Stefan Friesenegger

 4 Sterne bei 3 Bewertungen

Lebenslauf von Stefan Friesenegger

Der gebürtige Münchner Stefan Friesenegger begann seine berufliche Laufbahn in einem Großunternehmen mit einer Ausbildung zum Feinmechaniker, die er unter anderem durch ein Maschinenbau-Studium und ein Studium der Betriebswirtschaftslehre ergänzte. Lange Jahre war er als Projektleiter tätig und führte zuletzt Mitarbeiter in Deutschland, Russland und Indien. Nach 31 Jahren verließ er den Konzern und machte sich selbstständig. Heute schreibt Stefan Friesenegger als passionierter Autor Sachbücher und Artikel für Fachzeitschriften

Quelle: Verlag / vlb

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Rezension zu "101 Dinge, die ein Straßenbahn-Liebhaber wissen muss" von Stefan Friesenegger

unterhaltsam, informativ, gelungen
derMichivor einem Jahr

Ob für den Einstieg ins Thema oder als Zusammenfassung wichtiger Fakten - das Buch macht vieles besser als vergleichbare Bände über die "große" Eisenbahn. Das liegt vermutlich daran, dass das Thema ohnehin speziell ist, außerdem gibt es noch nicht viele Straßenbahnbücher für Einsteiger. Neben wichtigem Grundwissen (Spurweiten, Fahrschule, Strecknetze, die Tram im Stadtbild) finden sich interessante Kuriositäten und seltene Kapitel über den weltweiten Straßenbahnverkehr.

Die Verdrängung durch Busse ist ebenso Thema wie gelungene Kombinationen aus Stadt- und S-Bahn (Modell Karlsruhe) sowie die erfreuliche Tatsache, dass Straßenbahnen wieder im Kommen sind. In Ländern wie Griechenland oder Frankreich wird wieder massiv in neue Strecken investiert und auch manche mitteleuropäische Stadt lässt sich nicht lumpen. Denn während DB und Co. zwischen Klimaschutz-Anspruch und Realpolitik auf der Schiene noch in den Seilen hängen, setzen Straßenbahnbetriebe im täglichen Berufsverkehr unter harten Alltagsbedingungen eine umweltfreundliche Alternative zum Auto um. Schön, dass dieses Buch unaufdringlich daran erinnert und dazu noch so viel ansprechend aufbereitetes Detailwissen beisteuert. 

Neben schon lange aktiven Netzen sind auch klassische und "wiederauferstandene" Museumsstraßenbahnen wie in Naumburg oder Döbeln Thema. Wer außerdem schon immer mal wissen wollte, wieviel Gummi in Straßenbahnrädern steckt, wie Fahrzeuge die Verwerfungshügel von Nowosibirsk überleben und warum im englischen Blackpool manche Trams wie beleuchtete Schiffe aussehen, der ist hier genau richtig. Selbst die Broschurklappen sind, statt mit Werbung, größtenteils mit interessantem Zusatzmaterial wie Anekdoten aus der Geschichte der Straßenbahn oder einer alten Infotafel mit Wiener Straßenbahnsignalen gefüllt.

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Rezension zu "101 Dinge, die ein Eisenbahn-Liebhaber wissen muss" von Stefan Friesenegger

nützliches und unnützes Wissen
derMichivor 4 Jahren

Rekorde, Randnotizen, Kuriositäten und Alltagswissen aus dem Betrieb sind ebenso Teil des kleinen Kompendiums wie spezielles Fanwissen. Damit lässt sich einerseits ein Überblick über die wichtigsten Aspekte des Schienenverkehrs erlangen und außerdem so manche interessante Nische erkunden. Neben Triebfahrzeugen, Modellbahnthemen, der Geschichte der Eisenbahn und technischen Fakten wird unter anderem sogar Hagen von Ortloffs beliebte TV-Sendung "Eisenbahnromantik" gewürdigt (870 Folgen bisher!). Also ein unverzichtbares Buch für jeden Fan?

Nicht unbedingt. Viele Dinge wissen langjährige Enthusiasten vermutlich bereits, seien es die Entstehungsgeschichten diverser Modellbahnspurweiten, Kupplungstypen, deutsche Steilstrecken oder die oft porträtierten schnellsten Züge der Welt. Am interessantesten sind noch die Kapitel, in denen es um zusätzliches "unnützes" Wissen geht, das normalerweise selbst viel belesenen Experten vorenthalten bleibt. So erfahren wir unter anderem, wie die Deutsche Bahn Unkraut bekämpft, wo sich die größte Sammlung von Eisenbahnliteratur befindet, welche längst verschwundenen Berufe es einst bei der Bahn gab und an welchen immer noch befahrenen Strecken über einhundert Jahre alte (!) Gleisstücke verbaut sind. An diesen Stellen wurde gut recherchiert und man möchte dem Autor gerne umfangreiches Interesse und Sachkenntnis zugestehen.

Umso enttäuschender sind Fehler wie auf Seite 13, wo laut Bildunterschrift ein Triebwagen der Bauart "Fliegender Hamburger" in Dresden zu sehen sein soll. Wer dieses seit beinahe zwei Jahrzehnten nicht bewegte Fahrzeug jemals selbst gesehen hat, wird sich allerdings in Leipzig befunden haben, immerhin ein Unterschied von rund einhundertzwanzig Kilometern. Einzelne Seiten wirken zudem wie Lückenfüller, um unbedingt die (un)runde Zahl vollzukriegen. Anstatt sich auf die gut recherchierten wenig bekannten Fakten zu verlassen, füllen obligatorische Informationen wie ein (zu) kurzer Abriss über Einheits-E-Loks oder gleich mehrere Kapitel über diverse Brücken die Seiten.

Damit stellt sich die Frage, an welches Publikum sich das Buch richtet. Für Einsteiger dürften etliche Informationen zu speziell sein, für Fans auf der Suche nach neuem Fachwissen kann höchstens die Hälfte des Inhalts wirklich etwas bieten. Über die reichhaltige Bildauswahl kann man sich hingegen nicht beklagen. So gut wie jedes Kapitel bietet passende Fotos, Grafiken, Karten oder Tabellen, auch die Sprache ist durchweg verständlich. Gelungen sind auch die ausklappbaren Abkürzungsverzeichnisse, auf die man somit jederzeit zugreifen kann. Für die schnelle Lektüre zwischendurch am ehesten geeignet.

Seitenzahl: 192
Format: 12,1 x 18,5 cm, Klappenbroschur
Verlag: GeraMond

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