan" von Stefan Chwin

    Der goldene Pelikan

    Beagle

    17. February 2011 um 21:57

    Jakub hat ein angenehmes Leben – er ist Professor an der Danziger Universität für Jura, hat eine Wohnung und eine kluge und hübsche Frau. Und er ist glücklich mit dem, was er hat. Tagtäglich fährt er mit der Straßenbahn zur Universität und spricht mit lauter Stimme zu seinen Studenten. Außerdem sitzt er im Prüfungsausschuss. Aber genau dies wird ihm eines Tages zum Verhängnis. Gestresst von den Prüfungen des vergangenen Tages, bei brütender Hitze, meinte Jakub, seine Notizen zuhause vergessen zu haben. Als er hektisch danach in seiner Aktentasche kramt, tritt eine Studentin zu ihm und eröffnet, dass er ihr eine falsche Note eingetragen habe, in der gestrigen Prüfung war es noch eine Zwei. Doch er lässt sich nicht darauf ein, in der Eile lässt er ein paar Dinge fallen, sie hilft ihm beim Aufheben und redet weiterhin beschwörend auf ihn ein. Dabei fallen ihm nur ihre Füße in den hochhakigen Sandalen auf. An mehr, wird er sich später nicht erinnern können. Nach dem zweiten Prüfungstag beschließt Jakub, die Sache, von der er dachte, er würde sie nochmals kontrollieren, zu vergessen. Ein paar Tage später kommt ihm allerdings zu Ohren, dass eine Studentin, die durch die Prüfung gefallen war, Selbstmord verübt habe. Von da an geht es mit dem Professor bergab. Verzweifelt versucht er, ihren Namen herauszufinden. Als er dies nicht schafft, begibt er sich zu einem befreundeten Polizisten, um sich die Fotos der vergangenen Selbstmorde durchzusehen, vielleicht würde er sich so an sie erinnern. Doch auch so findet er sie nicht. Immer weiter wird er von den Schuldgefühlen geplagt. Er konsultiert einen Psychologen und redet – als religiöser Mensch – mit mehreren Priestern. Aber seine Schuld will nicht vergehen. Irgendwann trennt er sich von seiner Frau und beschließt, einfach nicht mehr aus dem Bett aufzustehen, nicht mehr zur Universität zu gehen, nichts mehr zu tun. Stefan Chwin beschreibt hervorragend den moralischen Abstieg eines Menschen, der meint, am Tod einer jungen Frau Schuld zu tragen. Die Szenen sind gut geschildert, es ist nachvollziehbar, wie Jakub immer weiter in den Sog hineingezogen wird. Einzig und allein die vielen Markennennunen stören beim Lesen, es kommt einem so vor, als wolle der Autor sich über Schleichwerbung finanzieren.

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