Stefan Heym Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer

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Inhaltsangabe zu „Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer“ von Stefan Heym

Als Kreuzfahrer gegen den Faschismus, der Europa und die halbe Welt zu erdrosseln drohte, waren die besten von ihnen ausgezogen. Amerikas junge Männer, die Ideale der Demokratie und der Menschlichkeit im Herzen, so landen sie auf dem Kontinent. Bald aber stellt die Demontage jeglicher Ideale durch Karrieresucht, Schieberei und Intrigen, die jungen Helden vor unausweichliche Entscheidungen.

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    Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer
    Stefan83

    Stefan83

    23. October 2011 um 11:33

    Bereits im Jahre 1948, also kurz nach Ende des Zweiten Weltkriegs in Amerika erschienen, gehört "Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer" zu den ältesten Werken des Autors Stefan Heym. Der Roman schildert, ohne in irgendeiner Weise zu beschönigen, realistisch und eindringlich das letzte Kriegsjahr aus Sicht der amerikanischen Streitkräfte. Dabei hat Heym sich eng an die Realität gehalten, denn ein Großteil der hier dargestellten Ereignisse ist auch in Wirklichkeit geschehen. Diese Authentizität ist es, die dieses Buch trägt und gleichzeitig auch den Leser berührt. Es wirft (vielleicht als erster Roman dieser Art) einen eher skeptischen Blick auf die glorreiche US-Army und kratzt dabei am sauberen Image des perfekten amerikanischen Soldaten. Dabei werden nicht nur heroische Posen entlarvt, sondern gleichzeitig auch die Motivation der deutschen Kriegsgegner hinterfragt: Wofür kämpften die Amerikaner eigentlich? Was unterschied sie, zum Beispiel in ihrer Einstellung zu Juden, von den Deutschen? Was ist Gerechtigkeit? Dies sind allesamt spannende Fragen, die der Autor, stets um Objektivität bemüht, zu beantworten versucht. Bemüht" ist an dieser Stelle allerdings auch wörtlich zu nehmen, denn nur allzu oft drängt doch die kommunistische Einstellung Heyms an die Oberfläche, welche sich besonders in dem von ihm gezeichneten Bild der Deutschen widerspiegelt. Inwiefern er hier richtig liegt, können wohl nur Historiker beantworten. Das Bild, welches er zeichnet ist jedenfalls erschreckend und bewegend. Szenen, wie die Befreiung des Konzentrationslagers Paula, verdeutlichen einmal mehr die Grausamkeit dieses Krieges. Insgesamt ist "Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer" sicherlich eines der bedeutendsten Kriegsbücher, das allerdings aufgrund des epischen Umfangs oftmals sehr langatmig daherkommt. Ein Buch, das wohl leider nie an Aktualität verlieren wird und dessen Lektüre ich jedem Amerikaner UND Deutschen empfehlen kann.

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  • Rezension zu "Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer" von Stefan Heym

    Kreuzfahrer - Der bittere Lorbeer
    Jens65

    Jens65

    29. July 2008 um 20:08

    "Der bittere Lorbeer", so der Titel - er sagt bereits vieles. Stefan Heym führt den Leser mitten ins blutige Kriegsgeschehen, nach Frankreich 1944, wo die alliierten Armeen sukzessive die deutsche Wehrmacht zurückschlagen. Sicher, es ist eine Erfolgsgeschichte - der Lorbeer ist den Siegern sicher. Daß er aber auch bitter schmeckt, unterstreicht Heym in seinen Schilderungen, in denen er schonungslos das blutige Geschehen der Schlacht, die geistige Borniertheit vieler Kommissköppe (die es auch bei den Amerikanern gab) und die frühe Furcht vor kommunistischen Unterwanderern beschreibt, die den späteren Kalten Krieg und die Mac Carthy-Ära antizipieren. Das Buch dürfte insofern etwas Besonderes sein, als ein Deutscher - der auf Seiten der Alliierten mitkämpft - beschreibt, wie er gegen sein altes Heimatland kämpft. Der Spagat zwischen Nazihaß und ein Stück Heimattreue wird dabei deutlich. "Crusaders" war einer der ersten Welterfolge Heyms. Der Roman ist eine Antwort auf die zahlreichen in den 50er und 60er Jahren erscheinenden, beschönigenden und braun untersetzten Augenzeugenberichten von Kriegsheimkehrern und -gewinnlern.

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