Stefan Heym Radek

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Inhaltsangabe zu „Radek“ von Stefan Heym

Karl Bernhardowitsch Radek, ein glänzender Journalist und Politiker, war zu Beginn der Oktoberrevolution Weggefährte Lenins. Er wechselte mehrmals die Seiten, geriet schließlich in Konflikt mit dem stalinistischen Apparat und wurde 1937, wie so viele, Opfer der Moskauer Schauprozesse. Heym folgt in diesem packenden, atmosphärisch dichten Roman den Spuren einer der schillerndsten Gestalten der Dritten Internationale.

Spannendes Buch zur russischen Revolution, den politischen Verstrickungen&Hintergründen.Gewinnt zum Ende noch mal, liest sich nicht nebenbei

— Vilja2013

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    Radek

    sKnaerzle

    Heym schreibt eine romanhafte Biographie über den "verantwortlichen Hofnarren der Revolution" (wie er anderweitig genannt wurde). Radek stammt aus Lemberg, engagierte sich vor dem Ersten Weltkrieg auf dem linken Flügel der deutschen Sozialdemokratie, emigriert während des Krieges als Pazifist in die Schweiz, reist in dem berühmten Eisenbahnwagon mit Lenin nach Petersburg, unterstützt die Oktoberrevolution als Journalist, dient als Verbindungsmann zwischen Lenin und den deutschen Sozialisten, beteiligt sich deshalb an der deutschen Novemberrevolution, steht nach Lenins Tod auf der Seite Trotzkis, versöhnt sich mit Stalin, fällt wieder in Ungnade. 1937 wird er nach einem Schauprozess zu 10 Jahren Haft verurteilt. Über die Umstände seines Todes im Lager gibt es nur Gerüchte. Interessant ist der bolschewistische Blick, mit dem Heym durch Radek auf die deutsche Geschichte schaut. Man sieht, wie verzweifelt Lenin nach der Oktoberrevolution auf die deutsche sozialistische Revolution wartete, wie die Novemberrevolution fast schon zu spät kommt und sich nach dem Sieg der bürgerlichen Demokratie in Deutschland alle Hoffnungen auf eine weltweite Ausbreitung der klassenlosen Gesellschaft zerschlugen. Heym stellt hier durchaus die Frage, ob der sowjetische Kommunismus in einer sozialistischen Welt nicht demokratisch geblieben wäre. Dann hätte Stalin nicht wie in einer belagerten Festung jeden Anschein von Opposition unterdrücken können. Womöglich wäre er nie Generalsekretär der KPSU geworden. Auch die Aufstände 1923 in Hamburg, Sachsen und Thüringen werden in einen größeren Zusammenhang eingeordnet und wirken dann nicht mehr wie lächerliche Versuche ein paar verrückter Kommunisten.  Aber das ist natürlich kein Geschichtswerk sondern auch ein Unterhaltungsroman und dafür greift Heym ebenfalls in die Vollen. Radek selbst lieferte die besten Anekdoten und da bedient sich Heym hemmungslos, dann geht es in dieser Zeit oft genug um Leben und Tod, was Heym in rasante Szenen umsetzt. Am stärksten ist er aber am Ende des Romans, wenn die Hoffnung auf eine gerechte Welt, die die Gruppe der "alten Bolschewisten" in der Oktoberrevolution antrieb, nach und nach im Terror der Stalinzeit erstarrt. Radek merkt, dass er immer mehr an den Rand gedrängt wird und schließlich vereinsamt. Der Prozess besiegelt diese Entwicklung dann. Wie er in diesem Prozess dann aber seinen Ruf vor der Nachwelt rettet, ist wieder ein Kabinettstückchen, das eines Hofnarren würdig ist!

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    Floh

    20. July 2014 um 05:38
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