Die Befreiung

Cover des Buches Die Befreiung (ISBN:B00D8042SK)
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Inhaltsangabe zu "Die Befreiung"

Die Befreiung 1947 erhoben sich Teile der vor der afrikanischen Ostküste im Indischen Ozean liegenden "Grossen Insel" gegen die französischen Colons, denen man in zwei Kriegen auf den Schlachtfeldern Europas als Kanonenfutter gedient hatte. Die aufständische Bevölkerung wurde in unbeschreiblichen Massakern niedergeschlagen; neunzigtausend Kinder, Frauen und Männer wurden ermordet – nicht von den weißen Kolonialherren, die sich ihre eigenen Hände nicht mit Blut besudelten. Man überließ das Morden den Schwarzen, die zu diesem Zweck von anderen afrikanischen Kolonien auf die Insel, so groß wie das Mutterland und die Benelux-Staaten, beordert wurden. Les „Sénégalais“, wie sie sich im kollektiven Gedächtnis der Insulaner verewigt haben. 1958 ließ Charles de Gaulle in vierzehn französischen Kolonien Afrikas über eine Art "gelenkte" Unabhängigkeit abstimmen; dreizehn entschieden sich mit überwältigenden Mehrheiten dafür, unabhängige Staaten werden zu wollen. Deren Außen-, Verteidigungs- und Währungspolitik wurde allerdings weiterhin von der „Communauté Française“ bestimmt und aus Paris gesteuert. „Françafrique“, das Geflecht aus persönlichen, wirtschaftlichen und politischen Beziehungen zwischen der ehemaligen Kolonialmacht und ihren früheren Untertanen, erhielt einen völkerrechtlich legitimierten Rahmen. Von den lokalen Führern freilich als „France a fric“ verstanden. Bis heute. Zwei Jahre nach den Referenden, 1960, ließ sich De Gaulle an pompösen Unabhängigkeitsfeiern als ewiger Freund und Partner der neuen afrikanischen Nationen verehren. Es war eine Show für das im Algerienkrieg versinkende Mutterland und - mitten im Kalten Krieg - eine Demonstration gegen den Kommunismus. Es war das Année Africaine, auch auf der Grossen Insel. Von den kaum ein Dutzend Jahre zuvor verübten Massakern war keine Rede mehr. "Die Befreiung" beschreibt anhand eines Frauenschicksals das Überleben, Erdulden und Überwinden der kolonialen Katastrophe, die durch die eigenen Führer nahtlos und nachhaltig in eine autochthone übergeführt wurde. Es ist die aufwühlende, verstörende, gelegentlich hoffnungsvolle Geschichte der im blutigen Aufstand geborenen Eleonore, ihres Kindes und der Kindeskinder, die sich entlang der Geschichte des Landes und der Welt, an einem unsichtbar verknoteten Band in die Gegenwart retten. Der Selbstbetrug der nationalistischen Befreiungen, bis heute angeführt von gierigen, rachsüchtigen und unsäglich dummen lokalen Eliten, die ihre eigene Bevölkerung zu immer neuen Unterwerfungen führen, widerspiegelt sich in den Niederlagen der einzelnen Menschen, die sich die einzigen Freiheiten nehmen, die ihnen zustehen: zu überleben und zu lieben. Stefan Frey (*1952) lebte fünfundzwanzig Jahre lang vorwiegend in Madagaskar und entwickelte und realisierte Windenergie-Projekte für die Elektrifizierung von Dörfern im Norden der Insel. Ausbildungen zum Kaufmann und Journalisten. Zusammen mit dem Fotografen Christian Gerber Reportagen aus Kuba. Zehn Jahre im Dienste einer global tätigen Natur- und Umweltschutzorganisation, weitere zehn Jahre als unabhängiger Berater in Kommunikationsprojekten für Umwelt, Entwicklung und Kultur tätig. Verschiedene Veröffentlichungen in Zeitungen und in der Sammlung über die «Macht», Knapp-Verlag, Olten. Im Februar 2013 erschienen "Blätter aus dem Tropenwald"; Knapp-Verlag, Olten. Der Autor lebt heute in der Schweiz. Ca. 290 Seiten.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:B00D8042SK
Sprache:Deutsch
Ausgabe:E-Buch Text
Umfang:262 Seiten
Verlag:
Erscheinungsdatum:05.06.2013

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