Stefan Holtkötter Düstermühle

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Inhaltsangabe zu „Düstermühle“ von Stefan Holtkötter

Bei einem Brandanschlag auf einen Gutshof im Dörfchen Düstermühle sterben zwei Menschen: der ehemalige Hofherr und sein Nachbar. Kommissar Bernhard Hambrock sucht fieberhaft nach einem Motiv. Bei den Ermittlungen, die ihn tief in die Vergangenheit führen, stößt er auf alte Familienfehden und ungesühnte Verbrechen. Doch kaum jemand kann sich erinnern, es gibt keine Zeitzeugen mehr. Und dann brennt es erneut in Düstermühle …

Fazit: Ein Münsterland-Krimi, der ein wenig Zeit benötigt, bis er Spannung aufbaut, jedoch sehr gut eine vielschichtige und fesselnde Geschichte erzählt, deren Wurzeln bis in die letzten Kriegstage zurückreichen und zudem mit authentisch wirkenden Charakteren aufwarten kann.

— Bellexr
Bellexr

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  • Toller Fall mit Wurzeln, die leider nicht mein Geschmack sind

    Düstermühle
    pelznase

    pelznase

    25. March 2013 um 19:59

    Bei diesem Buch war es (wieder mal) das Cover, bei dessen Anblick ist sofort Feuer gefangen hatte. Außerdem kannte ich noch keinen Krimi aus dem Münsterland, und neuen kriminellen Regionen stehe ich ja immer offen gegenüber. Es hat dann aber noch eine Weile gedauert ehe ich es in Händen hielt. Es scheint jedoch so als lägen mir Westfalenkrimis einfach nicht. Dabei habe ich an dem Fall für Hambrock und seine Kollegen rein nichts auszusetzen. Ganz im Gegenteil habe ich die Geschichte als ausgesprochen spannend empfunden. Vor allem, weil der Grund für die Vorkommnisse in Düstermühle so weit in der Vergangenheit liegen, dass sich heute kaum noch jemand daran erinnern kann. Das erschwert die Ermittlungen natürlich. Hinzu kommt noch so manche Wendung, die -kaum dass man sich auch nur im Ansatz so etwas wie einen Verdacht zurecht gelegt hat- diesen gleich wieder zunichte macht. So bin ich bis zum Ende gespannt bei der Sache gewesen. Mir hat auch das Bild gefallen, das Stefan Holtkötter von Düstermühle und seinen Bewohnern zeichnet. Ein kleines Dorf im Münsterland, das keinen nennenswerten Kontakt zu den nächsten Ortschaften pflegt, und  dessen Einwohner nahezu durch die Bank irgendwie miteinander über Kreuz zu sein scheinen. Das ist für einen Krimi eine prima Kulisse, weil es überschaubar bleibt und viel Spielraum bietet. Sollte man jedenfalls meinen. Doch genau das war der erste Knackpunkt für mich. Ich wusste bis zum Ende hin manchmal nicht, um wen es sich in dem Kapitel dreht, das ich gerade gelesen habe. Bis zuletzt sind kaum eine Handvoll Charaktere bei mir hängengeblieben. Der Kommissar, Carl Beeke und Rosa Deutschmann. Ansonsten musste ich bei jedem Namen neu überlegen, wer das ist und in welcher Verbindung er zu den anderen Charakteren steht. Und das ist anstrengend und kann durchaus verwirrend sein. Und es hilft auch nicht gerade dabei, wenn man selbst überlegt, wer hinter den Taten steckt und weshalb. Am Ende als der Anlass netterweise ausführlich aufgedröselt wird, kommen sogar noch ein paar Namen dazu. Ich habe dieses Ende dreimal lesen müssen ehe ich durchgestiegen bin. Ich bewundere zweifelsohne wie genau Stefan Holtkötter seine Handlung durchdacht hat, bin aber selber ab und zu nur schwer mitgekommen. Es kommt ja auch noch dazu, dass auch Leute eine Rolle spielen, die zur Zeit der Handlung nicht mehr leben. Sie lebten zu Zeiten des Zweiten Weltkriegs, was gleich der nächste Haken für mich war. Ich bin historisch nur mäßig interessiert und mit diesem Zeitraum kann ich so rein gar nichts (mehr) anfangen, nachdem ich das Thema jahrelang in der Schule duchgenommen habe. Das darf man mir jetzt gerne vorwerfen, es ist aber nun mal so. Entsprechend habe ich mich mitunter gut durch gewisse Schilderungen gequält. Ich mag es lieber, wenn ein Kriminalfall im Heute angesiedelt ist. An sich liest sich “Düstermühle” gut. Vom Sprachlichen auf jeden Fall. Man muss aber wirklich gut die Gedanken beieinander halten angesichts der vielen Charaktere und diversen Verwicklungen. Deshalb habe ich das Lesen hier schon als etwas anstrengend empfunden. In das Cover bin ich noch immer bis über beide Ohren verliebt. Dieser Gewitterhimmel, so schön finsterblau, die Lichtspiele in den Getreideähren und davor etwas so typisch Ländliches wie ein Karren (?) mit Milchkannen…das wirkt krimimäßig düster. Und die Farben sind klasse! Fazit:  Der Krimi bzw der Fall hat mir wirklich gut gefallen, denn er bleibt spannend bis zum Schluss und ist zweifellos sehr clever erdacht und konstruiert. Ich werde Stefan Holtkötters Krimis im Auge behalten und womöglich noch den einen oder anderen lesen. Erst recht, wenn mir jemand versichern würde, dass sie etwas überschaubarer in Sachen Charaktere sind und der jeweilige Fall seine Wurzeln nicht allzu weit in der Vergangenheit.

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  • Rezension zu "Düstermühle" von Stefan Holtkötter

    Düstermühle
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    28. November 2012 um 14:29

    Wer anderen eine Grube gräbt, fällt selbst hinein. So geht es auch Siegfried Wüllenhues, der eine Werkstatt in Brand steckt. Die Feuerwehr findet eine Leiche in der abgebrannten Werkstatt und wenige Schritte entfernt einen weiteren Toten: Den Brandstifter, der vor Aufregung an einem Herzinfarkt gestorben ist. Kommissar Hambrock und seine Kollegen ermitteln im Dorf Düstermühle, das seinem Namen alle Ehre macht. Nicht nur, dass das Wetter neblig und trüb ist, im Dorf schwelen auch alte Familienfehden, die eine düstere Stimmung verbreiten. Ebenso düster ist die Vergangenheit des Dorfes, in die Hambrocks Ermittlungen führen. Zwangsarbeiter, Flüchtlinge und Kriegswaisen spielen dabei eine Rolle und haben mit den aktuellen Ereignissen zu tun. Und dann gibt es weitere Brände. Währenddessen haben Kommissar Hambrock und sein neuer Kollege Keller auch noch mit Privatproblemen zu kämpfen. Stefan Holtkötter schreibt so atmosphärisch dicht, dass die düstere Jahreszeit beinahe fühlbar wird. Er beschreibt die zwischenmenschlichen Beziehungen in einer engen Dorfgemeinschaft so treffend, dass einige Charaktere mir aus meinen Besuchen in einem westfälischen Dorf bekannt vorkamen. Die Protagonisten dieses Buches sind sehr authentisch und lebendig, weil ihre privaten Probleme so normal sind. Schwere Erkrankung, Scheidung, pubertierende Kinder, alte Eltern, Mütter, die Berufstätigkeit und Familie unter einen Hut bekommen müssen, all das ist ein Bestandteil auch unseres Lebens. Im Gegensatz zu manch anderen Krimis stehen hier die Privatprobleme der Charaktere nicht im Vordergrund, sondern fügen sich harmonisch in die Handlung ein. Von Anfang an werden in diesem ruhigen Krimi geheimnisvolle Fragen aufgeworfen, mit denen die Spannung allmählich aufgebaut wird. Der Fall wird immer rätselhafter, und auch der flüssige Schreibstil sorgt dafür, dass es nicht leicht ist, dieses Buch aus der Hand zu legen.

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  • Rezension zu "Düstermühle" von Stefan Holtkötter

    Düstermühle
    Phil Decker

    Phil Decker

    14. August 2012 um 12:55

    Die Machart wiederholt sich und ich kann dem Autor nur empfehlen, mal in Münster zu recherchieren. Auf dem platten Münsterland ist nichts los. Komme schließlich daher. Und mehr als bisher kann er nicht platzieren. Es sei denn, ein Serienmörder erschüttert bald meine Heimat.

  • Rezension zu "Düstermühle" von Stefan Holtkötter

    Düstermühle
    Matzbach

    Matzbach

    25. June 2012 um 15:07

    Der neueste Fall des Kommissar Hambrock scheint sich am Anfang als Kinderspiel zu erweisen, der vermeintliche Mörder und Brandstifter erleidet am Tatort einen Herzinfarkt. Doch schnell stellt sich heraus, dass der Mord nicht von ihm ausgeübt hatte werden können. So beginnt die Täter- und Motivsuche. Dabei erweist sich die Dorfgemeinschaft als verschwiegene Gesellschaft, die den Ermittlern und letztlich auch sich selbst das Leben schwer machen. Die Wurzeln des Verbrechens reichen tief in die Vergangenheit zurück. Sie verweisen auf ein hartes Leben, in dem die Familientradition über das Einzelinteresse gestellt werden, zurück. Hambrock ermittelt in seinem fünften Fall, nach Durchhängern in den beiden letzten Bänden wieder mal erfreulich spannend. Dabei haben er und seine Mitarbeiter mit gravierenden privaten Problemen zu kämpfen, die den Fall aber nicht überlagern.

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  • Rezension zu "Düstermühle" von Stefan Holtkötter

    Düstermühle
    Bellexr

    Bellexr

    21. June 2012 um 13:13

    Die Geister der Vergangenheit . Auf einem Hof des Münsterland-Dorfes Düstermühle bricht ein Feuer aus. Die herbeigerufene Feuerwehr findet nach der Löschung des Brandes zwei Leichen: der Hofbesitzer und sein Nachbar. Kommissar Hambrock und sein neuer Kollege Keller suchen im Umkreis der Dorfbewohner nach dem Täter wie auch nach dem Motiv. Bald schon stoßen sie auf eine alte Familienfehde zweier Hofbesitzer. Ist hier etwa das Motiv zu finden? Dann brennt es erneut in Düstermühle. . Stefan Holtkötter steigt mit dem Brand in seinen Münsterland-Krimi ein und dieses Kapitel ist schon etwas rätselhaft angelegt und wirft einige Fragen auf, die im Verlauf der Story eigentlich immer mehr anstatt weniger werden. So ist die Neugier von Anfang an vorhanden, die Spannung baut sich dagegen etwas verhaltener auf, steigert sich jedoch im Verlauf des Krimis kontinuierlich bis zum hochspannenden Finale. . Allerdings vermisst man die anfangs etwas geringe Spannung kaum, da die Geschichte sich sehr komplex entwickelt und der Autor einem zudem erst einmal die unterschiedlichen Mitwirkenden vorstellt. Hierdurch weiß man schnell, dass das Motiv mit den wirren, unklaren Zuständen der letzten Kriegstage in Verbindung steht, als Zwangsarbeiter und Kriegswaisen auf Bauernhöfe im Münsterland zum Arbeiten verbracht wurden, wie auch mit einer uralte Familienfehde. Doch über die genauen Hintergründe lässt einen der Autor lange im Unklaren. Die Stimmung des Buches ist – an den fiktiven Dorfnamen angelehnt – eher düster und beklemmend zu beschreiben. . Die Geschichte konzentriert sich recht gleichmäßig auf die reine Ermittlungsarbeit, die anfangs durch die hartnäckige Verschlossenheit der Dorfbewohner kaum voranschreitet. Neben den erwähnten Erzählsträngen einiger Mitglieder der Bauernschaft kommt jedoch auch das Privatleben von Hambrock und seinem neuen, kettenrauchenden, etwas anstrengenden, unkonventionellen und durchaus sympathischen Kollegen Keller nicht zu kurz. . Der Schreibstil von Stefan Holtkötter überzeugt wieder von der ersten Seite und mühelos gelingt es ihm, einem den fiktiven Ort Düstermühle mit seinen Dorfbewohnern vor Augen zu führen. Wie schon erwähnt, ist die Stimmung des Buches dieses Mal sehr düster, fast schon melancholisch, was auch dem momentanen Privatleben von Hambrock geschuldet ist, den familiäre Probleme stark belasten und bei seiner Arbeit behindern. So überlässt der Kommissar bald die Ermittlungen mehr seinen Kollegen und konzentriert sich im Verlauf der Story immer mehr auf sein Privatleben. Dennoch bleibt Hambrock bis zum Schluss in den Ermittlungen involviert. . Die Charakterzeichnungen der einzelnen Figuren sind Stefan Holtkötter wieder hervorragend gelungen und so wirken alle Beteiligten in ihren Handlungen absolut überzeugend und authentisch. Und einige bleiben zudem äußerst rätselhaft, was die Suche nach dem Täter natürlich entsprechend erschwert. . Fazit: Ein Münsterland-Krimi, der ein wenig Zeit benötigt, bis er Spannung aufbaut, jedoch sehr gut eine vielschichtige und fesselnde Geschichte erzählt, deren Wurzeln bis in die letzten Kriegstage zurückreichen und zudem mit authentisch wirkenden Charakteren aufwarten kann.

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