Stefan Hördler Ordnung und Inferno

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Inhaltsangabe zu „Ordnung und Inferno“ von Stefan Hördler

Stefan Hördler stellt den aktuellen Forschungsstand, die Schlussphase der nationalsozialistischen Konzentrationslager sei durch Desorganisation, Chaos und Willkür geprägt gewesen, in Frage: Er zeigt, dass ab März 1944 eine umfassende Neuordnung des KZ-Systems einsetzte, und dass das letzte Kriegsjahr eine eigenständige Phase in der Genese der Lager darstellte. Ab 1944 verfolgte das NS-Regime zwei Ziele: erstens eine forcierte Ökonomisierung und zweitens eine Stabilisierung des Lagersystems. Zur Analyse beider Dimensionen führt der Autor den Begriff der Rationalisierung ein, unter dem sowohl die Massenmorde als auch eine utilitaristisch ausgerichtete »Auslese« der arbeitsfähigen Häftlinge als Teile dieser Entwicklung zusammengefasst werden können.

Ausgezeichnet mit dem Tiburtius Preis – Preis der Berliner Hochschulen (2013)

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    Ordnung und Inferno

    WinfriedStanzick

    12. September 2016 um 09:46

    Der Leiter der KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora, Stefan Hördler, der sich schon mit einigen Veröffentlichung zur NS-Geschichte einen Namen gemacht hat, legt in diesem Buch „Ordnung und Inferno“ eine detaillierte Darstellung  des KZ-Systems der Nationalsozialisten im letzten Kriegsjahr vor. Entgegen der landläufig vertretenen Auffassung, in dieser Zeit sei das vollkommene Chaos in den KZ ausgebrochen, charakterisiert durch Desorganisation und Willkür, zeigt er, dass im Gegenteil ab 1944 eine umfassende Neuordnung des KZ-Systems durchgeführt wurde und durchaus als eigenständige Phase in der Geschichte der Vernichtungslager betrachtet werden kann.  Sowohl die verstärkte Ökonomisierung der Vernichtung, als auch die Stabilisierung des gesamten Lagersystems standen dabei im Vordergrund. Stefan Hördler nennt diese Phase „Rationalisierung“ und versteht darunter sowohl eine verschärfte und beschleunigte Massenvernichtung von Häftlingen, als auch eine schnellere „Auslese“ von arbeitsfähigen Menschen, die dringend für die Kriegsindustrie benötigt wurden.Das Buch wurde mit dem Tiburtius Preis der Berliner Hochschulen ausgezeichnet.

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