Stefan Goebels

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen

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Stefan GoebelsBeheaded – Der Wille der Schatten
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Beheaded – Der Wille der Schatten
Beheaded – Der Wille der Schatten
 (2)
Erschienen am 01.04.2018

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Jen_loves_reading_bookss avatar

Rezension zu "Beheaded – Der Wille der Schatten" von Stefan Goebels

Ein toller Auftakt...
Jen_loves_reading_booksvor 2 Monaten

Beheaded - Der Wille der Schatten

von

Stefan Goebels



Cover:

Nun ... es lässt keine Fragen darüber aufkommen, wer hier der Protagonist in dieser Geschichte ist,und hat in der Instagram-Buchgemeinde vielen sehr viel Freude bereitet.



Meinung:

"Beheaded - Der Wille der Schatten" löste schon bei der Leseprobe große Neugier in mir aus.
Nun gut, ein Fantasy-Roman mit einem Kopflosen ist jetzt nicht unbedingt eine Neuheit, trotzdem war ich sehr neugierig wie der Autor das Thema angegangen war.
Nach einem etwas holprigen Anfang, fand ich dann aber sehr schnell in die Geschichte und ihre wirklich liebenswürdigen Charaktere ( mit liebenswürdig meine ich die beiden Protas

).
Ich mochte den Kopflosen Gardisten Crayne auf Anhieb und die Herzogstochter Amodela wächst einem im Laufe der Geschichte auch ans Herz.

Mir gefiel besonders, dass hier ein klassischer Weltenbau der High Fantasy präsentiert wird, gespickt mit Hexen, Dämonen, Vampire, Untote en Masse, Geistern, Leichenfressern, was dem Ganzen den richtigen Spritzer der Moderne verpasst hat und man nicht das Gefühl hat, die Geschichte in dieser Form schon irgendwie X Mal gelesen zu haben.

Die Charaktere haben ihre Ecken und Kanten und sind nicht nach Schema F in "nur gut" oder "nur böse" eingeteilt, sondern haben sowohl ihre guten als auch ihre schlechten Seiten und wohin der Pegel ausschlägt, lässt sich nicht von vornherein sagen, was das Ganze um so spannender macht.

Die Handlungsweisen der diversen Charaktere sind nachvollziehbar und das macht sie so authentisch.

Die Story ist randvoll von Abenteuer, Action, Geheimnissen, Verrat und blindem Vertrauen, eingepackt in flapsige Dialoge und einem angenehmen Erzähltempo.

Der Schreibstil hat hier und da ein paar kleine Schnitzer, wobei man bei diesem unterhaltsamen Erzählstil, den kruden Charakteren und bei den abgefahrenen Situationen, in die unsere Gruppe immer wieder gerät, getrost darüber hinwegsehen kann.

Das Ende … Oh mein Gott! … ich hatte es fast geahnt, als ich nur noch 100 Seiten zu lesen hatte und mir dachte: Die ganzen losen Enden kann der Autor unmöglich alle auf den letzten Seiten auflösen, und … das macht er auch nicht!



Jetzt gibt es noch mehr Geheimnisse, eine neue Bedrohung und ich muss … warten

auf den nächsten Teil.

Herrjeh!!!





Fazit:

Ich glaube, man hat es schon bemerkt.
Ich mag diese Geschichte sehr und war … ja... beinahe traurig, als ich die letzte Seite erreicht hatte und gleichzeitig freue ich mich schon auf die Fortsetzung.
Die Weichen sind neu gestellt... jetzt heißt es warten.

Während ich anfangs noch recht skeptisch war, konnte ich mich, als ich mich eingelesen hatte, kaum noch von dem Buch loseisen und ich konnte es kaum erwarten abends weiter zu lesen.



Empfehlung:

Für alle, die mal etwas andere Fantasy lesen möchten, welche nicht dem Mainstream entspricht und etwas andere dunklere Pfade beschreiten möchten.



Von mir gibt's:

5 von 5 Sternen

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phantastische_fluchtens avatar

Rezension zu "Beheaded – Der Wille der Schatten" von Stefan Goebels

Abseits der alltäglichen Fantasy mit starken Helden und holden Jungfrauen
phantastische_fluchtenvor 3 Monaten

Das Schicksal meint es nicht gut mit Crayne von Dalahan. Er sitzt im Gefängnis, verfügt über keine Erinnerungen an sein bisheriges Leben, seine Taten oder seinen Namen.

Dennoch akzeptiert er die ihm auferlegte Strafe und sieht die bevorstehende Enthauptung als Erlösung seines Leidens an. Aber statt zu sterben, ist er nun ein Untoter, der zwischen den Welten wandelt. Sein Kopf wird von einer Unbekannten entwendet. Eine alte Frau aus der Zwischenwelt gibt ihm den Hinweis, sich an die junge Adelige Amodela zu wenden, die durch einen Fluch mit ihm verbunden ist.  Obwohl Amodela zuerst Furcht vor dem Enthaupteten empfindet, begleitet sie Crayne, denn eine Reise mit ihm ist immer noch dem tristen Leben bei Hofe vorzuziehen.

Erste Hinweise auf seine Identität erhält Crayne von Brentan von Klien, dem Hauptmann der königlichen Garde.  Zu den dreien gesellt sich noch Raccoun, eine zwielichtige, undurchschaubare Gestalt, der sich der kleinen Gruppe anschließt.

Auf ihrer Reise in den Süden begegnen den vier Reisenden vielen Gefahren, oft müssen sie um ihr Leben kämpfen. Doch je weiter sie nach Süden vordringen, desto näher kommen sie der Lösung des Rätsels um Craynes Schicksal.

Kommentar:

Irgendwie gelingt es mir nicht, eine sinnvolle Zusammenfassung zu schreiben. Meine Worte werden der Geschichte nicht gerecht und ich möchte nicht zu viel verraten. Crayne erzählt seinen Part aus der Ich-Perspektive, wir erwachen mit ihm in der Zelle, desorientiert und ohne Erinnerungen. Die Perspektive schafft es, dass der Leser sich sehr gut in den Mann hineinversetzen kann, sein Leiden fühlt und seine Ängste teilt. Dadurch, dass der Autor dem Protagonisten den Namen Crayne gegeben hat, denkt man zuerst an Ichabod Crane aus Sleepy Hollow, damit enden die Gemeinsamkeiten aber auch. Stefan Goebels hat hier eine eigenständige, unheimlich fesselnde und faszinierende Geschichte geschrieben, die den Leser sofort in ihren Bann zieht. Man fragt sich von Anfang an, warum es gerade diesen Mann getroffen hat und wieso Amodela zu Craynes Stimme wird. Was verbindet diese unterschiedlichen Menschen, die aus völlig verschiedenen Welten stammen und sich vorher nicht kannten? Stück für Stück, aus wechselnder Perspektive, nähern sich die Protagonisten der Lösung. Doch der Weg dorthin ist voller Gefahren.

Zu Beginn des Buches nutzt der Autor sehr viele, sehr anschauliche Metaphern. Hier ein paar Beispiele: " Draußen im Park wanden sich die Weiden in Wind und Regen, das Rippen ähnelnde Geäst gemartert und verdreht." Oder "Ihre Liebe zu ihm barg eine säuerliche Note, vergoren durch die Jahre, wie süße Früchte zu Wein." Ich könnte noch viele Beispiele anführen, sprachlich ist dieses Buch für mich ein kleines Juwel. Mit der Zeit lassen die Metaphern allerdings nach, als wäre der Autor von seiner eigenen Geschichte gefangen und mitgerissen (wie der Leser) um sich noch auf Abwege zu begeben. Die Geschichte steigert sich von Kapitel zu Kapitel und man kann das Buch kaum noch aus der Hand legen.

Die Figuren sind gut ausgearbeitet, glaubhaft, überzeugend und teilweise sehr ambivalent. Das gilt vor allem für Brentan von Klien, der innerlich zerrissen ist und für Raccoun, der eigentlich keinen Grund weiß, bei den Gefährten zu bleiben, der sie aber nicht verlässt.

Amodela hat bisher ein behütetes Leben geführt, dennoch fühlte sie sich stets einsam, verloren und unverstanden. Die Droge Mondhonig half ihr, das sinnlose und leere Leben zu ertragen, doch was sie während des Drogenrausches sieht, ist teilweise furchterregend. Zeitweise kann sie zwischen Realität und Traum kaum noch unterscheiden.

Das Cover des Buches erinnert leider wieder zu sehr an sleepy hollow und wird daher eventuell einige potenzielle Leser abschrecken, was sehr schade wäre.

Mir hat die Geschichte sehr gut gefallen, sie ist innovativ und abseits des Mainstreams. Der Autor geht keine Kompromisse ein und erzählt seine Story schnörkellos und direkt. Es ist eine Mischung aus Fantasy und Horror, in einem mittelalterlichen Ambiente.

Stefan Goebels ist an mich herangetreten und hat gefragt, ob ich sein Buch lesen und rezensieren mag. Eigentlich wollte ich ja kürzer treten aber der Plot klang einfach zu interessant und ich bereue nicht, diese Geschichte gelesen zu haben. Ich hatte ihn gewarnt, dass ich meine ehrliche Meinung wiedergeben werde. Hier war die Warnung überflüssig. Vielen Dank für das Rezensionsexemplar und ich warte mit Spannung auf Band 2.

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